Ausschreibungsdetails
Innenausbauarbeiten (Trockenbau, Estrich-, Putz-, Beschichtungsarbeiten, Beläge und Einbauten) im IPA-Modell - Vergabe 1709/2024
- Allgemeine Beschreibung:
Unter der Leitung des Bundesamts für Bauwesen und Raumordnung (BBR – Referat BB I 5) sollen mit dem
Luisenblock Ost I (kurz LBO I) östlich des Marie Elisabeth-Lüders-Hauses neue Büroräume für den Deutschen
Bundestag und weitere bundestagsspezifische Einrichtungen wie zum Beispiel Sitzungssäle entstehen.
Mit dem Projekt LBO I wird ein ökologisches und nachhaltiges Vorbildprojekt entstehen, mit dem der
Deutsche Bundestag einen wesentlichen Beitrag zur Einhaltung der Energieeffizienz- und Klimaneutralitätsziele
in Deutschland leisten möchte.
Für den hierfür durchgeführten Architekturwettbewerb tagte im Februar 2024 das Preisgericht, mit den drei
Preisträgern wird jetzt das Verhandlungsverfahren für die Objektplanung durchgeführt.
Der Luisenblock Ost ist entsprechend Machbarkeitsstudie in die folgenden Bauteile gegliedert:
Bauteil A1: vorwiegende Nutzung als Büro- und Verwaltungsgebäude für Abgeordnete, 3 Untergeschosse
(davon 2 Tiefgaragengeschosse für ca. 190 Stellplätze) und 7 Obergeschosse (OG) für ca. 320
Büros, Besprechungsräume, 4 Ausschusssitzungssäle, 1 abhörsicheren Konferenzraum.
Bauteil B: vorwiegende Nutzung als Bürogebäude für die Bundestagsverwaltung sowie Rechenzentrum,
2 UGs und 7 OGs mit 68 Büros.
Bauteil C: überwiegende Büro- und Archivnutzung, zentrale Postannahmestelle des Bundestags mit Poströntgenstrecke
im EG, 2 UGs und 7 OGs mit 138 Büros.
Bestandsgebäude Kesselhaus K und Werkstattgebäude W mit Räumen für Schulungszwecke und einer
gastronomischen Einrichtung, 2 bzw. 4 OGs, 1 UG
Anbindung an das Unterirdische Erschließungssystem (UES) durch den Nordtunnel T5 quer zur Luisenstraße
unterhalb der Bauteile B und C für PKW/LKW und der Weiterführung als Tunnel T2 bis zur Tiefgarage
unter Bauteil A für PKW und LKW bis 7,5 t.
Fußgängertunnel T3 zwischen Bauteil A und Marie-Elisabeth-Lüders-Haus (MELH).
Bedarfsplanung
Die Nutzer-Bedarfsplanung beinhaltet die folgenden wesentlichen Nutzungsbereiche:
• Bis zu 565 Büroeinheiten, davon ca. 260 Abgeordnetenbüros und 80 für parlamentarische Ausschüsse,
• 4 Ausschuss-Sitzungssäle und ein 1 Sitzungssaal abhörgesichert,
• Gastronomische Einrichtung,
• Magazin- und Archivflächen,
• Warenanlieferung mit Poströntgenkontrolle und –verteilzentrum,
• Rechenzentrum mit Zertifizierung Blauer Engel
• Kantine
• Flächen für die Bundestagspolizei
• ca. 170 Stellplätze für PKW und 20 für Kleintransporter
Der Raumbedarf beläuft sich auf insgesamt ca. 33.600 m² NF.
Kosten und Flächen
Die zur ES-Bau erstellte Kostenermittlung berücksichtigt die von der BTV (Bundestagsverwaltung) erstellte,
gemeinsam mit der Bauverwaltung ergänzte Bedarfsplanung und das in der Machbarkeitsstudie 2022 nachgewiesene
Flächenpotenzial mit einer Brutto-Grundfläche (BGF) von rd. 66.600 m² davon rd. 43.400 m²
oberirdisch und rd. 23.200 m² unterirdisch. Die ermittelten Baukosten, KG 200-600 belaufen sich auf
415.331.940,00 €.
Terminplanung
Im aktuellen Stand der Terminplanung gibt es die folgenden wichtigen Meilensteine:
Wettbewerbsentscheidung Feb. 24
Vergabeverfahren für alle Allianzpartner 2024
Vorlage der Haushaltsunterlage und Genehmigungsplanung Jun 26
Baugenehmigung Jan 27
Beginn Vorlaufende Maßnahmen 2025
Baubeginn Hauptbaumaßnahme Jan 27
Bauliche Fertigstellung 2032
Übergabe an den Nutzer 2034
- Auftraggeber/in, Nutzer/in:
BMWSB, Deutscher Bundestag
- Gebäudenutzung:
Bürogebäude für die Bundestagsverwaltung
- Art der Baumaßnahme:
Neubau und Sanierung
- BGF/BRI:
ca. 66.600 m² BGF / 262.000 m³ BRI
- Projektdauer:
ca. 10 Jahre
Innenausbauarbeiten (Trockenbau, Estrich-, Putz-, Beschichtungsarbeiten, Beläge und Einbauten) im IPA-Modell - Vergabe 1709/2024
- Leistungsbereich:
Innenausbauarbeiten wie Trockenbau, Estrich-, Putz-, Beschichtungsarbeiten, Beläge und Einbauten
- Beginn/Ende der Leistungserbringung:
12/2024 – 10/2034 (Stufe 1a,1b und Stufe 2 Allianzvertrag)
Im Falle einer Bietergemeinschaft ist der Bewerbungsbogen für das sich bewerbende Team als Ganzes vorzulegen, d. h., die Umsatzzahlen sind zu addieren.
Im Falle der Einschaltung eines Nachunternehmens darf der Umsatz des Nachunternehmens nur entsprechend seines/ihres Anteils am Gesamtauftrag hinzugerechnet werden, wenn das Nachunternehmen diesen Umsatz mit vergleichbaren Leistungen erzielt hat.
- Anzahl/Berufserfahrung der Beschäftigten im Bereich der ausgeschriebenen Leistung
Die Anzahl der Beschäftigten (einschl. Büroinhabende) im Durchschnitt der letzten 3 Jahre muss mindestens >= 75 sein.
Hinweis: Im Falle einer Bietergemeinschaft ist der Bewerbungsbogen für das sich bewerbende Team als Ganzes vorzulegen, d. h., die Beschäftigtenzahlen sind zu addieren.
Im Falle der Einschaltung eines Nachunternehmens können nur die Beschäftigten des Nachunternehmens hinzugerechnet werden, die für den entsprechenden Leistungsanteil eingesetzt wurden.
- Projektkosten der Referenzprojekte
- Sonstige Anforderungen
Es sind zwei mit der Bauaufgabe und der ausgeschriebenen Leistung vergleichbare Referenzprojekte vorzustellen, welche die nachfolgenden Mindestanforderungen erfüllen:
Mindestens ein Referenzprojekt mit Baukosten (Kosten gem. DIN 276, Trockenbau, Estrich-, Putz-, und Beschichtungsarbeiten, Beläge und Einbauten) netto >= 20.000.000 €
Mindestens ein Referenzprojekt als Neubauvorhaben.
Mindestens ein Referenzprojekt mit hochwertigen Versammlungs- und Seminarräumen.
Ein Referenzprojekt muss im Zeitraum ab 2018 bis zum Tag der Veröffentlichung fertig gestellt sein (Abnahme gem. HOAI).
Die Referenzprojekte müssen dem/der Bewerbenden eindeutig zuzuordnen sein.
Im Falle einer Bietergemeinschaft können die Referenzprojekte von jedem Mitglied der Bietergemeinschaft eingereicht werden. Referenzprojekte des Nachunternehmens sind im Rahmen der Eignungsleihe zugelassen, müssen demnach aber eindeutig deklariert werden. Die Referenzleistung des Nachunternehmers zur Eignungsleihe muss dem Leistungsanteil der möglichen Beauftragung als Eigenleistung entsprechen.
- Berufserfahrung Projektmitarbeiter/in im Bereich der ausgeschriebenen Leistung
Der/die Bewerbende oder die Bietergemeinschaft haben das gesamte Projektteam im Teilnahmewettbewerb (Stufe 1) vorzustellen (Vorstellung des Projektteams mit Hilfe von dem Bewerbungsbogen und Lebenslauf).
Dabei soll auch berücksichtigt werden, welche Zugehörigkeit des Fachbereichs vorliegt, sodass die Aufteilung der Projektbeteiligten zugeordnet werden kann. Dies ist bei der Einzelvorstellung.
Hauptprojektleitung
mit Studienabschluss o. Meister o. Techniker aus dem Bereich Bauingenieurwesen/Bautechnik
mit mindestens 10 Jahren Berufserfahrung nach Abschluss davon:
mindestens 5 Jahren Berufserfahrung (nach Abschluss) in der Projektleitung
Projektleitung Trocken- und Ausbauarbeiten (PL-T)
Projektleitung Finish (PL-F)
mit jeweils Studienabschluss o. Meister o. Techniker aus dem Bereich Bauingenieurwesen/Bautechnik
mit jeweils mindestens 10 Jahren Berufserfahrung nach Abschluss davon:
mindestens 5 Jahren Berufserfahrung (nach Abschluss) in der Projektleitung
Projektmitarbeiter Arbeitsvorbereitung oder Kostenkalkulation
mit Studienabschluss o. Meister o. Techniker aus dem Bereich - mit mindestens 5
Jahren Berufserfahrung nach Abschluss
Das Projektteam muß sich aus mindestens 4 Personen zusammensetzen.
Doppelbenennungen der Projektmitarbeiter/innen ist nicht möglich.
1. Der Bewerbungsbogen ist innerhalb der Bewerbungsfrist vollständig ausgefüllt und von dem/den Geschäftsführenden und/oder dem/den bevollmächtigten Vertretenden elektronisch in Textform gem. § 126b BGB
über die eVergabe-Plattform des Bundes (http://www.evergabe-online.info) einzureichen. In Papierform eingereichte Bewerbungen werden nicht berücksichtigt. Eine Unterschrift oder Signatur auf dem Bewerbungsbogen ist nicht notwendig. Der Name der bevollmächtigten Person ist im Unterschriftsfeld jedoch zwingend anzugeben. Ist bei elektronisch in Textform eingereichten Bewerbungen der/die Bewerbende nicht erkennbar, wird die Bewerbung vom weiteren Verfahren ausgeschlossen. Im Falle einer Bietergemeinschaft ist der Bewerbungsbogen für das sich bewerbende Team als Ganzes vorzulegen - es ist nur ein Bewerbungsbogen zugelassen.
2. Der Nachweis der Unterschriftsbefugnis ist vom Bewerbenden, im Falle der Bietergemeinschaft von jedem Mitglied zu erbringen. Dies kann durch die Vorlage eines Registerauszuges erfolgen; soweit solch eine Eintragung
nicht gegeben ist, ist dem Bewerbungsbogen eine Vollmacht beizufügen, in der alle Mitglieder der Gesellschaft den Unterzeichnenden bevollmächtigen.
Hierfür kann die Anlage 1.1 zum Bewerbungsbogen verwandt werden.
3. Unterzeichnete Eigenerklärung nach §§ 123, 124 GWB (Anlage 1.2).
Diese Anlage ist im Falle einer Bietergemeinschaft von jedem Mitglied
vorzulegen.
4. Im Falle einer Bietergemeinschaft sind die Angaben der Mitglieder zu den Auftragsanteilen zu benennen (Anlage 1.3a) (Ferner ist eine Vollmacht für den/die bevollmächtigte/n Vertreter/in der Gemeinschaft vorzulegen
(Anlage 1.4).
5. Im Falle der Einschaltung eines Nachunternehmens sind die Auftragsanteile, die als Unterauftrag vom Auftragnehmenden vergeben werden sollen, zu benennen (Anlage 1.3 b).
6.Wenn ein Bewerbender oder Bieternder die Vergabe eines Teils des Auftrags an einen Dritten im Wege der Unterauftragsvergabe beabsichtigt und sich zugleich im Hinblick auf seine Leistungsfähigkeit auf die Kapazitäten dieses Dritten beruft und nur mit Hilfe fremder Kapazitäten (Nachunternehmen) die gestellten Mindestanforderungen erfüllen kann, muss bereits mit der Bewerbung für den Nachunternehmenden eine Verpflichtungserklärung Nachunternehmen (Anlage 1.5), Nachweis der Unterschriftsbefugnis (Registerauszug und/oder Anlage 1.1) und die Eigenerklärung nach §§ 123, 124 GWB (Anlage 1.2) vorgelegt werden.
Darüber hinaus ist in dem Fall, dass dies die wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit des/der Bewerbenden betrifft, eine Erklärung über eine gemeinsame Haftung des/der Bewerbenden oder des/der Bietenden und des /der Nachunternehmenden für die Auftragsausführung entsprechend dem Umfang der Eignungsleihe vorzulegen.
7. Einverständniserklärung zur Sicherheitsüberprüfung Sabotageschutz (Anlage 1.6)
8. IPA-Eigenerklärung (Anlage 1.7)
9. Unterzeichnete Eigenerklärung zur Verordnung EU 2022-576 (Anlage 1.8)
10. Erklärung zur vertraulichen Behandlung der Vergabeunterlagen (Anlage 1.9)
11. Geheimhaltungsverpflichtung (Anlage 2)
12. Darstellung Projektteam (Anlage 1.13)
13. Der Auftraggebende wird für den/die Bietende/n, der/die den Zuschlag erhalten soll, einen Auszug aus dem Wettbewerbsregister (§ 6 Abs. 1, Abs. 2 des Wettbewerbsregistergesetzes) beim Bundeskartellamt (Registerbehörde)
anfordern. Auf gesondertes Verlangen der Vergabestelle haben ausländische Bietende gleichwertige Bescheinigungen ihres Herkunftslandes (soweit vorhanden) vorzulegen. Die Auftragsvergabe steht daher unter dem Vorbehalt, dass das Wettbewerbsregister keine Eintragungen enthält, die einer Beauftragung entgegenstehen.
Aus der Eignungswertung werden die fünf Bieter mit der höchsten Punktzahl zur Abgabe eines Angebots aufgefordert. Bei gleicher Punktzahl wird der sechste Bieter ebenfalls zur Abgabe eines Angebots aufgefordert, sollten mehrere Bieter mit der gleichen Punktzahl an fünfter Stelle stehen entscheidet das Los. Sollten weniger als fünf Bewerber die Eignungsanforderungen erfüllen, kann das Verhandlungsverfahren auch mit einer geringeren Teilnehmeranzahl durchgeführt werden.
Mit der Einreichung des Bewerbungsbogens erklärt der/die Bewerbende /die Bietergemeinschaft, dass die für die Bearbeitung der ausgeschriebenen Dienstleistung nach heutigem Stand der Technik notwendige technische Hard- und Software vorhanden ist.
Eine ausführliche Erläuterung zur Bewertung der Referenzprojekte (P1, P2) ist der Auswertungsmatrix Stufe 1 zu entnehmen. Andere als unter Punkt 3 des Bewerbungsbogens vorgestellte Referenzen werden für den Teilnahmewettbewerb nicht zur Bewertung herangezogen.
Der Bewerbungsbogen sowie alle weiteren Vergabeunterlagen sind auf folgender Seite veröffentlicht:
www.evergabe-online.de
Mehrfachbeteiligungen, d. h. parallele Beteiligung als Einzelbietender und gleichzeitig als Gesellschafter/in einer Bietergemeinschaft, sind unzulässig und führen zum Ausschluss sämtlicher hiervon betroffener Bewerbungen, sofern die betroffenen Bietenden nicht nachweisen, dass die Angebote völlig unabhängig voneinander erstellt wurden.
Mehrfachbeteiligungen von Nachunternehmen sind zulässig, sofern diese keinen maßgeblichen Einfluss auf die Angebotsgestaltung haben.
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