Ausschreibungsdetails
Nähere Informationen ergeben sich aus der beigefügten Leistungsbeschreibung, die Bestandteil der Vergabeunterlagen ist.
In der ersten Stufe sind von interessierten Unternehmen Teilnahmeanträge einzureichen. Auf Grundlage der festgelegten Eignungs- und Auswahlkriterien wählt die Vergabestelle maximal drei geeignete Bewerber für die zweite Stufe aus. Die Teilnahmefrist wird gemäß § 65 Abs. 3 VgV festgelegt.
In der zweiten Stufe werden die ausgewählten Bewerber zur Abgabe eines ersten indikativen Angebots aufgefordert. Grundsätzlich ist im Anschluss eine Verhandlungsrunde vorgesehen, nach deren Abschluss die Aufforderung zur Abgabe eines überarbeiteten, finalen Angebots erfolgt.
Die Vergabestelle behält sich vor, den Zuschlag bereits auf Grundlage des ersten indikativen Angebots zu erteilen, sofern dieses sämtliche Anforderungen erfüllt und ein wettbewerbliches Ergebnis sicherstellt. In diesem Fall kann der Zuschlag und damit der Beginn der Leistungserbringung bereits zum 1. Mai 2026 erfolgen.
Das erste indikative Angebot ist daher vollständig und zuschlagsfähig auszugestalten.
Wird eine Verhandlungsrunde durchgeführt und ein zweites Angebot eingeholt, ist der reguläre Leistungsbeginn zum 1. Juni 2026 vorgesehen.
Die Auswahl unter den geeigneten Bewerbern erfolgt anhand einer Rangfolge, die sich aus der Qualität der Referenzen sowie der personellen Ausstattung ergibt. Die drei bestplatzierten Bewerber werden zur Angebotsabgabe (2. Stufe) eingeladen.
Sofern mehr geeignete Bewerber vorliegen als Plätze für die Angebotsphase (maximal drei Bewerber), erfolgt die Auswahl anhand eines transparenten Punktesystems. Erzielen zwei oder mehr geeignete Bewerber auf dem letzten Rang der Rangfolge die gleiche Gesamtpunktzahl, entscheidet das Los.
60 % Qualität und Relevanz der Referenzen:
- Zahl und Umfang der Referenzprojekte
- Projektdauer
- Komplexität
- Zielgruppenähnlichkeit
- Sozialraumbezug
- Bezug zu kultur- und sprachsensibler Arbeit
- Rolle des Bewerbers in den Referenzprojekten (Leitung, Koordination, Trägerschaft)
40 % Personelle Ausstattung und Struktur:
- Anzahl Fachkräfte im Bildungsbereich
- Qualifikationsniveau (Abschlüsse, Berufserfahrung)
- Organisationsstruktur (Overhead, Vertretungsregelungen)
Diese Gewichtung trägt der hohen Bedeutung von Erfahrung in sozialpädagogischen, koordinierenden und sozialraumorientierten Projekten Rechnung.
Bewertungsskala
0-2 Punkte: kaum vergleichbar / unzureichend
3-5 Punkte: teilweise vergleichbar / eingeschränkt geeignet
6-8 Punkte: gut vergleichbar / geeignet
9-10 Punkte: sehr gut vergleichbar / besonders geeignet
Bewertungsskala - Anzahl Fachkräfte im Bildungsbereich
10 deutlich überdurchschnittliche personelle Kapazität, mehrere Vollzeitkräfte, klare Vertretungsstruktur
7-8 gute Kapazität, ausreichende Anzahl, stabile Struktur
4-6 Mindestanforderungen erfüllt, aber knapp
1-3 unzureichend oder riskant
#
Der Auftraggeber behält sich vor, fehlende, unvollständige oder fehlerhafte Unterlagen, Erklärungen oder Nachweise aufzuklären oder ergänzen zu lassen. Dies erfolgt ausschließlich nach pflichtgemäßem Ermessen und unter Wahrung der Grundsätze der Gleichbehandlung und Transparenz. Ein Anspruch der Bewerber oder Bieter auf eine Nachforderung besteht nicht.
#
Hinweis gemäß § 11 (3) Vergabeverordnung (VgV):
Nutzungsvoraussetzungen Registrierung Schulungen Hinweis gemäß § 11 (3) Interner Bereich
Die zur Nutzung der e-Vergabe-Plattform einzusetzenden elektronischen Mittel sind die Clients und Webanwendung AnA-Web sowie die elektronischen Werkzeuge der e-Vergabe-Plattform. Diese werden über die mit „Anwendungen“ bezeichneten Menüpunkte auf www.evergabe-online.de zur Verfügung gestellt. Hierzu gehören für Unternehmen der Signatur-Client für Bieter für elektronische Signaturen, die e-VergabeApp (Crypto-Client) zur Verschlüsselung von Teilnahmeanträgen und Angeboten. Die zur Einreichung von Teilnahmeanträgen, Angeboten und Interessensbestätigungen verwendeten elektronischen Mittel sind durch die Webanwendung AnA-Web und die elektronischen Werkzeuge der e-Vergabe-Plattform bestimmt. Verwendete Verschlüsselungs- und Zeiterfassungsverfahren sind Bestandteil der Webanwendung AnA-Web bzw. Clients der e-Vergabe-Plattform sowie der Plattform selber und der elektronischen Werkzeuge der e-Vergabe-Plattform.
Weitergehende Informationen stehen auf https://www.evergabe-online.info bereit.
Für dieses Vergabeverfahren gelten die Bestimmungen des Thüringer Vergabegesetzes (ThürVgG, https://landesrecht.thueringen.de/perma? j=VergabeG_TH). Hierfür ist es notwendig gemäß § 8 ThürVgG eine Eigenerklärung zur Einhaltung der Bestimmungen des Thüringer Vergabegesetzes ausfüllen. Die Datei II Formulare § 8 ThürVgG.pdf, welche Bestandteil der Vergabeunterlagen ist, muss vollständig ausgefüllt dem Angebot beigefügt werden.
Das Dienstleistungsunternehmen
- verpflichtet sich sicherzustellen, dass die zur Erfüllung des Auftrags eingesetzten Personen bei der Erfüllung ihres Auftrags nicht die „Technologie von L. Ron Hubbard“ anwenden, lehren oder in sonstiger Weise verbreiten.
- nimmt zur Kenntnis, dass bei einem Verstoß die Auftraggeberin oder der Auftraggeber berechtigt ist, den Vertrag aus wichtigem Grund ohne Einhaltung einer Frist zu kündigen. Weitergehende Rechte bleiben unberührt.
Die Datei VII Abwehrerklärung Scientology.pdf, welche Bestandteil der Vergabeunterlagen ist, muss vollständig ausgefüllt dem Angebot beigefügt werden.
EU Sanktionen Russland:
Für dieses Vergabeverfahren gilt die EU-Sanktionsregelung1269 mit Bezug zu Russland Ausschlussgründe nach Artikel 5k Abs. 1 der Verordnung (EU) Nr. 833 /2014 in der Fassung der Verordnung (EU) 2022/1269 des Rates vom 21. Juli 2022, https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2024/3192/deu.
Die Datei VI Formular_Eigenerklärung Russlandsanktionen.pdf, welche Bestandteil der Vergabeunterlagen ist, muss vollständig ausgefüllt dem Angebot beigefügt werden.
Nähere Informationen ergeben sich aus der beigefügten Leistungsbeschreibung, die Bestandteil der Vergabeunterlagen ist.
Der Bewerber muss erklären, dass der Umsatz seines Unternehmens in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren durchschnittlich pro Geschäftsjahr mindestens 5.000.000 € (fünf Millionen Euro) betragen hat. Der Umsatz muss im relevanten Leistungsbereich, im pädagogisch-kultursensiblen schulischen Tätigkeitsfeld, erzielt worden sein.
Zum Nachweis des geforderten Mindestumsatzes hat der Bewerber die Datei I Eignungserklärung VHB 124 Liefer- und Dienstleistungen ausgefüllt mit dem Teilnahmeantrag einzureichen, die Bestandteil der Vergabeunterlagen ist.
Bezug zu pädagogisch-kultursensibler Arbeit mit Schulen
Durchführung vergleichbarer sozialpädagogischer, koordinierender oder sozialraumorientierter Leistungen
Verantwortliche Rolle des Bewerbers (z. B. Trägerschaft, Projektleitung oder Gesamtkoordination)
Für die Eignung ist lediglich durch eine eigene Eigenerklärung nachzuweisen, dass ausreichende personelle Kapazitäten, einschlägige Qualifikationen und eine organisatorische Grundstruktur vorhanden sind.
- Konzeptionelle Ansätze und Zielgruppenansprache (15%)
- Methoden und Formate (5%)
- Qualitätssicherung und Evaluation (5%)
- Nachhaltigkeit und Flexibilität (5%)
Die Bewertungsmethode ist in den Wettbewerbsbedingungen festgelegt, die Bestandteil der Vergabeunterlagen sind.
- Erfahrung in Fach- und Dienstaufsicht und Personalmanagement sowie der Projektverwaltung mit Programmmitteln (5%)
- Fachliche Kompetenz (Kultursensible familienkulturelle Elternarbeit, Interkulturalität, Mehrsprachigkeit, Sprachbildung, Umgang mit Vielfalt und Diversität, Schutzkonzept, diversitätsbewusstes Leitbild,) (15%)
Die Bewertungsmethode ist in den Wettbewerbsbedingungen festgelegt, die Bestandteil der Vergabeunterlagen sind.
- Kooperationspartner und Netzwerkmanagement (15%)
- Öffentlichkeitsarbeit und Sichtbarkeit (5%)
Die Bewertungsmethode ist in den Wettbewerbsbedingungen festgelegt, die Bestandteil der Vergabeunterlagen sind.
- Personaleinsatz und -ressourcen entsprechend der Leistungsbeschreibung (15%)
Geschätzt wird ein Mindestbedarf von 5,5 Vollzeitbeschäftigte (VZB) für Schulen (siehe Dienstellenverzeichnis, 0,5 VZB pro Schule), 1 VZB für einen möglichen Aufwuchs von Schulen bzw. für Vertretung und 1 VZB für Landeskoordination
- Projektmanagement und Implementierung (5%)
Die Bewertungsmethode ist in den Wettbewerbsbedingungen festgelegt, die Bestandteil der Vergabeunterlagen sind.
(2) Antragsbefugt ist jedes Unternehmen, das ein Interesse an dem öffentlichen Auftrag oder der Konzession hat und eine Verletzung in seinen Rechten nach § 97 Absatz 6 durch Nichtbeachtung von Vergabevorschriften geltend macht. Dabei ist darzulegen, dass dem Unternehmen durch die behauptete Verletzung der Vergabevorschriften ein Schaden entstanden ist oder zu entstehen droht.
(3) Der Antrag ist unzulässig, soweit
1. der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von zehn Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf der Frist nach § 134 Absatz 2 bleibt unberührt,
2. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,
3. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,
4. mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.
Satz 1 gilt nicht bei einem Antrag auf Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrags nach § 135 Absatz 1 Nummer 2. § 134 Absatz 1 Satz 2 bleibt unberührt.
af7e316d-c222-4c35-b4de-891567f1ebd4