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Ausschreibungsdetails

3626S12341 - Quantifizierung der Zahl und räumlichen Lage von Arbeitsplätzen in Deutschland

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21.09.2026

29.10.2026 09:00

ZD 2 - 08313/3626S12341

Bundesamt für Strahlenschutz

21.09.2026 11:49

Meine e-Vergabe


Auftragsbekanntmachung

Öffentliche Ausschreibung nach UVgO

Liefer- / Dienstleistungsauftrag

1.
Öffentlicher Auftraggeber (Vergabestelle)

a)
Hauptauftraggeber (zur Angebotsabgabe auffordernde Stelle)

Name:Bundesamt für Strahlenschutz (BfS)
Straße, Hausnummer:Willy-Brandt-Straße 5
Postleitzahl (PLZ):38226
Ort:Salzgitter
Telefon:+49 30 183331306
Internet-Adresse: http://www.bfs.de

b)
Zuschlag erteilende Stelle

Wie Hauptauftraggeber siehe a)

2.
Angaben zum Verfahren

a)
Verfahrensart

Öffentliche Ausschreibung nach UVgO

b)
Vertragsart

Liefer- / Dienstleistungsauftrag

c)
Geschäftszeichen

ZD 2 - 08313/3626S12341

3.
Angaben zu Angeboten

a)
Form der Angebote

  • elektronisch
    • ohne elektronische Signatur (Textform)

b)
Fristen

Ablauf der Angebotsfrist

29.10.2026 - 09:00 Uhr

Ablauf der Bindefrist

31.12.2026

c)
Sprache

deutsch

4.
Angaben zu Vergabeunterlagen

a)
Vertraulichkeit

Die Vergabeunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter
https://www.evergabe-online.de/tenderdetails.html?id=892316

b)
Zugriff auf die Vergabeunterlagen

Vergabeunterlagen werden nur elektronisch zur Verfügung gestellt

c)
Zuständige Stelle

Hauptauftraggeber siehe 1.a)

d)
Anforderungsfrist

29.10.2026 - 09:00 Uhr

5.
Angaben zur Leistung

a)
Art und Umfang der Leistung

Das Forschungsvorhaben hat das Ziel, die Anzahl und Verteilung von Arbeitsplätzen in Deutschland auf Gemeinde- und Landkreisebene zu quantifizieren, um die Regelungen zum Schutz vor Radon an Arbeitsplätzen gemäß dem Strahlenschutzgesetz (StrlSchG) zu unterstützen. Der aktuelle Kenntnisstand zeigt, dass flächendeckende, differenzierte Informationen über die Anzahl von Arbeitsplätzen, insbesondere in Radonvorsorgegebieten und in Keller- und Erdgeschossen, unvollständig sind. Der Begriff „Arbeitsplatz“ ist in verschiedenen Domänen unterschiedlich definiert, was die Datenzusammenführung erschwert. Der Forschungsansatz umfasst die Entwicklung statistischer Modelle, die vorhandene Datenquellen und ergänzenden Datenerhebungen nutzen. Die Datenrecherche umfasst auch die Klassifizierung zugrunde liegender Definitionen und Zusatz-Informationen, und die Zusammenführung verschiedener Datenquellen, z.B. aus Zensen, Statistiken und Registern von Ämtern und Behörden, Marktforschungsbetreibern, Institutionen, etc. Im Rahmen der Aufgabenstellung sollen die Schätzungen der Arbeitsplatzzahlen für Verwaltungseinheiten analysiert, überprüft und die Modelle optimiert und erweitert werden, um präzise quantitative Schätzungen der Anzahl von Arbeitsplätzen in beliebigen Verwaltungseinheiten zu erhalten. Das Vorhaben ist in drei Arbeitspakete gegliedert, die jeweils mit einem Projektgespräch abgeschlossen werden:
AP 1: Planung und Modellentwicklung (Monate 1-4): In diesem Paket werden die Konzepte, Modelle und Methoden spezifiziert, IT-Werkzeuge implementiert, Datenrecherche geplant und ein Zeitplan für das Vorhaben erstellt.
AP 2: Durchführung der Feldstudien und Datensammlung (Monate 5-8): Während dieses Zeitraums werden Feldstudien und Datenerhebungen durchgeführt und die Modelle anhand der empirischen Erhebungen geprüft, weiterentwickelt und bestehende Daten ergänzt.
AP 3: Auswertung, Berichterstellung und Übergabe (Monate 9-12): Im finalen Paket wird die Modell- und Datenentwicklung abgeschlossen und die Ergebnisse auf verschiedene Verwaltungseinheiten angewendet. Der Abschlussbericht, die detaillierten Ergebnisse und sämtliches Arbeitsmaterial, einschließlich digitalisierter Datensätze, Programme und vollständige Dokumentationen, werden final dokumentiert und dem BfS übergeben.

b)
CPV-Codes

Dienstleistungen im Bereich Forschung und experimentelle Entwicklung (73100000-3)

c)
Ort der Leistungserbringung

Berlin

6.
Angaben zu Losen

a)
Anzahl, Größe und Art der Lose

keine Lose

7.
Zulassung von Nebenangeboten

Nein

8.
Bestimmungen über die Ausführungsfrist

maximal 12 Monate, beginnend ab Zuschlagserteilung

9.
Höhe geforderter Sicherheitsleistungen

keine

10.
Wesentliche Zahlungsbedingungen

Für den Vertrag findet die ABFE-BMU (Stand: Dezember 2021), und damit auch die VOL/B, Anwendung. Sie beinhaltet u. a. die Regelungen:
- Die Rechnungsstellung kann nach Übergabe und Abnahme der vereinbarten Leistung (Arbeitspakete oder Gesamtleistung) erfolgen.
- Der Rechnungsbetrag wird binnen 30 Tagen nach Eingang einer prüfbaren Rechnung ausgezahlt.
- Die Zahlung erfolgt bargeldlos.
Es wird darauf hingewiesen, dass Allgemeine Geschäftsbedingungen des Bieters grundsätzlich ausgeschlossen sind.

11.
Unterlagen und Anforderungen zur Beurteilung der Eignung des Bieters und des Nichtvorliegens von Ausschlussgründen

1) Kein Ausschluss nach § 123,124 GWB.
2) Verfügbarkeit der Ausstattung: Der Bieter verfügt über die Ausstattung für die Durchführung der in der Leistungsbeschreibung (FKZ 3626S12341) beschriebenen Arbeiten.
3.1) Mindestanforderungen an Projektleiter, führende Wissenschaftler*in:
Die Projektleitung oder mindestens der führende Wissenschaftler*in muss mindestens die folgenden Eignungsanforderungen zwingend erfüllen:
- mindestens 3 Jahre einschlägige Berufserfahrung bei der Leitung von vergleichbaren Forschungsprojekten
- abgeschlossenes Hochschulstudium (mind. FH-Diplom, oder Bachelor) aus den Bereichen MINT-, Wirtschafts- oder Gesellschaftswissenschaften mit Kenntnissen in quantitativer Statistik, oder einem für die Durchführung des Forschungsvorhabens förderlichen Hochschulstudienabschluss (Nachweis durch Eigenerklärung)
3.2) Mindestanforderungen an Fachkräfte:
Für die im Rahmen dieses Auftrags zu erbringenden Leistungen muss der Auftragnehmer Personal mit der für die Bearbeitung der Aufgabenstellung erforderlichen Erfahrung einsetzen. Diese umfasst insbesondere Kenntnisse im Bereich:
- Planung, Durchführung und Analyse von Marktforschungsstudien
- Quantitative Statistik
- Verwaltung, Erfassung, Annotation und Analyse von komplexen, heterogenen Datensammlungen
- Wissenschaftliche Befähigung im MINT-, Wirtschafts- oder Gesellschaftswissenschaften
Der Bieter hat den Ausbildungs- bzw. Studienhintergrund und die Erfahrungen der benannten Fachkräfte mit vergleichbaren Projekten wie dem ausgeschriebenen Projekt , sofern vorhanden, zu erläutern; wegen des Vergleichbarkeitsbegriffs verweisen wir auf die Erläuterungen zu vergleichbaren Referenzaufträgen (Details siehe 3626S12341_Formblatt Referenz) und Publikation (Details siehe „3626S12341_Formblatt Publikation“) und den Bekanntmachungstext. Sofern der Nachweis durch die Benennung mehrerer Publikationen erfolgt, müssen diese Erfahrungen im benannten Team vorhanden sein. Entsprechende Nachweise sind beizubringen. Weitere Fachkräfte, für die der Nachweis der vergleichbaren Erfahrungen nicht erbracht werden kann, können unter Anleitung bzw. unter Betreuung durch die Projektleitung an der Durchführung des Projekts beteiligt werden.
4) Mindestanforderungen an Referenzen
Zum Nachweis der Eignung ist mindestens ein vergleichbarer Referenzauftrag aus den letzten fünf Jahren (Stichtag ab 01.01.2021) unter Verwendung dieses Vordrucks zu benennen.
Ein vergleichbarer Referenzauftrag liegt vor bei:
vom Bieter durchgeführten vergleichbaren Studien, deren Ergebnisse noch nicht publiziert wurden, ODER
vom Bieter durchgeführten vergleichbaren Studien, deren Ergebnisse in gutachtergestützten Fachzeitschriften veröffentlicht worden sind, unter Beifügung oder Benennung der Veröffentlichung, ODER
vom Bieter durchgeführten vergleichbaren Projekten, über die Projektberichte vorliegen.
Wenn sich die o.g. wissenschaftliche Kompetenz und Expertise nur aus einer Zusammenschau mehrerer Referenzprojekte, Referenzaufträge und/oder Referenzstudien ergeben, soll der Bieter alle einschlägigen Projekte und/oder Studien benennen.
Alternativ ausreichend zu einem Referenzauftrag ist das Vorliegen mindestens einer vergleichbaren gutachtergestützten wissenschaftlichen Publikation, welche geeignet ist, die vorstehenden geforderten Erfahrungen zu belegen (Details siehe „3626S12341_Formblatt Publikation").
Alternativ zu der Referenz oder Publikation kann die Eigenerklärung über die Mitarbeit in entsprechenden Fachgremien ausreichend sein, um die Eignung zu belegen. Die Mitarbeit im Fachgremium muss geeignet sein, die fundierte wissenschaftliche Kompetenz und Expertise in den geforderten Bereichen zu belegen.
5) Mindestanforderungen an Publikationen:
Zum Nachweis der Eignung ist mindestes eine einschlägige Veröffentlichung oder ein einschlägiger Bericht zu einem laufenden oder abgeschlossenen Vorhaben unter Verwendung dieses Vordrucks zu benennen (Stichtag ab 01.01.2021). Sofern weitere einschlägige Publikationen vorhanden sind, kann der Bieter dem Angebot eine zusätzliche Publikationsliste ohne Formblätter beifügen. Für das Vergabeverfahren werden nur die mit Formblatt wiedergegebenen Publikationen, Berichte, etc., berücksichtigt.
Alternativ ausreichend zu einer Publikation ist das Vorliegen mindestens einer Referenz (Details siehe „3626S12341_Formblatt Referenzen").
Alternativ zu der Referenz oder Publikation kann die Eigenerklärung über die Mitarbeit in entsprechenden Fachgremien ausreichend sein, um die Eignung zu belegen. Die Mitarbeit im Fachgremium muss geeignet sein, die fundierte wissenschaftliche Kompetenz und Expertise in den geforderten Bereichen zu belegen.
Der Bieter hat die Formblätter für Publikationen und Referenzen und die darin genannten Schriftstücke mit dem Angebot vorzulegen.
Hinweise Eignungsleihe
Ein Bewerber oder Bieter kann im Hinblick auf die erforderliche wirtschaftliche, finanzielle, technische und berufliche Leistungsfähigkeit die Kapazitäten anderer Unternehmen in Anspruch nehmen, wenn er nachweist, dass ihm die für den Auftrag erforderlichen Mittel tatsächlich zur Verfügung stehen werden, indem er beispielsweise eine entsprechende Verpflichtungserklärung dieser Unternehmen vorlegt. Diese Möglichkeit besteht unabhängig von der Rechtsnatur der zwischen dem Bewerber oder Bieter und den anderen Unternehmen bestehenden Verbindungen. Ein Bewerber oder Bieter kann jedoch im Hinblick auf Nachweise für die erforderliche berufliche Leistungsfähigkeit wie Ausbildungs- und Befähigungsnachweise oder die einschlägige berufliche Erfahrung die Kapazitäten anderer Unternehmen nur dann in Anspruch nehmen, wenn diese die Leistung erbringen, für die diese Kapazitäten benötigt werden. (Es gelten die gesetzlichen Vorgaben, insbesondere § 34 UVgO).
Dies wird wie folgt im Vergabeverfahren dargestellt:
(1) Die andere Person bzw. das andere Unternehmen, muss die Erklärung unter Nr. 2. im Formblatt „3624S12341_Erklärung Bietergemeinschaft-Nachunternehmer“ abgeben, in der sie genau angibt, welche Ressourcen sie dem Bieter zur Verfügung stellt.
(2) Diese andere Person bzw. dieses andere Unternehmen muss außerdem die Erklärung „Eigenerklärung - § 123,124 GWB“ abgeben.
(3) Diese andere Person bzw. dieses andere Unternehmen muss schließlich noch die Eignungsnachweise bzw. Eigenerklärungen abgeben, über die der Bieter im eigenen Unternehmen nicht verfügt (bspw. 3624S12341_Formblatt Referenz).
(4) Der Bieter reicht die Erklärungen zu (1) bis (3) mit seinem Angebot ein.
Beispiel: Der Bieter benötigt den Nachweis über fundierte Kenntnisse in dem Themengebiet der Künstlichen Intelligenz von einem weiteren Institut. Dazu gibt das Institut die Erklärung unter Nr. 2. im Formblatt „3624S12341_Erklärung Bietergemeinschaft-Nachunternehmer“, die Erklärung „3624S12341_Eigenerklärung - § 31 Abs 1 UVgO“ und die Erklärung „3624S12341_Formblatt Referenz“ ab. Der Bieter reicht diese Erklärungen mit seinem Angebot ein.
Sonstige Dritte im Verfahren
Es wird überdies auf die Möglichkeit der Bildung einer Bietergemeinschaft sowie auf die Möglichkeit der Einbeziehung von Unterauftragnehmern und eignungsverleihenden Unterauftragnehmern hingewiesen. Es gelten die jeweiligen gesetzlichen Regelungen.

12.
Zuschlagskriterien

siehe Bewertungsmatrix (Anlage zur Leistungsbeschreibung)

13.
Rechtsform, die eine Bietergemeinschaft nach Zuschlagserteilung annehmen muss

In den Vergabeunterlagen werden die besonderen Bedingungen für Bietergemeinschaften beschrieben. Diese enthalten u. a. eine gesamtschuldnerische Haftung sowie die Bestimmung der Benennung eines bevollmächtigten Vertreters der Mitglieder gegenüber dem Auftraggeber, der die Bietergemeinschaft rechtsverbindlich vertritt.

14.
Sonstige Angaben

Mit der Abgabe des Angebots unterliegt der Bieter den Bestimmungen über nichtberücksichtigte Angebote (§ 46 UVgO). Es gilt deutsches Recht.


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