Offizielle Website – Bundesrepublik Deutschland
Zum Hauptinhalt springen

Ausschreibungssuche

Ausschreibungsdetails

4724F10002 - Konzepte der Regionalentwicklung bei Großprojekten im nationalen und inter-nationalen Vergleich - Lehren für das Standortauswahlverfahren (KoRegio)

Zur Einhaltung der Teilnahmefrist wählen Sie vor deren Ablauf 'Teilnahme aktivieren' und laden mit Hilfe des AnA-Web die Vergabeunterlagen herunter.

Mehr lesen

22.03.2024

02.05.2024 10:00

02.05.2024 10:00

Z6-BASE62220/4724F10002

Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung

22.03.2024 10:38

Meine e-Vergabe


Auftragsbekanntmachung

Öffentliche Ausschreibung nach UVgO

Liefer- / Dienstleistungsauftrag

1.
Öffentlicher Auftraggeber (Vergabestelle)

a)
Hauptauftraggeber (zur Angebotsabgabe auffordernde Stelle)

Name:Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung
Straße, Hausnummer:Willy-Brandt-Straße 5
Postleitzahl (PLZ):38226
Ort:Salzgitter
Telefon:+49 30 1843212609

b)
Zuschlag erteilende Stelle

Wie Hauptauftraggeber siehe a)

2.
Angaben zum Verfahren

a)
Verfahrensart

Öffentliche Ausschreibung nach UVgO

b)
Vertragsart

Liefer- / Dienstleistungsauftrag

c)
Geschäftszeichen

Z6-BASE62220/4724F10002

3.
Angaben zu Angeboten

a)
Form der Angebote

  • elektronisch
    • ohne elektronische Signatur (Textform)

b)
Fristen

Ablauf der Angebotsfrist

02.05.2024 - 10:00 Uhr

Ablauf der Bindefrist

27.06.2024

c)
Sprache

deutsch

4.
Angaben zu Vergabeunterlagen

a)
Vertraulichkeit

Die Vergabeunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter
https://www.evergabe-online.de/tenderdetails.html?id=624395

b)
Zugriff auf die Vergabeunterlagen

Vergabeunterlagen werden nur elektronisch zur Verfügung gestellt

c)
Zuständige Stelle

Hauptauftraggeber siehe 1.a)

d)
Anforderungsfrist

02.05.2024 - 10:00 Uhr

5.
Angaben zur Leistung

a)
Art und Umfang der Leistung

Das Standortauswahlverfahren (StandAV) insgesamt und insbesondere die Öffentlichkeitsbeteiligung des Bundesamtes für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) hat zum Ziel, im Kontext der nuklearen Endlagerung „eine Lösung zu finden, die in einem breiten gesellschaftlichen Konsens getragen wird und damit auch von den Betroffenen toleriert werden kann“ (§ 5 Abs. 1 StandAG). Was hier wie eine Folge von Notwendigkeiten klingt, beinhaltet tatsächlich einen Konflikt zwischen der nationalen Aufgabe der Errichtung eines Endlagers für hochradioaktive Abfälle einerseits und regionalen Interessen andererseits. Aufgrund bisheriger (inter-)nationaler Erfahrungen mit Endlagervorhaben ist zu erwarten, dass ein solches Projekt von Anwohner:innen überwiegend kritisch gesehen oder abgelehnt wird.
In der wissenschaftlichen und politischen Debatte ist man sich daher weitgehend einig, dass es neben einem fairen und nachvollziehbaren Auswahlprozess Bemühungen braucht, um die Belastungen, die durch den Bau, Betrieb sowie die Nachverschlussphase der Anlage entstehen, anzuerkennen und mit gezielten Maßnahmen zur sozio-ökonomischen Regionalentwicklung beizutragen. Vor diesem Hintergrund sollten möglichst frühzeitig im Gesamtverfahren Grundlagen ausgearbeitet werden, wie an regionale Bedürfnisse angepasste Konzepte aussehen könnten. Diese ‚Konzepte zur Förderung der Regionalentwicklung‘ sollen durch die Regionalkonferenzen erarbeitet werden, die das BASE in jeder nach § 14 Abs. 2 StandAG zur übertägigen Erkundung vorgeschlagenen Standortregion einrichtet. Die Arbeitsweise der Regionalkonferenzen, und damit auch die Art und Weise, wie durch die Regionalkonferenzen Entwicklungskonzepte erarbeitet werden, wird durch das StandAG nur teilweise definiert.
Doch welche Grundlagen braucht es, um Konzepte zur Förderung der Regionalentwicklung aufstellen zu können? Diese Frage beantwortet das StandAG nicht eindeutig. Das Forschungsvorhaben setzt hier an. Es soll Grundlagen für die Entwicklung von Regionalkonzepten erarbeiten. Folgende Teil-Fragen stehen dabei im Fokus:
1) Was definiert ‚das Potenzial einer Region‘, also den Ist- und Soll-Zustand bei Regionalentwicklung?
2) Auf Basis welcher Daten wird ,das Potenzial einer Region‘ bemessen?
3) Wie macht man ‚Potenzial‘ über verschiedene Regionen hinweg vergleichbar?
4) Wie ist der Prozess hinter der Erstellung solcher Analysen?
Ziel des Forschungsvorhabens ist zu klären, welche Fragen, Kategorien, Daten und Arbeitsschritte für die Erarbeitung von Konzepten zur regionalen Entwicklung zu berücksichtigen sind. Zudem ist zu prüfen, anhand welcher Parameter Regionalentwicklungskonzepte vergleichbar werden. Dieser komparative Aspekt ist vor allem für die Endlagersuche zentral, da solche Konzepte in mehreren Standortregionen parallel entwickelt werden. Letztlich sollen die Ergebnisse des Forschungsvorhabens den Regionalkonferenzen als Grundlage und Hilfestellung für ihre Arbeit dienen.

b)
CPV-Codes

Dienstleistungen im Bereich Forschung und experimentelle Entwicklung (73100000-3)

c)
Ort der Leistungserbringung

Berlin

6.
Angaben zu Losen

a)
Anzahl, Größe und Art der Lose

keine Lose

7.
Zulassung von Nebenangeboten

Nein

8.
Bestimmungen über die Ausführungsfrist

maximal 21 Monate, beginnend ab dem 01.07.2024

9.
Höhe geforderter Sicherheitsleistungen

keine

10.
Wesentliche Zahlungsbedingungen

Für den Vertrag findet die ABFE-BMUV (Stand: Dezember 2021), und damit auch die VOL/B, Anwendung. Sie beinhaltet u. a. die Regelungen:
- Die Rechnungsstellung kann nach Übergabe und Abnahme der vereinbarten Leistung (Arbeitspakete oder Gesamtleistung) erfolgen.
- Der Rechnungsbetrag wird binnen 30 Tagen nach Eingang einer prüfbaren Rechnung ausgezahlt.
- Die Zahlung erfolgt bargeldlos.
Die ABFE-BMUV finden Sie auf der Internetseite des BASE unter Ausschreibung / Forschungsvorhaben (www.base.bund.de).
Es wird darauf hingewiesen, dass Allgemeine Geschäftsbedingungen des Bieters grundsätzlich ausgeschlossen sind.

11.
Unterlagen und Anforderungen zur Beurteilung der Eignung des Bieters und des Nichtvorliegens von Ausschlussgründen

Relevante Referenzen/ Publikationen mit Bezug zum Forschungsvorhaben:
- 1 Referenz zum Nachweis einschlägiger Projekterfahrung im Bereich Strukturwandel
- 1 Referenz zum Nachweis einschlägiger Projekterfahrung im Bereich Infrastrukturplanung
- 1 Referenz zum Nachweis einschlägiger Projekterfahrung im Bereich Regionalentwicklung
- 1 Referenz zum Nachweis von Kenntnissen auf dem Gebiet von Strukturwandel
- 1 Referenz zum Nachweis von Kenntnissen auf dem Gebiet von Infrastrukturplanung
- 1 Referenz zum Nachweis von Erfahrungen in der praktischen Umsetzung und Analyse von Interviews mit qualitativen Verfahren.
- 1 Referenz zum Nachweis von Erfahrungen im Ausrichten von interdisziplinären Workshop Formaten
Die Referenzen sind durch entsprechende Referenzprojekte (Dienstleistungen/ Aufträgen unter Angabe von Auftraggeber, Auftragsvolumen) und einschlägige Publikationen nachzuweisen.
Im Rahmen der Vorlage der Referenzen ist es nicht zwingend erforderlich, dass die Erbringung aller vorgenannten Tätigkeiten jeweils durch gesonderte Referenzprojekte nachgewiesen wird. Vielmehr ist es auch möglich, dass einzelne Referenzprojekte mehrere oder auch alle der geforderten Referenzen abdecken. Zwingend erforderlich ist aber, dass die Referenzen zusammengenommen alle vorgenannten Tätigkeiten nachweisen. Es kann ferner auf eingereichte Unterlagen verwiesen werden.
Der Bietende erklärt sich mit der Abgabe des Angebots bereit bei Bedarf Informationen bereitzustellen, die geeignet sind, die Referenzen hinsichtlich ihrer Validität zu überprüfen.
Anforderungen an die technische Infrastruktur:
- Als Nachweis ist eine Beschreibung der technischen Ausstattung zu erstellen, die den Anforderungen aus der Leistungsbeschreibung zur Umsetzung des Forschungsvorhabens entspricht.

12.
Zuschlagskriterien

siehe Bewertungsmatrix

13.
Rechtsform, die eine Bietergemeinschaft nach Zuschlagserteilung annehmen muss

In den Vergabeunterlagen werden die besonderen Bedingungen für Bietergemeinschaften beschrieben. Diese enthalten u. a. eine gesamtschuldnerische Haftung sowie die Bestimmung der Benennung eines bevollmächtigten Vertreters der Mitglieder gegenüber dem Auftraggeber, der die Bietergemeinschaft rechtsverbindlich vertritt.

14.
Sonstige Angaben

Mit der Abgabe des Angebots unterliegt der Bieter den Bestimmungen über nichtberücksichtigte Angebote (§46 UVgO). Es gilt deutsches Recht.


88d7edf7-5ef6-4edc-a853-eff1f83d8150