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Ausschreibungsdetails

Akzeptanz von Umweltpolitik: Qualitative und quantitative Sozialforschung für eine zielgerichtete Ausgestaltung und Vermittlung von Maßnahmen im Umwelt-, Klima- und Naturschutz (UM26110010)

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01.12.2025

06.01.2026 10:00

Z I 3-VSt. 1943/2025

Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit

23.12.2025 10:11

Meine e-Vergabe


Auftragsbekanntmachung

Öffentliche Ausschreibung nach UVgO

Liefer- / Dienstleistungsauftrag

1.
Öffentlicher Auftraggeber (Vergabestelle)

a)
Hauptauftraggeber (zur Angebotsabgabe auffordernde Stelle)

Name: Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit
Straße, Hausnummer: Robert-Schuman-Platz 3
Postleitzahl (PLZ): 53175
Ort: Bonn

b)
Zuschlag erteilende Stelle

Wie Hauptauftraggeber siehe a)

2.
Angaben zum Verfahren

a)
Verfahrensart

Öffentliche Ausschreibung nach UVgO

b)
Vertragsart

Liefer- / Dienstleistungsauftrag

c)
Geschäftszeichen

Z I 3-VSt. 1943/2025

3.
Angaben zu Angeboten

a)
Form der Angebote

  • elektronisch
    • ohne elektronische Signatur (Textform)

b)
Fristen

Ablauf der Angebotsfrist

06.01.2026 - 10:00 Uhr

Ablauf der Bindefrist

02.02.2026

4.
Angaben zu Vergabeunterlagen

a)
Vertraulichkeit

Die Vergabeunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter
https://www.evergabe-online.de/tenderdetails.html?id=821404

b)
Zugriff auf die Vergabeunterlagen

Vergabeunterlagen werden nur elektronisch zur Verfügung gestellt

c)
Zuständige Stelle

Hauptauftraggeber siehe 1.a)

d)
Anforderungsfrist

06.01.2026 - 10:00 Uhr

5.
Angaben zur Leistung

a)
Art und Umfang der Leistung

Der Schutz von Umwelt, Klima und Natur ist den Menschen in Deutschland nach wie vor ein wichtiges Anliegen.
Zum Beispiel durch die unübersehbaren Folgen des Klimawandels (Extremwetter wie Hitze, Dürre, Hochwasser etc.) drängt der Schutz von Umwelt, Klima und Natur empirisch gesehen sehr. Ziel der Bundesregierung ist es daher, Deutschland bis 2045 zur Klimaneutralität zu führen und damit die Weichen für die Zukunft zu stellen.
Umwelt-, Klima- und Naturschutzpolitik ist in der aktuellen Legislatur wieder unter dem Dach des BMUKN vereint, um Reibungsverluste durch aufwendige Abstimmungsprozesse zu begrenzen.
Um die Treibhausgas-Emissionen in Deutschland zu senken und die Lebensgrundlagen aller Menschen zu bewahren, setzt sich das BMUKN national sowie auf europäischer und internationaler Ebene für eine gerechte und wirkungsvolle Umweltpolitik für alle Menschen ein. National entwickelt das BMUKN unter anderem das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK) weiter, um u.a. Wälder und Moore zu stärken, so dass sie mehr CO2 aufnehmen können; zudem wird das Bundesumweltministerium das Klimaschutzprogramm der Bundesregierung aufsetzen, um die Klimaziele der Bundesregierung für ein klimaneutrales Deutschland 2045 zu erreichen. Auch auf europäischer und internationaler Ebene setzt sich das BMUKN für mehr Klimaschutz bspw. im Rahmen der internationalen Klimakonferenzen ein. Als Grundlage einer ambitionierten Politik soll der Umwelt-, Klima- und Naturschutz stärker gesamtgesellschaftlich verankert werden: mit der sozialen Ausgestaltung von Förderprogrammen und der Entlastung von Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen sowie einer insgesamt möglichst breiten Akzeptanz für eine fortschrittliche Umwelt- und Klimapolitik. Natur und Umwelt sind über den Zweck und Nutzen an sich auch die Basis für eine erfolgreiche Wirtschaft und technologische Innovationen. Das BMUKN stärkt die Kreislaufwirtschaft mit dem Ziel, die Wirtschaft wettbewerbsfähiger und widerstandsfähiger zu machen, die Rohstoffversorgung langfristig zu sichern und neue Wachstumsfelder zu erschließen.
Neben der Umsetzung gesetzlicher Regelungen ist es Aufgabe des Bundesumweltministeriums, die Aktivitäten des Hauses für die breite Bevölkerung transparent zu machen. Viele Vorhaben können nur dann Akzeptanz erfahren und so ihre volle Wirkung entfalten, wenn die Relevanz von Maßnahmen für Bürgerinnen und Bürger nachvollziehbar ist und sie als wirksam und gerecht empfunden werden.
Hierzu soll dieses Projekt einen Beitrag leisten. Mit einem Mix aus quantitativen und qualitativen Methoden der empirischen Sozialforschung sollen zu Themen des BMUKN, wichtigen politischen Vorhaben sowie deren Vermittlung Erkenntnisse darüber gewonnen werden, wie die Bürgerinnen und Bürger die Themen und Vorhaben des Hauses für sich einordnen und welche Erwartungen sie an das BMUKN und eine moderne Umweltpolitik haben. Dieses so gewonnene Wissen hilft nicht nur bei der Ausgestaltung von Gesetzen, Programmen und Strategien, sondern auch bei ihrer Vermittlung.
Von der/dem Auftragnehmer/in (AN) wird ein hohes Maß an Flexibilität erwartet, um jederzeit auf mögliche inhaltliche und zeitliche Anpassungen rasch reagieren zu können. Das Projekt muss laufende und neu entstehende Vorhaben des BMUKN jederzeit mitdenken und integrieren können, es ist also parallel zum umwelt- und klimapolitischen Steuerungsprozess der laufenden Legislaturperiode auszugestalten.
Mit quantitativen und qualitativen Methoden der empirischen Sozialforschung sollen in Hinblick auf die aktuellen politischen Schwerpunktthemen des BMUKN Erkenntnisse darüber gewonnen werden, inwiefern ein Bewusstsein für diese Themen und notwendige Maßnahmen vorhanden ist bzw. welche Erwartungen sich hiermit verbinden. Zudem soll der Blick darauf gerichtet werden, wie Maßnahmen ausgestaltet und vermittelt werden können, um Resonanz zu finden, auf Akzeptanz zu stoßen und idealerweise eine aktive Unterstützung zu mobilisieren. Die Ergebnisse des Projekts und entsprechende Implikationen für das BMUKN können so als Grundlage für die erfolgreiche Planung einer zielgerichteten, nachvollziehbaren und wirksamen Umwelt-, Klima-, Naturschutzpolitik dienen sowie eine zielführende und erfolgreiche Information der Öffentlichkeit und Teilhabe der Gesellschaft unterstützen. Auch mögliche beeinflussende Parameter in diesem Zusammenhang wie bspw. Vertrauen in die Demokratie/Politik, die Wege öffentlicher Meinungsbildung und populistische Einstellungen bzw. ihre Verbreitung in bestimmten gesellschaftlichen Milieus können ergänzend mit in die Untersuchung einfließen. Denn mangelndes Vertrauen in Politik und politische Maßnahmen können Hürden für die Umsetzung ambitionierter Umweltpolitik darstellen und demokratische Institutionen und Entscheidungsprozesse beschädigen.
Das Vorhaben/die Leistung dient der Unterstützung des BMUKN im Rahmen seiner Ressort-zuständigkeit. Für alle Arbeitsschritte hat die/der Auftragnehmer/in (AN) eine enge Abstim-mung mit dem BMUKN als Auftraggeberin (AG‘in) vorzusehen. Für die gesamte Laufzeit des Vertrages ist eine Projektleitung als ständige Ansprechperson und eine Vertretung zu benennen.
Das Forschungsvorhaben soll mit einem Mix aus quantitativen und qualitativen Methoden Erkenntnisse über gesellschaftliche Einstellungen, Erwartungen, Verhaltensweisen, Ideen und Überzeugungen zu umweltpolitischen Themen in Verbindung mit Erwartungen an die relevanten Akteure gewinnen.
Das Vorhaben unterteilt sich in 5 Arbeitspakete (AP), die (teilweise) sowohl zur Vorbereitung oder Nachbereitung eines anderen Arbeitspaketes oder auch getrennt voneinander umgesetzt werden können:
In AP 2 sind die qualitativen Module aufgeführt (Fokusgruppen/alternativ Tiefeninterviews)und in AP 3 und 4 sind die quantitativen Module des Projekts beschrieben (repräsentative Umfrage lang/Mixed-Mode und repräsentative Umfrage kurz/Online-Access-Panel). Die längere Umfrage soll neben aktuellen Fragen auch die größeren Linien der Umwelt-, Klima- und Naturschutzpolitik in den Blick nehmen, um u.a. Veränderungen feststellen zu können. Die kürzeren Umfragen haben das Ziel, kurzfristig und flexibel auf aktuelle gesellschaftliche Stimmungslagen in Bezug auf Umwelt-, Klima- und Naturschutz sowie Bedarfe im Haus reagieren zu können. Vor diesem Hintergrund ist auch die Auswahl der Methoden der quantitativen Module zu sehen.
Es sollen, aufgeschlüsselt nach sozioökonomischen und soziodemografischen Milieus sowie nach unterschiedlichem Umweltbewusstsein grundlegend die folgenden Informationen qualitativ und quantitativ untersucht werden (dabei sind Erkenntnisse relevanter Studien als Hintergrund, u.a. auch von BMUKN-Studien wie die Umweltbewusstseinsstudien und Naturbewusstseinsstudie miteinzubeziehen):
- Problembewusstsein für umwelt-, klima- und naturschutzpolitische Herausforderungen,
- Einstellungen, Betroffenheit, individuelle Verhaltensweisen sowie die Bereitschaft zu individuellen Verhaltensänderungen im Bereich Umwelt-, Klima- und Naturschutz,
- Resonanz in der Bevölkerung in Zusammenhang mit Maßnahmen für und Akzeptanz von Umwelt-, Klima- und Naturschutz,
- Anforderungen/Erwartungen an Politik, politische Maßnahmen und politische Kommunikation
- Spezifische Blickwinkel unterschiedlicher Perspektiven auf Themen, Programme und Vorhaben des BMUKN
- Eigene Ideen und Wünsche für eine gute und zustimmungsfähige Umwelt-, Klima- und Naturschutzpolitik
Die konkrete inhaltliche Ausgestaltung des Untersuchungsgegenstandes wird jeweils vorab in Hinblick auf aktuelle Themen und Herausforderungen zwischen der AG’in an die/den AN übermittelt bzw. abgestimmt.

b)
CPV-Codes

Meinungsumfragen (79320000-3)

c)
Ort der Leistungserbringung

Sitz der/des AN

7.
Zulassung von Nebenangeboten

Nein

8.
Bestimmungen über die Ausführungsfrist

Die Leistung ist im Zeitraum vom Zeitpunkt des Zuschlages (Zugang des Zuschlagsschreibens) bis zum 31.10.2028 zu erbringen.

10.
Wesentliche Zahlungsbedingungen

Gemäß Vergabeunterlage 11.02 Vertrag

11.
Unterlagen und Anforderungen zur Beurteilung der Eignung des Bieters und des Nichtvorliegens von Ausschlussgründen

12.
Zuschlagskriterien

Das wirtschaftlichste Angebot wird gemäß Vergabeunterlage 03.04 nach folgenden
Kriterien ermittelt:
1. Preis zu 30 %
2. Qualität Konzept zu 70 %
Gesamt: 100 %

14.
Sonstige Angaben

Zusätzliche Fragen/Bieterfragen über die Vergabeunterlagen sind ausschließlich in
Textform über die e-Vergabe-Plattform des Bundes einzureichen und sollen rechtzeitig,
bis spätestens 8 Kalendertage vor Ablauf der Angebotsfrist an die Zentrale Vergabestelle
gerichtet werden. Die Zentrale Vergabestelle wird die Auskünfte schnellstmöglich,
spätestens 6 Kalendertage vor Ablauf der Angebotsfrist ebenfalls auf der
eVergabe-Plattform des Bundes einstellen.
2. Die Öffnung der Angebote wird von mindestens 2 Vertreter*innen der AG'in
unverzüglich
nach Ablauf der Angebotsfrist durchgeführt. Bietende sind nicht zugelassen.
3. Es gilt deutsches Recht.

Eignungskriterien



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