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Ausschreibungsdetails

Neubau eines Revisionsverschlussbalkens im oberen Vorhafen der Schleuse Bamberg

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02.11.2026

01.12.2026 10:00

2026-811-000164

Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Donau MDK

02.11.2026 13:35

Meine e-Vergabe


Auftragsbekanntmachung

Öffentliche Ausschreibung nach VOB/A

Formular 121 - VHB-Bund - Ausgabe 2019

a)
Öffentlicher Auftraggeber (Vergabestelle)

Name:Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Donau MDK
Straße, Hausnummer:Erlanger Straße 1
Postleitzahl (PLZ):93059
Ort:Regensburg
Telefon:+49 941 81090

b)
Verfahrensart „Öffentliche Ausschreibung nach VOB/A“

Geschäftszeichen: 2026-811-000164

c)
Angaben zum elektronischen Vergabeverfahren und zur Ver- und Entschlüsselung der Unterlagen

Zugelassene Angebotsabgabe

  • elektronisch
    • ohne elektronische Signatur (Textform)

d)
Art des Auftrags

Ausführung von Bauleistungen

e)
Ort der Ausführung

Schleuse Bamberg, Galgenfuhr 25, 96050 Bamberg

f)
Art und Umfang der Leistung, ggf. aufgeteilt nach Losen

Die hier beschriebene Maßnahme soll in den kommenden Jahren in gleicher Weise an vier weiteren Schleusen des Main-Donau-Kanals umgesetzt werden. Da bislang keine baupraktischen Erfahrungen mit der vorgesehenen Ausführung vorliegen, kommt der Durchführung an der Schleuse Bamberg Pilotcharakter zu. Ziel ist es, Erkenntnisse hinsichtlich der Umsetzbarkeit und der zweckmäßigen Ausführung der einzelnen Arbeitsschritte zu gewinnen. Vom Auftragnehmer wird daher die Bereitschaft zu einer konstruktiven und flexiblen Mitwirkung erwartet. Ziel ist es, die Maßnahme gemeinsam erfolgreich umzusetzen und die gewonnenen Erfahrungen für die Planung und Durchführung der weiteren vergleichbaren Maßnahmen nutzbar zu machen.
Zur Verbesserung der Unterhaltungsmöglichkeiten der Schleusenanlage Bamberg soll ein neuer Revisionsverschlussbalken errichtet werden. Er soll künftig die Trockenlegung des oberwasserseitigen Schleuseneinfahrtsbereiches ermöglichen. Hierfür sollen die beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Donau MDK (WSA Donau MDK) bereits vorhandenen Stützböcke und Revisionsverschlusstafeln des standardisierten Revisionsverschlusssystems des Main-Donau-Kanals verwendet werden können.
Die Maßnahme soll unter weitgehender Aufrechterhaltung des Schifffahrtsbetriebes ausgeführt werden.
Der Rückbau der bestehenden Sohl- und Böschungssicherung aus Wasserbausteinen sowie der Einbau sämtlicher Spundwände innerhalb des Kanalquerschnitts ist als zusammenhängender Arbeitsvorgang unter Ausnutzung der vorgesehenen Schleusensperre im Zeitraum vom 05.04.2027 bis 24.04.2027 auszuführen.
Das herzustellende Bauwerk besteht im Wesentlichen aus:
- Spundwandbaugruben
- Unterwasserbetonsohlen
- einer massiven Stahlbetonsohle über die gesamte Kanalbreite
- beidseitigen Wandanschlussbauwerken
- Lagerrahmen und Einbaurahmen zur Aufnahme der Betonfertigteile
- Stahlbetonfertigteilen des Revisionsverschlussbalkens mit integrierten Aufnahmepunkten für die vorhandenen Stützböcke und Revisionsverschlusstafeln
- einer neu herzustellenden Böschungstreppe
- Wiederherstellungen der Böschungs- und Sohlsicherungen
Die Maßnahme ist durch hohe Anforderungen an die Maßhaltigkeit, umfangreiche Unterwasserarbeiten, den Einsatz von Tauchern, eine vorgeschaltete Probemontage sowie ein mehrstufiges Vermessungs- und Freigabeverfahren gekennzeichnet.
Wesentliche Leistungen und Mengen:
- Spundwände: ca. 205 t Spundbohlen liefern und ca. 1.680 m² Wandfläche einbringen (davon ca. 1.300 m² mit schwimmendem Gerät), dazu Aussteifung, Vergurtung und Trennen der Spundwände durch Taucher
- Nassbaggerarbeiten: ca. 1.700 m³
- Rückbau Sohl- und Böschungssicherung: ca. 820 m² vollvergossene Steinschüttung
- Unterwasserbeton, Ausgleichsschichten, Betonverfüllungen: ca. 1.300 m³ Beton
- Betonfertigteile Revisionsverschlussbalken: 14 St (je 6,10 × 4,00 × 0,50 m), Gesamtbreite 56 m
- Stahlbau: ca. 54 m Einbaurahmen, 14 Lagerrahmen mit 56 Druck- und Zuglager
- Probemontage der gesamten Auflagerkonstruktion im Trockenen
- Massivbauwerk Böschungsnische (Stahlbeton): ca. 370 m³ Beton, ca. 77 t Betonstahl
- Auftriebssicherung Schleusensohle: 10 Entlastungsöffnungen (Kernbohrungen unter Wasser durch Taucher, DN 200 und Filterausbau DN 100)
- Wasserhaltung: 3 Baugruben (Lenzen und Fluten, Restwasserhaltung)
- Erdarbeiten: ca. 370 m³ Aushub, ca. 720 m³ Bodeneinbau
- Böschungssicherung wiederherstellen: ca. 170 m² Steinschüttung mit Verguss, ca. 100 m² Betondichtung
- Böschungstreppen: Rückbau von Bestandstreppen und Neubau
- Kranstellplatz: Winkelstützwand aus 64 Fertigteilen, ca. 630 m² Asphaltbefestigung
- Entsorgung: ca. 2.450 t Baggergut, ca. 1.490 t Beton, ca. 255 t Boden, ca. 60 t Asphalt

h)
Losweise Vergabe

Nein

i)
Ausführungsfristen

Fertigstellung oder Dauer der Leistungen
Hauptbauleistungen in 2027, Restmaßnahmen zur Trockenlegung im Frühjahr 2028
Weitere Fristen
Ausführungsbeginn: Die zeitliche Planung der Arbeiten steht dem Bieter grundsätzlich frei.
Der Rückbau der bestehenden Sohl- und Böschungssicherung aus Wasserbausteinen so-wie der Einbau sämtlicher Spundwände innerhalb des Kanalquerschnitts ist als zusammen-hängender Arbeitsvorgang unter Ausnutzung der vorgesehenen Schleusensperre vom 05.04.2027 bis 24.04.2027 auszuführen. Die Hauptbauleistungen sind zügig und unterbrechungsfrei auszuführen und bis spätestens Ende 2027 fertig zu stellen.
Im Zuge der planmäßigen Schleusensperre vom 18.03. bis 07.04.2028 sind die restlichen Arbeiten (Beton glätten) am trockengelegten Revisionsverschlussbalken auszuführen.

j)
Nebenangebote

zugelassen

k)
Mehrere Hauptangebote

nicht zugelassen

l)
Bereitstellung/Anforderung der Vergabeunterlagen

Vergabeunterlagen werden elektronisch zur Verfügung gestellt unter
Nachforderung

Fehlende Unterlagen, deren Vorlage mit Angebotsabgabe gefordert war, werden

nachgefordert.

o)
Ablauf der Angebots- und der Bindefrist

Ablauf der Angebotsfrist
01.12.2026 - 10:00 Uhr
Ablauf der Bindefrist
15.01.2027

p)
Angebote sind einzureichen

q)
Sprache, in der die Angebote abgefasst sein müssen

Deutsch (gilt auch für Rückfragen und Schriftverkehr)

r)
Zuschlagskriterien

siehe Vergabeunterlagen

t)
Geforderte Sicherheiten

siehe Vergabeunterlagen

v)
Rechtsform der / Anforderung an Bietergemeinschaften

gesamtschuldnerisch haftend mit bevollmächtigtem Vertreter

w)
Beurteilung der Eignung

führen den Nachweis der Eignung durch den Eintrag in die Liste des Vereins für die Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. (Präqualifikationsverzeichnis). Bei Einsatz von Nachunternehmen ist auf gesondertes Verlangen nachzuweisen, dass diese präqualifiziert sind oder die Voraussetzung für die Präqualifikation erfüllen.

haben zum Nachweis der Eignung mit dem Angebot das ausgefüllte Formblatt „Eigenerklärung zur Eignung“ vorzulegen. Bei Einsatz von Nachunternehmen sind auf gesondertes Verlangen die Eigenerklärungen auch für diese abzugeben. Sind die Nachunternehmen präqualifiziert, reicht die Angabe der Nummer, unter der diese in der Liste des Vereins für die Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. (Präqualifikationsverzeichnis) geführt werden.

Gelangt das in die engere Wahl, sind die Eigenerklärungen (auch die der Nachunternehmen) auf gesondertes Verlangen durch Vorlage der in der „Eigenerklärung zur Eignung“ genannten Bescheinigungen zuständiger Stellen zu bestätigen. Bescheinigungen, die nicht in deutscher Sprache abgefasst sind, ist eine Übersetzung in die deutsche Sprache beizufügen.


Das Formblatt „Eigenerklärung zur Eignung“ ist erhältlich / ggf. geforderte Eignungsnachweise
Geforderte Eignungsnachweise:
- jährlicher Mindestumsatz des Unternehmens für die letzten 3 Geschäftsjahre
Mindestanforderung: in Höhe von 6 Mio. € Netto pro Jahr
- Referenzen vergleichbarer Leistungen
Mindestanforderung: 3 Referenzprojekte in den letzten 5 Jahren (durch die Referenzen sollen alle Leistungsbereiche abgedeckt werden)
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Das Formblatt ‚Eigenerklärung zur Eignung‘ steht auf der e-Vergabeplattform des
Bundes
( https://www.evergabe-online.de/start.html?3) bei der Bekanntmachung über den
Button ‚Ausschreibungsunterlagen einsehen‘ (ausfüllbar) zur Verfügung.
Darüber hinaus hat der Bieter zum Nachweis seiner Fachkunde folgende Angaben gemäß § 6a Abs. 3 VOB/A zu machen:
- Angaben zum Bauablauf durch Abgabe eines Bauzeitenplanes für die wesentlichen Arbeitsschritte (Darstellung nach Wahl des Bieters) unter Beachtung der Terminvorgaben
- Angaben zum geplanten Bauverfahren durch stichpunktartige Erläuterung der Einbautechnologie, Personaleinsatz und Ablauforganisation für die wesentlichen Arbeitsschritte sowie Benennung der wesentlichen Baugeräte, -maschinen und Fahrzeuge

x)
Nachprüfung behaupteter Verstöße

Nachprüfungsstelle (§ 21 VOB/A)
Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt
Dezernat G 20- Nachprüfungsstelle -
Am Propsthof 51
53121 Bonn
Telefax: 0228 42968-9010
E-Mail-Adresse: gdws@wsv.bund.de


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