Ausschreibungsdetails
Auftragsbekanntmachung
Richtlinie 2014/24/EUAbschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber (Vergabestelle)
elektronisch via:
https://www.evergabe-online.de/tenderdetails.html?id=334817Einrichtung des öffentlichen Rechts
Andere Tätigkeit: Altlastensanierung i.S.v. Artikel 1 § 4 Absatz 3 URaG
Abschnitt II: Gegenstand
M 0-40-9 Betrieb der Gasfassung TTB Möckern
M 0-40-9
Betrieb einer Mülldeponie (90530000)
Dienstleistungen
Mit dem Ziel, den TTB Möckern dauerhaft in einen geordneten Zustand zu überführen, wurde eine Gasfassung errichtet, so dass das durch biologische Abbauprozesse entstehende Gas in einer Verdichter- und Fackelanlage behandelt werden kann.
Derzeit ist eine mobile Fackel- und Verdichteranlage vorhanden, deren vertragliche Bindung jedoch ausläuft. Aus diesem Grund wird mit dieser Vergabe eine neue Verdichter- und Fackelanlage ausgeschrieben, um weiterhin für die künftigen Entgasungsbedingungen eine stabile und umweltverträgliche Entsorgung des anfallenden Gases zu gewährleisten. Ferner soll im Rahmen dieser Ausschreibung der Betrieb des gesamten Entgasungssystems im TTB Möckern vergeben werden.
Jerichower Land (DEE06)
Tontagebau Möckern, Landkreis Jerichower Land, 39291 Möckern
Der Tontagebau Möckern (Sachsen-Anhalt, Landkreis Jerichower Land) wurde von der Sporkenbach Ziegelei GmbH zur Gewinnung von Ton aufgeschlossen. Im Gegenzug wurden bergbaufremde Materialien / Abfälle mit hohen organischen Anteilen eingelagert. Aus diesen Materialien treten Gase und Schadstoffe aus, die eine Beeinträchtigung und Gefahr für die menschliche Gesundheit und die Umwelt darstellen. Die Sporkenbach Ziegelei GmbH ist zwischenzeitlich in Insolvenz gegangen.
Das Land Sachsen-Anhalt, vertreten durch das Landesamt für Geologie und Bergwesen (LAGB), dieses im Rahmen der übernommenen Amtshilfe vertreten durch die Landesanstalt für Altlastenfreistellung (LAF), übernimmt auf Basis eines Sicherungskonzeptes in Ersatzvornahme Maßnahmen zur Gefahrenabwehr.
Mit dem Ziel, den TTB Möckern dauerhaft in einen geordneten Zustand zu überführen, wurde eine Gasfassung errichtet, so dass das durch biologische Abbauprozesse entstehende Gas in einer Verdichter- und Fackelanlage behandelt werden kann.
Für die langfristig stabile Absicherung des Entgasungsbetriebes auf dem TTB Möckern soll durch den Auftragnehmer eine Verdichter- und Fackelanlage errichtet und betrieben werden. Die Verdichter- und Fackelanlage verbleibt im Eigentum des Auftragnehmers. Zur Betreiberpflicht des Auftragnehmers gehören insbesondere auch sämtliche Wartungs- und Instandhaltungsarbei-ten sowie alle Betriebskosten / -stoffe, Hilfsstoffe, etc.
Neben dem Betrieb der Verdichter- und Fackelanlage ist durch den Auftragnehmer gleichfalls das gesamte Gasfassungssystem zu betreiben. Hierzu gehören insbesondere:
• Bereitstellung, Betrieb, Abbau der Verdichter- und Fackelanlage
• Durchführen von monatlichen Optimierungsmessungen an allen eingebundenen Gas-fassungs-/Sickerwasserelementen.
• Durchführen von Gasvollanalysen
• Durchführen von Schwachstellenuntersuchungen mittels FID
• Überprüfung der vorhandenen Gasmigrationspegel mittels FID
• Durchführen von monatlichen Sickerwasserstandsmessungen
• Überprüfung/Anpassung des Sickerwasserabsenkungsregime
• Datenaufbereitung Wetterstation
• Jährliche Wartung Wetterstation
• Durchführung von Störeinsätzen
• Fachgerechte Kondensatwasserentsorgung
• Jahresberichte / Berichterstattung
Preis
01.10.2020
30.09.2023
Es handelt sich um eine Maßnahme zur Gefahrenabwehr für einen Zeitraum von zunächst 36 Monaten (von 01.10.2020 bis 30.09.2023). Weiterhin ist 1 einmalige Verlängerungsoptionen von bis zu 12 Monaten Gegenstand der Ausschreibung. Das bedeutet, dass der Auftraggeber nach Beendigung der zunächst 36-monatigen Anlagenbetriebslaufzeit den Vertrag bis zu 12 Monate bis 30.09.2024 verlängern kann. Der maximale Leistungszeitraum beträgt mithin 48 Monate.
ja
Option einer einmaligen Vertragsverlängerung um bis zu 12 Monate bis zum 30.09.2024, vgl. Angaben unter II.2.7
nein
Abschnitt III: Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Angaben
1.) Die Bieter haben zum Beleg ihrer wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit mit dem Angebot einen Nachweis des Bieters vorzulegen, dass er über eine Berufs-/Betriebshaftpflichtversicherung verfügt.
zu 1.) Nachweis über eine Berufshaftpflichtversicherungsdeckung im Auftragsfalle mit Deckungssummen für Personenschäden, für Vermögens- und Sachschäden sowie Umweltschäden von jeweils mindestens 1.000.000,00 EUR ist vorzulegen. Alternativ hat der Bieter sich zu verpflichten, im Auftragsfalle eine solche für die Vertragsdauer inkl. Gewährleistungszeit abzuschließen (die Verpflichtungserklärung erfolgt auf dem Formblatt im Bieterbogen); für diesen Fall ist die Bestätigung eines Versicherers vorzulegen, dass dieser zum Abschluss einer entsprechenden Versicherung für den Bieter bereit ist.
1.) Angaben der technischen Fachkräfte, die im Zusammenhang mit der Leistungserbringung eingesetzt werden sollen unter Vorlage der Kopie der Abschlusszeugnisse des Projektleiters einer Hochschule bzw. Fachhochschule in Ingenieur- oder Naturwissenschaften sowie der Kopie der Abschlusszeugnisse des stellvertretenden Projektleiters einer Hochschule bzw. Fachhochschule in Ingenieur- oder Naturwissenschaften. Zudem sind die Lebensläufe des Projektleiters und des stellvertretenden Projektleiters vorzulegen.
2.) Nachweis von drei Referenzprojekten der letzten fünf Jahre (in Art und Umfang vergleichbare Leistungen -Errichtung und Betrieb von Anlagen zur Deponieentgasung und Deponiegasverwertung)
zu 1.) Vorlage der Kopie der Urkunde über die Qualifikation nach TRGS 524 / DGUV Regel 101-004 für mind. einen an der Leistungserbringung vorgesehenen Mitarbeiter.
Zudem muss der Projektleiter und stellv. Projektleiter über mindestens 5 Jahre Berufserfahrung, gerechnet ab Abschluss des Studiums - wobei die Jahre der Berufserfahrung nicht zusammenhängend, sondern insgesamt in diesem Bereich vergleichbarer Leistungen (Errichtung sowie Betrieb von Anlagen zur Deponieentgasung und Deponiegasverwertung) nachgeweisen.
zu 2.) Nachweis von mindestens 3 Referenzprojekten der letzten fünf Jahre (in Art und Umfang vergleichbare Leistungen – Errichtung und Betrieb von Anlagen zur Deponieentgasung und Deponiegasverwertung). Mindestens ein Projekt muss zum Zeitpunkt der Bewerbung bereits abgeschlossen sein. Die bereits geleistete Projektlaufzeit der übrigen zwei Referenzprojekte muss mindestens ein Jahr sein. Bei unvollständigen Angaben gilt die Referenz als nicht erbracht.
Abschnitt IV: Verfahren
Offenes Verfahren
ja
20.07.2020
10:00
- Deutsch (DE)
31.08.2020
20.07.2020
10:01
Abschnitt VI: Weitere Angaben
Dies ist kein wiederkehrender Auftrag.
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen
Es wird auf die Voraussetzungen zur Zulässigkeit eines Nachprüfungsantrags gemäß § 160 Abs. 3 Satz 1 GWB hingewiesen. Dieser lautet wie folgt:
„Der Antrag ist unzulässig, soweit:
1. der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf der Frist nach § 134 Abs. 2 bleibt unberührt;
2. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden;
3. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden;
4. mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.
Satz 1 gilt nicht bei einem Antrag auf Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrags nach § 135 Absatz 1 Nummer 2. § 134 Absatz 1 Satz 2 bleibt unberührt
19.06.2020