Ausschreibungsdetails
Auftragsbekanntmachung
Richtlinie 2014/24/EUAbschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber (Vergabestelle)
elektronisch via:
https://www.evergabe-online.de/tenderdetails.html?id=401025Einrichtung des öffentlichen Rechts
Gesundheit
Abschnitt II: Gegenstand
Untersuchung der Ressourcen und Potentiale hinsichtlich der zukünftigen Ausrichtung der IT und IT-Organisation (Soll-Ist-Analyse) der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See
Soll-Ist-Analyse IT (ID: 1.943.217)
Unternehmens- und Managementberatung (79410000)
Dienstleistungen
Gegenstand der Ausschreibung ist die Durchführung einer unabhängigen Bewertung (Soll-Ist-Analyse) der IT der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (KBS).
336.134,45
EUR Euro
Bochum, Kreisfreie Stadt (DEA51, NUTS 3)
Bochum
Gegenstand der Ausschreibung ist die Durchführung einer unabhängigen Bewertung (Soll-Ist-Analyse) der IT der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (KBS).
Diese Analyse soll die Aufbau- und Ablauforganisation sowie den Ressourcen- und Technologieeinsatz mit Blick auf die aktuellen und kommenden Anforderungen bewerten. Ausgehend davon sollen unter Berücksichtigung von Best-Practice und State-of-the-Art Handlungsempfehlungen für die zukünftige Aufstellung der IT formuliert werden.
Zum Erreichen einer systematischen und objektiven Bewertung soll die Analyse durch den zukünftigen Auftragnehmer (extern) begleitet werden. Die Umsetzung konkreter Umstrukturierungsmaßnahmen o. ä. ist ausdrücklich nicht Gegenstand dieses Auftrags.
Es handelt sich um einen Rahmenvertrag. Die Leistungen sind nach Abruf durch den Auftraggeber zu erbringen. Der Umfang wird auf 250-300 Personentage geschätzt. Die abrufbare Höchstmenge der Rahmenvereinbarung liegt bei 400.000 Euro brutto. Es besteht keine Abrufverpflichtung.
Qualitätskriterium Name: Darstellung des Konzepts / Gewichtung: 45
Qualitätskriterium Name: Arbeitsprobe / Gewichtung: 25
Preis Gewichtung: 30
336.134,45
EUR Euro
05.11.2021
31.08.2022
3
Im Rahmen der Auswertung des Teilnahmewettbewerbs werden die Angaben der Bewerber in der TW Anlage 2 zu Punkt I. Leistungsfähigkeit des Unternehmens, Punkt II. Beraterprofile: Berufliche Befähigung/ Qualifikation/ Erfahrung der Berater*innen und Punkt III. Referenzprojekte mit Punkten bewertet.
Voraussetzung für die Punktevergabe ist die Erfüllung sämtlicher Mindestanforderungen. Bei Nichteinhaltung nur einer der Mindestanforderungen wird der Teilnahmeantrag ausgeschlossen. Die Mindestanforderungen finden Sie unter Punkt III.1.3 dieser Veröffentlichung.
Die Höchstpunktzahl beträgt insgesamt 45 Punkte. Ein Bewerber ist umso besser geeignet, je mehr Punkte er insgesamt erreicht hat. Wird eine Erklärung nicht eingereicht bzw. nicht abgegeben, erhält der Bewerber für dieses Auswahlkriterium für den Teilnahmewettbewerb 0 Punkte.
Die Punkte können wie folgt erzielt werden:
I. Leistungsfähigkeit des Unternehmens:
Die Höchstpunktzahl für die Leistungsfähigkeit des Unternehmens beträgt 10 Punkte. Dies entspricht einer Gewichtung von ca. 22,22 %.
I.1 Durchschnittliche Anzahl von im Unternehmen beschäftigten IT-Beratern
Die durchschnittliche jährliche Anzahl von im Unternehmen beschäftigten IT-Beratern im Jahr 2020 wird mit max. 5 Punkten bewertet:
50 - 99 IT-Berater*innen = 1 Punkt
100 bis 149 IT-Berater*innen = 2 Punkte
150 bis 199 IT-Berater*innen = 3 Punkte
200 bis 249 IT-Berater*innen = 4 Punkte
über 250 IT-Berater*innen = 5 Punkte
I.2 Maßnahmen zur Sicherstellung der Kompetenz Ihrer Berater*innen z.B. in Form von Schulungen und Weiterbildungen
Die Beschreibung des Bewerbers zu I.2 wird mit maximal 5 Punkten bewertet. Die Punktevergabe richtet sich nach dem folgenden Bewertungsschema:
- Das Unternehmen zeigt ein umfangreiches und strukturiertes Weiterbildungskonzept auf und gibt Beispiele dazu = 5 Punkte
- Das Unternehmen macht detaillierte Ausführungen zu einem Weiterbildungskonzept seiner Beschäftigten = 3 Punkte
- Das Unternehmen zeigt auf, dass es die Weiterbildung der Beschäftigten fördert = 1 Punkt
II. Beraterprofile: Berufliche Befähigung/ Qualifikation / Erfahrung der Berater*innen
II.2 Expertise Berater*innen
Die Höchstpunktzahl für die Expertise der Berater*innen beträgt insgesamt 20 Punkte. Dies entspricht einer Gewichtung von ca. 44,44 %.
II.2.1 Expertise in Fragestellungen zu Aufbau- und Ablauforganisation
Die Beschreibung zu Punkt II.2.1 wird mit max. 15 Punkten bewertet.
Der Bewerber soll die Expertise seiner unter Punkt II.1 benannten Berater*innen in Fragestellungen zu Aufbau- und Ablauforganisation für:
a) Rechenzentrumsbetrieb,
b) Softwareentwicklung,
c) Datawarehousing und -analytics sowie
d) der IT-Strategie- und Governance und
e) des IT-Managements und -Controllings
beschreiben.
Die Angaben des Bewerbers werden nach folgendem Bewertungsschema je Bereich [a) - e)] mit Punkten bewertet:
- Aktuelle Expertise ist detailliert und nachvollziehbar beschrieben sowie durch geeignete Zertifikate nachgewiesen = 3 Punkte
- Aktuelle Expertise ist detailliert und nachvollziehbar beschrieben, aber nicht durch Zertifikate nachgewiesen = 2 Punkte
- Aktuelle Expertise wurde beschrieben, war aber nur teilweise nachvollziehbar = 1 Punkt
II.2.2 Kenntnisse über gängige IT-Anforderungen an kritische Infrastrukturen (KRITIS)
Die Beschreibung zu Punkt II.2.2 wird mit max. 3 Punkten bewertet.
Die Angaben des Bewerbers werden nach folgendem Bewertungsschema mit Punkten bewertet:
- Aktuelle Kenntnisse sind detailliert und nachvollziehbar beschrieben sowie durch geeignete Zertifikate nachgewiesen = 3 Punkte
- Aktuelle Kenntnisse sind detailliert und nachvollziehbar beschrieben, aber nicht durch Zertifikate nachgewiesen = 2 Punkte
- Aktuelle Kenntnisse wurden beschrieben, waren aber nur teilweise nachvollziehbar = 1 Punkt
II.2.3 Projektmanagement-Kenntnisse
Die Beschreibung zu Punkt II.2.3 wird mit max. 2 Punkten bewertet.
Die Angaben des Bewerbers werden nach folgendem Bewertungsschema mit Punkten bewertet:
- Aktuelle Projektmanagement-Kenntnisse sind detailliert und nachvollziehbar beschrieben sowie durch geeignete Zertifikate nachgewiesen = 2 Punkte
- Aktuelle Projektmanagement-Kenntnisse sind nachvollziehbar beschrieben, aber nicht durch Zertifikate nachgewiesen = 1 Punkt
III. Referenzen
Die Höchstpunktzahl für die Referenzen des Unternehmens beträgt insgesamt 15 Punkte. Dies entspricht einer Gewichtung von ca. 33,33%.
Der Bewerber muss mind. 1 Referenzprojekt und kann insgesamt bis zu 4 Referenzprojekte einreichen:
Bewertungskriterium:
Der Bewerber sollte drei weitere Referenzen über vergleichbare Aufträge (d.h. eine durchgeführte Soll-Ist-Analyse einer IT-Abteilung oder einer IT-strategischen Beratung im Umfang von mind. 100 Personentagen) in den letzten 3 Jahren (ab 2018) bei einem vergleichbaren Auftraggeber, der unten in der Tabelle aufgeführt ist, benennen.
Je besser die Referenzen der vorliegend zu erbringenden Leistung entsprechen, desto mehr Punkte erhält der Bewerber.
Für das 2., 3. und 4. nachgewiesene Referenzprojekt werden jeweils max. 5 Punkte vergeben (Bewertungskriterium). Es können für diese drei Referenzprojekte also insgesamt maximal 15 Punkte erreicht werden.
Bei Angabe von weniger als 3 weiteren Referenzen reduziert sich die maximal erreichbare Punktzahl entsprechend (bei Angabe von 2 Referenzen können max. 10 Punkte, bei Angabe nur einer Referenz max. 5 Punkte vergeben werden).
Die Punktevergabe für die jeweilige Referenz richtet sich nach folgendem Bewertungsschema:
vergleichbarer Auftragsinhalt (durchgeführte Soll-Ist-Analyse einer IT-Abteilung oder einer IT-strategischen Beratung im Umfang von mind. 100 Personentagen) bei einem/einer:
- gesetzlichen SV- Träger oder unmittelbare Bundesverwaltung = 5 Punkte
- mittelbaren Bundesverwaltung = 3 Punkte
- öffentlich rechtl. Einrichtung = 2 Punkte
- Versicherungsunternehmen mit mehr als 2 Mio. Versicherten = 2 Punkte
nein
nein
Da die Aufgabe / das fiktive Szenario für die Erstellung der Arbeitsprobe (siehe Punkt 7.2 der Leistungsbeschreibung) vertrauliche Geschäftsgeheimnisse enthält, erfolgt keine Veröffentlichung dieser Aufgabe. Die Aufgabe / das fiktive Szenario für die Erstellung der Arbeitsprobe (siehe Punkt 7.2 der Leistungsbeschreibung) erhalten die drei geeignetsten Bieter mit der Aufforderung zur Angebotsabgabe (Bewerber die nach den Kriterien im Teilnahmewettbewerb ausgewählt wurden).
Sämtliche Bieter, die zur Angebotsabgabe aufgefordert wurden und ein zulässiges und wertbares Angebot abgegeben haben, werden zu einer mündlichen Präsentation ihres Konzeptes sowie der Arbeitsprobe und zur Verhandlung des Auftrages eingeladen.
Diese Präsentations- und Verhandlungstermine werden voraussichtlich am 19.10. und 20.10.2021 in Bochum stattfinden. In diesem Termin wird eine Präsentation Ihres Konzeptes inklusive Ihrer Arbeitsprobe (Punkt 7.1 und 7.2 der Leistungsbeschreibung) erwartet. Es wird erwartet, dass u.a. mindestens zwei Personen (der/die im Teilnahmeantrag in der TW Anlage 2 genannte Projektleiter*in und stellvertretende/r Projektleiter*in), die im Falle einer Auftragserteilung mit dem Projekt betraut werden, diesen Termin selbst wahrnehmen. Im Falle der Verhinderung ist ein/e Vertreter*in zu benennen, der auch im Auftragsfall die Vertretung übernimmt, sollte ein Vertretungsfall während der Projektlaufzeit auftreten. Von jedem wird ein aktiver Part während der Präsentation erwartet.
Die Angabe der Laufzeit in Punkt II.2.7 ist der Systematik der Vorlage geschuldet. Der Vertrag tritt mit Zuschlagserteilung in Kraft und endet spätestens zum 31.08.2022, ohne dass es einer schriftlichen Kündigung bedarf. Die Zuschlagserteilung ist im November 2021 geplant. Wird das Auftragsvolumen ausgeschöpft, endet der Vertrag vorzeitig.
Abschnitt III: Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Angaben
TW Anlage 1 - Eigenerklärung zum Nichtvorliegen von Ausschlussgründen
TW Anlage 2 - Eigenerklärung für den Teilnahmewettbewerb zur Prüfung der Fachkunde und Leistungsfähigkeit und zur Begrenzung der Anzahl der Bewerber
I. Leistungsfähigkeit des Unternehmens:
I.1 Durchschnittliche Anzahl von im Unternehmen beschäftigten IT-Beratern
Der Auftragnehmer beschäftigte im Jahr 2020 mind. 50 IT-Berater*innen (Mindestanforderung).
I.3 Musskriterien
- Die Durchführung der Analyse erfolgt überwiegend vor Ort in Bochum. In Ausnahmefällen behält sich der Auftraggeber vor, pandemiebedingt teilweise auf Web-Konferenzen auszuweichen.
- Falls der Auftraggeber ein persönliches Erscheinen eines Mitarbeiters/ einer Mitarbeiterin des Auftragnehmers am Standort Bochum für notwendig erachtet, ist dies spätestens 48 Stunden nach telefonischer Aufforderung gewährleistet.
II. Beraterprofile: Berufliche Befähigung/ Qualifikation / Erfahrung der Berater*innen
II.1 Musskriterien Beraterprofile:
Der Bewerber erfüllt folgende Musskriterien:
- Der Auftragnehmer benennt zwei feste Berater*innen (Projektleiter*in und stellv. Projektleiter*in), die im Auftragsfall zum Einsatz kommen und als Ansprechpartner*innen für die KBS zur Verfügung stehen.
- Der Auftragnehmer benennt drei weitere Berater*innen, die nach Bedarf im Projekt eingesetzt werden.
- Mind. der/die Projektleiter*in und ein/e weitere/r eingesetzte/r Berater*in haben einen Bachelorabschluss oder höheren Abschluss in Informatik oder Wirtschaftsinformatik.
- Mind. der/die Projektleiter*in und ein/e weitere/r eingesetzte/r Berater*in haben mindestens 5 Jahre Berufserfahrung in der IT-Strategie oder IT-Management-Beratung
- Mind. der/die Projektleiter*in und ein/e weitere/r eingesetzte/r Berater*in haben mindestens in einem Projekt einen gesetzlichen SV-Träger oder unmittelbare/mittelbare Bundesverwaltung bei IT-strategischen Fragestellungen beraten
- Alle weiteren eingesetzten Berater*innen haben mind. Bachelorabschluss in Informatik/ Wirtschaftsinformatik oder Diplom- oder Masterabschluss in anderen Fachrichtungen
III. Referenzen
Der Bewerber muss mind. 1 Referenzprojekt und kann insgesamt bis zu 4 Referenzprojekte einreichen:
Musskriterium:
Bei der ersten Referenz handelt es sich um eine Mindestanforderung: Der Auftragnehmer muss mindestens eine Referenz aus den letzten drei Jahren (ab 2018) vorweisen können, bei der er einen gesetzlichen SV-Träger oder eine unmittelbare/mittelbare Bundesverwaltung bei IT-strategischen Fragestellungen im Umfang von mind. 100 Personentagen beraten hat.
Eine Bepunktung erfolgt bei dieser Referenz nicht. Kann diese Mindestanforderung nicht erfüllt werden, führt dies zum Ausschluss des Teilnahmeantrags.
Abschnitt IV: Verfahren
Verhandlungsverfahren
Rahmenvereinbarung mit einem einzigen Wirtschaftsteilnehmer
nein
10.08.2021
11:00
31.08.2021
- Deutsch (DE)
2 (ab dem Schlusstermin für den Eingang der Angebote)
Abschnitt VI: Weitere Angaben
Dies ist kein wiederkehrender Auftrag.
Aufträge werden elektronisch erteilt
Die elektronische Rechnungsstellung wird akzeptiert
Der Auftraggeber behält sich vor, den Zuschlag ohne Verhandlung auf das Erstangebot zu erteilen.
Etwaige Verfahrensrügen sind eindeutig als solche zu kennzeichnen. Die Vergabestelle weist rein vorsorglich auf die Rügeobliegenheiten der Bieter
sowiedie Präklusionsregelungen gemäß § 160 Abs. 3 GWB bezüglich der Behauptung von Verstößen gegen die Bestimmungen über das Vergabeverfahren
hin. Ein Antrag auf Nachprüfung ist danach insbesondere unzulässig, soweit erkannte Verstöße gegen Vergabevorschriften nicht innerhalb einer Frist von 10
Kalendertagen gerügt werden oder mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung der KBS, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.
08.07.2021