Ausschreibungsdetails
Auftragsbekanntmachung
Verhandlungsvergabe mit TW nach UVgO
Liefer- / Dienstleistungsauftrag
1.
Öffentlicher Auftraggeber (Vergabestelle)
a)
Hauptauftraggeber (zur Angebotsabgabe auffordernde Stelle)
b)
Zuschlag erteilende Stelle
2.
Angaben zum Verfahren
a)
Verfahrensart
b)
Vertragsart
c)
Geschäftszeichen
3.
Angaben zu Teilnahmeanträgen / Angeboten
a)
Form der Teilnahmeanträge / Angebote
- elektronisch
- ohne elektronische Signatur (Textform)
b)
Fristen
Ablauf der Teilnahmefrist
c)
Sprache
4.
Angaben zu Vergabeunterlagen
a)
Vertraulichkeit
https://www.evergabe-online.de/tenderdetails.html?id=832603
b)
Zugriff auf die Vergabeunterlagen
c)
Zuständige Stelle
d)
Anforderungsfrist
5.
Angaben zur Leistung
a)
Art und Umfang der Leistung
- UVP Bericht
- LBP Bericht
- FFH Voruntersuchung
- FFH Verträglichkeitsuntersuchung
- Fachbeitrag Artenschutz
- Fachbeitrag WRRL
b)
CPV-Codes
Umweltplanung (90712000-1)
Beratung in Umweltfragen (90713000-8)
Dienstleistungen von Ingenieurbüros (71300000-1)
Umwelttechnische Beratung (71313000-5)
Umweltfolgenabschätzung im Bau (71313400-9)
c)
Ort der Leistungserbringung
7.
Zulassung von Nebenangeboten
8.
Bestimmungen über die Ausführungsfrist
9.
Höhe geforderter Sicherheitsleistungen
10.
Wesentliche Zahlungsbedingungen
11.
Unterlagen und Anforderungen zur Beurteilung der Eignung des Bewerbers und des Nichtvorliegens von Ausschlussgründen
Anforderungen an Inhalt und Darstellung
- Der Bewerber hat drei (3) Referenzprojekte,die im Zeitraum vom 01.01.2020 bis zum heutigen Tage abgeschlossen worden sind, einzureichen.
- Mindestens eine Referenz muss die Bearbeitung einer abgeschlossenen Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) umfassen.
Für jede Referenz sind im Formblatt „Eigenerklärung zur Eignung“ mindestens folgende Angaben zu machen:
Projektbezeichnung
Name des Unternehmens, das die Referenz einreicht
Auftraggeber (beauftragende Stelle, Fachbereich)
Leistungszeitraum
Auftragswert (netto)
Kurzbeschreibung der erbrachten Leistungen
Fachliche Inhalte der Referenzen
-
Aus der Kurzbeschreibung der Referenzen muss eindeutig hervorgehen, welche umweltfachlichen Leistungen im jeweiligen Projekt erbracht wurden, in welchem Umfang diese Leistungen Bestandteil des Auftrags waren, welche Rolle der Bewerber dabei übernommen hat. Insbesondere ist je Referenz darzustellen, ob und in welchem Umfang folgende Leistungen Gegenstand der Bearbeitung waren:
- Landschaftspflegerischer Begleitplan (LBP)
- Fachbeitrag Artenschutz
- Fachbeitrag Wasserrahmenrichtlinie (WRRL)
- Natura-2000- / FFH-Verträglichkeitsprüfung
- Erstellung einer Scopingunterlage
- Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP)
-
Bewertungsmaßstab:
-
Punkte | Kriterium gem. Referenz
5 | Vollständig erbracht:
- Landschaftspflegerischer Begleitplan
- Fachbeitrag Artenschutz
- Fachbeitrag Wasserrahmenrichtlinie
- Natura2000-/FFH-Verträglichkeitprüfung
- Scopingunterlage
4 | 4 der oben genannten Teilleistungen wurden durch Bieter selbst erbracht
3 | 3 der oben genannten Teilleistungen wurden durch Bieter selbst erbracht
2 | 2 der oben genannten Teilleistungen wurden durch Bieter selbst erbracht
1 | 1 der oben genannten Teilleistungen wurden durch Bieter selbst erbracht
0 | Keine der oben genannten Teilleistungen konnte in den Referenzen nachgewiesen werden
---
Jährliches Mittel der Beschäftigten (Lfd. Nr. 10 des Formblattes "Eigenerklärung zur Eignung"
Der Bewerber hat im Formblatt „Eigenerklärung zur Eignung“ Angaben zur durchschnittlichen jährlichen Belegschaft zu machen.
Die Angaben haben sich auf die Jahre 2023, 2024 und 2025 zu beziehen.
Bewertungsmaßstab:
Punkte | Kriterium gem. Eigenerklärung
5 | Mind. 10 Mitarbeiter
4 | Mind. 8 Mitarbeiter
3 | Mind. 6 Mitarbeiter
2 | Mind. 4 Mitarbeiter
1 | Mind. 2 Mitarbeiter
0 | Weniger als 2 Mitarbeiter
12.
Zuschlagskriterien
b) Qualität Termin und Ablauf 30 %
c) Qualität Zusammenarbeit 30 %
-
zu b)
Inhalt des Kriteriums
Darstellung eines projektspezifischen Termin- und Ablaufkonzepts, aus dem hervorgeht, wie die erforderlichen Untersuchungen und Fachbeiträge zeitlich strukturiert werden, wie diese in den Gesamtterminplan des Projektes (UVP, Planfeststellungsverfahren, beginnende Planung und ggf. die Bauphase) integriert werden, wie Schnittstellen zu parallel laufenden Planungs- und Genehmigungsprozessen berücksichtigt werden, wie auf sich ändernde Rahmenbedingungen (z. B. Fortschreibung des Untersuchungsrahmens, neue Planungserkenntnisse) reagiert wird.
Der Terminplan ist qualitativ darzustellen (z. B. Balkenplan, Ablaufdiagramm) und muss erkennen lassen, wie der Bieter die Besonderheiten der parallelisierten Projektabwicklung berücksichtigt. Der Umfang des Konzeptes soll 2 DIN A 4 Seiten nicht überschreiten.
-
zu c)
Inhalt des Kriteriums
Darstellung eines Zusammenarbeits- und Kommunikationskonzepts, insbesondere:
Vorgehen bei der Zusammenarbeit mit einem interdisziplinären Planungsteam, dessen Leistungen zum Zeitpunkt des Leistungsbeginns noch nicht begonnen haben, Umgang mit der Besonderheit, dass umweltfachliche Untersuchungen und Fachbeiträge nicht auf einer abgeschlossenen Planung, sondern auf sich entwickelnden Planungsständen basieren, Beschreibung der internen und externen Abstimmungsprozesse (z. B. mit Ingenieurbau, Wasserbau, Auftraggeber, Fachbehörden), Darstellung, wie ein kooperatives, lösungsorientiertes Vorgehen im Sinne des Partnerschaftsmodells Wasserstraße umgesetzt wird.
Dabei ist insbesondere darzustellen, welche konkreten Anpassungen sich gegenüber klassischen, sequenziellen Projektabläufen ergeben und wie sich diese auf Organisation, Kommunikation und Entscheidungsprozesse auswirken, welche Chancen und Risiken der parallelen Bearbeitung von Planung, Genehmigung und Umweltuntersuchungen gesehen werden und wie diese gesteuert werden, mit welchen methodischen Ansätzen fachliche Unsicherheiten, fehlende Planungstiefe und fortschreitende Planungsstände behandelt werden (z. B. Annahmenmanagement, Szenarienbildung, iterative Fortschreibung). Der Umfang des Konzeptes soll 2 DIN A 4 Seiten nicht überschreiten.
-
Die beiden unter "b" und "c" genannten Konzepte werden jeweils wie folgt bewertet. Hierfür gilt:
Als projektspezifisch gelten insbesondere Aussagen, die sich konkret auf die Schleuse Herbrum, das zukünftige Planfeststellungsverfahren, die parallele Bearbeitung von Umweltuntersuchungen und Planung beziehen und über allgemeine Standardbeschreibungen hinausgehen. Eine Auseinandersetzung mit der Parallelisierung liegt vor, nachvollziehbar dargestellt wird:
auf welchen Planungsständen (z. B. Variantenuntersuchung, Vorplanung, fortgeschriebene Entwurfsansätze) die umweltfachlichen Untersuchungen aufsetzen, wie mit Planungsänderungen umgegangen wird (z. B. Iterationsschleifen, Fortschreibung von Untersuchungsständen, Annahmenmanagement), welche terminlichen und methodischen Konsequenzen sich hieraus für die Erstellung und Fortschreibung der Fachbeiträge ergeben.
Rein allgemeine oder projektunabhängige Beschreibungen gelten nicht als ausreichende Auseinandersetzung mit der Parallelisierung.
Eine genaue Beschreibung zu den Zuschlagskriterien befindet sich in der Anlage 07-Zuschlagskriterien