Ausschreibungsdetails
Auftragsbekanntmachung
Richtlinie 2014/24/EUAbschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber (Vergabestelle)
elektronisch via:
https://www.evergabe-online.de/tenderdetails.html?id=289234Einrichtung des öffentlichen Rechts
Andere Tätigkeit: Altlastensanierung i. S. v. Artikel 1 § 4 Absatz 3 URaG
Abschnitt II: Gegenstand
Projektcontrolling und Fachberaterleistungen für das Projekt "Altdeponien"
67220_eV-LAF_020-19_5003 Altdeponien PC
Dienstleistungen von Ingenieurbüros (71300000)
Dienstleistungen
Erbringung von Projektcontrolling- und Fachberaterleistungen einschließlich übergreifender Berichterstattung an die Auftraggeberin für das Projekt "Altdeponien".
Ziel des Projektcontrollings und der Fachberatung ist die Unterstützung der LAF bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben als Freistellungsbehörde, um somit die fach-, termin- und kostengerechte Ausführung, der durch die Projektträgerin Mitteldeutsche Sanierungs- und Entsorgungsgesellschaft mbH (MDSE) Bitterfeld-Wolfen veranlassten Maßnahmen zur Stilllegung/Rekultivierung und Nachsorge der Altdeponien unter Einhaltung der Vorgaben des Umweltrahmengesetzes sowie der vorhandenen vertraglichen Vereinbarungen unter Beachtung der Verhältnismäßigkeit der umzusetzenden Maßnahmen in Verbindung mit der Stilllegung/Rekultivierung der Deponien entsprechend § 36 KrW/AbfG (a.F.) bzw. § 40 KrWG und der Sanierung entsprechend BBodSchG sicherzustellen.
Sachsen-Anhalt (DEE0)
Zu den Aufgaben des Projektcontrollers gehören insbesondere:
• das Controlling von Vorbereitung, Steuerung und Durchführung der Stilllegung/Rekultivierung entsprechend § 36 KrWG/AbfG (a.F.) bzw. § 40 KrWG und der Sanierung nach Bundesbodenschutzgesetz (Altkörper der Deponie Hochhalde Leuna und Teilbereiche der Grube Antonie) durch die Freigestellte,
• steuerndes/korrigierendes Eingreifen vor Ort während der Durchführung der Maßnahmen,
• die fachliche und gutachterliche Unterstützung der LAF zu altlastentechnisch, abfallrechtlich und wasserrechtlich (hydraulische Maßnahmen, Planfeststellung nach WHG) relevanten Fragestellungen sowie die umfassende fachliche Unterstützung der LAF bei der Umsetzung der Freistellungsvereinbarung sowie des Deponieabschlusses (inkl. der Begleitung von Leistungsabnahmen sowie der sachlichen und rechnerischen Prüfung der durch die MDSE vorgelegten Kostenerstattungsanträge),
• das Controlling von Vorbereitung, Steuerung und Durchführung von Gefahrenabwehrmaßnahmen durch die Freigestellten (Hochhalde Leuna und Teilbereiche der Grube Antonie).
Orte der Leistungserbringung, über den eigenen Standort hinaus. sind:
• der Dienstsitz der AG (Magdeburg),
• der Dienstsitz der MDSE (Wolfen),
• die Projektstandorte sowie
• die Dienstsitze der beteiligten Fach- und Aufsichtsbehörden des Landes Sachsen-Anhalt.
01.05.2020
30.04.2023
Option auf dreimalige Verlängerung um jeweils 1 Jahr für die Zeiträume 05/2023 bis 04/2024, 05/2024 bis 04/2025 und 05/2025 bis 04/2026
3
5
Zur Prüfung der Eignung aller Bewerber werden auf Grundlage der VgV Nachweise und Eigenerklärungen verlangt. Hierfür können durch die Bewerber Unterlagen bei der unter Punkt I.3) genannten Stelle abgerufen werden. Den Bewerbern wird, neben den Formblättern, ein Kriterienkatalog übergeben, in denen die Bewerbungsbedingungen weiter spezifiziert werden.
Folgende Kriterien werden bewertet (maximal mögliche Punktzahl für entsprechendes Kriterium):
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit (10);
Qualitätssicherung (3);
Technische Ausstattung (3);
Projektmanagement-/Projektcontrolling-/Projektsteuerungserfahrungen in den Bereichen Deponiestillegung bzw. Altlasten (40);
fachliches Erfahrungsspektrum (39);
administrative Erfahrungen (5)
Die maximal erreichbare Gesamtpunktzahl beträgt 100.
ja
wie unter „II.2.7) Laufzeit des Vertrags“ angegeben
nein
Abschnitt III: Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Angaben
1. Erklärungen zum Bieter bzw. zu den Mitgliedern einer Bewerber-/Bietergemeinschaft
1.1 Erklärungen zur Bildung einer Bewerber-/Bietergemeinschaft (insofern zutreffend)
1.2 Allgemeine Erklärungen
1.3 Erklärungen zur Gesellschaftsform
1.4 Erklärungen zur Unternehmensorganisation
1.5 Erklärungen zur Mitgliedschaft in einer Berufsgenossenschaft
1.6 Erklärung zur Eignungsleihe gem. § 47 VgV (insofern zutreffend)
1.7 Nachweis der Eintragung in Berufs- und/oder Handelsregister (falls zutreffend)
2. Erklärungen und Nachweise entsprechend §§ 123, 124 GWB
2.1 Erklärungen zur Nichtvorlage von Ausschlusskriterien entsprechend § 123 GWB
2.2 Erklärungen zur Nichtvorlage von Ausschlusskriterien entsprechend § 124 GWB
Den Vergabeunterlagen liegen entsprechende Formblätter bei.
Im Falle von Bewerer-/Bietergemeinschaften gelten für die Erklärungen gem. vorstehenden Ziffern 1-2: Die Erklärungen sind von jedem Mitglied abzugeben.
1. Erklärungen entsprechend § 45 VgV
1.2 Erklärung entsprechend § 45 Abs. 1 Nr. 1 VgV (Jahresumsätze der letzten 3 Geschäftsjahre)
1.3 Erklärung entsprechend § 45 Abs. 1 Nr. 3 VgV (Betriebs-/Berufshaftpflicht)
Für die Betriebs-/Berufshaftpflicht sind im Auftragsfall folgende Mindestdeckungssummen nachzuweisen:
• Personenschäden von mindestens 1.000.000,00 €
• Vermögensschäden und Sachschäden von jeweils mindestens 1.000.000,00 €
1. Erklärungen entsprechend § 46 VgV
1.2 Erklärung entsprechend § 46 Abs. 3 Nr. 8 VgV (Beschäftigtenzahl)
1.3 Erklärung entsprechend § 46 Abs. 3 Nr. 9 VgV (Geräte- und technische Ausstattung)
1.4 Erklärung entsprechend § 46 Abs. 3 Nr. 3 VgV (Maßnahmen zur Qualitätssicherung)
1.5 Erklärung entsprechend § 46 Abs. 3 Nr. 1 und 2 VgV (Referenzangaben)
Zur Prüfung der Eignung aller Bewerber werden im Rahmen des Teilnahmewettbewerbs Nachweise und Eigenerklärungen abgefordert. Zum Nachweis der Eignung müssen die vom Bewerber mit ihrem Teilnahmeantrag eingereichten Referenzen folgende Mindestanforderung erfüllen:
Es werden nur Referenzen berücksichtigt, die Projektcontrolling-/Projektmanagement-/Projektsteuerungsprojekte der letzten drei Jahre aus dem Bereich Deponiesanierung und Altlastenbearbeitung mit mindestens einem Jahr Vertragslaufzeit beinhalten. Abgeschlossene Projekte werden nur gewertet, wenn sie innerhalb der letzten drei Kalenderjahre abgeschlossen wurden. Laufende Projekte werden nur gewertet, wenn sie mindestens ein Jahr vor Beginn dieses Vergabeverfahrens begonnen wurden.
Gutachterliche und/oder planerische Referenzen aus dem Bereich Begleitung der Stilllegung von Deponien gem. § 40 KrWG, Altlastenbearbeitung (z.B. Sanierungsplanung und/oder Sanierungsbegleitung nach BBodSchG/BBodSchV, Planung), Erfahrungen im Wasserbau (Maß-nahmen zur Gewässerentwicklung und –durchgängigkeit) und/oder Erfahrungen mit Planfeststellungsverfahren für Gewässerbau nach WHG der letzten 3 Jahre werden gewertet. Hierbei werden laufende Projekte nur gewertet, wenn sie mindestens ein Jahr vor Beginn dieses Vergabeverfahrens begonnen wurden.
Teilnahmeanträge werden nur gewertet, wenn mindestens eine von den Bewerbern im Teilnahmeantrag benannte Referenz im Zusammenhang mit der Stilllegung/Rekultivierung von Deponien gemäß § 40 KrWG (ehem. § 36 KrW/AbfG) steht.
Teilnahmeanträge, die die Mindestanforderung nicht erfüllen, werden nicht gewertet.
Gemäß Landesvergabegesetz – LVG LSA – Erklärungen zu § 10 Abs. 1 und 3 LVG LSA (Verpflichtungserklärung Tariftreue und Entgeltgleichheit), zu § 12 Abs. 1 und 2 LVG LSA (Verpflichtungserklärung ILO-Kernarbeitsnorm), zu § 13 LVG LSA (Verpflichtungserklärung Nachunternehmereinsatz), zu § 17 LVG LSA (Verpflichtungserklärung Kontrolle) sowie zu § 18 LVG LSA (Verpflichtungserklärung Vertragsstrafe).
Verpflichtung zur Angabe der Namen und beruflichen Qualifikationen der Personen, die für die Ausführung des Auftrags verantwortlich sind
Abschnitt IV: Verfahren
Verhandlungsverfahren
ja
25.11.2019
10:00
- Deutsch (DE)
01.05.2020
Abschnitt VI: Weitere Angaben
Dies ist kein wiederkehrender Auftrag.
Die Zahlung erfolgt elektronisch
1. Vom Bieter ist mit dem Angebot eine Erklärung zu Vertragsverhältnissen einzureichen, die projektbezogene Interessenkollisionen betreffen können.
2. Informationen zum Vergabeverfahren, z. B. Beantwortung von Bewerber-/Bieteranfragen können ebenfalls über denLink unter I.3) abgerufen werden. Da keine automatische Registrierung erfolgt, werden Interessierte auch nichtautomatisch über Informationen (bspw. Rückfragen) im Verfahren in Kenntnis gesetzt. Daher ist zu beachten, dass sich Interessierte regelmäßig über diesen Link eigenständig informieren müssen. Insofern sich ein Interessent für das Vergabeverfahren registriert hat, erhält er über die registrierte E-Mail-Adresse automatisch Informationen zu sämtlichen Veröffentlichungen der Vergabestelle zum Verfahren.
3. Die Einreichung der elektronischen Angebote muss elektronisch in Textform erfolgen. Die beigefügten Hinweise zum Verfahren sind zu beachten.
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen: Sieht sich ein am Auftrag interessiertes Unternehmen durch die Nichtbeachtung von Vergabevorschriften in seinen Rechten verletzt, ist der Verstoß innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen gegenüber dem Auftraggeber zu rügen (§ 160 Abs. 3 Nr. 1 GWB). Verstöße, die aufgrund der Bekanntmachung oder der Vergabeunterlagen erkennbar sind, müssen spätestens bis zu der in der Bekanntmachung genannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden (§ 160 Abs. 3 Nr. 2 und 3 GWB).
Der Antrag auf Einleitung eines Nachprüfungsverfahrens ist unzulässig, soweit mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind (§ 160 Abs. 3 Nr. 4 GWB).
22.10.2019