Tendering Procedure Details
Auftragsbekanntmachung
Öffentliche Ausschreibung nach VOB/A
Formular 121 - VHB-Bund - Ausgabe 2019
a)
Öffentlicher Auftraggeber (Vergabestelle)
b)
Verfahrensart „Öffentliche Ausschreibung nach VOB/A“
c)
Angaben zum elektronischen Vergabeverfahren und zur Ver- und Entschlüsselung der Unterlagen
Zugelassene Angebotsabgabe
- elektronisch
- ohne elektronische Signatur (Textform)
d)
Art des Auftrags
e)
Ort der Ausführung
f)
Art und Umfang der Leistung, ggf. aufgeteilt nach Losen
Vor dem Haupteingang des Arbeitsamtes in Schweinfurt ist ein unterirdisches Betonbauwerk mit einer Grundfläche von ca. 120 m² vorhanden. Bei dem Bauwerk handelt es sich um ein ehemaliges Löschwasserreservoir, welches aktuell über zwei Schächte zugänglich ist. Das Löschwasserreservoir soll zu einem Eisspeicher für die Beheizung des Arbeitsamtes umgenutzt werden. In diesem Zuge müssen Betonsanierungen und Abdichtungsarbeiten am Bauwerk durchgeführt werden. Die Arbeiten erfolgen in 2 zeitlich voneinander getrennten Bauabschnitten. Zwischen den
beiden Bauabschnitten liegen mehrere Monate, da in der Zwischenzeit die Gebäudetechnik für den Eisspeicher eingebaut wird. Der Großteil der Arbeiten erfolgt im ersten Bauabschnitt.
Folgende Leistungen sind im 1. Bauabschnitt vorgesehen
Baustelleneinrichtung
- Baustelleneinrichtung inkl. Baustrom und Bauwasser - Beleuchtung im Bauwerk
- Belüftung Bauwerk
- Verkehrssicherung für Baustelleeinrichtungsfläche
Neue Montageöffnung
Für das Einbringen der Gebäudetechnik für den Eisspeicher ist eine größere Montageöffnung mit 150 cm Durchmesser erforderlich. Hierfür sind folgende Arbeiten vorgesehen:
- Freiräumen Gelände
- Entfernen und seitliches Lagern des Oberbodens
- Herstellen einer Baugrube mit Grundfläche 3 m x 3 m und einer Tiefe von ca. 1,90 m
inkl. Verbau
- Behelfsabstützung im Bauwerk
- Einschneiden einer runden Öffnung mit 200 cm Durchmesser in das Tonnengewölbe
- Ausheben und Entsorgen der freigeschnittenen, kreisrunden Betonscheibe
- Herstellen eines gewölbten Verstärkungsringes aus Stahlbeton in der eingeschnittenen
Öffnung inkl. Einkleben von Bewehrung in den Bestand
- Loses Auflegen einer Schachtabdeckung aus Stahlbeton mit 180 cm Durchmesser, in die eine kleinere Öffnung mit 60 cm Durchmesser integriert ist.
(Die Abdeckung wird zunächst nur lose aufgelegt, damit sie von anderen Gewerken wieder abgehoben werden kann.)
- Provisorisches Abdecken der kleineren Öffnung
Maßnahmen Bestandschächte
Die Bestandsschächte sollen erhalten werden, um sie für Lüftungszwecke zu nutzen. Folgende Arbeiten fallen an den Bestandsschächten an:
- Rückbau Schachtdeckel der Bestandsschächte
- Neue Schachtdeckel aus Stahlbeton in Ortbetonbauweise inkl. Einkleben von
Bewehrung
- Durchführung von Lüftungsrohren durch die Schachtdeckel
- Mauerwerkssanierung am gemauerten nördlichen Schacht
- Sickerstreifen aus Kies um die neuen Schachtdeckel herum
Maßnahmen Betoninstandsetzung
- Reinigen und Entfernen von losen Teilen der Beschichtung im Inneren des Bauwerks
- Entfernen von herausgequollenem Bitumen an den Fugen
- Abtragen von Hohllagen und Schadstellen in der Bodenplatte, am Gewölbe und an den Wänden
- Abtragen von Hohllagen und Schadstellen an der Hohlkehle zwischen Bodenplatte und Gewölbe
- Reprofilieren der Schad- und Fehlstellen inkl. Untergrundvorbereitung und Auftragen
Haftbrücke
- Starres Verpressen der Längsrisse im Tonnengewölbe
- Starres Verpressen der Risse in der Bodenplatte
- Dehnfähiges Verpressen der Risse in den Querfugen
- Einschneiden der Querfugen in der Bodenplatte
Maßnahmen Abdichtung
- Einbauen einer Dampfbremse als Trennlage zum Betonuntergrund
- Abdichten des Bauwerks von innen mit lose verlegten Kunststoff-Dichtbahnen
o inkl. Verschweißen der Bahnen
o inkl. Kanten- und Eckausbildungen
o inkl. Abdichten des Pumpensumpfes
o inkl. Einbau Entlüftungsventile
o inkl. mechanische Randbefestigung außerhalb des Wasserspiegels
- Kontrolle der Schweißnähte
- Verlegen einer zusätzlichen Schutzlage auf dem Boden
Nach dem Ende des 1. Bauabschnittes kann die Baustelleinrichtung zurückgebaut werden. Es müssen lediglich der Verbau und die Umzäunung des Verbaus bis zum Ende des 2. Bauabschnittes vorgehalten werden.
Nach Ende des 1. Bauabschnittes wird dann die Technik des Eisspeichers eingebaut. Dafür muss die lose aufgelegte Schachtabdeckung von anderen Gewerken abgehoben werden können. Ist die Technik in den Speicher eingebaut, folgt der 2. Bauabschnitt.
Folgende Maßnahmen sind im 2. Bauabschnitt vorgesehen:
Maßnahme Montageöffnung
- Erforderliche Baustelleneinrichtung
- Vermörteln und damit Fixieren der Schachtabdeckung
- Aufsetzen von Schachtringen mit 60 cm Durchmesser als zukünftiger Wartungszustieg
- Abdichten des Übergangs Verstärkungsring zu Schachtabdeckung mit Flüssigkunststoff
inkl. Vorbereiten des Untergrundes
- Aufsetzen eines Schachtdeckels mit integrierten Lüftungskamin auf den Schacht
- Einbau einer Drainschicht inkl. Trennvlies auf dem Schachtdeckel
- Verfüllen der Baugrube inkl. Rückbau des Verbaus
g)
Angaben über den Zweck der baulichen Anlage oder des Auftrags, wenn auch Planungsleistungen gefordert werden
h)
Losweise Vergabe
i)
Ausführungsfristen
j)
Nebenangebote
k)
Mehrere Hauptangebote
l)
Bereitstellung/Anforderung der Vergabeunterlagen
Fehlende Unterlagen, deren Vorlage mit Angebotsabgabe gefordert war, werden
teilweise nachgefordert, und zwar folgende Unterlagen.
alle unter C) und 3.1 geforderten Anlagen, die ausgefüllt mit dem Angebot einzureichen sind, außer VHB Formblatt 213 "Angebotsschreiben", dessen Fehlen den Ausschluss des Angebots zur Folge hat.
o)
Ablauf der Angebots- und der Bindefrist
p)
Angebote sind einzureichen
q)
Sprache, in der die Angebote abgefasst sein müssen
r)
Zuschlagskriterien
nachfolgende Zuschlagskriterien
1 Preis (100%)
s)
Öffnung der Angebote
t)
Geforderte Sicherheiten
u)
Wesentliche Finanzierungs- und Zahlungsbedingungen und/oder Hinweise auf die maßgeblichen Vorschriften, in denen sie enthalten sind
v)
Rechtsform der / Anforderung an Bietergemeinschaften
w)
Beurteilung der Eignung
führen den Nachweis der Eignung durch den Eintrag in die Liste des Vereins für die Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. (Präqualifikationsverzeichnis). Bei Einsatz von Nachunternehmen ist auf gesondertes Verlangen nachzuweisen, dass diese präqualifiziert sind oder die Voraussetzung für die Präqualifikation erfüllen.
haben zum Nachweis der Eignung mit dem Angebot das ausgefüllte Formblatt „Eigenerklärung zur Eignung“ vorzulegen. Bei Einsatz von Nachunternehmen sind auf gesondertes Verlangen die Eigenerklärungen auch für diese abzugeben. Sind die Nachunternehmen präqualifiziert, reicht die Angabe der Nummer, unter der diese in der Liste des Vereins für die Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. (Präqualifikationsverzeichnis) geführt werden.
Gelangt das in die engere Wahl, sind die Eigenerklärungen (auch die der Nachunternehmen) auf gesondertes Verlangen durch Vorlage der in der „Eigenerklärung zur Eignung“ genannten Bescheinigungen zuständiger Stellen zu bestätigen. Bescheinigungen, die nicht in deutscher Sprache abgefasst sind, ist eine Übersetzung in die deutsche Sprache beizufügen.
x)
Nachprüfung behaupteter Verstöße
Justiziariat
Lina-Ammon-Str. 9
90471 Nürnberg