Ausschreibungsdetails
Auftragsbekanntmachung
Richtlinie 2014/24/EUAbschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber (Vergabestelle)
elektronisch via:
https://www.evergabe-online.de/tenderdetails.html?id=401312Andere: Bundesoberbehörde
Andere Tätigkeit: Verkehrswesen (Gewässerkunde)
Abschnitt II: Gegenstand
Anpassungen Modellsystem BEWASYS und modelltechnische Erweiterungen BEWASYS Rhein-Oder
M2/Z3/162.02/021/039
IT-Dienste: Beratung, Software-Entwicklung, Internet und Hilfestellung (72000000)
Dienstleistungen
Für Untersuchungen zur quantitativen Wasserbewirtschaftung der Kanal- und Flussstauhaltungen zwischen Rhein und Oder unterhält die BfG das Modell BEWASYS Rhein-Oder. Das Modellsystem BEWASYS (BEwirtschaftung WAsserwirtschaftlicher SYSteme) ist ein Werkzeug zur Simulation der quantitativen Bewirtschaftung komplexer wasserwirtschaftlicher Systeme (Kanal- und Flussstauhal-tungen, Talsperren). BEWASYS wurde ursprünglich am Institut für Wasser- und Gewässerentwicklung (IWG) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) in Zusammenarbeit mit dem Ruhrverband entwickelt (Brudy-Zippelius, 2003). Seit 2001 erfolgten wesentliche Weiterentwicklungen im Auftrag der BfG (BfG, 2011; Ebner von Eschenbach et al., 2011; Preuß, 2008).
BEWASYS Rhein-Oder ist räumlich in zwei Teilmodelle untergliedert. Das Teilmodell WMP erstreckt sich, ausgehend vom Rhein im Westen, über den Großteil des westdeutschen Kanalsystems, den Mittellandkanal und Elbe-Seitenkanal, Teile der Elbe, den Elbe-Havel-Kanal samt dessen Verbindungskanäle zur Elbe und weiter bis zur Unteren Havel-Wasserstraße als östliche Grenze des Modellgebiets. Das Teilmodell MOST bildet schwerpunktmäßig den östlichen Bereich des Bundeswasserstraßennetzes mit der Spree-Oder-Wasserstraße, der Havel-Oder-Wasserstraße, den Berliner Kanälen, Teilen der Oder sowie der Müritz-Havel-Wasserstraße und der Oberen Havel-Wasserstraße ab.
Zur besseren Handhabung der Bewirtschaftungssteuerung sind beide Teilmodelle noch in weiteren Teilsysteme untergliedert, die jedoch zusammenhängend modelliert werden. Das Teilmodell WMP umfasst die Systeme „West“, „Mitte“ und „Magdeburg-Berlin (MDB)“. Im Teilmodell MOST ist das Teilsystem „Ost“ sowie die Obere-Havel-Wasserstraße (OHW) und die Müritz-Havel-Wasserstraße (MHW) abgebildet. Weitere Details zur Funktionsweise und Parametrisierung sind u.a. in BfG (2011), Preuß und Ihringer (2012) und KIT (2013) beschrieben.
Entwicklung von kundenspezifischer Software (72230000)
Softwareprogrammierung und -beratung (72200000)
Koblenz, Kreisfreie Stadt (DEB11, NUTS 3)
Pos. 1: Modelltechnische Erweiterungen BEWASYS Rhein-Oder, Teilmodell WMP
Implementierung Pumpensteuerung für die gemeinsame Ruhrstauhaltung Duisburg und Kanalstauhaltung Duisburg-Meiderich
Einbau Fischwechselanlage an der Ruhrschleuse Duisburg
Implementierung Entlastungssteuerung für die MLK/ESK-Scheitelhaltung
Pos. 2: Anpassungen im Modellkern WAS_BIL und daraus resultierende Modifikationen des Systemeditors WASED
Zeitliche Dynamisierung von Spaltwasserverlusten an Schleusen
Zeitliche Dynamisierung von Zielwasserständen in Stauhaltungen
Umstellung Eingangsdatenformat für Niederschlag und Verdunstung
Erweiterung Modellausgabe: Niederschlag und Verdunstung als Volumenstrom
Kontrollierter Programmabbruch bei Leerlaufen einer Haltung
Pos. 3: Anpassungen des BEWASYS Steuerprogramms
Batch-Betrieb der Umwandlungsfunktion des Steuerprogramms
Erweiterung Steuerprogramm um zusätzliche Exportfunktionen
Haltungsparameter
Fließgewässerparameter
Parameter Entlastungsanlagen
Parameter Schleusen
Angaben zu Modellknoten mit Entnahmen/Zuflüssen
Erweiterung Fehlermeldungen des Steuerprogramms
Fehlermeldung bei falschen Pfadangaben von Eingangsdateien
Fehlermeldung bei zu kurzen Zeitreihen
Skalierung Fenster- und Textfeldgrößen
Überarbeitung Layout und Buttons der Benutzeroberfläche
Pos 4: Anpassungen des Systemeditors WASED
Modifikation konstanter Versickerungswerte
TagEditor von WASED
Pos. 5: Pilotstudien
Pilotmodell Wehrsteuerung Flussstauhaltung
Pilotmodell Nutzerpriorisierung in Stauhaltungen
Pos. 6: Besprechungstermine
Projekttreffen
Arbeitsgespräche
Pos. 7: Dokumentation
Erstellung Zwischenbericht nach Erbringung von Pos. 1
Erstellung Zwischenbericht nach Erbringung von Pos. 2, 3 und 4
Erstellung Abschlussbericht nach Erbringung von Pos. 5
Fortschreibung BEWASYS Anwenderhandbuch
Kompilieranleitung für FORTRAN und JAVA Programme
Pos. 8: Übergabe Projektergebnisse und Einrichtung von Kompilierumgebungen
Übergabe Projektergebnisse
Einrichtung Kompilierumgebungen
Die ausführliche Beschreibung der zu erbringenden Leistungen entnehmen Sie bitte den Vergabeunterlagen.
Laufzeit in Monaten:18
3
Die Auswahl der Bewerber, die zur Angebotsabgabe aufgefordert werden, erfolgt anhand der unter Abschnitt III.1 benannten Kriterien.
nein
nein
Abschnitt III: Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Angaben
1.) Von der vorgesehenen Projektleitung wird zur Erfüllung der geforderten Leistungen ein ingenieur- oder naturwissenschaftlicher (Fach-) Hochschulabschluss oder eine diesen nationalen Abschlüssen vergleichbare Berufsausbildung erwartet.
Der Nachweis ist durch Vorlage der entsprechenden Urkunde mit der Abgabe des Teilnahmeantrags zu erbringen.
2.) Darüber hinaus erforderliche Angaben zur Eignung (siehe Eigenerklärung zur Eignung)
- Angaben zur Eintragung in das Berufsregister
- Erklärung, dass sich das Unternehmen bei der Berufsgenossenschaft angemeldet hat
- Nachweise über die berufliche Befähigung des Bewerbers (Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug)
- Erklärung über das Nichtvorliegen von Ausschlussgründen gemäß §§ 123, 124 GWB
1.) Darüber hinaus erforderliche Angaben zur Eignung (siehe Eigenerklärung zur Eignung)
- Erklärung, dass eine Berufshaftpflichtversicherung / eine Betriebshaftpflichtversicherung in Höhe von jeweils mindestens 5.000.000,00 € für Personen und sonstige Schäden nachgewiesen bzw. im Auftragsfall vor Zuschlagserteilung abgeschlossen wird
- Erklärung über den Gesamtumsatz in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren über den konkreten, in der Bekanntmachung definierten Tätigkeitsbereich des Auftrags, soferm entsprechende Angaben verfügbar sind
- Erklärung über den Gesamtumsatz in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren, sofern entsprechende Angaben verfügbar sind
1.) Referenzen mit vergleichbaren Leistungen
Angabe von Referenzleistungen der letzten 3 Jahre in den Bereichen:
Aufbau und Anwendung von wasserwirtschaftlichen Modellen
Erfahrung in der Programmcodeentwicklung von wasserwirtschaftlichen bzw. hydrologischen Modellen
Erfahrung in der Programmierung mit FORTRAN und JAVA
0 = Ausschluss = keine nachgewiesenen Erfahrungen in einem der drei genannten Bereiche anhand von Referenzprojekten der letzten 3 Jahre
1 = teilweise nachgewiesen (Erfahrung in 1 der 3 Anforderungsbereiche)
2 = gut nachgewiesen (Erfahrung in 2 der 3 Anforderungsbereiche)
3 = umfassend nachgewiesen (Erfahrung in 3 der 3 Anforderungsbereiche)
2.) Darüber hinaus erforderichen Angaben zur Eignung (siehe Eigenerklärung zur Eignung)
- Erklärung, aus der die durchschnittliche jährliche Beschäftigtenzahl des Unternehmens und die Zahl seiner Führungskräfte in den letzten drei Jahren ersichtlich ist.
- Angabe der technischen Fachkräfte oder der technischen Stellen, die im Zusammenhang mit der Leistungserbringung eingesetzt werden sollen, unabhängig davon, ob diese dem Unternehmen angehören oder nicht, und zwar insbesondere derjenigen, die mit der Qualitätskontrolle beauftragt sind.
- Studien- und Ausbildungsnachweise sowie Bescheinigungen über die Erlaubnis zur Berufsausübung für die Inhaberin, den Inhaber oder die Führungskräfte des Unternehmens
Abschnitt IV: Verfahren
Verhandlungsverfahren
ja
05.08.2021
10:00
- Deutsch (DE)
10.01.2022
Abschnitt VI: Weitere Angaben
Dies ist kein wiederkehrender Auftrag.
Die elektronische Rechnungsstellung wird akzeptiert
In der Phase des Teilnahmewettbewerbs werden 3 Bewerber anhand der geforderten Mindest-/Eignungskriterien für die Teilnahme an Verhandlungsgesprächen ausgewählt. Im Rahmen individueller Verhandlungstermine stellen die ausgewählten Teilnehmer dann ihre Lösungsvorschläge im Rahmen einer Präsentation vor und erörtern diese mit dem Bedarfsträger. Die Präsentationsunterlagen werden dem Bedarfsträger in diesem Rahmen zur Verfügung gestellt. Auf Basis der Verhandlungsergebnisse erfolgt ggf. eine Aktualisierung der Leistungsbeschreibung sowie des Vertrags und im Anschluss eine Aufforderung zur Angebotsabgabe.
13.10.2021
Versionsverlauf
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