Ausschreibungsdetails
Auftragsbekanntmachung
Öffentliche Ausschreibung nach Haushaltsrecht
Liefer- / Dienstleistungsauftrag
1.
Öffentlicher Auftraggeber (Vergabestelle)
a)
Hauptauftraggeber (zur Angebotsabgabe auffordernde Stelle)
Name:Umweltbundesamt
Straße, Hausnummer:Wörlitzer Platz 1
Postleitzahl (PLZ):06844
Ort:Dessau-Roßlau
E-Mail: refoplan@uba.de
b)
Zuschlag erteilende Stelle
Wie Hauptauftraggeber siehe a)
2.
Angaben zum Verfahren
a)
Verfahrensart
Öffentliche Ausschreibung nach Haushaltsrecht
b)
Vertragsart
Liefer- / Dienstleistungsauftrag
c)
Geschäftszeichen
FKZ 3726 51 206 0 // AZ 25 105/00427
3.
Angaben zu Angeboten
a)
Form der Angebote
- elektronisch
- ohne elektronische Signatur (Textform)
- mit fortgeschrittener elektronischer Signatur / fortgeschrittenem elektronischen Siegel
- mit qualifizierter elektronischer Signatur / qualifiziertem elektronischen Siegel
b)
Fristen
Ablauf der Angebotsfrist
30.06.2026 - 10:00 Uhr
Ablauf der Bindefrist
11.08.2026
4.
Angaben zu Vergabeunterlagen
a)
Vertraulichkeit
Die Vergabeunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter
https://www.evergabe-online.de/tenderdetails.html?id=860423
https://www.evergabe-online.de/tenderdetails.html?id=860423
b)
Zugriff auf die Vergabeunterlagen
Vergabeunterlagen werden nur elektronisch zur Verfügung gestellt
c)
Zuständige Stelle
Hauptauftraggeber siehe 1.a)
d)
Anforderungsfrist
30.06.2026 - 10:00 Uhr
5.
Angaben zur Leistung
a)
Art und Umfang der Leistung
REFOPLAN 2026: „Untersuchung luftgetragener PFAS-Emission, -Immission und -Deposition“
Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) stellen aufgrund ihrer Persistenz, Mobilität und potenziellen gesundheitlichen Wirkungen eine zentrale umweltpolitische Herausforderung für kommende Jahrzehnte dar. Sie gelangen über verschiedene Eintragspfade in die Umwelt und werden inzwischen ubiquitär in Luft, Wasser, Böden und Biota nachgewiesen. Untersuchungen in Deutschland zeigen PFAS-Vorkommen auch in Böden und Gewässern abseits bekannter Punktquellen. Dies untermauert den Schluss, dass die großräumige Verbreitung über den Luftpfad für das Eintragsgeschehen eine bedeutende Rolle spielt. Die Rolle der Atmosphäre als Eintragspfad ist bislang jedoch nur unzureichend untersucht. Für Deutschland fehlen insbesondere belastbare Daten zu luftgetragenen Emissionen aus industriellen Quellen sowie zu Immissionskonzentrationen und Depositionsraten von PFAS im Nah- und Fernbereich solcher Anlagen. Ziel des Vorhabens ist eine erste orientierende Erhebung luftgetragener PFAS-Emission aus ausgewählten Industrieanlagen sowie von Immission und Deposition. Auf dieser Grundlage sollen erste Erkenntnisse zu relevanten Emissionsquellen und zur Bedeutung atmosphärischer Einträge für die PFAS-Belastung von Böden und Gewässern gewonnen werden. Das Vorhaben ist als Pilotstudie konzipiert und soll eine fachliche Grundlage für mögliche zukünftige bundesweite Messprogramme sowie für regulatorische Maßnahmen schaffen.
Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) stellen aufgrund ihrer Persistenz, Mobilität und potenziellen gesundheitlichen Wirkungen eine zentrale umweltpolitische Herausforderung für kommende Jahrzehnte dar. Sie gelangen über verschiedene Eintragspfade in die Umwelt und werden inzwischen ubiquitär in Luft, Wasser, Böden und Biota nachgewiesen. Untersuchungen in Deutschland zeigen PFAS-Vorkommen auch in Böden und Gewässern abseits bekannter Punktquellen. Dies untermauert den Schluss, dass die großräumige Verbreitung über den Luftpfad für das Eintragsgeschehen eine bedeutende Rolle spielt. Die Rolle der Atmosphäre als Eintragspfad ist bislang jedoch nur unzureichend untersucht. Für Deutschland fehlen insbesondere belastbare Daten zu luftgetragenen Emissionen aus industriellen Quellen sowie zu Immissionskonzentrationen und Depositionsraten von PFAS im Nah- und Fernbereich solcher Anlagen. Ziel des Vorhabens ist eine erste orientierende Erhebung luftgetragener PFAS-Emission aus ausgewählten Industrieanlagen sowie von Immission und Deposition. Auf dieser Grundlage sollen erste Erkenntnisse zu relevanten Emissionsquellen und zur Bedeutung atmosphärischer Einträge für die PFAS-Belastung von Böden und Gewässern gewonnen werden. Das Vorhaben ist als Pilotstudie konzipiert und soll eine fachliche Grundlage für mögliche zukünftige bundesweite Messprogramme sowie für regulatorische Maßnahmen schaffen.
c)
Ort der Leistungserbringung
Ort der Leistungserbringung ist Dessau-Roßlau.
6.
Angaben zu Losen
a)
Anzahl, Größe und Art der Lose
Die Gesamtleistung bildet ein Los.
7.
Zulassung von Nebenangeboten
Nein
8.
Bestimmungen über die Ausführungsfrist
Das Vorhaben hat eine Laufzeit von 40 Monaten und beginnt unmittelbar nach Zuschlagserteilung
10.
Wesentliche Zahlungsbedingungen
Abschlags- und Schlusszahlungen im Rahmen der Vergabe- und Vertragsordnung für Leistungen Teil B (VOL/B)
11.
Unterlagen und Anforderungen zur Beurteilung der Eignung des Bieters und des Nichtvorliegens von Ausschlussgründen
Die Qualifikation der Anbieter und gegebenenfalls von Kooperationspartnerinnen und -partnern sind durch die Angabe von nachprüfbaren Referenzen in Form von Eigenerklärungen nachzuweisen.
Die Anbieter haben ihre Leistungsfähigkeit und Fachkunde zur vertragsgemäßen Bearbeitung wie folgt nachzuweisen:
Fachliche Expertise
- Akkreditiertes Labor für Emission/Immission/Depositionsmessungen und Probenahme (Artverwandte Verfahren) nach DIN EN ISO/IEC 17025 (oder gleichwertig)
- Expertise im Bereich der Probenahme und im allgemeinen Arbeiten an Anlagen soll nachgewiesen werden durch drei Referenzen in den letzten fünf Jahren. Beispielsweise eine 29B Notifizierung bzw. eine Bekanntgabe als Messstelle nach § 29b Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) und idealerweise Arbeitsschutzrelevante Zertifizierungen (SCCP).
- Nachweisliche Erfahrung in PFAS-Analytik; drei Referenzen über eine erfolgte PFAS-Analytik und mind. eine luftseitige Messung von PFAS an Industrieanlagen in den letzten fünf Jahren sind vorzuweisen.
- Expertise in Messung von luftgetragenen organischen Spurenstoffen (Emission/Immission/Deposition) durch drei Projekte oder Veröffentlichungen in den letzten fünf Jahren als Referenz.
- Nachweis von mind. zwei vergleichbaren Großmesskampagnen im Sinne von Projekten mit Analagen-bezogenen Messkampagnen längerer Dauer oder Immissionsmessungen gleichzeitig an mehreren Standorten über eine längere Dauer (Schadstoffe, Emission/Immission/Deposition)
Technische Anforderungen
- Verfügbarkeit geeigneter Probenahmetechnik für Emissionen, Immissionen, Deposition (nass/trocken), Referenz
- Verfügbarkeit oder Zugang zu Massenspektrometrie (LC-MS/MS, ggf. HRMS), Referenz
Personelle Anforderungen
- Projektleitung mit mind. drei Jahren Erfahrung, Referenz
- Interdisziplinäres Team, Mitarbeitende mit Kenntnissen in diesen Bereichen: Probenahme, Messtechnik, Analytik, Statistik, QA/QC), Referenz
Sonstige Anforderungen
- Erfahrung mit FAIR Data Management, eine Referenz
- Umfassende Kompetenz und Erfahrung bei der Organisation, Durchführung und Nachbereitung von Fachgesprächen/Workshops; Nachweis durch Benennung von 3 Veranstaltungen dieser Art in den vergangenen 8 Jahren.
Die Zuverlässigkeit ist durch Unterzeichnung der beigefügten Eigenerklärung zu bestätigen.
Der Anbietende bestätigt mit Abgabe seines Angebotes, dass er über die erforderliche Leistungsfähigkeit verfügt, um das Vorhaben vertragsgemäß bearbeiten zu können.
Die Anbieter haben ihre Leistungsfähigkeit und Fachkunde zur vertragsgemäßen Bearbeitung wie folgt nachzuweisen:
Fachliche Expertise
- Akkreditiertes Labor für Emission/Immission/Depositionsmessungen und Probenahme (Artverwandte Verfahren) nach DIN EN ISO/IEC 17025 (oder gleichwertig)
- Expertise im Bereich der Probenahme und im allgemeinen Arbeiten an Anlagen soll nachgewiesen werden durch drei Referenzen in den letzten fünf Jahren. Beispielsweise eine 29B Notifizierung bzw. eine Bekanntgabe als Messstelle nach § 29b Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) und idealerweise Arbeitsschutzrelevante Zertifizierungen (SCCP).
- Nachweisliche Erfahrung in PFAS-Analytik; drei Referenzen über eine erfolgte PFAS-Analytik und mind. eine luftseitige Messung von PFAS an Industrieanlagen in den letzten fünf Jahren sind vorzuweisen.
- Expertise in Messung von luftgetragenen organischen Spurenstoffen (Emission/Immission/Deposition) durch drei Projekte oder Veröffentlichungen in den letzten fünf Jahren als Referenz.
- Nachweis von mind. zwei vergleichbaren Großmesskampagnen im Sinne von Projekten mit Analagen-bezogenen Messkampagnen längerer Dauer oder Immissionsmessungen gleichzeitig an mehreren Standorten über eine längere Dauer (Schadstoffe, Emission/Immission/Deposition)
Technische Anforderungen
- Verfügbarkeit geeigneter Probenahmetechnik für Emissionen, Immissionen, Deposition (nass/trocken), Referenz
- Verfügbarkeit oder Zugang zu Massenspektrometrie (LC-MS/MS, ggf. HRMS), Referenz
Personelle Anforderungen
- Projektleitung mit mind. drei Jahren Erfahrung, Referenz
- Interdisziplinäres Team, Mitarbeitende mit Kenntnissen in diesen Bereichen: Probenahme, Messtechnik, Analytik, Statistik, QA/QC), Referenz
Sonstige Anforderungen
- Erfahrung mit FAIR Data Management, eine Referenz
- Umfassende Kompetenz und Erfahrung bei der Organisation, Durchführung und Nachbereitung von Fachgesprächen/Workshops; Nachweis durch Benennung von 3 Veranstaltungen dieser Art in den vergangenen 8 Jahren.
Die Zuverlässigkeit ist durch Unterzeichnung der beigefügten Eigenerklärung zu bestätigen.
Der Anbietende bestätigt mit Abgabe seines Angebotes, dass er über die erforderliche Leistungsfähigkeit verfügt, um das Vorhaben vertragsgemäß bearbeiten zu können.
12.
Zuschlagskriterien
Die Zuschlagskriterien sind abschließend in der Leistungsbeschreibung benannt.
14.
Sonstige Angaben
Die Dateigröße des bei der Angebotsabgabe eingereichten Umsetzungskonzepts darf 8,0 MB nicht überschreiten (sämtliche Anlagen sind davon ausgenommen).
cb6cda62-4fe7-4671-b3c9-00457b4c16ab