Ausschreibungsdetails
Auftragsbekanntmachung
Öffentliche Ausschreibung nach VOB/A
Formular 121 - VHB-Bund - Ausgabe 2019
a)
Öffentlicher Auftraggeber (Vergabestelle)
b)
Verfahrensart „Öffentliche Ausschreibung nach VOB/A“
c)
Angaben zum elektronischen Vergabeverfahren und zur Ver- und Entschlüsselung der Unterlagen
Zugelassene Angebotsabgabe
- elektronisch
- ohne elektronische Signatur (Textform)
d)
Art des Auftrags
e)
Ort der Ausführung
f)
Art und Umfang der Leistung, ggf. aufgeteilt nach Losen
Zur Verbesserung der Unterhaltungsmöglichkeiten der Schleusenanlage Bamberg soll ein neuer Revisionsverschlussbalken errichtet werden. Er soll künftig die Trockenlegung des oberwasserseitigen Schleuseneinfahrtsbereiches ermöglichen. Hierfür sollen die beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Donau MDK (WSA Donau MDK) bereits vorhandenen Stützböcke und Revisionsverschlusstafeln des standardisierten Revisionsverschlusssystems des Main-Donau-Kanals verwendet werden können.
Die Maßnahme soll unter weitgehender Aufrechterhaltung des Schifffahrtsbetriebes ausgeführt werden.
Der Rückbau der bestehenden Sohl- und Böschungssicherung aus Wasserbausteinen sowie der Einbau sämtlicher Spundwände innerhalb des Kanalquerschnitts ist als zusammenhängender Arbeitsvorgang unter Ausnutzung der vorgesehenen Schleusensperre im Zeitraum vom 05.04.2027 bis 24.04.2027 auszuführen.
Das herzustellende Bauwerk besteht im Wesentlichen aus:
- Spundwandbaugruben
- Unterwasserbetonsohlen
- einer massiven Stahlbetonsohle über die gesamte Kanalbreite
- beidseitigen Wandanschlussbauwerken
- Lagerrahmen und Einbaurahmen zur Aufnahme der Betonfertigteile
- Stahlbetonfertigteilen des Revisionsverschlussbalkens mit integrierten Aufnahmepunkten für die vorhandenen Stützböcke und Revisionsverschlusstafeln
- einer neu herzustellenden Böschungstreppe
- Wiederherstellungen der Böschungs- und Sohlsicherungen
Die Maßnahme ist durch hohe Anforderungen an die Maßhaltigkeit, umfangreiche Unterwasserarbeiten, den Einsatz von Tauchern, eine vorgeschaltete Probemontage sowie ein mehrstufiges Vermessungs- und Freigabeverfahren gekennzeichnet.
Wesentliche Leistungen und Mengen:
- Spundwände: ca. 205 t Spundbohlen liefern und ca. 1.680 m² Wandfläche einbringen (davon ca. 1.300 m² mit schwimmendem Gerät), dazu Aussteifung, Vergurtung und Trennen der Spundwände durch Taucher
- Nassbaggerarbeiten: ca. 1.700 m³
- Rückbau Sohl- und Böschungssicherung: ca. 820 m² vollvergossene Steinschüttung
- Unterwasserbeton, Ausgleichsschichten, Betonverfüllungen: ca. 1.300 m³ Beton
- Betonfertigteile Revisionsverschlussbalken: 14 St (je 6,10 × 4,00 × 0,50 m), Gesamtbreite 56 m
- Stahlbau: ca. 54 m Einbaurahmen, 14 Lagerrahmen mit 56 Druck- und Zuglager
- Probemontage der gesamten Auflagerkonstruktion im Trockenen
- Massivbauwerk Böschungsnische (Stahlbeton): ca. 370 m³ Beton, ca. 77 t Betonstahl
- Auftriebssicherung Schleusensohle: 10 Entlastungsöffnungen (Kernbohrungen unter Wasser durch Taucher, DN 200 und Filterausbau DN 100)
- Wasserhaltung: 3 Baugruben (Lenzen und Fluten, Restwasserhaltung)
- Erdarbeiten: ca. 370 m³ Aushub, ca. 720 m³ Bodeneinbau
- Böschungssicherung wiederherstellen: ca. 170 m² Steinschüttung mit Verguss, ca. 100 m² Betondichtung
- Böschungstreppen: Rückbau von Bestandstreppen und Neubau
- Kranstellplatz: Winkelstützwand aus 64 Fertigteilen, ca. 630 m² Asphaltbefestigung
- Entsorgung: ca. 2.450 t Baggergut, ca. 1.490 t Beton, ca. 255 t Boden, ca. 60 t Asphalt
h)
Losweise Vergabe
i)
Ausführungsfristen
Der Rückbau der bestehenden Sohl- und Böschungssicherung aus Wasserbausteinen so-wie der Einbau sämtlicher Spundwände innerhalb des Kanalquerschnitts ist als zusammen-hängender Arbeitsvorgang unter Ausnutzung der vorgesehenen Schleusensperre vom 05.04.2027 bis 24.04.2027 auszuführen. Die Hauptbauleistungen sind zügig und unterbrechungsfrei auszuführen und bis spätestens Ende 2027 fertig zu stellen.
Im Zuge der planmäßigen Schleusensperre vom 18.03. bis 07.04.2028 sind die restlichen Arbeiten (Beton glätten) am trockengelegten Revisionsverschlussbalken auszuführen.
j)
Nebenangebote
k)
Mehrere Hauptangebote
l)
Bereitstellung/Anforderung der Vergabeunterlagen
Fehlende Unterlagen, deren Vorlage mit Angebotsabgabe gefordert war, werden
nachgefordert.
o)
Ablauf der Angebots- und der Bindefrist
p)
Angebote sind einzureichen
q)
Sprache, in der die Angebote abgefasst sein müssen
r)
Zuschlagskriterien
t)
Geforderte Sicherheiten
v)
Rechtsform der / Anforderung an Bietergemeinschaften
w)
Beurteilung der Eignung
führen den Nachweis der Eignung durch den Eintrag in die Liste des Vereins für die Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. (Präqualifikationsverzeichnis). Bei Einsatz von Nachunternehmen ist auf gesondertes Verlangen nachzuweisen, dass diese präqualifiziert sind oder die Voraussetzung für die Präqualifikation erfüllen.
haben zum Nachweis der Eignung mit dem Angebot das ausgefüllte Formblatt „Eigenerklärung zur Eignung“ vorzulegen. Bei Einsatz von Nachunternehmen sind auf gesondertes Verlangen die Eigenerklärungen auch für diese abzugeben. Sind die Nachunternehmen präqualifiziert, reicht die Angabe der Nummer, unter der diese in der Liste des Vereins für die Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. (Präqualifikationsverzeichnis) geführt werden.
Gelangt das in die engere Wahl, sind die Eigenerklärungen (auch die der Nachunternehmen) auf gesondertes Verlangen durch Vorlage der in der „Eigenerklärung zur Eignung“ genannten Bescheinigungen zuständiger Stellen zu bestätigen. Bescheinigungen, die nicht in deutscher Sprache abgefasst sind, ist eine Übersetzung in die deutsche Sprache beizufügen.
- jährlicher Mindestumsatz des Unternehmens für die letzten 3 Geschäftsjahre
Mindestanforderung: in Höhe von 6 Mio. € Netto pro Jahr
- Referenzen vergleichbarer Leistungen
Mindestanforderung: 3 Referenzprojekte in den letzten 5 Jahren (durch die Referenzen sollen alle Leistungsbereiche abgedeckt werden)
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Das Formblatt ‚Eigenerklärung zur Eignung‘ steht auf der e-Vergabeplattform des
Bundes
( https://www.evergabe-online.de/start.html?3) bei der Bekanntmachung über den
Button ‚Ausschreibungsunterlagen einsehen‘ (ausfüllbar) zur Verfügung.
- Angaben zum geplanten Bauverfahren durch stichpunktartige Erläuterung der Einbautechnologie, Personaleinsatz und Ablauforganisation für die wesentlichen Arbeitsschritte sowie Benennung der wesentlichen Baugeräte, -maschinen und Fahrzeuge
x)
Nachprüfung behaupteter Verstöße
Dezernat G 20- Nachprüfungsstelle -
Am Propsthof 51
53121 Bonn
Telefax: 0228 42968-9010
E-Mail-Adresse: gdws@wsv.bund.de