Ausschreibungsdetails
Auftragsbekanntmachung
Öffentliche Ausschreibung nach Haushaltsrecht
Liefer- / Dienstleistungsauftrag
1.
Öffentlicher Auftraggeber (Vergabestelle)
a)
Hauptauftraggeber (zur Angebotsabgabe auffordernde Stelle)
Name:Bundesamt für Naturschutz
Straße, Hausnummer:Konstantinstraße 110
Postleitzahl (PLZ):53179
Ort:Bonn
E-Mail: Ref-Z4@bfn.de
Internet-Adresse: http://www.bfn.de
b)
Zuschlag erteilende Stelle
Wie Hauptauftraggeber siehe a)
2.
Angaben zum Verfahren
a)
Verfahrensart
Öffentliche Ausschreibung nach Haushaltsrecht
b)
Vertragsart
Liefer- / Dienstleistungsauftrag
c)
Geschäftszeichen
3525520300-BiT
3.
Angaben zu Angeboten
a)
Form der Angebote
- elektronisch
- ohne elektronische Signatur (Textform)
- mit fortgeschrittener elektronischer Signatur / fortgeschrittenem elektronischen Siegel
- mit qualifizierter elektronischer Signatur / qualifiziertem elektronischen Siegel
b)
Fristen
Ablauf der Angebotsfrist
15.09.2025 - 10:00 Uhr
Ablauf der Bindefrist
03.11.2025
c)
Sprache
Deutsch
4.
Angaben zu Vergabeunterlagen
a)
Vertraulichkeit
Die Vergabeunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter
https://www.evergabe-online.de/tenderdetails.html?id=791197
https://www.evergabe-online.de/tenderdetails.html?id=791197
b)
Zugriff auf die Vergabeunterlagen
Vergabeunterlagen werden nur elektronisch zur Verfügung gestellt
c)
Zuständige Stelle
Hauptauftraggeber siehe 1.a)
d)
Anforderungsfrist
15.09.2025 - 10:00 Uhr
5.
Angaben zur Leistung
a)
Art und Umfang der Leistung
Seit 2018 werden in der deutschen AWZ das sogenannte FaunaGuard Schweinswal-Modul bzw. das nach Aussage des Herstellers baugleiche Acoustic Porpoise Deterrent (APD) für die Vergrämung von Schweinswalen im Vorfeld von Rammungen von Offshore-Windenergieanlagen verwendet. Bis 2017 wurden noch, wie im Schallschutzkonzept des BMUV von 2013 beschrieben, Pinger und Seal Scarer für die Vergrämung der Tiere aus dem 750 m-Radius um die Rammposition eingesetzt. Das FaunaGuard-Modul sendet hochfrequente Signale im Bereich von 40 bis 120 kHz aus, die damit speziell auf das Hörvermögen von Schweinswalen ausgerichtet sind und zu einer geringeren Lärmbelastung der marinen Umwelt beitragen sollen.
Für Seal Scarer liegen verschiedene, wissenschaftliche Studien zur Vertreibungswirkung auf Schweinswale vor. Ende 2021 wurden erstmals Ergebnisse zur Vergrämungseffizienz des FaunaGuards im Rahmen einer im Auftrag des BSH durchgeführten Studie veröffentlicht. Im Nahbereich zwischen 750 m und 2 km Entfernung waren die Detektionsraten von Schweinswalen mit jenen beim Einsatz von Seal Scarern vergleichbar. Darüber hinaus war, im Gegensatz zu Seal Scarern, keine Vertreibungswirkung mehr feststellbar. Die Messungen fanden im Zuge der Offshore-Baustellenaktivitäten statt, weshalb nicht abschließend geklärt werden konnte, inwiefern andere Faktoren, wie Schiffslärm, eine Rolle bei der Vergrämungswirkung spielten. Daher empfahlen die AutorInnen der Studie eine ergänzende Studie durchzuführen, in welcher unabhängig von den Bauaktivitäten die Vergrämungswirkung des FaunaGuards auf Schweinswale untersucht wird.
Im Projekt soll diese von Bauaktivitäten unabhängige Untersuchung der Vergrämungswirkung bzw. -entfernung 1. des FaunaGuard Schweinswal-Moduls sowie 2. des APD (für den noch keinerlei Untersuchungsergebnisse vorliegen) durchgeführt werden.
Für Seal Scarer liegen verschiedene, wissenschaftliche Studien zur Vertreibungswirkung auf Schweinswale vor. Ende 2021 wurden erstmals Ergebnisse zur Vergrämungseffizienz des FaunaGuards im Rahmen einer im Auftrag des BSH durchgeführten Studie veröffentlicht. Im Nahbereich zwischen 750 m und 2 km Entfernung waren die Detektionsraten von Schweinswalen mit jenen beim Einsatz von Seal Scarern vergleichbar. Darüber hinaus war, im Gegensatz zu Seal Scarern, keine Vertreibungswirkung mehr feststellbar. Die Messungen fanden im Zuge der Offshore-Baustellenaktivitäten statt, weshalb nicht abschließend geklärt werden konnte, inwiefern andere Faktoren, wie Schiffslärm, eine Rolle bei der Vergrämungswirkung spielten. Daher empfahlen die AutorInnen der Studie eine ergänzende Studie durchzuführen, in welcher unabhängig von den Bauaktivitäten die Vergrämungswirkung des FaunaGuards auf Schweinswale untersucht wird.
Im Projekt soll diese von Bauaktivitäten unabhängige Untersuchung der Vergrämungswirkung bzw. -entfernung 1. des FaunaGuard Schweinswal-Moduls sowie 2. des APD (für den noch keinerlei Untersuchungsergebnisse vorliegen) durchgeführt werden.
c)
Ort der Leistungserbringung
Bonn
6.
Angaben zu Losen
a)
Anzahl, Größe und Art der Lose
Die Gesamtleistung bildet ein Los
7.
Zulassung von Nebenangeboten
Nein
8.
Bestimmungen über die Ausführungsfrist
Die Gesamtleistung ist bis zum 30.04.2027 zu erbringen.
10.
Wesentliche Zahlungsbedingungen
Abschlags- und Schlusszahlungen im Rahmen der Vergabe- und Vertragsordnung für Leistungen Teil B (VOL/B)
11.
Unterlagen und Anforderungen zur Beurteilung der Eignung des Bieters und des Nichtvorliegens von Ausschlussgründen
12.
Zuschlagskriterien
siehe Vergabeunterlage "04 Zuschlagskriterien"
14.
Sonstige Angaben
Für dieses Vergabeverfahren gilt die Bereichsausnahme des § 116 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB). Das Verfahren richtet sich daher nach §§ 7, 55 Bundeshaushaltsordnung (BHO) und orientiert sich lediglich an den Regelungen der Unterschwellenvergabeordnung (UVgO), wenn und soweit diese Regelungen einer sparsamen und wirtschaftlichen Haushaltsführung nicht entgegenstehen. Durch diese Orientierung an der UVgO wird keine Möglichkeit der Nachprüfung vor einer Vergabekammer begründet.
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