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Tendering Procedure

Tendering Procedure Details

Quantifizierung und Kommunikation von Effizienz- und Kostenvorteilen durch zusätzliche Kühlung bei Erdwärmesondensystemen (QuKEE)

Next Steps

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23.07.2026

26.08.2026 14:00

Projekt 210609, Az 72 630/00003

Umweltbundesamt

21.08.2026 08:44

My e-Vergabe


Auftragsbekanntmachung

Öffentliche Ausschreibung nach UVgO

Liefer- / Dienstleistungsauftrag

1.
Öffentlicher Auftraggeber (Vergabestelle)

a)
Hauptauftraggeber (zur Angebotsabgabe auffordernde Stelle)

Name:Umweltbundesamt, Referat Z 1.5, Zentrale Vergabestelle
Straße, Hausnummer:Wörlitzer Platz 1
Postleitzahl (PLZ):06844
Ort:Dessau-Roßlau

b)
Zuschlag erteilende Stelle

Wie Hauptauftraggeber siehe a)

2.
Angaben zum Verfahren

a)
Verfahrensart

Öffentliche Ausschreibung nach UVgO

b)
Vertragsart

Liefer- / Dienstleistungsauftrag

c)
Geschäftszeichen

Projekt 210609, Az 72 630/00003

3.
Angaben zu Angeboten

a)
Form der Angebote

  • elektronisch
    • ohne elektronische Signatur (Textform)
    • mit fortgeschrittener elektronischer Signatur / fortgeschrittenem elektronischen Siegel
    • mit qualifizierter elektronischer Signatur / qualifiziertem elektronischen Siegel

b)
Fristen

Ablauf der Angebotsfrist

26.08.2026 - 14:00 Uhr

Ablauf der Bindefrist

30.09.2026

c)
Sprache

Deutsch (gilt auch für Rückfragen und Schriftverkehr)

4.
Angaben zu Vergabeunterlagen

a)
Vertraulichkeit

Die Vergabeunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter
https://www.evergabe-online.de/tenderdetails.html?id=877880

b)
Zugriff auf die Vergabeunterlagen

Vergabeunterlagen werden nur elektronisch zur Verfügung gestellt

c)
Zuständige Stelle

Hauptauftraggeber siehe 1.a)

d)
Anforderungsfrist

26.08.2026 - 14:00 Uhr

5.
Angaben zur Leistung

a)
Art und Umfang der Leistung

Übergeordnetes Ziel des Vorhabens ist es, durch Erarbeitung von Kommunikationskonzepten dem Informationsdefizit der oberflächennahen Geothermie zu begegnen. Insbesondere sind mögliche Kostenvorteile durch Regeneration von bzw. Wärmespeicherung mit Erdwärmesondensystemen für typische Anwendungsfälle der Wärme- und Kälteversorgung modellgestützt zu quantifizieren und für unterschiedliche Zielgruppen verständlich aufzubereiten. Die Ergebnisse sollen eine bessere Einordnung oberflächennaher Ge-othermie in Beratungs-, Planungs- und Entscheidungsprozessen ermöglichen.
Durch ein Modell und eine Reihe von Parametervariationen sollen typische, praxisnahe Anwendungsfälle abgebildet werden, aus denen robuste Orientierungswerte, Wirkzu-sammenhänge und Entscheidungshilfen ableitbar sind. Dabei sind sowohl Gebäude- und Nutzungsprofile einerseits, als auch Sondenfeld, Untergrund und Regenerationsoptionen andererseits, zu berücksichtigen. Das Modell soll die Anwendungen in geeigneter Weise abstrahieren und als Bezugsgröße soll ein normierter Einsatz von Nutzenergie verwendet werden. Anhand des Modells und seiner Variationsfälle sollen Energieeffizienz, Endener-gie, Gesamt- und Gestehungskosten für die anteilige Wärme- und Kälteversorgung be-rechnet und die unterschiedlichen geothermischen Modellvariationen verglichen werden. Darzustellen sind gleichermaßen die effizienzinduzierten Einsparpotenziale, die sich durch niedrigere Betriebskosten ergeben und solche, die eine Senkung der Investitionskosten bewirken.
Die Modellrandbedingungen sind zu idealisieren aber weitgehend praxisnah zu gestalten, entsprechende Werte sind durch Recherchen zu ermitteln. Bei der Modellierung sollen die Temperaturveränderungen im Untergrund dauerhaft ökologisch unbedenklich bleiben. Für den Modellierungsrahmen sollen jeweils mindestens drei Stützstellen definiert werden, anhand derer - ggf. mittels Inter- bzw. Extrapolation - Aussagen zu den Auswirkungen von Parametervariationen auf verschiedenen Systemkonfigurationen möglich sind. Die Modelle sollen den Maßstab vom Einfamilienhaus bis zur Quartiersebene abdecken. Es ist Wert darauf zu legen, anschauliche Ergebnisse zu erzielen, die die wesentlichen Wirkprinzipien erkennen lassen. Diese überschlägige Modellierung soll zum Erkenntnisgewinn beitragen und Planungsschritte unterstützen, sie jedoch nicht ersetzen.
Zentraler Vergleichsmaßstab sind drei Betriebsweisen von Erdwärmesonden-Wärmepumpen-Systemen: erstens der reine Heizbetrieb ohne Regeneration, zweitens die teilweise Regeneration durch passive Kühlung und drittens ein bilanzierter Betrieb, bei dem zusätzlich zum Kühlbetrieb weitere Wärmequellen zur Regeneration des Untergrunds eingesetzt werden. Dabei sollen auch separat die Kosten der externen Wärmequelle (So-larthermie) als Option in die Rechnung aufgenommen und ausgewiesen werden. Diese Betriebsweisen sind für ausgewählte Anwendungsfälle gegenüberzustellen und hinsichtlich Strombezug, Jahresarbeitszahl, Bohrmeterbedarf, Flächenbedarf, Investitionskosten und Betriebskosten etc. auszuwerten.
Zum Vergleich sind alternative Wärme- und Kälteversorgungslösungen heranzuziehen. Der Vergleich soll kostenseitig über die Gesamtaufwendungen erfolgen, kann jedoch auch als Differenzkostenvergleich angelegt werden, sofern gemeinsame Kostenbestandteile in allen verglichenen Varianten gleichermaßen anfallen. Diese sind als Sowieso-Kosten auszuweisen und nur dann in den Vergleich einzubeziehen, wenn sie für die jeweilige Entscheidung relevant sind. Die Erdwärmesonden-Wärmepumpen-Systeme sind mindestens zu vergleichen mit Luft-Wärmepumpen in Verbindung mit aktiver Kühlung sowie mit einer konventionellen Lösung mit separater Kühltechnik.
Die Ergebnisse sollen so aufbereitet werden, dass sie für kommunale Wärmeplanung, Quartiersentwicklung, Stadtwerke, Wohnungswirtschaft, Energieberatung und Fachplanung nutzbar sind sowie zudem Endkunden Informationen direkt zur Verfügung gestellt werden. Neben dem Gutachtenbericht mit der Darstellung der Modellierungsergebnisse und den Schlussfolgerungen daraus sind deshalb zielgruppenspezifische Kommunikationskonzepte zu entwickeln, die die wesentlichen Ergebnisse in einfacher Form darstellen, um eine breite Wirkung zu entfalten.
Die Kommunikationskonzepte stellen den Kern dieses Kurzgutachtens dar, die Durchführung der Modellierung liefert durch die Quantifizierung der Effekte hierfür lediglich die Grundlage. Die Kommunikationskonzepte sollen prüfen, wie die Bekanntheit der zugrun-deliegenden Sachverhalte erhöht werden kann. Es werden Empfehlungen für mehrere Kommunikationsansätze erwartet, die anhand einer Bewertung von Erfolgsfaktoren ermittelt werden sollen. Als eine mögliche Schlussfolgerung aus der Modellierung soll geprüft werden, wie die Auslegung von Erdsonden-Wärmepumpen-Systemen optimiert werden kann und ob die Regeneration des Untergrunds künftig als neuer Standard für den nachhaltigen Betrieb von Erdwärmesondensystemen gesetzt werden sollte.
Die näheren fachlichen Einzelheiten sind der Leistungsbeschreibung zu entnehmen.

c)
Ort der Leistungserbringung

Dessau-Roßlau

6.
Angaben zu Losen

a)
Anzahl, Größe und Art der Lose

Die Gesamtleistung bildet ein Los.

b)
Angebote für Lose

Angebote sind möglich für

nur ein Los

7.
Zulassung von Nebenangeboten

Nein

8.
Bestimmungen über die Ausführungsfrist

Das Projekt beginnt unmittelbar nach Zuschlagserteilung und endet zum 30.11.2027.

10.
Wesentliche Zahlungsbedingungen

Abschlags- und Schlusszahlungen im Rahmen der Vergabe- und Vertragsordnung für Leistungen Teil B (VOL/B).

11.
Unterlagen und Anforderungen zur Beurteilung der Eignung des Bieters und des Nichtvorliegens von Ausschlussgründen

- Umfassende theoretische und praktische Kenntnisse im Bereich der oberflächennahen Geothermie und Wärmepumpen sowie Zugang zu einem Netzwerk aus Expert*innen, nachzuweisen durch drei Referenzen, jeweils nicht älter als 5 Jahre (z. B. Fach-Veröffentlichungen, durchgeführte oder sich im Ablauf befindliche Projekte
- Fundierte Kenntnisse der Kostenstrukturen erneuerbarer und fossiler Wärmeversorgungstechnologien sowie Erfahrung mit deren vergleichender Wirtschaftlichkeitsbewertung, nachzuweisen durch drei Referenzen, jeweils nicht älter als 5 Jahre (z. B. wissenschaftliche Veröffentlichungen, durchgeführte oder sich im Ablauf befindliche Projekte)
- Erfahrungen in der Durchführung und Auswertung quantitativen Datenanalysen sowie im Erstellen und Verwenden von Datenmodellen, nachzuweisen durch zwei Referenzen, jeweils nicht älter als 5 Jahre (z. B. wissenschaftliche Veröffentlichung, durchgeführtes oder sich im Ablauf befindliches Projekt)
- Erfahrungen in der Planung und Durchführung von standardisierten Befragungen und qualitativen Interviews, nachzuweisen durch eine Referenz nicht älter als 5 Jahre (z. B. wissenschaftliche Veröffentlichungen, durchgeführtes oder sich im Ablauf befindliches Projekt)
- Erfahrung bei der Erstellung von adressatengerechten Kommunikationsmaterialien und -strategien im Bereich der erneuerbaren Energien (vorzugsweise zu oberflächennaher Geothermie), nachzuweisen drei einschlägige Referenzen nicht älter als 5 Jahre (z. B. Veröffentlichungen, grafische Entscheidungshilfen, zielgruppenspezifische Kurzpapiere, Fachinformationen, Präsentationsmaterialien, Erklärfilme, Scrollytelling-Formate)
Ferner ist die den Vergabeunterlagen beigefügte Eigenerklärung zu unterzeichen und dem Angebot beizufügen.

12.
Zuschlagskriterien

Der Zuschlag wird auf das wirtschaftlichste Angebot erteilt. Die für eine entsprechende Wertung relevanten Kriterien sind der Leistungsbeschreibung zu entnehmen. Bei der Wertung der Preise wird auf die Brutto-Angebotssummen abgestellt.

13.
Rechtsform, die eine Bietergemeinschaft nach Zuschlagserteilung annehmen muss

Bietergemeinschaften sind zugelassen. § 4 Nr. 4 VOL/B bleibt unberührt. Bietergemeinschaften werden nur berücksichtigt, wenn sie mit ihrem Angebot eine von allen Mitgliedern eigenhändig unterschriebene bzw. mit einer von der e-Vergabe unterstützten elektronischen Signatur versehene Erklärung abgeben, - in der die einzelnen Mitglieder genannt sind - in der ein Mitglied als bevollmächtigter Vertreter für den Abschluss und die Durchführung des Vertrages benannt ist - in der sich die Mitglieder für alle im Zusammenhang mit dem Vertrag entstehenden Verbindlichkeiten zur gesamtschuldnerischen Haftung verpflichten.

14.
Sonstige Angaben

Für die o. g. Ausschreibung ist die Abgabe eines Angebotes in elektronischer Form über die e-Vergabeplattform des Bundes (Textform nach §126b BGB) zugelassen. Wenn Sie die Teilnahme an der Ausschreibung über den Angebotsassistenten der e-Vergabe beantragen, werden Sie über etwaige Änderungen der Unterlagen aktiv informiert und können Bieterfragen zur Ausschreibung stellen bzw. die Antworten hierzu automatisch erhalten. Über die e-Vergabe können Sie Vergabeverfahren vollständig elektronisch abwickeln.
Wie Sie sich an der e-Vergabe registrieren und am elektronischen Verfahren teilnehmen können, erfahren Sie unter https://www.evergabe-online.info/.


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