Ausschreibungsdetails
Auftragsbekanntmachung
Richtlinie 2014/24/EUAbschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber (Vergabestelle)
an die oben genannten Kontaktstellen.
Andere:
GmbH - Verwendung von Fördermitteln
Gesundheit
Abschnitt II: Gegenstand
Planungsleistungen/Architektenleistungen für die Schaffung neuer Angebote im Kurmittelhaus zur Stärkung der Heilbadprädikate Bad Schmiedebergs
EMBS 1
Dienstleistungen von Architektur- und Ingenieurbüros sowie planungsbezogene Leistungen (71240000)
Dienstleistungen
Das Staatlich anerkannte Moor-, Mineral und Kneippheilbad Bad Schmiedeberg bietet seinen Gästen ortsgebundene natürliche Heimittel und ein breites Spektrum kurativer Leistungen an. Das 1998 errichtete Kurmittelhaus soll im Rahmen eines geförderten Umbauvorhabens durch 6 Teilprojekte modernisiert und das bestehende Angebot für die Kurgäste erweitert werden. Diese Teilprojekte befinden sich im Kurmittelhaus in unterschiedlichen Geschossebenen und beziehen jeweils nur eine Teilfläche im Grundriss ein. Es wird für die Umbauarbeiten keine Nutzungsunterbrechung im Kurmittelhaus geben. Alle Teilprojekte werden innerhalb eines Gesamtvorhabens zusammengefasst für welche ein Fördermittelantrag gestellt wurde.
Folgende Teilprojekte sind geplant:
1.Salzgerlebniswelt mit Salzsauna
2.Moorerlebniswelt
3.Trinkbrunnen
4.Bewegungswelt indoor
5.Windfang
6.Aufzugserneuerung
Die Planung ist als Generalplanung (Architektur und erforderliche Planung der technischen Ausrüstung) auszuführen.
1.500.000,00
EUR Euro
Wittenberg (DEE0E)
06905 Bad Schmiedeberg
Generalplanung mit Leistungen der Objektplanung des Gebäudes. Technische Ausrüstung, Brandschutzgutachten und Tragwerksplanung nur bei Erfordernis. Vorerst wird nur Leistungsphase 1 bis 3 zur Erarbeitung eines Förderantrages beauftragt. Nach dem Erhalt des Zuwendungsbescheides beabsichtigt der AG die Beauftragung der Leistungsphasen 4 bis 8. Der AN hat hierauf keinen Anspruch. Aus der stufenweisen Beauftragung bzw. Nutzung des Optionsrechts und einer damit zusammenhängenden Unterbrechung kann der Auftragnehmer keine Erhöhung seines Honorars oder sonstige Ansprüche, insbesondere auf Entschädigung oder Schadensersatz geltend machen.
245.000,00
EUR Euro
30.10.2017
29.06.2019
3
5
- Formale Ausschlussgründe/ Mindestkriterien nach III.1.1).
- Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit nach III.1.2).
- Berufliche Leistungsfähigkeit nach III.1.3)
- Technische Leistungsfähigkeit nach III.1.3)
- Besondere Technische Leistungsfähigkeit nach III.1.3)
- Technische Ausstattung nach III.1.3)
- Ein Muster der detaillierten Bewertungsmatrix mit der Gewichtung dieser Auswahl- und der
Unterkriterien ist den Vergabeunterlagen zu entnehmen.
- Im Übrigen gelten die Auswahl- und Ausschlusskriterien aus dieser Bekanntmachung.
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird:
ja
GRW-Förderung, die Mittelherkunft legt der Zuwendungsgeber mit dem Bescheid fest.
Die unter II.2.7) angegebene Laufzeit ist geschätzt für die Grundleistungen der HOAI Leistungsphasen 1 – 9 und abhängig von der späteren tatsächlichen Leistungserbringung und baulichen Umsetzung. Die Laufzeit beinhaltet nicht die Dauer für den Anspruch auf Mangel-beseitigung nach §13 VOB/B.
Abschnitt III: Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Angaben
a) fristgerechter Eingang der Bewerbung beim Auftraggeber § 53 VgV (Ausschlusskriterium),
b) Ist die Bewerbung rechtskräftig unterschrieben § 53 VgV (Ausschlusskriterium),
c) Erklärung dass Ausschlussgründe nach § 123 und § 124 GWB nicht vorliegen, oder Einheitliche europäische Eigenerklärung (EEE) nach § 50 VgV (Ausschlusskriterium),
d) Nachweis der Berufszulassung des Bewerbers nach § 44 VgV und § 75 VgV (1 Architekt /Ingenieur) (Ausschlusskriterium),
e) Nachweis der Unterschriftsberechtigung bei juristischen Personen nach § 43 VgV (Ausschlusskriterium),
f) Nachweis der Bauvorlageberechtigung erbracht VgV § 75 (Ausschlusskriterium),
g) Erklärung, dass kein Interessenkonflikt nach § 6 VgV besteht (Ausschlusskriterium),
h) Abgabe eines Firmen- oder Büroprofils mit Angabe zur Gründung, Gesellschaftsform, Eigentümer und evtl. Tochtergesellschaften und Standorten, Handelsregisterauszug (Ausschlusskriterium),
i) Will sich ein Bewerber (auch als Mitglied einer Bewerbergemeinschaft) auf die Leistungsfähigkeit Dritter (Nachunternehmer oder auch freie Mitarbeiter) berufen § 36/46 VgV, so ist gesondert nachzuweisen:
i.1) Name und Firmen-/Büroprofil des Nachunternehmers HLS und Elektro
i.2) Verpflichtungserklärung zur Eignungsleihe des Nachunternehmers oder freien Mitarbeiters § 47 VgV
i.3) Angabe welche Teile des Auftrags als Unterauftrag durch Nachunternehmer oder Freie Mitarbeiterbearbeiter werden VgV § 46 (3) Nr. 10,
i.4) Erklärung zu / Erbringung der Nachweise der Unterpunkten c) bis h) durch Nachunternehmer oder freie Mitarbeiter,
i.5) Nachweis der wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit nach III.1.2) durch Nachunternehmer oder freie Mitarbeiter.
j) Bei Bieter- oder Bewerbergemeinschaften nach § 43/53 VgV) sind je Mitglied anzugeben:
j.1.) Namen der Partner mit Firmen- oder Büroprofil,
j.2) Erklärung zur Rechtsform,
j.3) Angabe der vollständigen Unternehmensbezeichnung durch jedes Mitglied,
j.4) Benennung eines bevollmächtigten Vertreters,
j.5) Erklärung der gesamtschuldnerischen Haftung durch jedes Mitglied,
j.6) Organigramm zur Leistungserbringung,
j.7) Erklärung zu / Erbringung der Nachweise der Unterpunkte c) bis h) durch jedes Mitglied,
j.8) Nachweis der wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit nach III.1.2) durch jedes Mitglied.
Der Bewerber muss zum Zeitpunkt der Bewerbung eine Berufshaftpflichtversicherung bei einem in der EU zugelassenen Versicherer nachweisen, deren Deckungssumme für Personenschäden mind. 2.000.000 EUR für Sonstige und Sachschäden mind. 1.000.000 EUR beträgt (siehe Wertungsmatrix). Eine projektbezogene Aufstockung im Auftragsfall kann akzeptiert werden, eine Bestätigung ist schriftlich vorzulegen/ zu erklären. Bei Versicherungsverträgen mit Pauschaldeckungen ist eine Erklärung des Versicherungsunternehmens erforderlich, dass beide Schadenskategorien im Auftragsfall parallel zueinander mit den geforderten Deckungssummen abgesichert sind.
Erklärung in Euro Brutto über den Gesamtumsatz des Bewerbers und seinen Umsatz für die ausgeschriebene Dienstleistung, jeweils in den letzten 3 Geschäftsjahren.
Angabe der Zahl der Beschäftigten im jährlichen Mittel der letzten drei Jahre für die ausgeschriebene Dienstleistung:
- Führungskräfte (einschl. Projektleiter)
- sonstige festangestellte Beschäftigte (ohne Führungskräfte, ohne Auszubildende)
Angabe von Name, Qualifikation, Berufserfahrung, Mitarbeit bei bis zu 2 vergleichbaren Beispielprojekten der Personen (in gleicher Position), welche die ggf. Leistungen tatsächlich erbringen sollen, insbesondere:
- Projektleiter/in, (mind. Dipl.-Ing. Architektur od. vergleichbar)
- dessen Stellvertreter/in,
- ein weiterer Projektmitarbeiter/in
Für den Projektleiter/in ist anzugeben ob er bei den 2 Beispielreferenzen als Projektleiter/in tätig war.
Die Vergleichbarkeit von persönlichen Referenzprojekten hinsichtlich Schwierigkeit, Größe und Umfang ist vom Bewerber zu belegen (Textbeschreibung/ Bilder).
Die bloße Benennung einer Projektbezeichnung ohne nähere Aussage ist nicht ausreichend. Angabe und Beschreibung der selbst erbrachten Leistungen bei
a) Bauen im Bestand ohne Nutzungsunterbrechung und
b) Bauen im Bereich Kur und/oder medizinischem Bereich sowie
c) Bauen im Bestand Fachplanung HLS und
d) Bauen im Bestand Fachplanung Elektro sind anzugeben:
- Projektname und kurze Projektbeschreibung in Wort und Bild,
- Erläuterung über die Vergleichbarkeit der Planungsanforderung der genannten Referenz mit der Aufgabenstellung,
- Angabe des Bauherrn (Anschrift, Name und Tel. des Ansprechpartners),
- Vertragsverhältnis zum Bauherrn (AG), z.B. direkter Vertragspartner, Mitglied einer Arbeitsgemeinschaft (ARGE), Nachunternehmer,- Projektleiter des AN,
- Angaben der Gesamtprojektkosten nach DIN 276 und der Einzelkosten in der 1. Ebene für die KGR 300 und 400 in Euro brutto, Angaben zu den selbst erbrachten Leistungen (LP nach HOAI) .Bei Projekten in Arbeitsgemeinschaften oder mit / als Nachunternehmerleistungen Angabe der selbst erbrachten Teilleistungen entsprechend. den LP nach HOAI,
- Terminangaben getrennt zu Planungszeit und zu Bauzeit, Angabe der Inbetriebnahme
- besondere Kenntnisse und Erfahrungen in Förderverfahren, Verwaltungsvorschriften und sonst. Regelwerken (auf Landes- Bundes- EU- Ebene) bei vergl. öffentlichen Bauvorhaben
- Erfahrung in der Zusammenarbeit mit öfftl. Auftraggebern.
Gewertet werden Referenzobjekte, deren Inbetriebnahme ab dem 01.01.2008 erfolgte. Ein Referenzprojekt kann ein oder auch mehrere der geforderten Referenzkriterien erfüllen. Die o.g. Angaben sind dann gesondert für das jeweils zutreffende Kriterium anzugeben.
Erklärung zur techn. Leistungsfähigkeit durch Angabe der Anzahl und Ausstattung, Geräte, fachtechnische Ausrüstung (insbes. Hardware, Rechnerart, Software, etc).
Möglicherweise geforderte Mindeststandards:
Qualifikation des Projektleiter/in mind. Studium mit Abschluss Dipl.-Ing. Architekt oder vergleichbar.
Erläuterung der Verfügbarkeit vor Ort in der Planungsphase und Ausführung.
Die Erbringung der Dienstleistung ist einem besonderen Berufsstand vorbehalten.
Natürliche und juristische Personen, die die geforderten fachl. Anforderungen erfüllen „Architekt (Hochbau) im Sinne des §75 Abs.1 u.3 VgV. Die Bauvorlageberechtigung für Sachsen-Anhalt ist nachzuweisen.
Für die Subunternehmer HLS und Elektro: Natürliche und jurist. Personen, die die geforderten fachl. Anforderungen erfüllen „Beratender Ingenieur“ oder „Ingenieur“ im Sinne des §75 Abs.2 u.3 VgV.
Der Vertrag wird nach dem Muster Architektenvertrag Gebäude einschl. AVB und ZVB geschlossen.
Verpflichtung zur Angabe der Namen und beruflichen Qualifikationen der Personen, die für die Ausführung des Auftrags verantwortlich sind.
Abschnitt IV: Verfahren
Verhandlungsverfahren
nein
04.08.2017
14:00
25.08.2017
- Deutsch (DE)
15.11.2017
Abschnitt VI: Weitere Angaben
Dies ist kein wiederkehrender Auftrag.
Das Verfahren ist zweistufig. In der Stufe des Teilnahmewettbewerbs bewertet der Auftraggeber bei denjenigen Bewerbern, die nicht aufgrund von Ausschlusskriterien ausgeschlossen wurden, anhand der erteilten Auskünfte die Eignung und bildet unter Zugrundelegung der Gewichtung die Rangfolge der Bewerber.
In der zweiten Stufe des Verfahrens werden die geeigneten 3 bis 5 Bewerber aufgefordert, ein Angebot einzureichen.
a) Die Wertungsmatrix kann als PDF heruntergeladen werden. Die Wertungskriterien für Stufe 2 lauten: Qualität und Erfahrung 50 % / Wirtschaftlichkeit des Angebots 20 % / Gesamteindruck der Präsentation 20 % / Methoden der Termin- und Kostenverfolgung 10 %
b) Die Bewerbung kann formlos erfolgen Die Bewerbungsunterlagen sollen nach der in der Bewerbungsmatrix vorgegebenen Reihenfolge und Nummerierung gegliedert werden. Zur Bewertung ist eine schriftliche Aussage zu jedem Unterpunkt der Matrix notwendig.
c) Digitale Bewerbungsunterlagen sind nicht zugelassen.
d) Die Bewerbung ist in Papierform, einfach, in einem verschlossenen, von außen gekennzeichneten Umschlag beim Auftraggeber einzureichen. VgV§53. Der Rücksendeaufkleber aus den Auftragsunterlagen ist zu verwenden.
Der rechtzeitige Zugang eines Teilnahmeantrags liegt im Risiko des Bewerbers.
Die Möglichkeit zum elektronischen Teilnahmeantrag besteht nicht.
e) Es werden ausschließlich nur Bewerbungen berücksichtigt, die fristgerecht beim Auftraggeber ein-gereicht wurden. Die Bewerbungsunterlagen verbleiben beim Auftraggeber und werden nicht zurückgegeben. Entstandene Kosten für die Erstellung des Teilnahmeantrages werden nicht er-stattet.
f) Die Unterlagen sind vollständig in dem in dieser Bekanntmachung veröffentlichten Umfang
einzureichen. Der Bewerber kann nicht darauf vertrauen, dass er von der Vergabestelle aufgefordert
wird, fehlende Unterlagen nachzureichen. Für die Bewerberauswahl werden nur die geforderten Unterlagen berücksichtigt. Darüber hinausgehende Unterlagen sind nicht erwünscht.
g) Werden mehr Referenzen als gefordert eingereicht, erfolgt eine beliebige Auswahl durch die Vergabestelle.
Die Bewerber werden hiermit ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Auswahl nicht danach erfolgt, dass eine höchstmögliche Punktzahl erzielt wird.
h) Erfüllen mehrere Bewerber gleichermaßen die Anforderungen, und ist nach einer objektiven
Auswahl, entsprechend der zugrunde gelegten Kriterien, die Anzahl der Bewerber die zur
Angebotsabgabe aufgefordert werden zu hoch, behält sich der Auftraggeber vor, die Auswahl unter
den verbleibenden Bewerbern gemäß § 75Abs. 6 VgV durch Los zu treffen.
i) Die Bewerber welche zur Angebotsaufgabe aufgefordert werden, erhalten darüber hinaus weitere Detailinformationen.
j) Fragen sind ausschließlich in Textform an genannte Kontaktstelle zu richten.
Anfragen von Bewerbern müssen bis spätestens 5 Arbeitstage vor Abgabetermin der Kontaktstelle
vorliegen.
Ein Nachprüfungsantrag ist unzulässig, soweit der Antrag erst nach Zuschlagerteilung zugestellt wird (§114 Abs. 2Satz 1 GWB). Die Zuschlagserteilung ist möglich 10 Tage nach Absendung der Bekanntgabe der Vergabeentscheidung per Fax oder per E-Mail bzw. 15 Tage nach Absendung der Bekanntgabe der Vergabeentscheidung per Post (§101a GWB). Die Zulässigkeit eines Nachprüfungsantrages setzt ferner voraus, dass die geltend gemachten Vergabeverstöße unverzüglich nach Kenntnis bzw. soweit die Vergabeverstöße aus der Bekanntmachung oder den Vergabeunterlagen erkennbar sind - bis zum Ablauf der Teilnahme - bzw. Angebotsfrist gerügt wurden (§107 Abs. 3 S. 1 Nr, 1-3 GWB). Die Vergabestelle geht davon aus, dass eine Rüge nach Ablauf von 7 Kalendertagen nicht mehr als unverzüglich gilt. Ein Nachprüfungsantrag ist ebenfalls unzulässig, soweit mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, eine Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind (107 Abs. 3 S. 1 Nr. 4 GWB).
Des Weiteren wird auf die in §101b Abs. 2 GWB genannten Fristen verwiesen.
03.07.2017