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Ausschreibungsdetails

Klimaschutz und Ressourcenschonung durch die Steigerung der Verwertung biogener Abfälle in Sachsen-Anhalt -Bioökonomie

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05.04.2024 (letzte Änderung am 30.04.2024)

07.05.2024 23:59

07.05.2024 23:59

22.142/67015/2024

Sachsen-Anhalt: Landesamt für Umweltschutz

30.04.2024 10:40

Meine e-Vergabe


Auftragsbekanntmachung

Öffentliche Ausschreibung nach UVgO

Liefer- / Dienstleistungsauftrag

1.
Öffentlicher Auftraggeber (Vergabestelle)

a)
Hauptauftraggeber (zur Angebotsabgabe auffordernde Stelle)

Name:Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt
Straße, Hausnummer:Reideburger Str. 47
Postleitzahl (PLZ):06116
Ort:Halle (Saale)

b)
Zuschlag erteilende Stelle

Wie Hauptauftraggeber siehe a)

2.
Angaben zum Verfahren

a)
Verfahrensart

Öffentliche Ausschreibung nach UVgO

b)
Vertragsart

Liefer- / Dienstleistungsauftrag

c)
Geschäftszeichen

22.142/67015/2024

3.
Angaben zu Angeboten

a)
Form der Angebote

  • elektronisch
    • ohne elektronische Signatur (Textform)

b)
Fristen

Ablauf der Angebotsfrist

07.05.2024 - 23:59 Uhr

Ablauf der Bindefrist

31.05.2024

c)
Sprache

deutsch

4.
Angaben zu Vergabeunterlagen

a)
Vertraulichkeit

Die Vergabeunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter
https://www.evergabe-online.de/tenderdetails.html?id=636278

b)
Zugriff auf die Vergabeunterlagen

Vergabeunterlagen werden nur elektronisch zur Verfügung gestellt

c)
Zuständige Stelle

Hauptauftraggeber siehe 1.a)

d)
Anforderungsfrist

07.05.2024 - 23:59 Uhr

5.
Angaben zur Leistung

a)
Art und Umfang der Leistung

1. Zielstellung
Mit dem Projekt sollen die folgenden Fragen beantworten werden:
- Wie hoch war das Aufkommen an getrennt gesammelten Bioabfällen in den letzten drei Jahren je Landkreis und kreisfreier Stadt in Sachsen-Anhalt und wie wird es sich entwickeln?
- Wie werden die getrennt gesammelten Bioabfälle je Landkreis und kreisfreier Stadt derzeit entsorgt?
- Welche Entsorgungsanlagen für Bioabfälle gibt es bereits und sind geplant in Sachsen-Anhalt, im Hinblick auf die aktuellen und geplanten Kapazitäten der Anlagen, die Art der Verwertung sowie deren nachgelagerte Nutzung?
- Wie hoch ist der prozentuale Anteil je Landkreis und kreisfreier Stadt in Abhängigkeit der jeweiligen Siedlungsstruktur (ländliche Region bzw. Ballungsgebiet) an Eigenkompostierung ohne Biotonne in Sachsen-Anhalt?
- Wie hoch sind die anfallenden Mengen an Bioabfällen in den verschiedenen Wirtschaftszweigen, wie z.B. Nahrungs- und Futtermittel-, Getränkeherstellung sowie Gastronomie in Sachsen-Anhalt?
Gleichzeitig soll aus dem Projekt, Erkenntnisse für die Umsetzung das Strategiepapiers „Bioökonomie als Treiber für Wertschöpfung und Innovation“ gewonnen werden.
Ein weiteres Ziel des Projektes ist es, den in Sachsen-Anhalt verantwortlichen Entsorgungsträgern Vorschläge und Ideen für Maßnahmen näher zu bringen, die den Anteil an getrennt gesammelten Bioabfällen steigern, um somit das Potenzial von Bioabfällen besser nutzen zu können.
2. Aufgabenstellung
Das Projekt ist durch den Auftragnehmer klar zu strukturieren. Die in der Zielstellung genannten Punkte sind in passende Kapitel aufzuteilen. Es sind u.a. folgende Kapitel zu erstellen:
2.1 Grundlagen
Das Kapitel hat eine umfassende Einführung in die rechtlichen und technischen Aspekte der Getrenntsammlung der Bioabfälle und deren Verwertung zu geben.
2.1.1 Rechtliche Grundlagen
Im ersten Teil sollen die Grundlagen der Getrenntsammelpflicht für Bioabfälle behandelt werden. Dazu gehören zunächst die rechtlichen Rahmenbedingungen, die sich aus dem Abfallrecht ergeben.
2.1.2 Technische Grundlagen
Im zweiten Teil sind auf die verschiedenen Verwertungsmöglichkeiten für Bioabfälle einzugehen und anschließend eine umfassende Betrachtung und Erläuterung der derzeitigen Entsorgungswege für die getrennt gesammelten Bioabfälle vorzunehmen.
2.1.3 Datengrundlage und Methodik der Datenerhebung
Die Datengrundlage und die Beantwortung der jeweiligen Aufgabenstellungen sind für jedes Kapitel detailliert und in geeigneter Form zu beschreiben.
2.2 Aktueller Stand der getrennt gesammelten Bioabfälle in Sachsen-Anhalt und Prognosen
2.2.1 Aktueller Stand der getrennt gesammelten Bioabfälle
Das Kapitel hat das derzeitige Aufkommen an Bioabfällen aus den letzten drei Jahren je Landkreis und kreisfreier Stadt in Sachsen-Anhalt sowie die derzeitigen Entsorgungswege darzustellen. Unter Berücksichtigung der dem LAU vorliegenden Daten wird als Zeitpunkt für die Erhebung des Aufkommens an Bioabfällen das Jahr 2020 festgelegt. Für die Datenerhebung kann im LAU auf die Abfallbilanz zurückgegriffen werden. Für die Darstellung der aktuellen Entsorgungssituation sind Anlagendaten vom Landesverwaltungsamt (LVwA) abzufragen. Für die Ermittlung des Anteils an Eigenkompostierung je Landkreis und kreisfreier Stadt ist eine Abfrage zu erstellen und zur Datenerhebung bei den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern einzureichen.
2.2.1.1 Aufkommen an Bioabfällen
Das Aufkommen der Bioabfälle ist für die Jahre 2020, 2021 und 2022 je Landkreis und kreisfreier Stadt in Sachsen-Anhalt aufzuschlüsseln.
Weiterhin soll in diesem Zusammenhang eine Aufstellung der jeweiligen Entsorgungswege mit den entsprechenden Mengen je Landkreis und kreisfreier Stadt erfolgen.
2.2.1.2 Entsorgungswege Bioabfälle
Für die Darstellung der aktuellen und geplanten Anlagen zur Behandlung von Bioabfällen sind sämtliche Entsorgungswege und deren Kapazitäten sowie die nachgelagerte Nutzung zu berücksichtigen. Dazu zählen u.a.:
- Kompostierung,
- Vergärungsanlagen.
2.2.1.3 Anteil an Eigenkompostierung
Der tatsächliche prozentuale Anteil je Landkreis und kreisfreier Stadt an Eigenkompostierung ohne Biotonne ist zu ermitteln.
Für diese Datenerhebung ist zwingend eine Abfrage bei den zuständigen öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern erforderlich. Dazu ist im Vorfeld vom Auftragnehmer (AN) ein entsprechendes Formular zur Abfrage zu erstellen, aus dem der Anteil an Eigenkompostierung je Landkreis und kreisfreier Stadt eindeutig hervorgeht und entsprechend auswertbar ist. Das Formular zur Abfrage ist im Vorfeld mit dem Auftraggeber (AG) abzustimmen.
2.2.1.4 Aufkommen an Bioabfällen in verschiedenen Wirtschaftszweigen
In dem Kapitel sollen die anfallenden Mengen an Bioabfällen verschiedener Wirtschaftszweige, wie z.B. Nahrungs- und Futtermittel-, Getränkeherstellung sowie Gastronomie, in Sachsen-Anhalt ermittelt werden sowie deren derzeitiger Entsorgungsweg. Diese Daten sind vom AN zusammenzutragen und hinsichtlich deren Potenzial auszuwerten.
2.2.2 Prognose des Bioabfallaufkommens und die Bioabfallverwertung
Das Kapitel soll eine Prognose beinhalten aus der hervorgeht, welche Mengen an Bioabfällen in den jeweiligen Landkreisen und kreisfreien Städten in Abhängigkeit der jeweiligen Siedlungsstruktur (ländliche Region bzw. Ballungsgebiet) in Sachsen-Anhalt tatsächlich getrennt gesammelt werden könnten, wenn die Biotonne flächendeckend eingeführt wäre und keine Möglichkeit zur Eigenkompostierung bestünde. Für die Ermittlung der Mengen in Abhängigkeit der Siedlungsstruktur kann auf die vorliegenden Sortieranalysen zurückgegriffen werden bzw. sind diese Daten bei den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern zu erfragen.
Anhand dieser Prognose soll das Potenzial der Bioabfälle im Hinblick auf die Erzeugung von klimaneutraler und regionaler Energie sowie als Nährstoff- und Humuslieferant aufgezeigt werden. Weiterhin soll dargelegt werden, welche fossilen Energieträger durch eine energetische Verwertung der Bioabfälle ersetzt werden können sowie wie viel CO2 sich dadurch einsparen lässt.
2.3 Modellanlage für die Verwertung von Bioabfällen
Aus den gewonnenen Daten der Prognose soll für eine Region in Sachsen-Anhalt eine Modellanlage für die Verwertung von Bioabfällen mit anschließender energetischer Nutzung konzipiert werden. Für diese Anlage sollen die Kosten sowie der Nutzen gegenübergestellt werden. Weiterhin sollen gesetzliche Fördermöglichkeiten inkl. den entsprechenden Rahmenbedingungen aufgezeigt werden.
Bei der Modellanlage kann es sich auch um eine bereits bestehende Biogasanlage, welche bisher mit nachwachsenden Rohstoffen (NawaRo) betrieben wird, handeln. An dieser Art von Anlage kann aufgezeigt werden, welche Auswirkungen die Substitution der nachwachsenden Rohstoffe durch Bioabfälle auf die nachgelagerte Nutzung der Anlage hat.
2.3.1 Auswahl der Region und die Art der Modellanlage
Das Kapitel hat die verschiedenen möglichen Regionen abzubilden, die sich aus den zu erwartenden Trends des Bioabfallaufkommens und der Anlagenverfügbarkeit ergeben.
Weiterhin sollen die verschiedenen Arten einer möglichen Modellanlage dargelegt und bewertet werden, hinsichtlich der folgenden Kriterien:
- Zugang zu Einspeisungspunkten (Strom-, Nah- und Fernwärme- und Erdgasnetze)
- Zentralle Lage zu Einsatzstoffen und Abgabemöglichkeiten Gärrückstände
- Flächeninanspruchnahme.
Weitere Kriterien können von dem AN ergänzt werden.
Abschließend ist auf Grundlage dieser Bewertung einzuschätzen, für welche Region und für welche Art die Modellanlage in Sachsen-Anhalt realisierbar ist.
2.3.2 Konzeption der Modellanlage
Anhand der bewerteten Kriterien ist eine Modellanlage zu konzipieren. Für diese Anlage sind die entsprechenden Kosten inkl. der Fördermöglichkeiten sowie die Möglichkeiten der nachgelagerten Nutzung, wie z.B. Einspeisung Strom-, Nah- und Fernwärme sowie Verwertung Gärreste darzulegen.

c)
Ort der Leistungserbringung

Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt
Reideburger Straße 47
06116 Halle (Saale)

7.
Zulassung von Nebenangeboten

Nein

8.
Bestimmungen über die Ausführungsfrist

Vertragsbeginn: mit Zuschlagserteilung
Leistungsbeginn: 01.06.2024
Zwischenbericht: 31.07.2024
Leistungsende: 30.11.2024

10.
Wesentliche Zahlungsbedingungen

Die Vergütung des Auftrags erfolgt in zwei Abschlagszahlungen. Die erste Abschlagsrechnung ist zusammen mit dem Zwischenbericht (bis zum 31.07.2024) beim Auftraggeber einzureichen. Die maximale Höhe der ersten Abschlagsrechnung darf jedoch 60 % der Vertragssumme nicht überschreiten.
Die zweite Abschlagsrechnung hat nach dem Abschluss der Leistungserbringung durch den Auftragnehmer im Jahr 2024 zu erfolgen. Die Leistung gilt als vollständig erbracht, wenn sie vom Auftraggeber abgenommen und mit Hilfe eines Abnahmeprotokolls dokumentiert wurde.

11.
Unterlagen und Anforderungen zur Beurteilung der Eignung des Bieters und des Nichtvorliegens von Ausschlussgründen

12.
Zuschlagskriterien

Alle Angebote, die den Bewerbungs- und Vertragsbedingungen entsprechen und preislich angemessen sind, werden abschließend vergleichend bewertet. Der Zuschlag wird vorbehaltlich der Verfügbarkeit von Haushaltsmitteln aufgrund des besten Preis-Leistungsverhältnisses erteilt. Angebote von geeigneten Bietenden, werden anhand folgender Kriterien bewertet:
1. Preis 60 %
2. Qualität des Konzeptes Insges. 40 %
2.1. Methodisches Vorgehen 10 %
2.2. Nachvollziehbarkeit der Problemlösung 20 %
2.3. Arbeits- und Zeitplanung 10 %

14.
Sonstige Angaben

Die geforderten Erklärungen und Nachweise (Anlagen 8, 9, 11, 12 der Vergabeunterlagen) sind der Vergabestelle innerhalb der durch sie bestimmten Frist (§ 8 Abs. 1 und 2 S. 2 TVergG LSA) bzw. zum geforderten Zeitpunkt (§ 8 Abs. 5 TVergG LSA i. V. m. § 16 TVergG LSA) vorzulegen. Werden diese nicht oder nicht rechtzeitig vorgelegt, wird das Angebot vom Vergabeverfahren nach § 8 Abs. 4 TVergG LSA ausgeschlossen bzw. kann das Angebot vom Vergabeverfahren nach § 8 Abs. 5 TVergG LSA i. V. m. § 16 TVergG LSA ausgeschlossen werden.


Versionsverlauf

Untenstehend wird der Versionsverlauf der Bekanntmachungen angezeigt. Die Sortierung erfolgt absteigend.

09.04.2024


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