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Ausschreibungsdetails

REFOPLAN: Ökonomisches Leitbild für die Umweltpolitik unter aktuellen Rahmenbedingungen

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25.06.2026

30.07.2026 10:00

Z I 3-VSt. 1972/2026

Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit

25.06.2026 16:10

Meine e-Vergabe


Auftragsbekanntmachung

Öffentliche Ausschreibung nach Haushaltsrecht

Liefer- / Dienstleistungsauftrag

1.
Öffentlicher Auftraggeber (Vergabestelle)

a)
Hauptauftraggeber (zur Angebotsabgabe auffordernde Stelle)

Name:Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit
Straße, Hausnummer:Robert-Schuman-Platz 3
Postleitzahl (PLZ):53175
Ort:Bonn

b)
Zuschlag erteilende Stelle

Wie Hauptauftraggeber siehe a)

2.
Angaben zum Verfahren

a)
Verfahrensart

Öffentliche Ausschreibung nach Haushaltsrecht

b)
Vertragsart

Liefer- / Dienstleistungsauftrag

c)
Geschäftszeichen

Z I 3-VSt. 1972/2026

3.
Angaben zu Angeboten

a)
Form der Angebote

  • elektronisch
    • ohne elektronische Signatur (Textform)

b)
Fristen

Ablauf der Angebotsfrist

30.07.2026 - 10:00 Uhr

Ablauf der Bindefrist

10.09.2026

4.
Angaben zu Vergabeunterlagen

a)
Vertraulichkeit

Die Vergabeunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter
https://www.evergabe-online.de/tenderdetails.html?id=871113

b)
Zugriff auf die Vergabeunterlagen

Vergabeunterlagen werden nur elektronisch zur Verfügung gestellt

c)
Zuständige Stelle

Hauptauftraggeber siehe 1.a)

d)
Anforderungsfrist

30.07.2026 - 10:00 Uhr

5.
Angaben zur Leistung

a)
Art und Umfang der Leistung

REFOPLAN
Umwelt- und Klimaschutz ist zunehmend in die Defensive geraten und kommt angesichts der ökonomischen Lage (national wie geopolitisch) weiter unter Rechtfertigungsdruck. Es werden daher kurzfristig neue Narrative und ein positives Leitbild benötigt, um Nachhaltigkeit wieder als Beitrag zum Aufschwung zu definieren und sichtbar zu machen. Das Vorhaben soll für die zentralen Sektoren der deutschen Wirtschaft und die für Transformation und Resilienz bedeutsamen Sektoren jeweils ein Zukunftsbild mit geeigneten Maßnahmen für den Weg dahin herausarbeiten, d.h. ein glaubwürdiges, positives Zukunftsbild für den Wirtschaftsstandort Deutschland insb. unter Einbeziehung umwelt- und klimapolitischer Maßnahmen zeichnen.
In einem ersten Schritt sollen die Branchen ermittelt werden, bei denen die aktuellen Rahmenbedingungen zu gravierenden Einschränkungen ihrer Wettbewerbsfähigkeit führen, und angemessene Maßnahmen dagegen entworfen werden.
Wie kann in diesen Bereichen ein Turnaround ermöglicht werden, welche Bedingungen müssen hierfür erfüllt sein (z.B. Produktivitätssteigerungen, technologische Diversifizierung)?
Wie können deutsche Unternehmen wieder zu Technologieführern werden und eine Spezialisierung auf neue Wachstumsmärkte erreicht werden?
Dabei soll im Wesentlichen auf vorhandene Daten und Analysen aufgebaut werden.
In einem zweiten Schritt sollen dann mit einer Stärkenanalyse die Zukunftsbranchen ermittelt werden, die auch in der geänderten geopolitischen Lage mit geeigneten Maßnahmen zu Wachstum in DEU führen und Grundlage für einen dauerhaften und nachhaltigen Aufschwung sein können.
Die Zukunftsbranchen sind insbesondere vor dem Hintergrund ihres Beitrags zur Transformation und der Resilienz der Gesamtwirtschaft zu untersuchen und zu bewerten.
Dabei sind auch jenseits des Industriesektors - also etwa im Bereich der Dienstleistungen wie z.B. Handwerk - Wachstumspotenziale und deren Stärkung zu betrachten, die
sich gerade aus einer Transformation hin zu Nachhaltigkeit und Klimaneutralität ergeben können.
Anschließend sind notwendige und geeignete Maßnahmen zu erarbeiten, mit denen die genannten Branchen und Sektoren in die Lage versetzt werden, zu Wettbewerbsfähigkeit, Wachstum der Wirtschaft und zum Erreichen eines Transformationspfades und zu gesteigerter Resilienz beizutragen. Die Maßnahmen sollen (unter Berücksichtigung EU-rechtlicher Beihilferegelungen) in einem ersten Schritt die nationale Ebene betreffen und möglichst kurzfristig umsetzbar sein. Die EU-Ebene muss insoweit mitbetrachtet werden, wie sie den Rahmen für die Transformation zur Klimaneutralität darstellt.
Auf dieser Basis sollen dann mittel- und langfristige Maßnahmen zusammengestellt werden, die die strukturellen Voraussetzungen für die Transformation verbessern und
Risiken für die natürlichen Lebensgrundlagen minimieren. Die Maßnahmenvorschläge können über die Zuständigkeit des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) als Auftraggeberin hinausgehen; gleichwohl soll der Beitrag einer modernen Umwelt- und Klimapolitik ein wesentlicher Fokus sein.
Es ist zu differenzieren, welche Rolle der Staat bei den Maßnahmen übernehmen soll und was in der Verantwortung von Unternehmen und Verbänden liegt.
Bei den staatlichen Maßnahmen sollen grundsätzlich solche im Vordergrund stehen, die einerseits Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung geben können und zugleich auf die Transformation zur Treibhausgasneutralität und zur Erreichung nationaler, europäischer und internationaler Ziele zum Natur- und Umweltschutz einzahlen.
Etwaige Maßnahmenvorschläge sind hinsichtlich ihrer gesamtwirtschaftlichen Wirkung einzuordnen und ggf. so zu kombinieren, dass sie auch sozialpolitisch tragfähig sind; das gilt insbesondere für fiskalpolitische Maßnahmenvorschläge.
In einem letzten Schritt sind die Analysen und Maßnahmen zu einem konsistenten ökonomischen Leitbild zusammenzufügen und grafisch aufzubereiten.
Ergebnis soll ein umfassendes Leitbild mit Maßnahmenvorschlägen zur Umsetzung sein, das eine Grundlage für einen dauerhaften Aufschwung innerhalb planetarer Grenzen bildet.
Wie kann zukünftiges Wirtschaftswachstum weiter von Ressourcenverbrauch und Emissionen entkoppelt und zudem unabhängig(er) von geopolitischen Verwerfungen werden? Dieses soll in einem iterativen Prozess und in enger Beteiligung mit der Auftraggeberin entwickelt werden, u.a. um dafür Sorge zu tragen, dass mit den Maßnahmen keine grundlegenden Standards (v.a. betreffend die Umwelt und Soziales) abgebaut werden.

b)
CPV-Codes

Forschungs- und Entwicklungsdienste und zugehörige Beratung (73000000-2)

c)
Ort der Leistungserbringung

Beerlin bzw. Sitz des/der AN.

7.
Zulassung von Nebenangeboten

Nein

8.
Bestimmungen über die Ausführungsfrist

Die Leistung ist ab Zuschlagserteilung innerhalb von 8 Monaten bis spätestens zum 31.05.2027 zu erbringen.

10.
Wesentliche Zahlungsbedingungen

Gemäß Vertrag (Dokument 11.02 der Vergabeunterlagen).

11.
Unterlagen und Anforderungen zur Beurteilung der Eignung des Bieters und des Nichtvorliegens von Ausschlussgründen

12.
Zuschlagskriterien

1. Preis zu 30 %
2. Qualität Konzept zu 70 %
Die Bewertung erfolgt gemäß der Vergabeunterlage 03.04 "Übersicht Zuschlagskriterien".

14.
Sonstige Angaben

1. Zusätzliche Fragen/Bieterfragen über die Vergabeunterlagen sind ausschließlich in Textform über die e-Vergabe-Plattform des Bundes einzureichen und sollen rechtzeitig, bis spätestens 8 Kalendertage vor Ablauf der Angebotsfrist an die Zentrale Vergabestelle gerichtet werden. Die Zentrale Vergabestelle wird die Auskünfte schnellstmöglich, spätestens 6 Kalendertage vor Ablauf der Angebotsfrist ebenfalls auf der e-Vergabe-Plattform des Bundes einstellen.
2. Die Öffnung der Angebote wird von mindestens 2 Vertreter*innen der AG'in unverzüglich nach Ablauf der Angebotsfrist durchgeführt. Bietende sind nicht zugelassen.
3. Es gilt deutsches Recht.

Eignungskriterien



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