Ausschreibungsdetails
Auftragsbekanntmachung
Öffentliche Ausschreibung nach UVgO
Liefer- / Dienstleistungsauftrag
1.
Öffentlicher Auftraggeber (Vergabestelle)
a)
Hauptauftraggeber (zur Angebotsabgabe auffordernde Stelle)
Name:Umweltbundesamt, Referat Z 1.5, Zentrale Vergabestelle
Straße, Hausnummer:Wörlitzer Platz 1
Postleitzahl (PLZ):06844
Ort:Dessau-Roßlau
E-Mail: carolin.walther@uba.de
b)
Zuschlag erteilende Stelle
Wie Hauptauftraggeber siehe a)
2.
Angaben zum Verfahren
a)
Verfahrensart
Öffentliche Ausschreibung nach UVgO
b)
Vertragsart
Liefer- / Dienstleistungsauftrag
c)
Geschäftszeichen
Projekt 210581, Az 97 328/00023
3.
Angaben zu Angeboten
a)
Form der Angebote
- elektronisch
- ohne elektronische Signatur (Textform)
- mit fortgeschrittener elektronischer Signatur / fortgeschrittenem elektronischen Siegel
- mit qualifizierter elektronischer Signatur / qualifiziertem elektronischen Siegel
b)
Fristen
Ablauf der Angebotsfrist
27.08.2026 - 14:00 Uhr
Ablauf der Bindefrist
30.09.2026
c)
Sprache
Deutsch (gilt auch für Rückfragen und Schriftverkehr)
4.
Angaben zu Vergabeunterlagen
a)
Vertraulichkeit
Die Vergabeunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter
https://www.evergabe-online.de/tenderdetails.html?id=877203
https://www.evergabe-online.de/tenderdetails.html?id=877203
b)
Zugriff auf die Vergabeunterlagen
Vergabeunterlagen werden nur elektronisch zur Verfügung gestellt
c)
Zuständige Stelle
Hauptauftraggeber siehe 1.a)
d)
Anforderungsfrist
27.08.2026 - 14:00 Uhr
5.
Angaben zur Leistung
a)
Art und Umfang der Leistung
Um die Auswirkungen der durch die neue KARL eingeführten oxidativen 4. RS auf die Chemikaliensicherheit fundiert bewerten und mögliche Handlungsoptionen ableiten zu können, soll eine Literaturrecherche durchgeführt werden.
Diese soll folgende Aspekte beinhalten:
- Welche oxidativen Verfahren werden bereits eingesetzt und welche werden voraussichtlich in der 4. RS zur Anwendung kommen?
- Was ist über die Bildung von TPs aus Pflanzenschutz-, Biozid- und Arzneimittel-Wirkstoffen und REACH Chemikalien durch eine oxidative 4. RS bekannt? Was sind relevante Einflussfaktoren (bspw. Ozondosis)?
- Wie gut sind die üblichen Verfahren zur biologischen Nachbehandlung geeignet, um TPs zurückzuhalten?
- Welche TPs sind besonders besorgniserregend und welche Strukturelemente der Ausgangssubstanz neigen verstärkt zu deren Bildung? Welche Reaktionen finden dabei statt?
- Wie ist der Forschungsstand zum Abbau von PFAS in einer oxidativen 4. RS - insbesondere solcher, die als Wirkstoffe fungieren und TFA freisetzen können?
- Gibt es etablierte Methoden, um die Transformation von Chemikalien unter oxidativen Bedingungen - insbesondere unter den Bedingungen einer vierten Reinigungsstufe - zu untersuchen? Lassen sich diese gegebenenfalls zu einer OECD-Prüfrichtlinie weiterentwickeln oder in bestehende Richtlinien integrieren? Wären solche Methoden zudem für ein Hochdurchsatz-Screening geeignet?
- Welche Methoden - iinsbesondere schnell durchzuführende und tierversuchsfreie Verfahren (Stichwort ‚New Approach Methodologies‘ (NAMs)) - eignen sich besonders, um eine mögliche Toxizitätssteigerung durch eine oxidative vierte Reini-gungsstufe zu untersuchen?
- Gibt es methodische Ansätze eine potenzielle Zunahme der Persistenz oder eine Steigerung der Mobilität von Transformationsprodukten gegenüber ihren Aus-gangsstoffen zu untersuchen? Gefragt sind hier insbesondere schnell umsetzbare Screening-Verfahren für komplexe Stoffmischungen, die ohne eine vorherige Einzelstoffidentifizierung auskommen.
- Welche Insilico-Verfahren (z.B. QSAR-Modelle) gibt es, um oxidative TPs und deren Abbaupfade vorherzusagen? Würden sich diese bereits eignen, um problematische TPs mit hoher Wahrscheinlichkeit zu prognostizieren oder auszuschließen? Welcher Forschungsbedarf besteht hier gegebenenfalls noch?
- Was sind vielversprechende Möglichkeiten, die Bildung potenziell problematischer Transformationsprodukte zu minimieren oder diese insbesondere bei der Trink-wasseraufbereitung und beim Water Reuse zurückzuhalten?
Da besonders die ersten beiden Aspekte schon umfangreich beforscht wurden, sollte sich hier bevorzugt auf Reviews gestützt werden, um mehr Zeit für die Recherche der anderen Themenkomplexe zur Verfügung zu haben. Auch die schon vorliegenden Ergebnisse des UBA REFOPLAN-Projektes „Spurenstoffsurvey“ sollten hier mit einfließen.
Das finale Ziel ist es, die Ergebnisse als wissenschaftliche Publikation (‚Review‘) zu veröffentlichen. Damit der zeitlich schwer einschätzbare Reviewprozess den Abschluss des Vorhabens nicht verzögert, ist als Abschlussdokument ein Bericht in englischer Sprache vorzulegen, der als Grundlage für den Review dienen soll, aber nicht separat veröffentlicht wird. Idealerweise erfolgt die Einreichung des Reviews vor Abschluss des Gutachtens, eine Co-Autorenschaft von UBA-Mitarbeitenden ist angestrebt.
Die näheren fachlichen Einzelheiten sind der Leistungsbeschreibung zu entnehmen.
Diese soll folgende Aspekte beinhalten:
- Welche oxidativen Verfahren werden bereits eingesetzt und welche werden voraussichtlich in der 4. RS zur Anwendung kommen?
- Was ist über die Bildung von TPs aus Pflanzenschutz-, Biozid- und Arzneimittel-Wirkstoffen und REACH Chemikalien durch eine oxidative 4. RS bekannt? Was sind relevante Einflussfaktoren (bspw. Ozondosis)?
- Wie gut sind die üblichen Verfahren zur biologischen Nachbehandlung geeignet, um TPs zurückzuhalten?
- Welche TPs sind besonders besorgniserregend und welche Strukturelemente der Ausgangssubstanz neigen verstärkt zu deren Bildung? Welche Reaktionen finden dabei statt?
- Wie ist der Forschungsstand zum Abbau von PFAS in einer oxidativen 4. RS - insbesondere solcher, die als Wirkstoffe fungieren und TFA freisetzen können?
- Gibt es etablierte Methoden, um die Transformation von Chemikalien unter oxidativen Bedingungen - insbesondere unter den Bedingungen einer vierten Reinigungsstufe - zu untersuchen? Lassen sich diese gegebenenfalls zu einer OECD-Prüfrichtlinie weiterentwickeln oder in bestehende Richtlinien integrieren? Wären solche Methoden zudem für ein Hochdurchsatz-Screening geeignet?
- Welche Methoden - iinsbesondere schnell durchzuführende und tierversuchsfreie Verfahren (Stichwort ‚New Approach Methodologies‘ (NAMs)) - eignen sich besonders, um eine mögliche Toxizitätssteigerung durch eine oxidative vierte Reini-gungsstufe zu untersuchen?
- Gibt es methodische Ansätze eine potenzielle Zunahme der Persistenz oder eine Steigerung der Mobilität von Transformationsprodukten gegenüber ihren Aus-gangsstoffen zu untersuchen? Gefragt sind hier insbesondere schnell umsetzbare Screening-Verfahren für komplexe Stoffmischungen, die ohne eine vorherige Einzelstoffidentifizierung auskommen.
- Welche Insilico-Verfahren (z.B. QSAR-Modelle) gibt es, um oxidative TPs und deren Abbaupfade vorherzusagen? Würden sich diese bereits eignen, um problematische TPs mit hoher Wahrscheinlichkeit zu prognostizieren oder auszuschließen? Welcher Forschungsbedarf besteht hier gegebenenfalls noch?
- Was sind vielversprechende Möglichkeiten, die Bildung potenziell problematischer Transformationsprodukte zu minimieren oder diese insbesondere bei der Trink-wasseraufbereitung und beim Water Reuse zurückzuhalten?
Da besonders die ersten beiden Aspekte schon umfangreich beforscht wurden, sollte sich hier bevorzugt auf Reviews gestützt werden, um mehr Zeit für die Recherche der anderen Themenkomplexe zur Verfügung zu haben. Auch die schon vorliegenden Ergebnisse des UBA REFOPLAN-Projektes „Spurenstoffsurvey“ sollten hier mit einfließen.
Das finale Ziel ist es, die Ergebnisse als wissenschaftliche Publikation (‚Review‘) zu veröffentlichen. Damit der zeitlich schwer einschätzbare Reviewprozess den Abschluss des Vorhabens nicht verzögert, ist als Abschlussdokument ein Bericht in englischer Sprache vorzulegen, der als Grundlage für den Review dienen soll, aber nicht separat veröffentlicht wird. Idealerweise erfolgt die Einreichung des Reviews vor Abschluss des Gutachtens, eine Co-Autorenschaft von UBA-Mitarbeitenden ist angestrebt.
Die näheren fachlichen Einzelheiten sind der Leistungsbeschreibung zu entnehmen.
c)
Ort der Leistungserbringung
Dessau-Roßlau
6.
Angaben zu Losen
a)
Anzahl, Größe und Art der Lose
Die Gesamtleistung bildet ein Los.
b)
Angebote für Lose
Angebote sind möglich für
nur ein Los
7.
Zulassung von Nebenangeboten
Nein
8.
Bestimmungen über die Ausführungsfrist
Das Projekt beginnt unmittelbar nach Zuschlagserteilung und endet zum 30.09.2027.
10.
Wesentliche Zahlungsbedingungen
Abschlags- und Schlusszahlungen im Rahmen der Vergabe- und Vertragsordnung für Leistungen Teil B (VOL/B).
11.
Unterlagen und Anforderungen zur Beurteilung der Eignung des Bieters und des Nichtvorliegens von Ausschlussgründen
- Expertise in der Beurteilung von Abbau- und Transformationsprozessen chemischer Stoffe unter technischen oder umweltrelevanten Bedingungen - nachzuweisen durch mind. drei einschlägige Fachpublikatio-nen, Gutachten oder Projektberichte (Aktualität: letzte 5 Jahre)
- Kenntnisse im Bereich der Umweltchemie insbesondere der Bewertung der Persistenz, Mobilität sowie Toxizität von organischen Stoffen in der aquatischen Umwelt - nachzuweisen durch mind. zwei einschlägige Fachpublikationen, Gutachten oder Projektberichte (Aktualität: letzte 5 Jahre).
- Nachgewiesene Erfahrung in der Durchführung systematischer Literaturrecherchen und der wissenschaftlichen Aufarbeitung komplexer Datensätze; Fähigkeit zur Erstellung wissenschaftlicher Publikationen (Review-Standard) in deutscher und/oder englischer Sprache -nachzuweisen durch Vorlage einer Referenzliste veröffentlichter Texte (z. B. Fachartikel, Whitepaper oder ausführliche Gutachten; mind. eins) der letzten 5 Jahre
- Erfahrungen mit modernen Bewertungsansätzen (z. B. In-silico-Tools, innovative Teststrategien oder NAMs) - nachzuweisen durch kurze Benennung entsprechender Projekterfahrung oder Publikationen aus den letzten 5 Jahren (min. eins)
Ferner ist die den Vergabeunterlagen beigefügte Eigenerklärung zu unterzeichen und dem Angebot beizufügen.
- Kenntnisse im Bereich der Umweltchemie insbesondere der Bewertung der Persistenz, Mobilität sowie Toxizität von organischen Stoffen in der aquatischen Umwelt - nachzuweisen durch mind. zwei einschlägige Fachpublikationen, Gutachten oder Projektberichte (Aktualität: letzte 5 Jahre).
- Nachgewiesene Erfahrung in der Durchführung systematischer Literaturrecherchen und der wissenschaftlichen Aufarbeitung komplexer Datensätze; Fähigkeit zur Erstellung wissenschaftlicher Publikationen (Review-Standard) in deutscher und/oder englischer Sprache -nachzuweisen durch Vorlage einer Referenzliste veröffentlichter Texte (z. B. Fachartikel, Whitepaper oder ausführliche Gutachten; mind. eins) der letzten 5 Jahre
- Erfahrungen mit modernen Bewertungsansätzen (z. B. In-silico-Tools, innovative Teststrategien oder NAMs) - nachzuweisen durch kurze Benennung entsprechender Projekterfahrung oder Publikationen aus den letzten 5 Jahren (min. eins)
Ferner ist die den Vergabeunterlagen beigefügte Eigenerklärung zu unterzeichen und dem Angebot beizufügen.
12.
Zuschlagskriterien
Der Zuschlag wird auf das wirtschaftlichste Angebot erteilt. Die für eine entsprechende Wertung relevanten Kriterien sind der Leistungsbeschreibung zu entnehmen. Bei der Wertung der Preise wird auf die Brutto-Angebotssummen abgestellt.
13.
Rechtsform, die eine Bietergemeinschaft nach Zuschlagserteilung annehmen muss
Bietergemeinschaften sind zugelassen. § 4 Nr. 4 VOL/B bleibt unberührt. Bietergemeinschaften werden nur berücksichtigt, wenn sie mit ihrem Angebot eine von allen Mitgliedern eigenhändig unterschriebene bzw. mit einer von der e-Vergabe unterstützten elektronischen Signatur versehene Erklärung abgeben, - in der die einzelnen Mitglieder genannt sind - in der ein Mitglied als bevollmächtigter Vertreter für den Abschluss und die Durchführung des Vertrages benannt ist - in der sich die Mitglieder für alle im Zusammenhang mit dem Vertrag entstehenden Verbindlichkeiten zur gesamtschuldnerischen Haftung verpflichten.
14.
Sonstige Angaben
Für die o. g. Ausschreibung ist die Abgabe eines Angebotes in elektronischer Form über die e-Vergabeplattform des Bundes (Textform nach §126b BGB) zugelassen. Wenn Sie die Teilnahme an der Ausschreibung über den Angebotsassistenten der e-Vergabe beantragen, werden Sie über etwaige Änderungen der Unterlagen aktiv informiert und können Bieterfragen zur Ausschreibung stellen bzw. die Antworten hierzu automatisch erhalten. Über die e-Vergabe können Sie Vergabeverfahren vollständig elektronisch abwickeln.
Wie Sie sich an der e-Vergabe registrieren und am elektronischen Verfahren teilnehmen können, erfahren Sie unter https://www.evergabe-online.info/.
Wie Sie sich an der e-Vergabe registrieren und am elektronischen Verfahren teilnehmen können, erfahren Sie unter https://www.evergabe-online.info/.
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