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Ausschreibungsdetails

Dachgeschossausbau Schlegelstraße 14-16, Parkstraße 5+6 in 14469 Potsdam

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11.03.2026

10.04.2026 09:00

VOEK 693-25

Bundesanstalt für Immobilienaufgaben Verdingungsstelle

09.04.2026 13:32

Meine e-Vergabe


Auftragsbekanntmachung

Öffentliche Ausschreibung nach VOB/A

Formular 121 - VHB-Bund - Ausgabe 2019

a)
Öffentlicher Auftraggeber (Vergabestelle)

Name:Bundesanstalt für Immobilienaufgaben
Straße, Hausnummer:Ellerstraße 56
Postleitzahl (PLZ):53119
Ort:Bonn
Telefon:+49 30 31811569
Internet-Adresse: http://www.bundesimmobilien.de

b)
Verfahrensart „Öffentliche Ausschreibung nach VOB/A“

Geschäftszeichen: VOEK 693-25

c)
Angaben zum elektronischen Vergabeverfahren und zur Ver- und Entschlüsselung der Unterlagen

Zugelassene Angebotsabgabe

  • elektronisch
    • ohne elektronische Signatur (Textform)
    • mit fortgeschrittener elektronischer Signatur / fortgeschrittenem elektronischen Siegel
    • mit qualifizierter elektronischer Signatur / qualifiziertem elektronischen Siegel

d)
Art des Auftrags

Ausführung von Bauleistungen

e)
Ort der Ausführung

Schlegelstraße 14 - 16, Parkstraße 5+6, 14469 Potsdam

f)
Art und Umfang der Leistung, ggf. aufgeteilt nach Losen

Die Wirtschaftseinheit WE 100752 (Schlegelstraße 14 - 16, Parkstraße 5+6, 14469 Potsdam) befindet sich in der Jägervorstadt in Potsdam und besteht aus fünf in offener Bauweise stehenden Mehrfamilienhäusern. Die Gebäude stehen entlang der Park- und Schlegelstraße und bilden einen begrünten zur Straße offenen Innenhof.
Der Innenbereich hat eine Zufahrt zwischen den Gebäuden der Schlegelstraße 15 und 16.
Gegebenheiten vor Ort:
Die Gebäude wurden in den 1930er Jahren in Mauerwerksbauweise aus einem einschaligen und verputzten Mauerwerk errichtet. Die Decken bestehen aus Stahlsteindecken, welche zwischen Stahlträgern gespannt sind. Die zweistöckigen Gebäude haben Satteldächer und sind unterkellert. Seit der Errichtung wurde die Wohnanlage Mitte der 90er Jahre saniert.
Die Fassade wurde mit WDVS gedämmt und die Dächer ertüchtigt. Dabei wurden die Dachstühle größtenteils erneuert und das Dach neu eindeckt. Das Objekt steht unter Denkmalschutz. Der geplante Dachgeschossausbau betrifft die Dachgeschosse aller fünf Gebäude.
Umbau der Dachstühle:
Die Dachstühle aus Holz werden umgebaut, um eine Wohnraumnutzung zu ermöglichen. Die raumgreifenden Windböcke und ein Teil der Holzstützen werden rückgebaut. Das statische System des Dachtragwerkes ändert sich. Als stabilisierende Maßnahme wird eine Balkendecke als Scheibe eingebaut und die Mittelpfetten mit einem Stahlprofil verstärkt.
Die Sparren werden aufgedoppelt und mit Rispenbänder längs ausgesteift. Es werden Gauben errichtet und Dachflächenfenster vorgesehen, um eine ausreichende Wohnraumbelichtung zu gewährleisten. Die Dachsteine sollen dabei zum Teil wiederverwendet werden.
Decke:
Als vorgezogene Baumaßnahme wurden die Decken bereits beräumt und die alten Estrich und Schlackeschichten entfernt. Die Bestandsdecke ist für die Nutzung des Dachgeschosses als Wohnraum nicht belastungsfähig genug. Um die Decke statisch zu ertüchtigen, werden zwischen die vorhandenen Stahlträger auf einer verlorenen Schalung aus Trapezblechen Leichtbetondecken gegossen. Auf der neuen Betondecke wird der Fußbodenaufbau errichtet.
Ausbau:
In den Dachgeschossen der fünf Wohngebäude sind jeweils zwei Wohneinheiten geplant, so dass in der Summe zehn neue Wohnungen entstehen. Der Ausbau der Dachgeschosse erfolgt mit nachhaltigen und schadstoffarmen Materialien. Es werden hauptsächlich Holz- und Lehmprodukte verwendet. Das Dach wird mit einer Einblasdämmung aus Holzfasern gedämmt und mit einer Aufdachdämmung aus Holzfaserplatten zusätzlich gedämmt und geschützt. Auf den Einsatz von Folien wird bewusst verzichtet. Im Inneren werden die Trockenbauwände in Holzständerbauweise errichtet und mit einer Holzfaserplatte beplankt. Ausnahme bilden die feuchtebelastenden Wände in den Bädern.
Wand- und Deckenbeläge:
Wände und Decken werden mit Lehm verputzt. Bäder und Küchenwände mit Keramikfliesen bekleidet. Die Putzflächen werden mit einer Kalkfarbe gestrichen. Der Wand- und Dachaufbau bleibt somit diffusionsoffen. Fenster und Türen: Die Fenster und Terrassentüren sind in Vollholz mit Isolierverglasung geplant. U-Werte sind von der Bauphysik vorgegeben.
Größtenteils sind Fenster und Türen mit außenliegendem Sonnenschutz ausgestattet. Innentüren bestehen aus Holzwerkstoffen.
Haustechnik:
Die Installation wird für die Dachgeschosse komplett neu errichtet. Es werden teilweise bestehende Schächte der Bäder oder alte Schornsteinzüge benutzt. Die Deckendurchdringungen sind auf den Bestand abzustimmen. Der Innenausbau der Dachgeschosse wird in sieben Losen vergeben und umfasst folgende Leistungen:
· Los 1: HLS
- Baustelleneinrichtung
- Abbruch- und Demontagearbeiten, Entsorgung von Bauabfällen
- Installation Abwasseranlagen
- Installation Wasseranlagen
- Installation Wärmeerzeugungsanlagen
- Installation Wärmeverteilnetze
- Installation Raumheizflächen
- Installation Wärmeversorgungsanlagen, sonstiges
· Los 2: Elektrotechnik
- Baustelleneinrichtung
- Abbruch- und Demontagearbeiten, Entsorgung von Bauabfällen
- Installation Niederspannungsschaltanlagen
- Installation Niederspannungsinstallationsanlagen
- Installation Beleuchtungsanlage
- Installation Blitzschutz- und Erdungsanlagen
- Installation Kommunikations-, sicherheits- und informationstechnische Anlagen
- Elektroanschlussarbeiten
· Los 3: Fenster, Türen, Rollläden
- Baustelleneinrichtung
- Einbau Gauben-Fenster, Gauben-Fenstertüren, Loggia-Fenstertüren
- Einbau Innentüren und Innenausstattung Dachgeschoss
- Einbau des außenliegenden Sonnenschutzes
- Einbau Außentüren
- Tischlerarbeiten
- Rolladenarbeiten
· Los 4: Trockenbau und Putzarbeiten
- Baustelleneinrichtung
- Innenputzarbeiten
- Innenputzarbeiten im Treppenhaus
- Außenputzarbeiten Dach
- Fassadenarbeiten (Wärmedämmverbundsystem)
- Trockenbau Innenwände Vorsatzschalen
- Bekleidungen
- Abklebe- und Abdichtungsarbeiten
- Trockenbau Treppenhaus
- Entsorgung von Bauabfällen
· Los 5: Metallbauarbeiten
- Baustelleneinrichtung
- Werk- und Montageplanung Geländer
- Metallbau Dachausbau (Anfertigung von Geländern aus Stahl)
- Entsorgung von Bauabfällen
· Los 6: Boden-, Fliesen-, Estrich- und Malerarbeiten
- Baustelleneinrichtung
- Estricharbeiten
- Bodenbelagsarbeiten Dachgeschosse
- Fliesenarbeiten Dachgeschosse (Bäder und Küchen)
- Einbau Terassenbeläge
- Maler- und Lackiererarbeiten (Beschichtungen) Wohnungen, Treppenhaus
- Beschichtungsarbeiten Dachüberstand
· Los 7: Baureinigungsarbeiten
- Baureinigung Wohungen (Böden, Fensterbänke, Hauptnutzflächen der Wohnbereiche, Glasflächen, Wände, Bäder)
- Baureinigung Treppenhäuser (Treppen während der Bauzeit innen, Geländer, Handläufe, Bauschlussreinigung Treppen)
Ausführung aller Arbeiten der jeweiligen Lose unter Beachtung und Einhaltung des den Vergabeunterlagen beigefügten Bauzeitenplanes!

h)
Losweise Vergabe

Ja, Angebote sind möglich - für ein oder mehrere Lose

(Art und Umfang der Lose siehe Buchstabe f)

i)
Ausführungsfristen

Beginn der Ausführung
21.05.2026
Fertigstellung oder Dauer der Leistungen
02.03.2028
Weitere Fristen
Weitere Fristen siehe Bauzeitenplan "20251009-DG-Potsdam-Schlegelstrasse-Bauzeitenplan.pdf" in den Vergabeunterlagen.

j)
Nebenangebote

nicht zugelassen

k)
Mehrere Hauptangebote

zugelassen

l)
Bereitstellung/Anforderung der Vergabeunterlagen

Vergabeunterlagen werden elektronisch zur Verfügung gestellt unter
Nachforderung

Fehlende Unterlagen, deren Vorlage mit Angebotsabgabe gefordert war, werden

nachgefordert.

o)
Ablauf der Angebots- und der Bindefrist

Ablauf der Angebotsfrist
10.04.2026 - 09:00 Uhr
Ablauf der Bindefrist
11.05.2026

p)
Angebote sind einzureichen

q)
Sprache, in der die Angebote abgefasst sein müssen

Deutsch (gilt auch für Rückfragen und Schriftverkehr)

r)
Zuschlagskriterien

nachfolgende Zuschlagskriterien

Preis. Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt.
Die Wertungssumme wird ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen ohne Bedingung.
Skonto bzw. Nachlässe mit Bedingungen werden bei der Angebotswertung nicht berücksichtigt.
Zusätzlich für Los 1 (HLS) gilt Folgendes:
Die Wertungssumme errechnet sich aus der nachgerechneten Angebotsendsumme für die Bauleistung unter Berücksichtigung etwaiger Nachlässe
ohne Bedingung und den Angebotsendsummen für die jährliche Wartung (Pos. 08.12 bis 08.15 des Leistungsverzeichnisses, insgesamt vier Jahre).
Die Bauleistung und die Wartung sind zusammen anzubieten.
Ist der Angebotsteil Wartung (Pos. 08.12 bis 08.15 des Leistungsverzeichnisses) nicht wertbar, wird das Angebot insgesamt (und damit auch der Angebotsteil für die Bauleistung) ausgeschlossen.
Die Liste (Aufstellung) wartungspflichtiger Bauteile ist die Grundlage des Wartungsangebotes.
Folgende Ziffern des Leistungsverzeichnisses sind vom Bieter zwingend auszufüllen, da sonst das Angebot nicht gewertet wird:
- Ziffer 08.12 1. Jahr: Wartung der Anlagentechnik gemäß VOB und Herstellerangaben
- Ziffer 08.13 2. Jahr: Wartung der Anlagentechnik gemäß VOB und Herstellerangaben
- Ziffer 08.14 3. Jahr: Wartung der Anlagentechnik gemäß VOB und Herstellerangaben
- Ziffer 08.15 4. Jahr: Wartung der Anlagentechnik gemäß VOB und Herstellerangaben
Die Liste (Aufstellung) wartungspflichtiger Bauteile ist mit dem Angebot einzureichen.

t)
Geforderte Sicherheiten

- Die Sicherheit für Mängelansprüche beträgt drei Prozent der Summe der
Abschlagszahlungen zum Zeitpunkt der Abnahme (vorläufige Abrechnungssumme).
- Soweit die Auftragssumme mindestens 250.000 Euro ohne Umsatzsteuer beträgt,
ist Sicherheit für die Vertragserfüllung in Höhe von fünf Prozent der Auftragssumme
(inkl. Umsatzsteuer, ohne Nachträge) zu leisten.

v)
Rechtsform der / Anforderung an Bietergemeinschaften

gesamtschuldnerisch haftend mit bevollmächtigtem Vertreter

w)
Beurteilung der Eignung

führen den Nachweis der Eignung durch den Eintrag in die Liste des Vereins für die Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. (Präqualifikationsverzeichnis). Bei Einsatz von Nachunternehmen ist auf gesondertes Verlangen nachzuweisen, dass diese präqualifiziert sind oder die Voraussetzung für die Präqualifikation erfüllen.

haben zum Nachweis der Eignung mit dem Angebot das ausgefüllte Formblatt „Eigenerklärung zur Eignung“ vorzulegen. Bei Einsatz von Nachunternehmen sind auf gesondertes Verlangen die Eigenerklärungen auch für diese abzugeben. Sind die Nachunternehmen präqualifiziert, reicht die Angabe der Nummer, unter der diese in der Liste des Vereins für die Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. (Präqualifikationsverzeichnis) geführt werden.

Gelangt das in die engere Wahl, sind die Eigenerklärungen (auch die der Nachunternehmen) auf gesondertes Verlangen durch Vorlage der in der „Eigenerklärung zur Eignung“ genannten Bescheinigungen zuständiger Stellen zu bestätigen. Bescheinigungen, die nicht in deutscher Sprache abgefasst sind, ist eine Übersetzung in die deutsche Sprache beizufügen.


Das Formblatt „Eigenerklärung zur Eignung“ ist erhältlich / ggf. geforderte Eignungsnachweise
mit den Vergabeunterlagen.
Darüber hinaus hat der Bieter zum Nachweis seiner Fachkunde folgende Angaben gemäß § 6a Abs. 3 VOB/A zu machen:
· Nachweis der Eintragung als Fachbetrieb im Sanitär-, Heizungs- und Klimahandwerk bei der Handwerkskammer (für Los 1: HLS)
· Nachweis der Eintragung in die Handwerksrolle als Elektrotechniker-Fachbetrieb bei der Handwerkskammer (für Los 2: Elektrotechnik)
· Nachweis der Eintragung in die Handwerksrolle als Stuckateur oder Maurer und Betonbauer oder Maler und Lackierer bei der Handwerkskammer (für Los 4: Trockenbau & Putzarbeiten)
· Nachweis der Eintragung als Fachbetrieb im Bereich Metall bei der Handwerkskammer (für Los 5: Metallbauarbeiten)
· Nachweis der Eintragung als Fachbetrieb im Bereich des Innenausbaus bei der Handwerkskammer (für Los 6: Boden-, Fliesen,- Estrich- und Malerarbeiten)
· Eigenerklärung zur Einhaltung der verlangten Deckungssummen in der Betriebs- / Berufshaftplichtversicherung
(Vordruck in den Vergabeunterlagen)
· Liste (Aufstellung) wartungspflichtiger Bauteile (für Los 1: HLS)
· Auf gesondertes Verlangen der Auftraggeberin: Vorlage von Unterlagen zum Nachweis der wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit
(z.B. Jahresabschlüsse, Bankerklärungen etc.)
Die Auftraggeberin behält sich vor, über Bieter, deren Angebot für einen Zuschlag in Frage kommt,
eine Vollauskunft einer Wirtschaftsauskunftei einzuholen.
Sollten dort zu Finanzlage, Zahlungsverhalten oder sonstigen Merkmalen negative Informationen vorliegen,
die auf eine überdurchschnittliche Ausfallwahrscheinlichkeit des Unternehmens hindeuten, wird die Auftraggeberin dem Bieter im Rahmen
der Aufklärung Gelegenheit geben, die Angaben auf ihre sachliche Richtigkeit zu überprüfen
und ggf. Einwände und Korrekturen anzubringen.

x)
Nachprüfung behaupteter Verstöße

Nachprüfungsstelle (§ 21 VOB/A)
Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, Zentrale Bonn, Stabsbereich Einkauf (VOEK),
Ellerstraße 56, 53119 Bonn, vergabe@bundesimmobilien.de


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