Ausschreibungsdetails
Auftragsbekanntmachung
Beschränkte Ausschreibung mit TW nach VOB/A
Formular 122 - VHB-Bund - Ausgabe 2019
a)
Öffentlicher Auftraggeber (Vergabestelle)
b)
Verfahrensart „Beschränkte Ausschreibung mit TW nach VOB/A“
c)
Angaben zum elektronischen Vergabeverfahren und zur Ver- und Entschlüsselung der Unterlagen
Zugelassene Abgabe der Teilnahmeanträge und Angebote
- elektronisch
- ohne elektronische Signatur (Textform)
- mit fortgeschrittener elektronischer Signatur / fortgeschrittenem elektronischen Siegel
- mit qualifizierter elektronischer Signatur / qualifiziertem elektronischen Siegel
d)
Art des Auftrags
e)
Ort der Ausführung
f)
Art und Umfang der Leistung, ggf. aufgeteilt nach Losen
Auf der Liegenschaft BWK-Spandau werden Gebäude zurückgebaut.
Beschreibung des Ortes
Die Gebäude befinden sich auf einem ehemaligen Kasernengelände, der Brooke-Wavell-Kaserne (BWK) in Berlin-Spandau. Die Liegenschaft umfasst eine Fläche von ca. 22 Hektar mit 67 Bestandsgebäuden und ausgedehnten Freianlagen sowie Verkehrsanlagen.
Nutzungen:
Das Gelände und Gebäude ist derzeit größtenteils leergezogen. Im süd-östlichen Bereich sind vereinzelt Gebäude noch in Nutzung.
Besonderheiten:
Bei den Flächen handelt es sich in Teilen um Kampfmittelverdachtsfläche. Ein Feuerwerker (baubegleitende Kampfmittelräumung) muss durch den AN gestellt werden, um die Bodeneingriffe unterhalb der Betondecke zu begleiten.
Beschreibung der Leistung
Bei dieser Vergabe handelt es sich um Leistungen zum Abbruch und Entsorgung der gesamten Gebäudes 25, 40, 47 und 58. Zusätzlich soll noch zwei ehemalige Tennisplätze sowie zwei Abschmierrampen zurückgebaut werden.
Beschreibung der Gebäude
Gebäude 25 - Clubhaus
Das Clubhaus ist Gegenstand der Ausschreibung und befindet sich im süd-westlichen Bereich der Liegenschaft. Das Gebäude hat eine Brutto-Geschossfläche von ca. 2.067 m².
Im Rahmen der Schadstoffuntersuchung wurden folgende Schadstoffe festgestellt, die sachgerecht im Zuge der Beauftragung entsorgt werden müssen:
Casino:
Es sind asbesthaltige Regenfallrohre, Fensterbretter, Brandschutztüren und Sicherungen verbaut. Zudem sind Rohrleitungsdämmungen sowie Leichtbauplatten und Bodenbeläge mit Asbest vorhanden. Auch die Gebäudefuge ist mit Asbest belastet.
Rohr-, Trittschall-, Decken- und Außenwand Wärmedämmung enthalten KMF. Zudem ist im Hauptraum ein freiliegender Spritzbewurf an den Wänden, der permanent WHO-Fasern freisetzt. Der Raum ist entsprechend der TRGS 521 vor dem Gebäudeabbruch zu Reinigen.
Die Leuchtstoffröhren können mit Hg belastet sein. Die dazugehörigen Kleinkondensatoren können PCB-haltig sein.
Sämtliche verbaute Holzteile sind mit Holzschutzmitteln belastet.
Das Dach mit HBCD-haltigem Styropor/Styrodur gedämmt. Der Gehalt führt nicht zu einer Einstufung als Gefährlich, eine gesonderte Entsorgung ist jedoch erforderlich.
Abbruch und Entsorgung von:
Casinogebäude in massiver Bauweise mit einer Grundfläche von ca. 67,28 x 43,25 m, einer Traufhöhe von ca. 6,2 m
o Stahlbeton
o Mauerwerk
o Klinker
o Dachhaut (Bitumen)
o Dachdämmung (HBCD)
Infrastruktur:
o Stromleitungen
o Wasserleitungen
Einbauten
o Holzeinbauten
o Leichtbauwände
o Abhangdecken (KMF)
o Rohrummantelungen (KMF)
o Spritzmasse (KMF)
o Fensterbänke (Asbest)
o Bodenbeläge (Asbest)
o Brandschutztüren (Asbest)
o Wandverkleidungen (Asbest)
o Asbestsicherungen
o Flanschdichtungen (Asbest)
o Leuchtstoffröhren (Quecksilber), Kondensatoren (PCB)
o Bauteilfuge (Asbest)
Gebäude 40 - Kantine
Das Gebäude, die ehemalige Kantine, ist mit Gegenstand der Ausschreibung und befindet sich im südlichen Bereich der Liegenschaft. Das Gebäude hat eine Brutto-Geschossfläche von 1.260 m². Im Rahmen der Schadstoffuntersuchung wurden folgende Schadstoffe festgestellt, die sachgerecht im Zuge der Beauftragung entsorgt werden müssen.
Kantinengebäude:
Die Regenfallrohre sind asbesthaltig.
Die Dämmung von Decken, den Dachflächen und der Außenwände ist KMF-haltig.
Die Leuchtstoffröhren können mit Hg belastet sein. Die dazugehörigen Kleinkondensatoren können PCB-haltig sein.
Im Bereich des Schrägdaches sind sowohl der Dachstuhl als auch eine Deckenverkleidung aus Holz mit Holzschutzmitteln.
Abbruch und Entsorgung von:
Kantinengebäude in massiver Bauweise mit einer Grundfläche von ca. 46,77 x 32,4 m, einer Traufhöhe von ca. 8 m
o Stahlbeton
o Mauerwerk
o Klinker
Infrastruktur:
o Stromleitungen
o Wasserleitungen
Einbauten
o Dämmung Dach, Decken, Außenwände (KMF)
o Dachstuhl und Dachverkleidung (Holzschutzmittel)
o Leuchtstoffröhren (Quecksilber), Kondensatoren (PCB)
Gebäude 47 - Garagen
Das Gebäude, eine PKW-Garage mit sechs Stellplätzen, ist mit Gegenstand der Ausschreibung und befindet sich im süd-östlichen Bereich der Liegenschaft. Das Gebäude hat eine Brutto-Geschossfläche von 96,44 m². Im Rahmen der Schadstoffuntersuchung wurden folgende Schadstoffe festgestellt, die sachgerecht im Zuge der Beauftragung entsorgt werden müssen.
Garage:
Das Dach ist umlaufend mit Asbestzementplatten eingerahmt. Im Wandaufbau der Außenwände ist vermutlich KMF enthalten.
Abbruch und Entsorgung von:
Garagengebäude in massiver Bauweise mit einer Grundfläche von ca. 17,16 x 5,65 m, einer Traufhöhe von ca. 2,36 m
o Stahlbeton
o Klinker
o Falttore
Infrastruktur:
o Stromleitungen
Einbauten
o Leuchtstoffröhren (Quecksilber), Kondensatoren (PCB)
Gebäude 58 - Garagen
Die Panzergarage ist mit Gegenstand der Ausschreibung und befindet sich im süd-östlichen Bereich der Liegenschaft. Das Gebäude hat eine Brutto-Geschossfläche von 432,96 m².
Im Rahmen der Schadstoffuntersuchung wurden folgende Schadstoffe festgestellt, die sachgerecht im Zuge der Beauftragung entsorgt werden müssen.
Garage:
Heizleitungen und Heizverteilung sind mit KMF gedämmt.
Die Leuchtstoffröhren können mit Hg belastet sein. Die dazugehörigen Kleinkondensatoren können PCB-haltig sein.
Abbruch und Entsorgung von:
Gebäude in massiver Bauweise mit einer Grundfläche von ca. 35,2 x 12,30 m, einer Traufhöhe von ca. 5,6 m
o Stahlbeton
o Falttore
o Dachpappen (pot. PAK belastet wird im Rahmen der Vergabe noch analytisch untersucht)
Infrastruktur:
o Stromleitungen
o Wasserleitungen
Einbauten
o Leitungsdämmung (KMF)
o Leuchtstoffröhren (Quecksilber), Kondensatoren (PCB)
Tennisplätze
Die zwei Tennisplätze im nord-östlichen Bereich der Liegenschaft. Die Tennisplätze Grundfläche der Tennisplätze beträgt ca. 540 m2.
Aus den ersten Vorerkundung ist bekannt, dass die Tennisplätze eine ca. 10 cm dicke Asphaltschicht als Aufbau mit Farbanstrich haben und diese unbelastet ist.
Abschmierrampe
Die Abschmierrampen bestehen aus einer massiven Betonstruktur mit Bewehrung. Die Grundfläche der Abschmierrampe beträgt ca. 60 m2.
Voraussichtlicher Baubeginn: 10 / 2026
Ausführungsende: 03 / 2027
Sonstige Informationen
Das Vergabeverfahren findet als zweistufiges Verfahren statt. Erst in der 2. Stufe des Verfahrens, welche voraussichtlich im Juni durchgeführt wird, erhalten Sie zur Angebotserstellung das konkrete Leistungsverzeichnis zugeschickt, sofern Sie die Mindestkriterien erfüllen und zu den 5 Bietern mit den meisten Punkten der Bewertungskriterien zählen.
Die Vergabestelle weist darauf hin, dass zur Gewährleistung eines zügigen Verfahrens nur rechtzeitig bei der Vergabestelle eingegangene Bieteranfragen beantwortet.
Fristende: 11.06.2026
ACHTUNG
Die Vergabeunterlagen können unentgeltlich, uneingeschränkt, vollständig und direkt unter www.evergabe-online.de abgerufen werden. Es besteht keine Pflicht zur Registrierung auf derVergabeplattform. Über Änderungen der Vergabeunterlagen, Nachsendungen, Bieterfragen, Antwortschreiben u.ä. werden Sie jedoch nur bei vorheriger Registrierung automatisch unterrichtet. Andernfalls sind Sie verpflichtet, sich eigenständig die erforderlichen Informationen zu verschaffen.
„Informationen zur Datenerhebung gemäß Artikel 13 Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) sind den Vergabeunterlagen aus dem beiliegenden Informationsblatt zu entnehmen“.
h)
Losweise Vergabe
i)
Ausführungsfristen
j)
Nebenangebote
k)
Mehrere Hauptangebote
l)
Bereitstellung/Anforderung der Vergabeunterlagen
Fehlende Unterlagen, deren Vorlage mit Angebotsabgabe gefordert war, werden
nachgefordert.
n)
Frist für den Eingang der Teilnahmeanträge
q)
Sprache, in der die Angebote abgefasst sein müssen
r)
Zuschlagskriterien
t)
Geforderte Sicherheiten
v)
Rechtsform der / Anforderung an Bietergemeinschaften
w)
Beurteilung der Eignung
führen den Nachweis der Eignung durch den Eintrag in die Liste des Vereins für die Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. (Präqualifikationsverzeichnis). Bei Einsatz von Nachunternehmen ist auf gesondertes Verlangen nachzuweisen, dass diese präqualifiziert sind oder die Voraussetzung für die Präqualifikation erfüllen.
haben zum Nachweis der Eignung mit dem Teilnahmeantrag das ausgefüllte Formblatt „Eigenerklärung zur Eignung“ vorzulegen. Bei Einsatz von Nachunternehmen sind auf gesondertes Verlangen die Eigenerklärungen auch für diese abzugeben. Sind die Nachunternehmen präqualifiziert, reicht die Angabe der Nummer, unter der diese in der Liste des Vereins für die Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. (Präqualifikationsverzeichnis) geführt werden.
Gelangt der in die engere Wahl, sind die Eigenerklärungen (auch die der Nachunternehmen) auf gesondertes Verlangen durch Vorlage der in der „Eigenerklärung zur Eignung“ genannten Bescheinigungen zuständiger Stellen zu bestätigen. Bescheinigungen, die nicht in deutscher Sprache abgefasst sind, ist eine Übersetzung in die deutsche Sprache beizufügen.
Ausländische Bieter haben gleichwertige Bescheinigungen ihres Herkunftslandes vorzulegen. Der Bieter hat die Einhaltung der Mindestentgelt-Regelungen zu
berücksichtigen. Einzelheiten dazu sind in den Ausschreibungsunterlagen enthalten.
Eignungskriterien mit dem Teilnahmeantrag einzureichen:
- Durchschnittlicher Jahresumsatz in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren: in Summe mind. 1.8 Mio Euro
- Anzahl der jahresdurchschnittlich fest angestellten Mitarbeiter im Bereich der Bauausführung in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren: 12 Arbeitskräfte, und > 3 Vorarbeiter
- Nachweis der Sachkunde nach DGUV Regel 101-004 Anlage 6 B Gebäudeschadstoffe nach Abschnitt 5.2 für Arbeiten in kontaminierten Bereichen
- Nachweis der Fachkunde für Abbruch-, Sanierungs- und Instandsetzungs-arbeiten nach TRGS 524 Schutzmaßnahmen bei Tätigkeiten in kontaminierten Bereichen sowie der regelmäßigen qualifizierten Fortbildungsmaßnahmen (alle 5 Jahre)
- Nachweis der Sachkunde für Abbruch-, Sanierungs- und Instandsetzungsarbeiten mit asbesthaltigen Bauteilen und Baustoffen nach Nr. 2.7 Anlage 3 der TRGS 519 für ASI-Arbeiten mit Asbest sowie der verpflichtenden Fortbildungsnachweise ab 2016 (mindestens alle 6 Jahre)
- Nachweis über die Zulassung nach § 8 Abs. 8 i.V.m. Anhang I Nr. 2.4.2 Abs. 4 Gefahrstoffverordnung.
- Darstellung mindestens einer Referenz (P1, P2 oder P3) im Bewerbungsbogen des Bewerbers / Bietergemeinschaft für erbrachte Leistungen im Rückbau mit einer Auftragssumme der Rückbauleistung von mindestens 750.000 € brutto, fertiggestellt in den letzten 5 Jahren. Darüber hinaus müssen mindestens Objektadresse, Bauherr/Auftraggeber mit Ansprech-partner und Telefonnummer, Ausführungszeitraum und Auftragssumme im Bewerbungsbogen angegeben werden Bestätigungsschreiben des AG über die vertragsgemäße Ausführung der Leistung ist mit dem Bewerbungsbogen einzureichen.