Ausschreibungsdetails
Auftragsbekanntmachung
Öffentliche Ausschreibung nach Haushaltsrecht
Liefer- / Dienstleistungsauftrag
1.
Öffentlicher Auftraggeber (Vergabestelle)
a)
Hauptauftraggeber (zur Angebotsabgabe auffordernde Stelle)
Name: Umweltbundesamt
Straße, Hausnummer: Wörlitzer Platz 1
Postleitzahl (PLZ): 06844
Ort: Dessau-Roßlau
E-Mail: refoplan@uba.de
b)
Zuschlag erteilende Stelle
Wie Hauptauftraggeber siehe a)
2.
Angaben zum Verfahren
a)
Verfahrensart
Öffentliche Ausschreibung nach Haushaltsrecht
b)
Vertragsart
Liefer- / Dienstleistungsauftrag
c)
Geschäftszeichen
FKZ 3725 18 201 0 // AZ 94 190/0025
3.
Angaben zu Angeboten
a)
Form der Angebote
- elektronisch
- ohne elektronische Signatur (Textform)
- mit fortgeschrittener elektronischer Signatur / fortgeschrittenem elektronischen Siegel
- mit qualifizierter elektronischer Signatur / qualifiziertem elektronischen Siegel
b)
Fristen
Ablauf der Angebotsfrist
15.01.2026 - 10:00 Uhr
Ablauf der Bindefrist
03.03.2026
4.
Angaben zu Vergabeunterlagen
a)
Vertraulichkeit
Die Vergabeunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter
https://www.evergabe-online.de/tenderdetails.html?id=821416
https://www.evergabe-online.de/tenderdetails.html?id=821416
b)
Zugriff auf die Vergabeunterlagen
Vergabeunterlagen werden nur elektronisch zur Verfügung gestellt
c)
Zuständige Stelle
Hauptauftraggeber siehe 1.a)
d)
Anforderungsfrist
15.01.2026 - 10:00 Uhr
5.
Angaben zur Leistung
a)
Art und Umfang der Leistung
Refoplan 2025: „Aufbau eines automatisierten Messsystems zur Bestimmung der Schadstoffbelastung in den Polargebieten“
Die Polargebiete sind trotz ihrer Abgeschiedenheit zunehmend von Schadstoffbelastungen betroffen, die sich seit vielen Jahren über Luft und Wasser global verbreiten und in den Nahrungsketten anreichern. Besonders problematisch sind persistente Stoffe wie POPs und neuere Verbindungen wie PFAS, die über weite Strecken oder durch menschliche Aktivitäten bis in die Polargebiete gelangen. Dort fehlen bislang langfristige Monitoringstrukturen, obwohl bereits diverse Schadstoffe in Schnee, Eis, Gewässern und in den empfindlichen Organismen der polaren Ökosysteme nachgewiesen wurden. Eine kontinuierliche und langfristige Umweltüberwachung ist daher dringend erforderlich. Nur so lassen sich Belastungstrends erkennen und Gegenmaßnahmen wirksam gestalten.
Der wissenschaftliche Ausschuss für Antarktisforschung (SCAR) hat die Vertragsparteien des Antarktis-Vertrags aufgefordert, ihre nationalen chemischen Überwachungsprogramme auf ihre antarktischen Forschungsstationen und Gebiete auszuweiten. Priorisiert wurde dabei die permanente und automatisierte Schadstoffmessung in Luft- und Meerwasserproben als Komponente des Stockholmer Übereinkommens. Das Schadstoffmonitoring soll soweit wie möglich an das bestehende Arktische Monitoring und Bewertungsprogramm (AMAP)
angelehnt werden. Im Projekt soll daher untersucht werden, welche technischen Messsysteme zur Schadstoffmessung in den deutschen Forschungsstationen und der Logistik wie z.B. der
Forschungsschiffe, Expeditionsschiffe, bereits existieren und wie diese automatisiert werden können. Die Automatisierung durch datengetriebene Algorithmen und KI-Methoden soll ermöglichen, den Prozessaufbau zu optimieren und die Datenerhebung und -schnittstellen zukunftsfähig zu gestalten.
Die regelmäßige Überprüfung der Umweltauswirkungen menschlicher Aktivitäten in der Antarktis obliegt dem Umweltbundesamt (§ 14 AUG). Das Umweltbundesamt als Deutsche
Kontaktstelle des Ausschusses für Umweltschutz (CEP) beabsichtigt, die Ergebnisse des Vorhabens dem CEP und der Konsultativtagung zum Antarktis-Vertrag (ATCM) zur Verfügung
zu stellen und somit zur Weiterentwicklung des internationalen Umweltschutzes beizutragen. Zudem sollen die Ergebnisse auch eine Diskussionsgrundlage für die globale Regulierung
weiterer umweltrelevanter persistenter Schadstoffe, wie langkettige per- und polyfluorierte Alkylverbindungen (PFAS) im Rahmen der Stockholm-Konvention sowie für einen
strategischen Ansatz eines internationalen Chemikalienmanagements (SAICM) bieten.
Die Polargebiete sind trotz ihrer Abgeschiedenheit zunehmend von Schadstoffbelastungen betroffen, die sich seit vielen Jahren über Luft und Wasser global verbreiten und in den Nahrungsketten anreichern. Besonders problematisch sind persistente Stoffe wie POPs und neuere Verbindungen wie PFAS, die über weite Strecken oder durch menschliche Aktivitäten bis in die Polargebiete gelangen. Dort fehlen bislang langfristige Monitoringstrukturen, obwohl bereits diverse Schadstoffe in Schnee, Eis, Gewässern und in den empfindlichen Organismen der polaren Ökosysteme nachgewiesen wurden. Eine kontinuierliche und langfristige Umweltüberwachung ist daher dringend erforderlich. Nur so lassen sich Belastungstrends erkennen und Gegenmaßnahmen wirksam gestalten.
Der wissenschaftliche Ausschuss für Antarktisforschung (SCAR) hat die Vertragsparteien des Antarktis-Vertrags aufgefordert, ihre nationalen chemischen Überwachungsprogramme auf ihre antarktischen Forschungsstationen und Gebiete auszuweiten. Priorisiert wurde dabei die permanente und automatisierte Schadstoffmessung in Luft- und Meerwasserproben als Komponente des Stockholmer Übereinkommens. Das Schadstoffmonitoring soll soweit wie möglich an das bestehende Arktische Monitoring und Bewertungsprogramm (AMAP)
angelehnt werden. Im Projekt soll daher untersucht werden, welche technischen Messsysteme zur Schadstoffmessung in den deutschen Forschungsstationen und der Logistik wie z.B. der
Forschungsschiffe, Expeditionsschiffe, bereits existieren und wie diese automatisiert werden können. Die Automatisierung durch datengetriebene Algorithmen und KI-Methoden soll ermöglichen, den Prozessaufbau zu optimieren und die Datenerhebung und -schnittstellen zukunftsfähig zu gestalten.
Die regelmäßige Überprüfung der Umweltauswirkungen menschlicher Aktivitäten in der Antarktis obliegt dem Umweltbundesamt (§ 14 AUG). Das Umweltbundesamt als Deutsche
Kontaktstelle des Ausschusses für Umweltschutz (CEP) beabsichtigt, die Ergebnisse des Vorhabens dem CEP und der Konsultativtagung zum Antarktis-Vertrag (ATCM) zur Verfügung
zu stellen und somit zur Weiterentwicklung des internationalen Umweltschutzes beizutragen. Zudem sollen die Ergebnisse auch eine Diskussionsgrundlage für die globale Regulierung
weiterer umweltrelevanter persistenter Schadstoffe, wie langkettige per- und polyfluorierte Alkylverbindungen (PFAS) im Rahmen der Stockholm-Konvention sowie für einen
strategischen Ansatz eines internationalen Chemikalienmanagements (SAICM) bieten.
c)
Ort der Leistungserbringung
Ort der Leistungserbringung ist Dessau-Roßlau.
6.
Angaben zu Losen
a)
Anzahl, Größe und Art der Lose
Die Gesamtleistung bildet ein Los.
7.
Zulassung von Nebenangeboten
Nein
8.
Bestimmungen über die Ausführungsfrist
Das Vorhaben hat eine Laufzeit von 36 Monaten und beginnt unmittelbar nach Zuschlagserteilung.
10.
Wesentliche Zahlungsbedingungen
Abschlags- und Schlusszahlungen im Rahmen der Vergabe- und Vertragsordnung für Leistungen Teil B (VOL/B)
11.
Unterlagen und Anforderungen zur Beurteilung der Eignung des Bieters und des Nichtvorliegens von Ausschlussgründen
Die Qualifikation der Anbieter und gegebenenfalls von Kooperationspartnerinnen und -
partnern sind durch die Angabe von nachprüfbaren Referenzen in Form von Eigenerklärungen
nachzuweisen.
Dazu gehören Kurzinformationen über einschlägige erfolgreich abgeschlossene Projekte
/Arbeitsschwerpunkte/Veröffentlichungen oder sonstige Aktivitäten im Bereich:
- Expertise in automatisierten Messsystemen, um kontinuierlich und langfristig
physikalische, chemische und biologische Parameter z.B. in Luft oder
Oberflächenwasser zu erfassen (mit entsprechenden Tätigkeitsprofilen,
Qualifikationen und Referenzen über eigene erfolgreich abgeschlossene Projekte oder
Beteiligung an entsprechenden Konsortien, davon mindestens zwei Publikationen auch
in englischer Sprache)
- Fundierte Erfahrungen auf den Gebieten der Umweltchemie, zu Transportwegen, der
Verbreitung und Ablagerung von Schadstoffen in die Umweltkompartimente und
Ökosysteme der Polargebiete und angrenzenden Meere sowie der Schadstoffanalytik
neuartiger („emerging“) als auch alt bekannter Schadstoffe (mit entsprechenden
Tätigkeitsprofilen, Qualifikationen und Referenzen über eigene erfolgreich
abgeschlossene Projekte oder Beteiligung an entsprechenden Konsortien, davon
mindestens zwei Publikationen auch in englischer Sprache)
- Kompetenzen in der systematischen Erhebung und Auswertung von Umweltdaten
mittels automatisierter Messsysteme sowie in der Umsetzung einer transparenten und
qualitätsgesicherten Datenbereitstellung gemäß geltenden Standards.
- Erfahrung in international ausgerichteten Forschungsprojekten sowie gute Vernetzung
mit der internationalen Forschungsgemeinschaft (mindestens drei Referenzen über
erfolgreich abgeschlossene Projekte oder Beteiligung an entsprechenden Konsortien)
des Auftragnehmers und des Auftragnehmers und gegebenenfalls seiner
Kooperationspartnerinnen und -partnern sowie eine kurze Vorstellung der am Vorhaben
beteiligten Institutionen und natürlichen Personen sowie der von ihnen im Rahmen des
Forschungsvorhabens wahrgenommenen Aufgabe (möglichst Benennung der Bearbeiterinnen
und Bearbeiter).
Die Zuverlässigkeit ist durch Unterzeichnung der beigefügten Eigenerklärung zu bestätigen.
Der Anbietende bestätigt mit Abgabe seines Angebotes, dass er über die erforderliche
Leistungsfähigkeit verfügt, um das Vorhaben vertragsgemäß bearbeiten zu können.
partnern sind durch die Angabe von nachprüfbaren Referenzen in Form von Eigenerklärungen
nachzuweisen.
Dazu gehören Kurzinformationen über einschlägige erfolgreich abgeschlossene Projekte
/Arbeitsschwerpunkte/Veröffentlichungen oder sonstige Aktivitäten im Bereich:
- Expertise in automatisierten Messsystemen, um kontinuierlich und langfristig
physikalische, chemische und biologische Parameter z.B. in Luft oder
Oberflächenwasser zu erfassen (mit entsprechenden Tätigkeitsprofilen,
Qualifikationen und Referenzen über eigene erfolgreich abgeschlossene Projekte oder
Beteiligung an entsprechenden Konsortien, davon mindestens zwei Publikationen auch
in englischer Sprache)
- Fundierte Erfahrungen auf den Gebieten der Umweltchemie, zu Transportwegen, der
Verbreitung und Ablagerung von Schadstoffen in die Umweltkompartimente und
Ökosysteme der Polargebiete und angrenzenden Meere sowie der Schadstoffanalytik
neuartiger („emerging“) als auch alt bekannter Schadstoffe (mit entsprechenden
Tätigkeitsprofilen, Qualifikationen und Referenzen über eigene erfolgreich
abgeschlossene Projekte oder Beteiligung an entsprechenden Konsortien, davon
mindestens zwei Publikationen auch in englischer Sprache)
- Kompetenzen in der systematischen Erhebung und Auswertung von Umweltdaten
mittels automatisierter Messsysteme sowie in der Umsetzung einer transparenten und
qualitätsgesicherten Datenbereitstellung gemäß geltenden Standards.
- Erfahrung in international ausgerichteten Forschungsprojekten sowie gute Vernetzung
mit der internationalen Forschungsgemeinschaft (mindestens drei Referenzen über
erfolgreich abgeschlossene Projekte oder Beteiligung an entsprechenden Konsortien)
des Auftragnehmers und des Auftragnehmers und gegebenenfalls seiner
Kooperationspartnerinnen und -partnern sowie eine kurze Vorstellung der am Vorhaben
beteiligten Institutionen und natürlichen Personen sowie der von ihnen im Rahmen des
Forschungsvorhabens wahrgenommenen Aufgabe (möglichst Benennung der Bearbeiterinnen
und Bearbeiter).
Die Zuverlässigkeit ist durch Unterzeichnung der beigefügten Eigenerklärung zu bestätigen.
Der Anbietende bestätigt mit Abgabe seines Angebotes, dass er über die erforderliche
Leistungsfähigkeit verfügt, um das Vorhaben vertragsgemäß bearbeiten zu können.
12.
Zuschlagskriterien
Die Zuschlagskriterien sind abschließend in der Leistungsbeschreibung benannt.
14.
Sonstige Angaben
Die summierte Gesamtgröße des bei der Angebotsabgabe eingereichten Umsetzungskonzepts darf 8,0 MB nicht überschreiten.
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