Ausschreibungsdetails
Auftragsbekanntmachung
Öffentliche Ausschreibung nach UVgO
Liefer- / Dienstleistungsauftrag
1.
Öffentlicher Auftraggeber (Vergabestelle)
a)
Hauptauftraggeber (zur Angebotsabgabe auffordernde Stelle)
Name:Bundesamt für Strahlenschutz (BfS)
Straße, Hausnummer:Willy-Brandt-Straße 5
Postleitzahl (PLZ):38226
Ort:Salzgitter
Telefon:+49 30 183331539
Telefax:+49 30 183331525
E-Mail: ausschreibungen@bfs.de
Internet-Adresse: http://www.bfs.de
b)
Zuschlag erteilende Stelle
Wie Hauptauftraggeber siehe a)
2.
Angaben zum Verfahren
a)
Verfahrensart
Öffentliche Ausschreibung nach UVgO
b)
Vertragsart
Liefer- / Dienstleistungsauftrag
c)
Geschäftszeichen
ZD2 - 08313/3626S32273
3.
Angaben zu Angeboten
a)
Form der Angebote
- elektronisch
- ohne elektronische Signatur (Textform)
b)
Fristen
Ablauf der Angebotsfrist
11.08.2026 - 08:00 Uhr
Ablauf der Bindefrist
30.09.2026
c)
Sprache
deutsch
4.
Angaben zu Vergabeunterlagen
a)
Vertraulichkeit
Die Vergabeunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter
https://www.evergabe-online.de/tenderdetails.html?id=872738
https://www.evergabe-online.de/tenderdetails.html?id=872738
b)
Zugriff auf die Vergabeunterlagen
Vergabeunterlagen werden nur elektronisch zur Verfügung gestellt
c)
Zuständige Stelle
Hauptauftraggeber siehe 1.a)
d)
Anforderungsfrist
11.08.2026 - 08:00 Uhr
5.
Angaben zur Leistung
a)
Art und Umfang der Leistung
Ionisierende Strahlung und ihre Auswirkungen auf Neurodegeneration: Analyse der zellulären Proteinfehlfaltung und Proteinabbauwege
Neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson sind gemeinhin als alterungsbedingte Krankheiten bekannt, mit weltweit deutlich wachsenden Inzidenzen. Mehrere aktuelle epidemiologische Metastudien weisen nun auf ein zusätzlich erhöhtes Demenzrisiko nach niedrigen akuten oder chronischen Dosen ionisierender Strahlung hin. Die biologischen Grundlagen für die langfristige Entstehung neurodegenerativer Krankheiten durch Strahlung sind dabei noch weitgehend ungeklärt.
Vermehrte Ansammlungen denaturierter Proteine im zentralen Nervensystem gelten als zellulärer Indikator für Demenzerkrankungen, welche vermutlich über Jahrzehnte entstehen und schrittweise für das Absterben großer Zahlen an Neuronen im Gehirn verantwortlich gemacht werden. Ob und inwieweit ionisierende Strahlung auch zur vermehrten Denaturierung und möglicherweise Aggregation von Proteinen beitragen kann, soll auf zellbiologischer und molekularer Ebene in diesem Vorhaben untersucht werden.
Dafür werden menschliche neuronale Zellen unterschiedlichen Dosen ionisierender Strahlung ausgesetzt, um Veränderungen in der Löslichkeit des gesamten Proteoms zu quantifizieren. Folglich werden krankheitsrelevante Proteinmutanten in den Zellen exprimiert, um den Einfluss ionisierender Strahlung auf den Aggregationsprozess zu analysieren. Darüber hinaus soll die Funktion der strahleninduzierbaren DNA-Reparatur- und Proteasom-Shuttelingfaktoren HR23A/B auf das Proteingleichgewicht und den -abbau massenspektrometrisch untersucht werden, mit einem Fokus auf Veränderungen des Gesamt-Proteoms nach Einwirkung ionisierender Strahlung in neuronalen Zelllinien, sowie in Knockout Zelllen von HR23A/B.
Schließlich soll der Einfluss ionisierender Strahlung auf den Durchtritt von toxischen Protein-Oligomeren des Aβ-Peptides in einem Modell der Blut-Hirn-Schranke untersucht werden.
Die Untersuchungsergebnisse tragen zu einem besseren grundlegenden Verständnis einer möglicherweise strahleninduzierten neuronalen Degeneration bei, sowie zu einer Verbesserung der Risikoabschätzung und zur Prävention.
Neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson sind gemeinhin als alterungsbedingte Krankheiten bekannt, mit weltweit deutlich wachsenden Inzidenzen. Mehrere aktuelle epidemiologische Metastudien weisen nun auf ein zusätzlich erhöhtes Demenzrisiko nach niedrigen akuten oder chronischen Dosen ionisierender Strahlung hin. Die biologischen Grundlagen für die langfristige Entstehung neurodegenerativer Krankheiten durch Strahlung sind dabei noch weitgehend ungeklärt.
Vermehrte Ansammlungen denaturierter Proteine im zentralen Nervensystem gelten als zellulärer Indikator für Demenzerkrankungen, welche vermutlich über Jahrzehnte entstehen und schrittweise für das Absterben großer Zahlen an Neuronen im Gehirn verantwortlich gemacht werden. Ob und inwieweit ionisierende Strahlung auch zur vermehrten Denaturierung und möglicherweise Aggregation von Proteinen beitragen kann, soll auf zellbiologischer und molekularer Ebene in diesem Vorhaben untersucht werden.
Dafür werden menschliche neuronale Zellen unterschiedlichen Dosen ionisierender Strahlung ausgesetzt, um Veränderungen in der Löslichkeit des gesamten Proteoms zu quantifizieren. Folglich werden krankheitsrelevante Proteinmutanten in den Zellen exprimiert, um den Einfluss ionisierender Strahlung auf den Aggregationsprozess zu analysieren. Darüber hinaus soll die Funktion der strahleninduzierbaren DNA-Reparatur- und Proteasom-Shuttelingfaktoren HR23A/B auf das Proteingleichgewicht und den -abbau massenspektrometrisch untersucht werden, mit einem Fokus auf Veränderungen des Gesamt-Proteoms nach Einwirkung ionisierender Strahlung in neuronalen Zelllinien, sowie in Knockout Zelllen von HR23A/B.
Schließlich soll der Einfluss ionisierender Strahlung auf den Durchtritt von toxischen Protein-Oligomeren des Aβ-Peptides in einem Modell der Blut-Hirn-Schranke untersucht werden.
Die Untersuchungsergebnisse tragen zu einem besseren grundlegenden Verständnis einer möglicherweise strahleninduzierten neuronalen Degeneration bei, sowie zu einer Verbesserung der Risikoabschätzung und zur Prävention.
c)
Ort der Leistungserbringung
Neuherberg (Oberschleißheim)
6.
Angaben zu Losen
a)
Anzahl, Größe und Art der Lose
keine Lose
7.
Zulassung von Nebenangeboten
Nein
8.
Bestimmungen über die Ausführungsfrist
maximal 36 Monate, beginnend ab dem 01.10.2026
9.
Höhe geforderter Sicherheitsleistungen
keine
10.
Wesentliche Zahlungsbedingungen
Für den Vertrag findet die ABFE-BMU (Stand: März 2018), und damit auch die VOL/B, Anwendung. Sie beinhaltet u. a. die Regelungen:
- Die Rechnungsstellung kann nach Übergabe und Abnahme der vereinbarten Leistung (Arbeitspakete oder Gesamtleistung) erfolgen.
- Der Rechnungsbetrag wird binnen 30 Tagen nach Eingang einer prüfbaren Rechnung ausgezahlt.
- Die Zahlung erfolgt bargeldlos.
Es wird darauf hingewiesen, dass Allgemeine Geschäftsbedingungen des Bieters grundsätzlich ausgeschlossen sind.
- Die Rechnungsstellung kann nach Übergabe und Abnahme der vereinbarten Leistung (Arbeitspakete oder Gesamtleistung) erfolgen.
- Der Rechnungsbetrag wird binnen 30 Tagen nach Eingang einer prüfbaren Rechnung ausgezahlt.
- Die Zahlung erfolgt bargeldlos.
Es wird darauf hingewiesen, dass Allgemeine Geschäftsbedingungen des Bieters grundsätzlich ausgeschlossen sind.
11.
Unterlagen und Anforderungen zur Beurteilung der Eignung des Bieters und des Nichtvorliegens von Ausschlussgründen
Bewerber*innen zur Durchführung des Projekts verfügen über ein Studium mit Promotion der Biochemie, Biologie, Medizin, oder verwandten Bereichen, und über relevante berufliche und praktische Erfahrung in den Bereichen der Molekularbiologie, der humanen Zellkultur und der Herstellung von stabilen Zelllinien, insbesondere auch der Expression, Reinigung und Analyse fehlfaltender und aggregierender Proteine, der massenspektrometrischen Proteomanalyse, sowie in experimentellen Modellen der Blut-Hirn-Schranke. Die beschriebenen Erfahrungen sind insbesondere auch durch eine aussagekräftige Liste an wissenschaftlichen Veröffentlichungen nachzuweisen. Sie verfügen über für die geplanten, in der Leistungsbeschreibung detailliert beschriebenen Arbeiten notwendige Laborausstattung (Zellkulturlabor mit entsprechender Sicherheitsstufe, Ultrazentrifuge). Zur Exposition der Zellen gegenüber definierten Dosen ionischer Bestrahlung und den massenspektrometrischen Proteomanalysen steht die notwendige Ausrüstung und entsprechende Kompetenzen entweder direkt oder über zu nennende Projektpartner zur Verfügung.
Darüber hinaus sind die Fachkräfte und deren Ausbildung zu benennen, die zur Durchführung des Forschungsprojektes eingesetzt werden sollen. Die erforderlichen Labortätigkeiten setzen ein Studium der Biologie/Biochemie, der Medizin oder Ähnliches, idealerweise mit Promotion und praktischer Erfahrung in den beschriebenen Bereichen voraus. Sofern der/die Bieter*innen zum Zeitpunkt des Ablaufs der Angebotsfrist noch nicht alle für die Ausführung der Leistung vorgesehenen Fachkräfte benennen kann, hat er im Rahmen der Angebotserstellung er zu versichern, dass geeignete Fachkräfte zum Zwecke der Auftragsausführung angestellt werden, sowie Ausbildung und Berufserfahrung der einzusetzenden Fachkräfte zu beschreiben.
Alle in der Leistungsbeschreibung detaillierten Angaben zu wissenschaftlicher Expertise, zur Berufserfahrung und Ausbildung der/der Bewerber*innen sowie der (geplanten) durchführenden Fachkräfte, zur (notwendigen) Ausstattung des Labors und den einzusetzenden Zelllinien und Methoden, sowie zu Kooperationspartnern, sind im Rahmen der Angebotserstellung nachvollziehbar und glaubhaft zu beschreiben. Eine nach Relevanz zusammengestellte und sortierte wissenschaftliche Publikationsliste ist dem Angebot beizufügen, inklusive Angaben von Autoren, Titel, Journal, Publikationsjahr, und DOI.
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Darüber hinaus sind die Fachkräfte und deren Ausbildung zu benennen, die zur Durchführung des Forschungsprojektes eingesetzt werden sollen. Die erforderlichen Labortätigkeiten setzen ein Studium der Biologie/Biochemie, der Medizin oder Ähnliches, idealerweise mit Promotion und praktischer Erfahrung in den beschriebenen Bereichen voraus. Sofern der/die Bieter*innen zum Zeitpunkt des Ablaufs der Angebotsfrist noch nicht alle für die Ausführung der Leistung vorgesehenen Fachkräfte benennen kann, hat er im Rahmen der Angebotserstellung er zu versichern, dass geeignete Fachkräfte zum Zwecke der Auftragsausführung angestellt werden, sowie Ausbildung und Berufserfahrung der einzusetzenden Fachkräfte zu beschreiben.
Alle in der Leistungsbeschreibung detaillierten Angaben zu wissenschaftlicher Expertise, zur Berufserfahrung und Ausbildung der/der Bewerber*innen sowie der (geplanten) durchführenden Fachkräfte, zur (notwendigen) Ausstattung des Labors und den einzusetzenden Zelllinien und Methoden, sowie zu Kooperationspartnern, sind im Rahmen der Angebotserstellung nachvollziehbar und glaubhaft zu beschreiben. Eine nach Relevanz zusammengestellte und sortierte wissenschaftliche Publikationsliste ist dem Angebot beizufügen, inklusive Angaben von Autoren, Titel, Journal, Publikationsjahr, und DOI.
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12.
Zuschlagskriterien
siehe Bewertungsmatrix (Anlage zur Leistungsbeschreibung)
13.
Rechtsform, die eine Bietergemeinschaft nach Zuschlagserteilung annehmen muss
In den Vergabeunterlagen werden die besonderen Bedingungen für Bietergemeinschaften beschrieben. Diese enthalten u. a. eine gesamtschuldnerische Haftung sowie die Bestimmung der Benennung eines bevollmächtigten Vertreters der Mitglieder gegenüber dem Auftraggeber, der die Bietergemeinschaft rechtsverbindlich vertritt.
14.
Sonstige Angaben
Mit der Abgabe des Angebots unterliegt der Bieter den Bestimmungen über nichtberücksichtigte Angebote (§46 UVgO). Es gilt deutsches Recht.
688a1b58-6250-4f74-8ede-a3644d441fa5