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Ausschreibungsdetails

4724F90201 - Möglichkeiten der Markierung eines geologischen Endlagers in der Bundesrepublik Deutschland (MarkEnd)

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22.08.2025

15.10.2025 10:00

Z5-BASE62220/4724F90201

Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung

22.08.2025 19:13

Meine e-Vergabe


Auftragsbekanntmachung

Öffentliche Ausschreibung nach UVgO

Liefer- / Dienstleistungsauftrag

1.
Öffentlicher Auftraggeber (Vergabestelle)

a)
Hauptauftraggeber (zur Angebotsabgabe auffordernde Stelle)

Name:Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung
Straße, Hausnummer:Wegelystraße 8
Postleitzahl (PLZ):10623
Ort:Berlin
Telefon:+49 30 1843212600

b)
Zuschlag erteilende Stelle

Wie Hauptauftraggeber siehe a)

2.
Angaben zum Verfahren

a)
Verfahrensart

Öffentliche Ausschreibung nach UVgO

b)
Vertragsart

Liefer- / Dienstleistungsauftrag

c)
Geschäftszeichen

Z5-BASE62220/4724F90201

3.
Angaben zu Angeboten

a)
Form der Angebote

  • elektronisch
    • ohne elektronische Signatur (Textform)

b)
Fristen

Ablauf der Angebotsfrist

15.10.2025 - 10:00 Uhr

Ablauf der Bindefrist

03.12.2025

c)
Sprache

deutsch

4.
Angaben zu Vergabeunterlagen

a)
Vertraulichkeit

Die Vergabeunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter
https://www.evergabe-online.de/tenderdetails.html?id=796610

b)
Zugriff auf die Vergabeunterlagen

Vergabeunterlagen werden nur elektronisch zur Verfügung gestellt

c)
Zuständige Stelle

Hauptauftraggeber siehe 1.a)

d)
Anforderungsfrist

15.10.2025 - 10:00 Uhr

5.
Angaben zur Leistung

a)
Art und Umfang der Leistung

Die Weitergabe von Informationen und Wissen über Endlager ist eine zentrale Sicherheitsmaßnahme bei der Entsorgung radioaktiver Abfälle. Mit § 38 Standortauswahlgesetz (StandAG) ist diese Aufgabe 2017 gesetzlich geregelt und dem Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) übertragen worden. Die Nuclear Energy Agency (NEA) der Organisation for Economic Co-operation and Development (OECD) empfiehlt im Abschlussbericht der Initiative „Preservation of Records, Knowledge and Memory (RK&M) Across Generations“ eine länder- bzw. standortspezifische Strategie („systemic strategy“) zu entwickeln, in der unterschiedliche, sich gegenseitig stützende Maßnahmen zum langfristigen Informations- und Wissenserhalt zusammenwirken. Verschiedene Maßnahmen werden vorgeschlagen, die in einer solchen Strategie eine Rolle spielen könnten, darunter neben der Archivierung von Dokumenten auch die Markierung des Endlagers bzw. des Endlagerstandorts.
In einigen Ländern ist die Markierung eines geologischen Endlagers gesetzlich vorgegeben. Von den internationalen Organisationen OECD-NEA und International Commission on Radiological (ICRP) wird der langfristige Informations- und Wissenserhalt (wo Markierung eine Rolle spielen kann) empfohlen bzw. gefordert. Vor diesem Hintergrund möchte das BASE die Bedeutung des Konzeptes Markierung für den Wissenserhalt über Endlager in Deutschland untersuchen lassen, sowohl in gesetzlicher/regulatorischer, als auch in natur- und gesellschaftswissenschaftlicher Hinsicht.
Nach Abschluss des Forschungsvorhabens wird das BASE in der Lage sein, in der Öffentlichkeit gestellte Fragen auf der Höhe des Stands von Wissenschaft und Technik beantworten und Entscheidungsträger beraten zu können. In internationalen Fachgremien wird sich das BASE mit vertiefter Kompetenz einbringen können.

b)
CPV-Codes

Forschungs- und Entwicklungsdienste und zugehörige Beratung (73000000-2)

c)
Ort der Leistungserbringung

Berlin

6.
Angaben zu Losen

a)
Anzahl, Größe und Art der Lose

keine Lose

7.
Zulassung von Nebenangeboten

Nein

8.
Bestimmungen über die Ausführungsfrist

maximal 24 Monate, beginnend ab dem 01.01.2026

9.
Höhe geforderter Sicherheitsleistungen

keine

10.
Wesentliche Zahlungsbedingungen

Für den Vertrag findet die ABFE-BMUV (Stand: Dezember 2021), und damit auch die VOL/B, Anwendung. Sie beinhaltet u. a. die Regelungen:
- Die Rechnungsstellung kann nach Übergabe und Abnahme der vereinbarten Leistung (Arbeitspakete oder Gesamtleistung) erfolgen.
- Der Rechnungsbetrag wird binnen 30 Tagen nach Eingang einer prüfbaren Rechnung ausgezahlt.
- Die Zahlung erfolgt bargeldlos.
Die ABFE-BMUV finden Sie auf der Internetseite des BASE unter Ausschreibung/ Forschungsvorhaben (www.base.bund.de).
Es wird darauf hingewiesen, dass Allgemeine Geschäftsbedingungen des Bietenden grundsätzlich ausgeschlossen sind.

11.
Unterlagen und Anforderungen zur Beurteilung der Eignung des Bieters und des Nichtvorliegens von Ausschlussgründen

Im Formblatt „Erklärung zur Eignung -Leistungsfähigkeit des Unternehmens-“ ist die Eignung über folgende Referenzen nachzuweisen:
Zwei Referenzen aus mindestens zwei der vier folgenden Bereiche:
- Informations- und Wissenserhalt zu Endlagern für radioaktive Abfälle; hierzu werden auch Record-, Memory- oder Awareness Preservation gezählt
- Kommunikation, Sprach- oder Kulturwissenschaft, Semiotik oder Vergleichbares
- Kulturelles- oder industrielles Erbe, Archäologie, Architektur, Materialwissenschaften oder Restauration
- Stakeholdermanagement, Co-Creation oder ähnliche kooperative Gestaltungsprozesse
Die zwei Referenzen sind durch zwei Referenzprojekte (Dienstleistungen/Aufträgen unter Angabe des Auftraggebenden und Auftragsvolumens, welches über 200.000 EUR gelegen haben muss) nachzuweisen. Die Referenzprojekte müssen mindestens eine Laufzeit von zwei Jahren umfassen.
Im Rahmen der Vorlage der Referenzen ist es nicht zwingend erforderlich, dass die Erbringung mindestens zweier Referenzbereiche jeweils durch gesonderte Referenzprojekte nachgewiesen wird. Vielmehr ist es auch möglich, dass einzelne Referenzprojekte mehrere oder auch alle der gelisteten Referenzbereiche abdecken. Zwingend erforderlich ist aber, dass die Referenzen zusammengenommen mindestens zwei der vier o. g. Referenzbereiche abdecken. Es kann ferner auf eingereichte Unterlagen verwiesen werden.
Der Bietende erklärt sich mit der Abgabe des Angebots bereit bei Bedarf Informationen bereitzustellen, die geeignet sind, die Referenzen hinsichtlich ihrer Validität zu überprüfen.
Im Formblatt „Erklärung zur Eignung -Qualifizierung des einsetzbaren Personals (Erklärung des Unternehmens)- “ ist die Eignung über folgende Mindestanforderungen zu erklären:
Die Mitarbeitenden verfügen jeweils über folgende Qualifikation:
- Hochschulabschluss (Master, Magister, Diplom oder Promotion) in einem natur-, sozial- oder geisteswissenschaftlichen Fach.
Die Projektleitung weist die folgenden Erfahrungen nach:
- mindestens 5 Jahre Berufserfahrung in einem für dieses Forschungsvorhaben relevanten Tätigkeitsfeldes (s. u.) und 5 Jahre Berufserfahrung in der Projektsteuerung; die jeweiligen 5 Jahre Berufserfahrungen können auch gleichzeitig erworben worden sein
Die weiteren Projektmitarbeitenden verfügen über folgende Erfahrungen:
- mindestens 2 Jahre Berufserfahrung in einem für dieses Forschungsvorhaben relevanten Tätigkeitsfeldes (s. u.)
In Summe haben die Mitglieder des Projektteams zusammengenommen mindestens zwei Publikationen in einem für dieses Forschungsvorhaben relevanten Tätigkeitsfeld (s. u.) veröffentlicht.
Für das Forschungsvorhaben relevante Tätigkeitsfelder sind:
- Informations- und Wissenserhalt zu Endlagern für radioaktive Abfälle; hierzu werden auch Arbeiten im Bereich Record-, Memory- oder Awareness Preservation gezählt
- Kommunikation, Sprach- oder Kulturwissenschaft, Semiotik oder Vergleichbares
- Kulturelles- oder industrielles Erbe, Archäologie, Architektur, Materialwissenschaften oder Restauration
- Stakeholdermanagement, Co-Creation oder ähnliche kooperative Gestaltungsprozess.
Zum Nachweis der genannten Qualifikationen und Erfahrungen sind spätestens zum Projektstart jeweils die letzten Abschlusszeugnisse und Lebensläufe sowie mindestens die oben geforderten Publikationen der eingesetzten Mitarbeitenden einzureichen.

12.
Zuschlagskriterien

siehe Bewertungsmatrix

13.
Rechtsform, die eine Bietergemeinschaft nach Zuschlagserteilung annehmen muss

In den Vergabeunterlagen werden die besonderen Bedingungen für Bietergemeinschaften beschrieben. Diese enthalten u. a. eine gesamtschuldnerische Haftung sowie die Bestimmung der Benennung einer bevollmächtigten Vertretung der Mitglieder gegenüber dem BASE, der die Bietergemeinschaft rechtsverbindlich vertritt.

14.
Sonstige Angaben

Mit der Abgabe des Angebots unterliegt der Bietende den Bestimmungen über nichtberücksichtigte Angebote (§ 46 UVgO). Es gilt deutsches Recht.


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