Tendering Procedure Details
Auftragsbekanntmachung
Richtlinie 2014/24/EUAbschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber (Vergabestelle)
Der Auftrag betrifft eine gemeinsame Beschaffung.
Der Auftrag wird von einer zentralen Beschaffungsstelle vergeben.
elektronisch via:
https://www.evergabe-online.de/tenderdetails.html?id=174579
an folgende Anschrift:
Einrichtung des öffentlichen Rechts
Gesundheit
Abschnitt II: Gegenstand
Modernisierung der zentralen Datenkommunikations – Infrastruktur
13/2017/EU/E16
Netzwerkinfrastruktur (32424000)
Lieferauftrag
Modernisierung und Migration von aktiven Netzwerksystemen. Zusätzlich müssen bestehende Systeme und Anwendungen des Herstellers Cisco Systems funktional erweitert werden. Während der Betriebsphase sind Systemserviceleistungen zur Störungsbeseitigung und Softwarepflege zu erbringen.
1.300.000,00
EUR Euro
Magdeburg, Kreisfreie Stadt (DEE03)
Universitätsklinikum A.ö.R.
Leipziger Str. 44
39120 Magdeburg
Das Projekt umfasst die Modernisierung der Kernnetzinfrastruktur des Universitätsklinikums. Die Leistungen umfassen die folgenden Arbeitspakete:
1. Die derzeitige auf 8 Switch/Routersysteme des Herstellers Cisco Systems basierende Backbone-Infrastruktur soll durch einen dynamischen Campus-Fabric Architektur ersetzt werden. Die Leistungsausführung muss während des normalen Geschäftsbetriebes erfolgen.
2. Für den Ausbau Übertragungsleistung zwischen der neuen Campus-Fabric und den DataCenter-Netzen müssen 2 Nexus 5048 Switche mit 40GbE Schnittstellen ergänzt werden. Ferner müssen diese mit höherwertigeren Software-Funktionen ausgestattet werden.
3. Die neue Architektur muss durch eine leistungsfähige Management-Plattform betrieben und überwacht werden. Hierbei werden Anwendungen erforderlich, die eine detaillierte Analyse der Datenverkehrs ("NetFlow) und die Einhaltung definierter SLA-Parameter sicherstellen.
4. Im Zuge der Maßnahme muss der Upgrade der bestehenden Cisco ACS-Lösung auf das Nachfolgeprodukt Cisco ISE durch den Auftragnehmer erfolgen. Das Nachfolgeprodukt ISE ist als Leitfabrikat aufgrund der hohen Anzahl (=>150) existierender LAN- und WLAN-Systeme des Herstellers Cisco Systems und der technischen/funktionalen und organisatorischen Abhängigkeiten zu bestehenden Verfahren vorgegeben.
5. Der Betrieb der neuen Lösung ist durch einen Servicevertrag für die Störungsbeseitigung und der Software Pflege für einen Zeitraum von 60 Monaten abzusichern.
Die Lieferung und Installation der neuen Systeme und Anwendungen sowie die Ausführung der Migrationsleistungen muss aufgrund der hohen Komplexität durch den Auftragnehmer qualitätsgerecht geplant und umgesetzt werden. Er muss in der Lage sein Abhängigkeiten, die sich aus dem bestehenden Betriebsumfeld ergeben zu erkennen und diese umfassend und vollständig bei dem Design der neuen Architektur berücksichtigen. Die Aufnahme der technischen Details ist durch den Auftragnehmer mittels Sichtung der vorhandenen Dokumentationen und eigenständiger Nutzung der vorhandenen Systemmanagement-Funktionen der installierten Systeme auszuführen. Funktionale Merkmale, die sich aufgrund des Architekturwechsels nicht wie bisher umsetzen lassen, müssen auf Basis von BestPractice-Empfehlungen des angebotenen Herstellers umgesetzt werden. Sofern bei der Umsetzung des Vorhabens nicht auf gleichwertige Migrationskonzepte („BluePrints“) des angebotenen Herstellers zurückgegriffen werden kann, ist das geplante Design der neuen Lösung vor der Umsetzung im Regelbetrieb im Zuge eines Proof-of-Concept Testumfeldes umfassend zu validieren.
Da die Technologie-Komplexität durch den Architektur- und Produktwechsel besonders hoch ausfällt muss die Umsetzung des Vorhabens durch den Auftragnehmer als schlüsselfertige Lösung erbracht werden. Der Auftragnehmer muss nach der Abnahme die Aufrechterhaltung des Betriebes durch ergänzende Systemserviceleistungen sicherstellen. Da die Marktangebote besonders wirtschaftliche Konditionen für einen Zeitraum von 60 Monaten anbieten, wird ein gleichwertiger Zeitraum als Mindestvertragszeitraum für die Systemserviceleistungen vereinbart. Eine losweise Vergabe ist u. a. aufgrund der vorgenannten Gründe nicht möglich.
Da die Beschaffungsmaßnahme den ordnungsgemäßen Geschäftsbetrieb tangiert, sind die Vertragsinhalte zur Risikominimierung des Auftraggebers auf Basis eines Werkvertrages nach EVB-IT System zu erbringen. Die Übernahme der neuen Lösung muss die vollständige Umsetzung der geforderten und zugesicherten Leistungsmerkmale im Q1/2018 umfassen. Vor der Übernahme der Lösung in den Regelbetrieb werden die zugesicherten Leistungen durch Abnahmen detailliert validiert. Der Auftraggeber behält sich vor diese durch Unterstützungsleistungen fachkundiger Beratungsunternehmen ausführen oder begleiten zu lassen.
15.12.2017
31.03.2023
Die vertraglichen Leistungen umfassen die Systemserviceleistungen (Störungsbeseitigung und Pflege) für einen Zeitraum von 5 Jahren. Diese beginnen erst nach der Abnahme,
d. h. ab dem 31.03.2018 und erfolgt auf Basis des EVB-IT Systemvertrages. Diese endet daher erst nach dem Ende der Servicevereinbarung.
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird:
nein
Die Kommunikation mit den Bietern erfolgt ausschließlich über diese Vergabeplattform. Für die Sicherstellung des Erhalts und Berücksichtigung vertragsrelevanter Informationen muss der Bieter sich auf dieser Vergabeplattform kostenfrei registrieren. Sofern der Bieter sich nicht registriert oder diese Inhalte nicht bei der Angebotsabgabe berücksichtigt hat, muss sein Angebot ausgeschlossen werden.
Abschnitt III: Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Angaben
Eintragung in das Berufs- oder Handelsregister nach Maßgabe der Rechtsvorschriften des Landes, in dem das Unternehmen ansässig ist. Die Angabe ist in der Mustervorlage „Unternehmensangaben“ auszuführen.
Eigenerklärung gemäß Mustervorlage, dass beim Bieter keine Ausschlussgründe nach §§ 123 und 124 GWB vorliegen.
Die nachfolgenden Erklärungen und Nachweise sind mit der Angebotsabgabe einzureichen. Arbeitsgemeinschaften und andere gemeinschaftliche Bewerber legen Nachweise für jedes Mitglied der Gemeinschaft vor.
Gesamtumsatz in den Geschäftsjahren 2014/2015/2016 unterteilt für den territorialen Bezug auf Deutschland und Europa. Es muss ab dem Jahr 2016 ein Gesamtumsatz von mindestens 2 Mio. pro Jahr realisiert worden sein.
Anteiliger Umsatz mit gleichwertigen Produkten und Dienstleistungen (aktive Netzwerktechnik und Kommunikationstechnologien) in den Geschäftsjahren 2014/2015/2016 unterteilt für den territorialen Bezug auf Deutschland und Europa. Es muss ab dem Jahr 2016 ein Umsatz von mindestens 1 Mio. pro Jahr realisiert worden sein.
Angaben zur Anzahl der Mitarbeiter (unterteilt in Leitungsebene, Vertrieb und Service) für die Jahre 2014/2015/2016 jeweils unterteilt für den territorialen Bezug auf Deutschland und Europa.
Beschreibung der Unternehmensstruktur sowie der Serviceorganisation in Deutschland und Europa mit Detailangabe hinsichtlich der aktuellen Anzahl der für die angebotenen Produkte qualifizierten Mitarbeiter.
Die nachfolgenden Erklärungen und Nachweise sind mit der Angebotsabgabe einzureichen. Die definierten Kriterien sind als Mindestanforderung bzw. Mindeststandards zu erfüllen:
Der Auftragnehmer kann während der Projektrealisierung auf mindestens 5 für die angebotenen Produkte zertifizierten festangestellten Servicemitarbeitenden zurückgreifen. 3 Mitarbeitende müssen die Qualifikation "Level Professional" und 2 Mitarbeitende über die Qualifiakation "Level Expert" verfügen. Die Qualifikationsmerkmale sind in dem Dokument „Leistungsbeschreibung“ weiter ausgeführt. Die Ressourcenverfügbarkeit ist durch Angabe der Zerfikatsnummer in der Mustervorlage "Unternehmensangaben" nachzuweisen. Auf Anforderung des Auftraggebers ist der Nachweis im Kontext der eingeplanten Mitarbeitenden zu erbringen.
Für die Sicherstellung der Planung- und Migrationsleistungen muss der Auftraggeber über die Verfügbarkeit von Cisco zertifizierten Servicemitarbeitende verfügen. Mindestens 3 Mitarbeitenden müssen über den „Cisco CCNP“ für die Bereiche „Switching/Routing“ und „Security“ und 2 Mitarbeitende müssen über den Level „Cisco CCNE“ für die Bereiche „Switching/Routing“ verfügen. Der höherwertigere Level schließt den untergeordneten Level mit ein. Eine Mitarbeiter kann mehre Zertifizierungen für unterschiedliche Produktbereiche einbringen. Der Nachweis ist durch die Angabe der Zertifikatsnummer in der Mustervorlage "Unternehmensangaben" zu erbringen. Die Mitarbeiter müssen eine fließende Kommunikation und Dokumentation in deutscher Sprache sicherstellen.
Sofern zur Absicherung der erforderlichen Mitarbeiterqualifikation oder der -kapazitäten Nachunternehmer einbezogen werden sollen, sind diese mit der Angebotsabgabe im Musterformblatt 233 „Nachunternehmerverzeichnis“ durch den Bieter anzugeben. Dieses ist mit der Angebotsabgabe einzureichen.
Sofern Nachunternehmer durch den Bieter angezeigt werden, müssen diese über die vertraglich auszuführenden Leistungen vor Angebotsabgabe in Kenntnis gesetzt worden sein. Die Kenntnisnahme und die Zusicherung der Leistungsausführung ist durch den Nachunternehmer in der Mustervorlage 236 „Verpflichtungserklärung anderer Unternehmen“ zu bestätigen. Diese ist mit der Angebotsabgabe einzureichen.
Es ist ein Nachweis für mindestens 2 Referenzen gleichwertige Art einzureichen, die in den letzten 24 Monaten vor Angebotsabgabe durch den Bieter erfolgreich realisiert worden sind. Die Referenzen müssen die Migration einer LAN basierenden Cisco Routing Infrastruktur in eine neue Overlay-Fabric basierende SDN-Lösungsarchitektur mit mindestens 1000 Nutzer-Endgeräten dokumentieren. Die Verwaltung und Steuerung der Access-Switchports muss in Verbindung mit dem zentralen SDN-Controller regelbasierend ausgeführt werden. Der Zugangsschutz der Access-Switche wird über den IEEE 802.1x Standard für LAN und WLAN umgesetzt. Die Referenzen sind nach einem Musterformblatt „Unternehmensabgaben/Referenzen“ detailliert zu beschreiben und mit Angabe der Kundenkontaktdaten einzureichen. Der Auftraggeber (oder von ihm Beauftragte) behält sich vor die Angaben durch eine persönliche Kontaktaufnahme mit dem Referenzkunden zu prüfen.
Weitere Informationen können den Ausschreibungsunterlagen entnommen werden.
Nachweis Haftpflichtversicherung für Sachschäden von => 500.000 EUR und Personenschäden von =>2.000.000 EUR. Angabe erfolgt in Mustervorlage "Unternehmensangaben/Pkt.1.5"
Nachweis Partnerstatus, der im Servicefall die verfahrensgeregelte direkte Unterstütz. durch den Hersteller der ang. Produkte sicherstellt. Angabe erfolgt in "Unternehmensangaben/Pkt.1.6"
Nachweis eines SoC, welches über => 5 Mitarbeitende verfügt, die für die Aufnahme und Bearbeit. von Serviceanfragen (Zeitraum 24x365) geschult sind. Die Mitarbeitenden müssen eine fließende Kommunikation in deutscher Sprache sicherstellen. Angabe erfolgt in "Unternehmensangaben/Pkt.1.4.2".
Nachweis über zertif. QM-System nach ISO 9001:2008 o. gleichwertig. Die Umsetz. ist durch Angabe des akkreditierten Zertifizierungsunternehmens nachzuweisen. Angabe erfolgt in „Unternehmensangaben/Pkt.1.7".
Verpflichtung zur Angabe der Namen und beruflichen Qualifikationen der Personen, die für die Ausführung des Auftrags verantwortlich sind.
Abschnitt IV: Verfahren
Offenes Verfahren
ja
20.11.2017
12:00
- Deutsch (DE)
29.12.2017
20.11.2017
13:00
Abschnitt VI: Weitere Angaben
Dies ist kein wiederkehrender Auftrag.
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:
Entsprechend der Regelung in § 160 GWB:
§ 160 GWB - Einleitung und Antrag
(1) Die Vergabekammer leitet ein Nachprüfungsverfahren nur auf Antrag ein.
(2) Antragsbefugt ist jedes Unternehmen, das ein Interesse an dem öffentlichen Auftrag oder der Konzession hat und eine Verletzung in seinen Rechten nach § 97 Absatz 6 durch Nichtbeachtung von Vergabevorschriften geltend macht. Dabei ist darzulegen, dass dem Unternehmen durch die behauptete Verletzung der Vergabevorschriften ein Schaden entstanden ist oder zu entstehen droht.
(3) Der Antrag ist unzulässig, soweit
1. der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von zehn Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf der Frist nach § 134 Absatz 2 bleibt unberührt,
2. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,
3. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,
4. mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.
Satz 1 gilt nicht bei einem Antrag auf Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrags nach § 135 Absatz 1 Nummer 2. § 134 Absatz 1 Satz 2 bleibt unberührt.
§ 168 GWB - Entscheidung der Vergabekammer
(2) Ein wirksam erteilter Zuschlag kann nicht aufgehoben werden. Hat sich das Nachprüfungsverfahren durch Erteilung des Zuschlags, durch Aufhebung oder durch Einstellung des Vergabeverfahrens oder in sonstiger Weise erledigt, stellt die Vergabekammer auf Antrag eines Beteiligten fest, ob eine Rechtsverletzung vorgelegen hat. § 167 Absatz 1 gilt in diesem Fall nicht.
16.10.2017