Ausschreibungsdetails
Auftragsbekanntmachung
Öffentliche Ausschreibung nach UVgO
Liefer- / Dienstleistungsauftrag
1.
Öffentlicher Auftraggeber (Vergabestelle)
a)
Hauptauftraggeber (zur Angebotsabgabe auffordernde Stelle)
Name:Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung
Straße, Hausnummer:Willy-Brandt-Straße 5
Postleitzahl (PLZ):38226
Ort:Salzgitter
Telefon:+49 30 1843212609
E-Mail: z6ressortforschung@base.bund.de
Internet-Adresse: https://www.base.bund.de/DE/home/home_node.html
b)
Zuschlag erteilende Stelle
Wie Hauptauftraggeber siehe a)
2.
Angaben zum Verfahren
a)
Verfahrensart
Öffentliche Ausschreibung nach UVgO
b)
Vertragsart
Liefer- / Dienstleistungsauftrag
c)
Geschäftszeichen
Z6-BASE62220/4724F10002
3.
Angaben zu Angeboten
a)
Form der Angebote
- elektronisch
- ohne elektronische Signatur (Textform)
b)
Fristen
Ablauf der Angebotsfrist
02.05.2024 - 10:00 Uhr
Ablauf der Bindefrist
27.06.2024
c)
Sprache
deutsch
4.
Angaben zu Vergabeunterlagen
a)
Vertraulichkeit
Die Vergabeunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter
https://www.evergabe-online.de/tenderdetails.html?id=624395
https://www.evergabe-online.de/tenderdetails.html?id=624395
b)
Zugriff auf die Vergabeunterlagen
Vergabeunterlagen werden nur elektronisch zur Verfügung gestellt
c)
Zuständige Stelle
Hauptauftraggeber siehe 1.a)
d)
Anforderungsfrist
02.05.2024 - 10:00 Uhr
5.
Angaben zur Leistung
a)
Art und Umfang der Leistung
Das Standortauswahlverfahren (StandAV) insgesamt und insbesondere die Öffentlichkeitsbeteiligung des Bundesamtes für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) hat zum Ziel, im Kontext der nuklearen Endlagerung „eine Lösung zu finden, die in einem breiten gesellschaftlichen Konsens getragen wird und damit auch von den Betroffenen toleriert werden kann“ (§ 5 Abs. 1 StandAG). Was hier wie eine Folge von Notwendigkeiten klingt, beinhaltet tatsächlich einen Konflikt zwischen der nationalen Aufgabe der Errichtung eines Endlagers für hochradioaktive Abfälle einerseits und regionalen Interessen andererseits. Aufgrund bisheriger (inter-)nationaler Erfahrungen mit Endlagervorhaben ist zu erwarten, dass ein solches Projekt von Anwohner:innen überwiegend kritisch gesehen oder abgelehnt wird.
In der wissenschaftlichen und politischen Debatte ist man sich daher weitgehend einig, dass es neben einem fairen und nachvollziehbaren Auswahlprozess Bemühungen braucht, um die Belastungen, die durch den Bau, Betrieb sowie die Nachverschlussphase der Anlage entstehen, anzuerkennen und mit gezielten Maßnahmen zur sozio-ökonomischen Regionalentwicklung beizutragen. Vor diesem Hintergrund sollten möglichst frühzeitig im Gesamtverfahren Grundlagen ausgearbeitet werden, wie an regionale Bedürfnisse angepasste Konzepte aussehen könnten. Diese ‚Konzepte zur Förderung der Regionalentwicklung‘ sollen durch die Regionalkonferenzen erarbeitet werden, die das BASE in jeder nach § 14 Abs. 2 StandAG zur übertägigen Erkundung vorgeschlagenen Standortregion einrichtet. Die Arbeitsweise der Regionalkonferenzen, und damit auch die Art und Weise, wie durch die Regionalkonferenzen Entwicklungskonzepte erarbeitet werden, wird durch das StandAG nur teilweise definiert.
Doch welche Grundlagen braucht es, um Konzepte zur Förderung der Regionalentwicklung aufstellen zu können? Diese Frage beantwortet das StandAG nicht eindeutig. Das Forschungsvorhaben setzt hier an. Es soll Grundlagen für die Entwicklung von Regionalkonzepten erarbeiten. Folgende Teil-Fragen stehen dabei im Fokus:
1) Was definiert ‚das Potenzial einer Region‘, also den Ist- und Soll-Zustand bei Regionalentwicklung?
2) Auf Basis welcher Daten wird ,das Potenzial einer Region‘ bemessen?
3) Wie macht man ‚Potenzial‘ über verschiedene Regionen hinweg vergleichbar?
4) Wie ist der Prozess hinter der Erstellung solcher Analysen?
Ziel des Forschungsvorhabens ist zu klären, welche Fragen, Kategorien, Daten und Arbeitsschritte für die Erarbeitung von Konzepten zur regionalen Entwicklung zu berücksichtigen sind. Zudem ist zu prüfen, anhand welcher Parameter Regionalentwicklungskonzepte vergleichbar werden. Dieser komparative Aspekt ist vor allem für die Endlagersuche zentral, da solche Konzepte in mehreren Standortregionen parallel entwickelt werden. Letztlich sollen die Ergebnisse des Forschungsvorhabens den Regionalkonferenzen als Grundlage und Hilfestellung für ihre Arbeit dienen.
In der wissenschaftlichen und politischen Debatte ist man sich daher weitgehend einig, dass es neben einem fairen und nachvollziehbaren Auswahlprozess Bemühungen braucht, um die Belastungen, die durch den Bau, Betrieb sowie die Nachverschlussphase der Anlage entstehen, anzuerkennen und mit gezielten Maßnahmen zur sozio-ökonomischen Regionalentwicklung beizutragen. Vor diesem Hintergrund sollten möglichst frühzeitig im Gesamtverfahren Grundlagen ausgearbeitet werden, wie an regionale Bedürfnisse angepasste Konzepte aussehen könnten. Diese ‚Konzepte zur Förderung der Regionalentwicklung‘ sollen durch die Regionalkonferenzen erarbeitet werden, die das BASE in jeder nach § 14 Abs. 2 StandAG zur übertägigen Erkundung vorgeschlagenen Standortregion einrichtet. Die Arbeitsweise der Regionalkonferenzen, und damit auch die Art und Weise, wie durch die Regionalkonferenzen Entwicklungskonzepte erarbeitet werden, wird durch das StandAG nur teilweise definiert.
Doch welche Grundlagen braucht es, um Konzepte zur Förderung der Regionalentwicklung aufstellen zu können? Diese Frage beantwortet das StandAG nicht eindeutig. Das Forschungsvorhaben setzt hier an. Es soll Grundlagen für die Entwicklung von Regionalkonzepten erarbeiten. Folgende Teil-Fragen stehen dabei im Fokus:
1) Was definiert ‚das Potenzial einer Region‘, also den Ist- und Soll-Zustand bei Regionalentwicklung?
2) Auf Basis welcher Daten wird ,das Potenzial einer Region‘ bemessen?
3) Wie macht man ‚Potenzial‘ über verschiedene Regionen hinweg vergleichbar?
4) Wie ist der Prozess hinter der Erstellung solcher Analysen?
Ziel des Forschungsvorhabens ist zu klären, welche Fragen, Kategorien, Daten und Arbeitsschritte für die Erarbeitung von Konzepten zur regionalen Entwicklung zu berücksichtigen sind. Zudem ist zu prüfen, anhand welcher Parameter Regionalentwicklungskonzepte vergleichbar werden. Dieser komparative Aspekt ist vor allem für die Endlagersuche zentral, da solche Konzepte in mehreren Standortregionen parallel entwickelt werden. Letztlich sollen die Ergebnisse des Forschungsvorhabens den Regionalkonferenzen als Grundlage und Hilfestellung für ihre Arbeit dienen.
b)
CPV-Codes
Dienstleistungen im Bereich Forschung und experimentelle Entwicklung (73100000-3)
c)
Ort der Leistungserbringung
Berlin
6.
Angaben zu Losen
a)
Anzahl, Größe und Art der Lose
keine Lose
7.
Zulassung von Nebenangeboten
Nein
8.
Bestimmungen über die Ausführungsfrist
maximal 21 Monate, beginnend ab dem 01.07.2024
9.
Höhe geforderter Sicherheitsleistungen
keine
10.
Wesentliche Zahlungsbedingungen
Für den Vertrag findet die ABFE-BMUV (Stand: Dezember 2021), und damit auch die VOL/B, Anwendung. Sie beinhaltet u. a. die Regelungen:
- Die Rechnungsstellung kann nach Übergabe und Abnahme der vereinbarten Leistung (Arbeitspakete oder Gesamtleistung) erfolgen.
- Der Rechnungsbetrag wird binnen 30 Tagen nach Eingang einer prüfbaren Rechnung ausgezahlt.
- Die Zahlung erfolgt bargeldlos.
Die ABFE-BMUV finden Sie auf der Internetseite des BASE unter Ausschreibung / Forschungsvorhaben (www.base.bund.de).
Es wird darauf hingewiesen, dass Allgemeine Geschäftsbedingungen des Bieters grundsätzlich ausgeschlossen sind.
- Die Rechnungsstellung kann nach Übergabe und Abnahme der vereinbarten Leistung (Arbeitspakete oder Gesamtleistung) erfolgen.
- Der Rechnungsbetrag wird binnen 30 Tagen nach Eingang einer prüfbaren Rechnung ausgezahlt.
- Die Zahlung erfolgt bargeldlos.
Die ABFE-BMUV finden Sie auf der Internetseite des BASE unter Ausschreibung / Forschungsvorhaben (www.base.bund.de).
Es wird darauf hingewiesen, dass Allgemeine Geschäftsbedingungen des Bieters grundsätzlich ausgeschlossen sind.
11.
Unterlagen und Anforderungen zur Beurteilung der Eignung des Bieters und des Nichtvorliegens von Ausschlussgründen
Relevante Referenzen/ Publikationen mit Bezug zum Forschungsvorhaben:
- 1 Referenz zum Nachweis einschlägiger Projekterfahrung im Bereich Strukturwandel
- 1 Referenz zum Nachweis einschlägiger Projekterfahrung im Bereich Infrastrukturplanung
- 1 Referenz zum Nachweis einschlägiger Projekterfahrung im Bereich Regionalentwicklung
- 1 Referenz zum Nachweis von Kenntnissen auf dem Gebiet von Strukturwandel
- 1 Referenz zum Nachweis von Kenntnissen auf dem Gebiet von Infrastrukturplanung
- 1 Referenz zum Nachweis von Erfahrungen in der praktischen Umsetzung und Analyse von Interviews mit qualitativen Verfahren.
- 1 Referenz zum Nachweis von Erfahrungen im Ausrichten von interdisziplinären Workshop Formaten
Die Referenzen sind durch entsprechende Referenzprojekte (Dienstleistungen/ Aufträgen unter Angabe von Auftraggeber, Auftragsvolumen) und einschlägige Publikationen nachzuweisen.
Im Rahmen der Vorlage der Referenzen ist es nicht zwingend erforderlich, dass die Erbringung aller vorgenannten Tätigkeiten jeweils durch gesonderte Referenzprojekte nachgewiesen wird. Vielmehr ist es auch möglich, dass einzelne Referenzprojekte mehrere oder auch alle der geforderten Referenzen abdecken. Zwingend erforderlich ist aber, dass die Referenzen zusammengenommen alle vorgenannten Tätigkeiten nachweisen. Es kann ferner auf eingereichte Unterlagen verwiesen werden.
Der Bietende erklärt sich mit der Abgabe des Angebots bereit bei Bedarf Informationen bereitzustellen, die geeignet sind, die Referenzen hinsichtlich ihrer Validität zu überprüfen.
Anforderungen an die technische Infrastruktur:
- Als Nachweis ist eine Beschreibung der technischen Ausstattung zu erstellen, die den Anforderungen aus der Leistungsbeschreibung zur Umsetzung des Forschungsvorhabens entspricht.
- 1 Referenz zum Nachweis einschlägiger Projekterfahrung im Bereich Strukturwandel
- 1 Referenz zum Nachweis einschlägiger Projekterfahrung im Bereich Infrastrukturplanung
- 1 Referenz zum Nachweis einschlägiger Projekterfahrung im Bereich Regionalentwicklung
- 1 Referenz zum Nachweis von Kenntnissen auf dem Gebiet von Strukturwandel
- 1 Referenz zum Nachweis von Kenntnissen auf dem Gebiet von Infrastrukturplanung
- 1 Referenz zum Nachweis von Erfahrungen in der praktischen Umsetzung und Analyse von Interviews mit qualitativen Verfahren.
- 1 Referenz zum Nachweis von Erfahrungen im Ausrichten von interdisziplinären Workshop Formaten
Die Referenzen sind durch entsprechende Referenzprojekte (Dienstleistungen/ Aufträgen unter Angabe von Auftraggeber, Auftragsvolumen) und einschlägige Publikationen nachzuweisen.
Im Rahmen der Vorlage der Referenzen ist es nicht zwingend erforderlich, dass die Erbringung aller vorgenannten Tätigkeiten jeweils durch gesonderte Referenzprojekte nachgewiesen wird. Vielmehr ist es auch möglich, dass einzelne Referenzprojekte mehrere oder auch alle der geforderten Referenzen abdecken. Zwingend erforderlich ist aber, dass die Referenzen zusammengenommen alle vorgenannten Tätigkeiten nachweisen. Es kann ferner auf eingereichte Unterlagen verwiesen werden.
Der Bietende erklärt sich mit der Abgabe des Angebots bereit bei Bedarf Informationen bereitzustellen, die geeignet sind, die Referenzen hinsichtlich ihrer Validität zu überprüfen.
Anforderungen an die technische Infrastruktur:
- Als Nachweis ist eine Beschreibung der technischen Ausstattung zu erstellen, die den Anforderungen aus der Leistungsbeschreibung zur Umsetzung des Forschungsvorhabens entspricht.
12.
Zuschlagskriterien
siehe Bewertungsmatrix
13.
Rechtsform, die eine Bietergemeinschaft nach Zuschlagserteilung annehmen muss
In den Vergabeunterlagen werden die besonderen Bedingungen für Bietergemeinschaften beschrieben. Diese enthalten u. a. eine gesamtschuldnerische Haftung sowie die Bestimmung der Benennung eines bevollmächtigten Vertreters der Mitglieder gegenüber dem Auftraggeber, der die Bietergemeinschaft rechtsverbindlich vertritt.
14.
Sonstige Angaben
Mit der Abgabe des Angebots unterliegt der Bieter den Bestimmungen über nichtberücksichtigte Angebote (§46 UVgO). Es gilt deutsches Recht.
88d7edf7-5ef6-4edc-a853-eff1f83d8150