1 Beschaffer1.1 BeschafferOffizielle Bezeichnung: Landesamt für Umweltschutz Sachsen-AnhaltArt des öffentlichen Auftraggebers: Obere, mittlere und untere LandesbehördeHaupttätigkeiten des öffentlichen Auftraggebers: Umweltschutz2 Verfahren2.1 VerfahrenTitel: Arten-Monitoring nach Artikel 11 und 17 der FFH-Richtlinie in Sachsen-Anhalt: Libellen (Odonata), Monitoring-Durchgang 2027-2029Beschreibung: Gegenstand des Auftrags ist die Durchführung des FFH-Stichprobenmonitorings für acht Libellenarten der Anhänge II und IV der FFH-Richtlinie in Sachsen-Anhalt im Monitoringdurchgang 2027 bis 2029. Untersucht werden Helm-Azurjungfer, Vogel-Azurjungfer, Grüne Flussjungfer, Asiatische Keiljungfer, Grüne Mosaikjungfer, Große Moosjungfer, Zierliche Moosjungfer und Östliche Moosjungfer. Die Erhebungen dienen der Bewertung der Erhaltungszustände ihrer Populationen und schaffen die naturschutzfachliche Grundlage für die nationalen und europäischen Berichtspflichten nach den Artikeln 11 und 17 der FFH-Richtlinie.
Zu bearbeiten sind insgesamt 152 Monitoringflächen beziehungsweise Stichprobeneinheiten mit den jeweils zugehörigen Zählstrecken. Der Auftrag umfasst die artspezifischen Geländeuntersuchungen nach den Vorgaben von BfN und BLAK (2017), erforderliche Abgrenzungen oder Anpassungen von Untersuchungsflächen, die Bewertung der Erhaltungszustände sowie die vollständige digitale Dokumentation und Datenhaltung. Hierzu gehören insbesondere MultiBaseCS-Datenbanken, Einträge in die FFH-Monitoring-Cloud, GIS-Daten, eine Excel-Dokumentation der Bewertungen und Fotodokumentationen.
Die Ergebnisse sind in zwei digitalen Zwischenberichten und einem abschließenden wissenschaftlichen Endbericht aufzubereiten. Die Teilleistungen sind bis zum 30. Oktober 2027, 1. November 2028 und 1. November 2029 zu übergeben.Kennung des Verfahrens: e8f5c855-0036-4b76-975a-7a97c430700aInterne Kennung: 43.14/03/2026Verfahrensart: Offenes VerfahrenBeschleunigtes Verfahren: nein2.1.1 ZweckArt des Auftrags: DienstleistungenHauptklassifizierungscode(cpv): 90700000Dienstleistungen im Umweltschutz2.1.2 ErfüllungsortNUTS-3-Code: Halle (Saale), Kreisfreie Stadt(DEE02)Land: Deutschland2.1.4 Allgemeine InformationenRechtsgrundlage:Richtlinie 2014/24/EUvgv- 2.1.6 AusschlussgründeQuellen der Ausschlussgründe: BekanntmachungRein nationale Ausschlussgründe: Es gelten die gesetzlichen Ausschlussgründe nach deutschem Vergaberecht. Insbesondere finden die zwingenden und fakultativen Ausschlussgründe gemäß §§ 123 und 124 GWB Anwendung. Der Nachweis erfolgt zunächst durch Eigenerklärungen der Bieter. Darüber hinaus können Angebote gemäß den einschlägigen vergaberechtlichen Vorschriften, insbesondere § 57 VgV, vom Verfahren ausgeschlossen werden. Die Einzelheiten ergeben sich aus den Vergabeunterlagen und den gesetzlichen Bestimmungen.5 Los5.1 Interne Referenz-ID Los: LOT-0000Titel: Arten-Monitoring nach Artikel 11 und 17 der FFH-Richtlinie in Sachsen-Anhalt: Libellen (Odonata), Monitoring-Durchgang 2027-2029Beschreibung: Der Auftrag umfasst das landesweite FFH-Stichprobenmonitoring von acht Libellenarten auf insgesamt 152 Monitoringflächen (STPE) in den Jahren 2027 bis 2029. Zu untersuchen sind: Coenagrion mercuriale auf 36 STPE und 52 Zählstrecken in den Jahren 2027 und 2028 mit jeweils zwei Begehungen, Coenagrion ornatum auf 26 STPE und 48 Zählstrecken in den Jahren 2027 und 2028 mit jeweils zwei Begehungen, Ophiogomphus cecilia auf zehn STPE und zehn Zählstrecken in allen drei Jahren mit jeweils drei Begehungen, Gomphus flavipes auf 17 STPE und 17 Zählstrecken in den Jahren 2028 und 2029 mit jeweils drei Begehungen, Aeshna viridis auf zwölf STPE und zwölf Zählstrecken in allen drei Jahren mit jeweils zwei Begehungen, Leucorrhinia pectoralis auf 24 STPE und 24 Zählstrecken in allen drei Jahren mit jeweils zwei Begehungen, Leucorrhinia caudalis auf zwölf STPE und 13 Zählstrecken in allen drei Jahren mit jeweils zwei Begehungen sowie Leucorrhinia albifrons auf 15 STPE und 17 Zählstrecken in allen drei Jahren mit jeweils drei Begehungen.
Die Erfassungs- und Bewertungsmethodik richtet sich vollständig nach den Vorgaben von BfN und BLAK (2017). Methodische Anpassungen aus dem Monitoringdurchgang 2020 bis 2022 sind zur Sicherung der Vergleichbarkeit zu übernehmen. Alle vorgegebenen STPE und Zählstrecken sind zu untersuchen. Nicht mehr geeignete Teilflächen dürfen innerhalb der jeweiligen STPE durch besser geeignete Gewässerabschnitte ersetzt werden. Für neu hinzugekommene oder bislang nicht konkret abgegrenzte STPE sind geeignete Zählstrecken festzulegen. Abweichungen von Methodik oder Erfassungszeiträumen bedürfen der vorherigen schriftlichen Zustimmung des Auftraggebers.
Zu dokumentieren sind sämtliche Zielarten und sonstigen Libellenbeobachtungen einschließlich Art, Stadium, Individuenzahl, Geschlecht, Reproduktionshinweisen, Datum, Uhrzeit, Beobachter, Nachweistyp, Verhalten und Gewässer-ID sowie Negativnachweise der jeweiligen Zielart. Zusätzlich sind geeignete aktuelle und historische Nachweise Dritter zusammenzuführen. Alle Beobachtungen sind nach den Vorgaben des Auftraggebers in MultiBaseCS einzugeben und mit den bereitgestellten Ortsreferenzen zu verknüpfen. Die FFH-Bewertungen sind für jede Art und Monitoringfläche in der FFH-Monitoring-Cloud sowie in einer Excel-Datei mit sämtlichen Unterkriterien, Kriterien und Teilbewertungen zu erfassen. Die hierfür erforderliche Excel-Vorlage ist durch den Auftragnehmer auf Grundlage der Bewertungsschemata zu erstellen und mit dem Auftraggeber abzustimmen.
Weiterhin sind die aktuelle Monitoringkulisse und die Zählstrecken als GIS-Daten fortzuschreiben und für jedes Untersuchungsjahr mindestens fünf aussagekräftige Fotos je STPE anzufertigen. Der erste Zwischenbericht ist zusammen mit dem aktuellen Flächenshape, dem Datenbestand 2027 und der abgestimmten Excel-Vorlage bis zum 30. Oktober 2027 abzugeben. Der zweite Zwischenbericht einschließlich des Datenbestands 2027 bis 2028 ist bis zum 1. November 2028 vorzulegen. Bis zum 1. November 2029 sind ein wissenschaftlicher Endbericht, sämtliche MultiBaseCS- und Cloud-Daten, GIS-Daten, Bewertungsdateien und Fotodokumentationen vollständig zu übergeben. Der Endbericht ist gedruckt, als bearbeitbare Word-Datei und als PDF bereitzustellen; die digitalen Unterlagen sind auf Datenträger zu liefern.
Der Auftragnehmer berichtet mindestens monatlich über den Bearbeitungsstand, holt erforderliche Zutrittsgenehmigungen eigenverantwortlich ein und hält die notwendigen personellen und zeitlichen Kapazitäten vor. Das im Angebot benannte Personal ist verbindlich und darf nur aus sachlichem Grund, mit vorheriger Zustimmung des Auftraggebers und ohne Verschlechterung der bewerteten Teamqualität ausgetauscht werden.Interne Kennung: 43.14/03/20265.1.1 ZweckArt des Auftrags: DienstleistungenHauptklassifizierungscode(cpv): 90700000Dienstleistungen im Umweltschutz5.1.2 ErfüllungsortNUTS-3-Code: Halle (Saale), Kreisfreie Stadt(DEE02)Land: DeutschlandZusätzliche Angaben zum Erfüllungsort: 5.1.3 Geschätzte DauerDatum des Beginns: 01/01/2027Enddatum der Laufzeit: 01/11/20295.1.6 Allgemeine InformationenVorbehaltene Teilnahme: Teilnahme ist nicht vorbehalten.Auftragsvergabeprojekt nicht aus EU-Mitteln finanziertDie Beschaffung fällt unter das Übereinkommen über das öffentliche Beschaffungswesen: neinDiese Auftragsvergabe ist besonders auch geeignet für kleinste, kleine und mittlere Unternehmen (KMU): jaZusätzliche Informationen: #Besonders auch geeignet für:freelance#,#Besonders auch geeignet für:startup#,#Besonders auch geeignet für:selbst#,#Besonders auch geeignet für:other-sme#5.1.7 Strategische AuftragsvergabeArt der strategischen Beschaffung: Keine strategische Beschaffung5.1.9 EignungskriterienQuellen der Auswahlkriterien: BekanntmachungKriterium: Eintragung in ein relevantes BerufsregisterBeschreibung: Der Bieter hat seine Befähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung nachzuweisen. Hierzu ist mit dem Angebot die ausgefüllte Anlage 08 „Eigenerklärungen zur Eignung“ einzureichen und anzugeben, ob eine Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister des Staates besteht, in dem der Bieter niedergelassen ist. Besteht keine Verpflichtung zur Eintragung, ist darzulegen, auf welche andere Weise die erlaubte Berufsausübung nachgewiesen werden kann. Auf gesondertes Verlangen der Vergabestelle sind innerhalb der gesetzten Frist geeignete Bestätigungen vorzulegen, insbesondere Gewerbeanmeldung, Berufs- oder Handelsregisterauszug, Eintragung in der Handwerksrolle oder bei der Industrie- und Handelskammer beziehungsweise ein gleichwertiger anderweitiger Nachweis. Bei ausländischen Bietern sind gleichwertige Nachweise des Herkunftsstaates zulässig.Kriterium: Berufliche RisikohaftpflichtversicherungBeschreibung: Der Bieter muss spätestens bei Zuschlagserteilung über eine Berufs- oder Betriebshaftpflichtversicherung mit Mindestdeckungssummen je Versicherungsfall von 1.500.000 Euro für Personenschäden und 500.000 Euro für Sachschäden verfügen. Mit dem Angebot ist hierzu die ausgefüllte Anlage 08 „Eigenerklärungen zur Eignung“ einzureichen. Besteht der geforderte Versicherungsschutz bei Angebotsabgabe noch nicht, ist zu erklären, dass er spätestens bis zur Zuschlagserteilung hergestellt wird. Auf gesondertes Verlangen der Vergabestelle ist innerhalb der gesetzten Frist eine Versicherungsbestätigung über den bestehenden Versicherungsschutz oder eine Bestätigung des Versicherers vorzulegen, wonach im Zuschlagsfall ein Versicherungsschutz mindestens in der geforderten Höhe gewährt wird. Angaben zu Mindestumsätzen oder Bilanzen werden nicht verlangt.5.1.10 ZuschlagskriterienBeschreibung der anzuwendenden Methode, wenn die Gewichtung nicht durch Kriterien ausgedrückt werden kann: A: „Preis“ (30%)
B: „Fachliche Qualifikation und Erfahrung“ (60%)
C: „Erfahrung in der Abwicklung vergleichbarer Projekte und organisatorische Vorgehensweise“ (10%)5.1.11 AuftragsunterlagenVerbindliche Sprachfassung der Vergabeunterlagen: DeutschInternetadresse der Auftragsunterlagen: https://www.evergabe-online.de/tenderdocuments.html?id=8925315.1.12 Bedingungen für die AuftragsvergabeBedingungen für die Einreichung:Elektronische Einreichung: ErforderlichAdresse für die Einreichung: https://www.evergabe-online.de/tenderdetails.html?id=892531Sprachen, in denen Angebote oder Teilnahmeanträge eingereicht werden können: DeutschElektronischer Katalog: Nicht zulässigNebenangebote: Nicht zulässigDie Bieter können mehrere Angebote einreichen: Nicht zulässigFrist für den Eingang der Angebote: 02/11/202610:00Frist, bis zu der das Angebot gültig sein muss: 58TagInformationen, die nach Ablauf der Einreichungsfrist ergänzt werden können:Die Nachforderung von Erklärungen, Unterlagen und Nachweisen ist nicht ausgeschlossen.Zusätzliche Informationen: Der Auftraggeber behält sich vor, fehlende, unvollständige oder fehlerhafte Unterlagen, Erklärungen und Nachweise im rechtlich zulässigen Umfang nachzufordern, zu vervollständigen oder zu korrigieren. Dies gilt, soweit die vergaberechtlichen Vorschriften, insbesondere § 56 VgV, einer Nachforderung zugänglich sind und kein zwingender Ausschlussgrund nach § 57 VgV entgegensteht. Ein Anspruch auf Nachforderung besteht nicht.Informationen über die öffentliche Angebotsöffnung:Datum des Eröffnungstermins: 02/11/202611:00Auftragsbedingungen:Die Auftragsausführung ist bestimmten Auftragnehmern vorbehalten: NeinElektronische Rechnungsstellung: ZulässigAufträge werden elektronisch erteilt: jaZahlungen werden elektronisch geleistet: ja5.1.15 TechnikenRahmenvereinbarung:Keine RahmenvereinbarungInformationen über das dynamische Beschaffungssystem:Kein dynamisches Beschaffungssystem5.1.16 Weitere Informationen, Schlichtung und NachprüfungÜberprüfungsstelle: LandesverwaltungsamtInformationen über die Überprüfungsfristen: in Nachprüfungsantrag ist nur zulässig, soweit die Voraussetzungen der §§ 160 ff. GWB vorliegen.
Insbesondere weist der Auftraggeber auf die Rügeobliegenheiten gemäß § 160 Abs. 3 GWB hin. Danach ist ein Nachprüfungsantrag unzulässig, soweit:
der Antragsteller den geltend gemachten Vergaberechtsverstoß vor Einreichen des Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von zehn Kalendertagen gerügt hat;
Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Angebotsabgabe oder zur Bewerbung gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden;
Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Angebotsabgabe oder zur Bewerbung gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden;
mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.
Die zuständige Vergabekammer bestimmt sich nach den gesetzlichen Vorschriften.8 Organisationen8.1 ORG-0000Offizielle Bezeichnung: Landesamt für Umweltschutz Sachsen-AnhaltIdentifikationsnummer: 15-1803-07Postanschrift: Reideburger Str. 47Ort: Halle (Saale)Postleitzahl: 06116NUTS-3-Code: Halle (Saale), Kreisfreie Stadt(DEE02)Land: DeutschlandE-Mail: Vergabestelle-FUB@lau.mwu.sachsen-anhalt.deTelefon: 000Rollen dieser Organisation:Beschaffer8.1 ORG-0001Offizielle Bezeichnung: LandesverwaltungsamtIdentifikationsnummer: t:03455141536Postanschrift: Ernst-Kamieth-Straße 2Ort: Halle (Saale)Postleitzahl: 06112NUTS-3-Code: Halle (Saale), Kreisfreie Stadt(DEE02)Land: DeutschlandTelefon: 000Rollen dieser Organisation:Überprüfungsstelle10 ÄnderungFassung der zu ändernden vorigen Bekanntmachung: e2cb9064-5908-40e3-aec2-abd9e5b73789-01Hauptgrund für die Änderung: Aktualisierte InformationenInformationen zur BekanntmachungKennung/Fassung der Bekanntmachung: bfac2717-ef97-4cbc-a13b-69a2a3c5355c- 01Formulartyp: WettbewerbArt der Bekanntmachung: Auftrags- oder Konzessionsbekanntmachung – StandardregelungDatum der Übermittlung der Bekanntmachung: 14/10/202609:46Sprachen, in denen diese Bekanntmachung offiziell verfügbar ist: Deutsch