Ausschreibungsdetails
Auftragsbekanntmachung
Verhandlungsvergabe mit TW nach Haushaltsrecht
Liefer- / Dienstleistungsauftrag
1.
Öffentlicher Auftraggeber (Vergabestelle)
a)
Hauptauftraggeber (zur Angebotsabgabe auffordernde Stelle)
b)
Zuschlag erteilende Stelle
2.
Angaben zum Verfahren
a)
Verfahrensart
b)
Vertragsart
c)
Geschäftszeichen
3.
Angaben zu Teilnahmeanträgen / Angeboten
a)
Form der Teilnahmeanträge / Angebote
- elektronisch
- ohne elektronische Signatur (Textform)
- mit fortgeschrittener elektronischer Signatur / fortgeschrittenem elektronischen Siegel
- mit qualifizierter elektronischer Signatur / qualifiziertem elektronischen Siegel
b)
Fristen
Ablauf der Teilnahmefrist
c)
Sprache
4.
Angaben zu Vergabeunterlagen
a)
Vertraulichkeit
https://www.evergabe-online.de/tenderdetails.html?id=720343
b)
Zugriff auf die Vergabeunterlagen
c)
Zuständige Stelle
Hauptauftraggeber siehe 1.a)
d)
Anforderungsfrist
5.
Angaben zur Leistung
a)
Art und Umfang der Leistung
Die Liegenschaft Gardeschützenweg ist ein denkmalgeschütztes Kasernengelände in Berlin- Lichterfelde. Es befinden sich 16 Gebäude auf der Liegenschaft, welche sich über ein ca. 63.000 m2 Gelände erstrecken. 12 Gebäude stehen unter Denkmalschutz und sind in der Denkmalliste Berlin unter der Obj.-Dok.-Nr. 09065812,T eingetragen. Die Bebauung des Geländes erfolgte in unterschiedlichen Zeiträumen. Beginnend um 1881 bis zuletzt zu Beginn der 2000er Jahre.
Prägend für die Bauphasen der Kasernengebäude sind die Fassaden aus rotem Sichtmauerwerk. Hierzu zählt auch die Umfassungsmauer des Grundstückes, welche als Einfriedung dient. Im Außengelände befindet sich ein zentral gelegener Exerzierplatz. Die weiteren Flächen haben einen parkähnlichen Charakter. Der Außenbereich ist ebenfalls Teil der denkmalgeschützten Gesamtanlage.
Die Liegenschaft ist bis Anfang der 1990er Jahre militärisch genutzt worden. Ab 1992 erfolgte die zivile Nutzung als Büro- und Verwaltungsbereich, welche bis heute Bestand hat. Ergänzungsbauten sind bis 2003 hinzugekommen. Die Gebäude werden aktuell lediglich nach akutem Bedarf als Liegenschaft mit Geheimschutzanforderungen Instand gehalten.
Gebäude:
Zwischen 1881 und 1884 wurden die Gebäude G801 (ehem. Kasernengebäude, Hauptgebäude), G802 und G811 (ehem. Offiziershäuser, Wohnhäuser) G819 (ehem. Büchsenmacherei) und G804 (ehem. Feldfahrzeugschuppen) errichtet. Das G804 wurde 1907 und 1937 um KFZ Hallen erweitert.
Um 1897 und 1915 wurden die Gebäude G805 (ehem. Turnschuppen/Reithalle) und G817 (ehem. Wohnkaserne und Anbau für die Radfahrerkompanie) errichtet. Weitere Gebäude folgten, welche aber heute nicht mehr existent sind.
Zwischen 1930 und 1937 wurden die Gebäude G810 (ehem. Feuerwehrschule/Mannschaftsgebäude), G803 (ehem. Wirtschaftsgebäude), G809 (ehem. Mannschaftsgebäude), G812 (ehem. Unterrichtsgebäude) und G813 (ehem. Werkstattgebäude) errichtet.
In der Bauphase Anfang der 2000er Jahre wurden diverse Gebäude saniert und weitere Gebäude wie G806 (Besucherzentrum), G820 (Wachgebäude), G 821 (Zugangsgebäude) und G 824 (Informationszentrum) neu errichtet.
Die Gebäude aus den 1930 Jahren wurden als Mauerwerksbauten mit preußischen Kappendecken, Holzbalkendecken und Stahlbetondecken errichtet. Neue Gebäude aus der heutigen Zeit wurden aus Stahlbeton mit Filigrandecken und vorgehängter Fassade errichtet. Die Gebäude auf der Liegenschaft weisen unterschiedliche Höhen auf. Sie verfügen über bis zu fünf oberirdische Vollgeschosse / Dachgeschosse und sind zum Teil unterkellert.
- BGF/BRI:
Ca. 63.000m² - bestehend aus 16 Einzelgebäuden, 12 von diesen unter Denkmalschutz
Auftraggeber/Nutzer:
Bundesanstalt für Immobilienaufgaben,
vertreten durch das
Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
Gegenstand des Auftrages:
- Leistungsbild:
Erstellung einer Initialen Planungsunterlage (IPU) gemäß RBBau für die energetische Sanierung einer Liegenschaft bestehend aus 16 Gebäuden z.T. unter Denkmalschutz, sowie besondere Leistungen
- Leistungsbereiche:
Objektplaner - Gebäude und Innenräume: Erstellung eines Energiekonzeptes, inkl. der Betrachtung und Berücksichtigung des Leitfadens Barrierefreiheit und Solares Bauen, Ladestellen für E-Autos und E-Bikes sowie die Machbarkeitsprüfung einer PV-Anlage auf einer weiteren Liegenschaft gemäß §§ 34 ff HOAI, Leistungsstufe (LST) 1 (Leistungsphase (LPH) 1-3, sowie Besondere Leistungen).
Unter Mitwirkung der Leistungen von:
TGA-E: Leistungen Fachplanung Technische Ausrüstung gem. §§ 53 ff HOAI, Anlagengruppen 4 und 5, LST 1 (LPH 1-3 sowie Besondere Leistungen).
TGA M: Leistungen Fachplanung Technische Ausrüstung § 53 ff HOAI, Anlagengruppen 1, 2, 3, 6, 7, 8,
LST 1 (LPH 1-3 sowie Besondere Leistungen).
Tragwerksplanung: Leistungsbereich: gem. HOAI 2021, Teil 4, Abschnitt 1, §§ 51 ff HOAI- Tragwerksplanung, statische Fachplanung für die Objektplanung Gebäude, LST 1 (LPH 1-3)
Energieberatung: In Anlehnung an HOAI Anlage 1, Pkt 1.2, LPH 1 - Bauphysik inkl. Mitwirkung BNB, Erstellung Konzepte für Luftdichtigkeit, Lüftung, Energie, Tageslichtsimulation, Blower-Door-Messung, Schallschutzmessungen, Bemessung nach GEG und EEFB.
BNB Koordination: Beratung, Koordination, Prüfung, Dokumentation und Nachweis der Nachhaltigkeit gem. Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB), in Anlehnung an HOAI, LPH 1-3
- Projektdauer: Laufzeit 35 Monate
- Beginn/Ende der Leistungserbringung: Beginn: 1. Quartal 2025 / Ende: IV. Quartal 2027
b)
CPV-Codes
Durchführbarkeitsstudie, Beratung, Analyse (71241000-9)
Dienstleistungen von Architektur- und Ingenieurbüros sowie planungsbezogene Leistungen (71240000-2)
Dienstleistungen für die Prüfung der Tragwerksplanung (71328000-3)
Dienstleistungen im Bereich Maschinenbau und Elektrotechnik (71334000-8)
Dienstleistungen für thermische Bauphysik (71314310-8)
Dienstleistungen in der Tragwerksplanung (71327000-6)
c)
Ort der Leistungserbringung
7.
Zulassung von Nebenangeboten
8.
Bestimmungen über die Ausführungsfrist
- Beginn/Ende der Leistungserbringung: Beginn: 1. Quartal 2025 / Ende: IV. Quartal 2027
9.
Höhe geforderter Sicherheitsleistungen
10.
Wesentliche Zahlungsbedingungen
11.
Unterlagen und Anforderungen zur Beurteilung der Eignung des Bewerbers und des Nichtvorliegens von Ausschlussgründen
12.
Zuschlagskriterien
13.
Rechtsform, die eine Bietergemeinschaft nach Zuschlagserteilung annehmen muss
14.
Sonstige Angaben
Stufe 1:
Der Bewerber bekundet sein Interesse zur Teilnahme an der Verhandlungsvergabe und reicht den vollständig ausgefüllten Bewerbungsbogen einschließlich der Anlagen 1. - 7 sowie geforderte Nachweise an den Auftraggeber ein.
Die Auswahl erfolgt nach den Angaben zur Bewertung wie im Bewerbungsbogen beschrieben. Soweit die Mindestanforderungen erfüllt sind, ist die Rangfolge der erreichten Punkte für die Auswahl maßgebend. Erfüllen mehrere Bewerber gleichermaßen die Anforderungen und ist die Bewerberzahl auch nach einer objektiven Auswahl entsprechend den zu Grunde gelegten Eignungskriterien zu hoch, kann die Auswahl unter den verbleibenden Bewerbern durch Los getroffen werden.
Alle Bewerber werden nach dem Teilnahmewettbewerb (Stufe 1) über das Ergebnis der Auswertung informiert.
Stufe 2:
In der 2. Verfahrensstufe werden die Bieter postalisch zur Abgabe eines Angebotes aufgefordert und zu einem Verhandlungsgespräch in das BBR (Berlin) eingeladen.
Das Honorarangebot wird vor dem Verhandlungsgespräch fristgerecht dem Auftraggeber zur Prüfung zurückzuschicken. Der genaue Termin und die Uhrzeit werden mit der Aufforderung zur Angebotsabgabe bekanntgegeben.
Der Zuschlag erhält der Bieter mit der höchsten Punktzahl entsprechend der Bewertungskriterien der Auswertungsmatrix Stufe 2.
Der Teilnahmewettbewerb (Stufe 1) der Verhandlungsvergabe wird elektronisch über die E-Vergabeplattform des Bundes (unter www.evergabe-online.de) durchgeführt.
Der Bewerbungsbogen mit den Erklärungen ist zusammen mit den geforderten Nachweisen innerhalb der Bewerbungsfrist vollständig ausgefüllt von dem/den Geschäftsführer(n) und/oder dem/den bevollmächtigten Vertreter(n) elektronisch in Textform gem. § 126b BGB über die E-Vergabeplattform des Bundes ( http://www.evergabe-online.info) einzureichen. In Papierform eingereichte Bewerbungen werden nicht berücksichtigt. Eine Unterschrift oder Signatur auf dem Bewerbungsbogen ist nicht notwendig. Der Name der bevollmächtigten Person ist im Unterschriftsfeld jedoch anzugeben.
Die Kommunikation zwischen Bewerbern/Bietern und der Vergabestelle erfolgt grundsätzlich über die E-Vergabeplattform. Für die Teilnahme an der elektronischen Auftragsvergabe registrieren Sie sich einmalig kostenfrei unter www.evergabe-online.de. Informationen über die E-Vergabe und die technischen Voraussetzungen für deren Nutzung erhalten Sie unter www.evergabe-online.info. Telefonischen Support zur E-Vergabeplattform leistet die Hotline des BMI, die telefonisch unter der Rufnummer +49(0)228-99610-1234 zu erreichen ist.
Fragen der Bewerber sind über den Angebotsassistenten (ANA) der E-Vergabeplattform (als registrierter Nutzer der E-Vergabe) rechtzeitig vor Ablauf der Bewerbungsfrist zu stellen. Es werden ausschließlich Fragen beantwortet, die für die Erstellung des Teilnahmeantrages erforderlich sind. Die Antworten werden zeitnah erarbeitet und über die E-Vergabeplattform an alle Bewerber versendet.
Soweit der Bewerbung die geforderten Unterlagen und Nachweise nicht beiliegen, sind diese auf Anforderung innerhalb der von der Vergabestelle hierfür benannten Frist über die E-Vergabeplattform des Bundes nachzureichen. Werden die nachgeforderten Unterlagen nicht innerhalb dieser Frist vorgelegt, führt dies zum Ausschluss aus dem weiteren Verfahren.
Bietergemeinschaften/ Nachunternehmer:
Die Vergabe von Leistungen an Nachunternehmer ist nicht zulässig.
Bietergemeinschaften sind zugelassen, wenn jedes Mitglied der Bietergemeinschaft gesamtschuldnerisch haftet und ein Mitarbeiter als Projektleiter und Ansprechpartner dem Auftraggeber gegenüber benannt und mit unbeschränkter Vertretungsbefugnis ausgestattet wird.
Mehrfachbeteiligungen, d. h. parallele Beteiligung als Einzelbieter und gleichzeitig als Gesellschafter einer Bietergemeinschaft, sind unzulässig und führen zum Ausschluss sämtlicher hiervon betroffenen Bewerbungen, sofern die betroffenen Bieter nicht nachweisen, dass die Angebote völlig unabhängig voneinander erstellt wurden.
Bei Bietergemeinschaft ist der Bewerbungsbogen für das sich bewerbende Team als Ganzes vorzulegen. Die Anlagen und die geforderten Nachweise sind von jedem Mitglied der Bietergemeinschaft vorzulegen.
Datenschutzbestimmung:
Die vom Bewerber/Bieter im Verlauf des Vergabeverfahrens - auf Anforderung - mitgeteilten personenbezogenen Daten werden nach den geltenden Datenschutzbestimmungen, insbesondere der DSGVO und dem Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG 2018), streng vertraulich behandelt und ausschließlich zum Zwecke der Durchführung des Vergabeverfahrens genutzt. Diese Angaben sind Voraussetzung für die Berücksichtigung der Bewerbung/des Angebotes. Angesichts des Umstands, dass bereits mit der Abforderung von Unterlagen personenbezogene Daten erfasst werden, willigt der Bewerber/Bieter bereits mit der Abforderung in die Verarbeitung seiner personenbezogenen Daten zum Zwecke der Antragsbearbeitung ein. Die Einwilligung ist freiwillig und erfolgt unbeschadet des Rechts zum Widerruf mit Wirkung für die Zukunft, sofern dem keine Rechtsgründe entgegenstehen. Die Nichteinwilligung kann jedoch zur Folge haben, dass die Bearbeitung der Bewerbung/des Angebotes und damit die Berücksichtigung im Vergabeverfahren unmöglich werden.
Nachprüfung behaupteter Verstöße:
Nachprüfungsstelle: Allgemeine Fach- / und Rechtsaufsicht BMWSB,
Referat B II 1,
email: BII1@bmwsb.bund.de
15.
Begrenzung der Anzahl der Bewerber
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