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Ausschreibungsdetails

Ersatz der Schleuse Herbrum - Vergabepaket 2: Stahlwasserbau, Maschinenbau, Elektrotechnik

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22.03.2026

27.04.2026 11:00

2026-801-000007

1

Verfahren

Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Ems-Nordsee

22.03.2026 00:00

Meine e-Vergabe


Beschaffer
1.1 Beschaffer
Offizielle Bezeichnung: Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Ems-Nordsee
Art des öffentlichen Auftraggebers: Sonstige obere, mittlere und untere Bundesbehörde
Haupttätigkeiten des öffentlichen Auftraggebers: Allgemeine öffentliche Verwaltung
Verfahren
2.1 Verfahren
Titel: Ersatz der Schleuse Herbrum - Vergabepaket 2: Stahlwasserbau, Maschinenbau, Elektrotechnik
Beschreibung: Eine detaillierte Beschreibung erfolgt im Punkt 5.1.
Kennung des Verfahrens: dad659a2-ad29-4faa-bd25-de992fea4188
Interne Kennung: 2026-801-000007
Verfahrensart: Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb
Beschleunigtes Verfahren: nein
2.1.1 Zweck
Art des Auftrags: Bauleistung
Hauptklassifizierungscode(cpv): 45248100Bau von Kanalschleusen
Zusätzlicher Klassifizierungscode(cpv): 71334000Dienstleistungen im Bereich Maschinenbau und Elektrotechnik
Zusätzlicher Klassifizierungscode(cpv): 44212390Schleusen
Zusätzlicher Klassifizierungscode(cpv): 45248100Bau von Kanalschleusen
Zusätzlicher Klassifizierungscode(cpv): 45240000Wasserbauarbeiten
2.1.2 Erfüllungsort
Postanschrift: Zur Emsschleuse
Ort: Herbrum
Postleitzahl: 26871
NUTS-3-Code: Emsland(DE949)
Land: Deutschland
2.1.2 Erfüllungsort
NUTS-3-Code: Emsland(DE949)
Land: Deutschland
2.1.4 Allgemeine Informationen
Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU
vgv- VOB/A EU
2.1.6 Ausschlussgründe
Quellen der Ausschlussgründe: Bekanntmachung
Bestechlichkeit, Vorteilsgewährung und Bestechung: 
Betrug oder Subventionsbetrug: 
Bildung krimineller Vereinigungen: 
Bildung terroristischer Vereinigungen: 
Einstellung der beruflichen Tätigkeit: 
Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung: 
Insolvenz: 
Mangelhafte Erfüllung eines früheren öffentlichen Auftrags: 
Menschenhandel, Zwangsprostitution, Zwangsarbeit oder Ausbeutung: 
Mit Insolvenz vergleichbares Verfahren: 
Schwere Verfehlung: 
Täuschung oder unzulässige Beeinflussung des Vergabeverfahrens: 
Verstöße gegen arbeitsrechtliche Verpflichtungen: 
Verstöße gegen sozialrechtliche Verpflichtungen: 
Verstöße gegen umweltrechtliche Verpflichtungen: 
Verstöße gegen Verpflichtungen zur Zahlung von Sozialversicherungsbeiträgen: 
Verstöße gegen Verpflichtungen zur Zahlung von Steuern oder Abgaben: 
Wettbewerbsbeschränkende Vereinbarungen: 
Wettbewerbsverzerrung wegen Vorbefassung: 
Zahlungsunfähigkeit: 
Rein nationale Ausschlussgründe: 
Los
5.1 Interne Referenz-ID Los: LOT-0000
Titel: Ersatz der Schleuse Herbrum - Vergabepaket 2: Stahlwasserbau, Maschinenbau, Elektrotechnik
Beschreibung: Projektziel ist der Ersatz der linken (westlichen) Schleusenkammer im Baufeld der rechten außer Betrieb befindlichen Schleusenkammer am Dortmund-Ems-Kanal (DEK) zur langfristigen Sicherstellung der Schiffbarkeit und Leistungsfähigkeit der Bundeswasserstraße. Die neue Schleusenkammer soll vor Außerbetriebnahme der bestehenden linken Kammer (restliche Nutzungsdauer ca. 15 Jahre) in Betrieb gehen und hinsichtlich Abmessungen und Leistungsfähigkeit an heutige sowie zukünftige Anforderungen angepasst werden.
Das Projekt wird im Rahmen des Partnerschaftsmodells Wasserstraßen (PmW) als Pilotprojekt in der Ausprägung einer Integrierten Projektabwicklung (IPA) umgesetzt.
Kennzeichnend für dieses Modell sind:
- frühzeitige Einbindung aller wesentlichen Projektbeteiligten,
- gemeinsame Entwicklung des Bausolls in Vertragsphase 1,
- kooperatives und transparentes Projektmanagement,
- gemeinsame Verantwortung für Kosten-, Termin- und Qualitätsziele,
- Ausrichtung aller Entscheidungen am Grundsatz „Best for Project“.
Das PmW ist modular aufgebaut und besteht aus zwei Vertragsphasen:
Vertragsphase 1 – Planung und Vorbereitung
Gemeinsame Konkretisierung des funktionalen Bau-Solls, Risikomanagement und Festlegung des Zielpreises.
Vertragsphase 2 – Ausführung
Realisierung auf Grundlage des gemeinsam entwickelten und vereinbarten Pflichtenhefts.
Für das Projekt wurde eine Modulkombination gewählt, die eine integrierte Planung sowie eine Ausführung im Allianzmodell mit Mehrparteienvertrag ermöglicht. Aufgrund der technischen Komplexität, der Randbedingungen des Bauens im Bestand sowie der hohen Bedeutung für den laufendenden Schifffahrtsbetrieb ist dieses Abwicklungsmodell besonders geeignet.
Das Betriebsgebäude des Betriebsstandortes ABz Lathen soll durch die Allianz abgerissen und neu gebaut werden. Im Zuge der Baumaßnahme sollen die Funktionen des ABz Lathen erweitert werden um eine Leitzentrale zur Fernsteuerung mehrerer Schleusen.
Die Inberiebnahme ist im Jahr 2032 geplant.
Vergabepaket 2 übernimmt die fachliche Gesamtverantwortung für die technische Ausrüstung der Schleusenanlage. Dies umfasst die ausführungsnahe Mitwirkung in der inte-grierten Planungsphase sowie in der Ausführungsphase die vollständige, termin- und qualitätsgerechte Herstellung, Lieferung, Montage, Systemintegration und Inbetriebnahme aller ihm zugeordneten stahlwasserbaulichen, maschinentechnischen sowie elektro- und EMSR-technischen Systeme.
VP 2 stellt sicher, dass die technischen Anlagen den funktionalen Anforderungen, den abgestimmten Bauzuständen sowie den Anforderungen an Betrieb, Instandhaltung und Verfügbarkeit entsprechen und technisch konsistent in die Gesamtanlage integriert werden.
Verantwortliche Leistungen
- werkstatt-, montage- und ausführungsbezogene Planung für Stahlwasserbau, Maschinenbau, Hydraulik sowie Elektro- und EMSR-Technik,
- Fertigung, Lieferung und Montage der stahlwasserbaulichen, maschinentechnischen,Anlagen, insbesondere Verschlüsse, Tore, Führungen, Portalkomponenten, Antriebe, Zylinder, Pumpstationen sowie elektrotechnische, steuerungstechnische und EMSR-Anlagenteile,
- Netzwerkinfrastruktur, Sensorik & Aktorik, Kabelverlegungen, Anschlüsse und Beleuchtungen,
- detaillierte Ausführungs- und Montageplanung einschließlich Hebe-, Einbring- und Vormontagekonzepten,
- technische Abstimmung der Montage- und Inbetriebnahmeabläufe mit den vorgesehenen Bauzuständen,
- Mitwirkung bei der Festlegung technikbezogener Provisorien und temporärer Einrichtungen,
- Integration der vom Auftraggeber beigestellten technischen Systeme (insbesondere Prozessleittechnik und Videomanagementsystem) einschließlich Schnittstellendefinition, technischer Abstimmung und funktionaler Einbindung,
- Durchführung von Funktionsprüfungen sowie FAT- und SAT-Prüfungen,
- Inbetriebnahme der technischen Systeme,
- Erstellung der vollständigen Bestands-, Prüf-, Wartungs- und Übergabeunterlagen sowie Mitwirkung an Einweisung und Schulung des Betriebspersonals.
Interne Kennung: 2026-801-000007
5.1.1 Zweck
Art des Auftrags: Bauleistung
Hauptklassifizierungscode(cpv): 45248100Bau von Kanalschleusen
Zusätzlicher Klassifizierungscode(cpv): 44212390Schleusen
Zusätzlicher Klassifizierungscode(cpv): 44212383Schleusentore
Zusätzlicher Klassifizierungscode(cpv): 45240000Wasserbauarbeiten
Zusätzlicher Klassifizierungscode(cpv): 71334000Dienstleistungen im Bereich Maschinenbau und Elektrotechnik
5.1.2 Erfüllungsort
Postanschrift: Zur Emsschleuse
Ort: Herbrum
Postleitzahl: 26871
NUTS-3-Code: Emsland(DE949)
Land: Deutschland
Zusätzliche Angaben zum Erfüllungsort: 
5.1.3 Geschätzte Dauer
Sonstige Angaben zur Dauer: Unbegrenzt
5.1.6 Allgemeine Informationen
Vorbehaltene Teilnahme: Teilnahme ist nicht vorbehalten.
Die Namen und beruflichen Qualifikationen des zur Auftragsausführung eingesetzten Personals sind anzugeben: Erforderlich für das Angebot
Auftragsvergabeprojekt nicht aus EU-Mitteln finanziert
Die Beschaffung fällt unter das Übereinkommen über das öffentliche Beschaffungswesen: ja
Diese Auftragsvergabe ist besonders auch geeignet für kleinste, kleine und mittlere Unternehmen (KMU): ja
Zusätzliche Informationen: #Besonders auch geeignet für:selbst#,#Besonders auch geeignet für:other-sme#
5.1.7 Strategische Auftragsvergabe
Art der strategischen Beschaffung: Keine strategische Beschaffung
5.1.9 Eignungskriterien
Quellen der Auswahlkriterien: Bekanntmachung
Kriterium: Eintragung in das Handelsregister
Beschreibung: Angabe zur Eintragung in das Handeslregister unter Anagabe der HR-Nr..
Kriterium: Andere wirtschaftliche oder finanzielle Anforderungen
Beschreibung: Der Bewerber kann nach § 6d VOB/A EU (Eignungsleihe) im Hinblick auf seine erforderliche wirtschaftliche und finanzielle sowie auf seine erforderliche technische und berufliche Leistungsfähigkeit die Kapazitäten anderer Unternehmen (Nachunternehmer) in Anspruch nehmen, wenn er nachweist, dass ihm die für den Auftrag erforderlichen Mittel tatsächlich zur Verfügung stehen werden, indem er eine entsprechende Verpflichtungserklärung dieser Unternehmen (Nachunternehmerverpflichtungserklärung) jeweils vorlegt.

Der Bewerber, muss angeben dass er von der vorstehend dargestellten Möglichkeit der Inanspruchnahme von Kapazitäten anderer Unternehmen Gebrauch macht und beabsichtigt im Falle der Aufforderung zur Angebotsabgabe und im Falle der späteren Zuschlagserteilung Nachunternehmern für anzugebende Teilleistungen beauftragt.
Kriterium: Andere wirtschaftliche oder finanzielle Anforderungen
Beschreibung: Entsprechend der Verordnung (EU) 2022/576 dürfen öffentliche Aufträge und Konzessionen nach dem 9. April 2022 nicht an Personen oder Unternehmen vergeben werden, die einen Bezug zu Russland im Sinne der Vorschrift aufweisen. Dies umfasst sowohl unmittelbar als Bewerber, Bieter oder Auftragnehmer auftretende Personen oder Unternehmen als auch mittelbar, mit mehr als zehn Prozent, gemessen am Auftragswert, beteiligte Unterauftragnehmer, Lieferanten oder Eignungsverleiher. Bereits vor dem 9. April 2022 geschlossene Verträge mit solchen Personen oder Unternehmen mit Bezug zu Russland dürfen nur bis zum 10. Oktober 2022 fortgeführt werden.

Ein Bezug zu Russland im Sinne der Vorschrift besteht:
a) durch die russische Staatsangehörigkeit des Bewerbers/Bieters oder die Niederlassung des Bewerbers/Bieters in Russland,
b) durch die Beteiligung einer natürlichen Person oder eines Unternehmens, auf die eines der Kriterien nach Buchstabe a zutrifft, am Bewerber/Bieter über das Halten von Anteilen im Umfang von mehr als 50 Prozent,
c) durch das Handeln der Bewerber/Bieter im Namen oder auf Anweisung von Personen oder Unternehmen, auf die die Kriterien der Buchstaben a und/oder b zutreffen.


1) Der Bewerber erklärt, dass für sein Unternehmen keiner der in den Buchstaben a) bis c)
genannten Fälle zutrifft.

2) Der Bewerber erklärt, dass er zur Ausführung des Auftrags für Teile der Leistung
- nicht die Kapazitäten der in den Buchstaben a) bis c) genannten Personen oder Unternehmen in Anspruch nehmen wird / genommen hat (Eignungsleihe).
- folgende Kapazitäten der in den Buchstaben a) bis c) genannten Personen oder Unternehmen in Anspruch nehmen wird / genommen hat (Eignungsleihe).
und
- keine der in den Buchstaben a) bis c) genannten Personen oder Unternehmen als Nachunternehmen beauftragt hat.
- folgende der in den Buchstaben a) bis c) genannten Personen oder Unternehmen als Nachunternehmen beauftragen wird / beauftragt hat.
und
- keine der in den Buchstaben a) bis c) genannten Personen oder Unternehmen als Lieferanten beauftragt hat.
- folgende der in den Buchstaben a) bis c) genannten Personen oder Unternehmen als Lieferanten beauftragen wird /beauftragt hat.
Kriterium: Spezifischer Jahresumsatz
Beschreibung: Zur Erklärung der wirtschaftlichen Stabilität und finanziellen Leistungsfähigkeit nach § 6 Absatz 2 Satz 1 Nr. 2 VOB/A EU in Verbindung mit § 122 Abs. 2 GWB ist vom Bewerber/von der Bewerbergemeinschaft gemäß § 6a Nr. 2 Satz 1 Buchst. c) VOB/A EU der spezifische Umsatz des Unternehmens für die nachstehend aufgeführten relevanten Leistungsbereiche in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren (2022, 2023, 2024) in € netto anzugeben.
Dabei muss ein Mindestumsatz von jährlich mindestens 3 Mio. € netto in den relevanten Leistungsbereichen erreicht worden sein. Bewerber/ Bewerbergemeinschaften, die diesen Mindestumsatz nicht nachweisen können oder deren Angaben unvollständig oder formell mangelhaft sind, können gem. § 16 Nr. 1 bis Nr. 4 VOB/A EU vom weiteren Vergabeverfahren ausgeschlossen werden.

Relevante Leistungsbereiche im Vergabepaket 2 sind dabei:
- Herstellung und Montage von Schleusentoren, Führungselementen,Schützen und Revisionsverschlüssen
- Fertigung und Einbau von hydraulischen und elektrischen Antriebssystemen,
- Oberflächenschutzmaßnahmen (z. B. Beschichtung, Korrosionsschutz),
- Montageplattformen, Wartungsbühnen, Portalkonstruktionen,
- Koordination der Funktionsprüfung, Inbetriebnahme und Abnahme,
- Erstellung prüffähiger Dokumentationen, Montageprotokolle, Bestandsunterlagen.
- Elektrotechnik: Planung und Ausführung von Energieverteilungen, Beleuchtung, Schutztechnik, Mittel- und Niederspannungssystemen
- Fernmelde- und Nachrichtentechnik: Planung und Installation von Signal-, Kommunikations- und Übertragungssystemen in technischen Anlagen
- Steuerungs- und Leittechnik für Infrastrukturanlagen: Planung und Implementierung von SCADA-Systemen, SPS-/RTU-Steuerungen, Netzwerktechnik, Fernwirktechnik, Visualisierungssystemen.

Ergänzender Hinweis:
- Umsätze aus nicht relevanten Bereichen (z. B. Wohn- oder Gewerbebau, reine Bauüberwachung, Consulting ohne Planungsverantwortung) werden NICHT berücksichtigt.
Kriterium: Berufliche Risikohaftpflichtversicherung
Beschreibung: Zur Erklärung der wirtschaftlichen Stabilität und finanziellen Leistungsfähigkeit gemäß § 6 Absatz 2 Satz 1 Nr. 2 VOB/A EU in Verbindung mit § 122 Abs. 2 GWB erklärt der Bewerber/das Mitglied der Bewerbergemeinschaft gemäß § 6a Nr. 2 Satz 1 Buchst. a) VOB/A EU in Verbindung mit § 6b Absatz 1 Satz 1 Nr. 2 VOB/A EU in Form einer Eigenerklärung, dass eine Berufs- oder Betriebshaftpflichtversicherung besteht, die folgende Mindestinhalte aufweist:

Es liegt eine Versicherung vor, die sämtliche vom Bewerber/Mitglied der Bewerbergemeinschaft im Rahmen des VP 2 zu erbringenden Leistungen der Stahlwasserbau, Maschinenbau, Elektrotechnik abdeckt und die Deckungssummen von mindestens:
- 5 Mio. € für Personenschäden je Schadensfall
- 1,5 Mio. € für Sach- und Vermögensschäden je Schadensfall
beträgt.
Die Versicherungssumme muss zweifach maximiert sein, d. h. die genannten Summen müssen mindestens zweimal pro Versicherungsjahr zur Verfügung stehen (sog. Jahres-Höchstleistung).

Besteht zum Zeitpunkt der Bewerbung keine Police mit den vorgenannten Anforderungen, ist durch den Bewerber zu erklären, dass im Falle der Zuschlagserteilung eine Versicherung mit den genannten Mindestanforderungen abgeschlossen wird.
Kriterium: Werkzeuge, Anlagen oder technische Ausrüstung
Beschreibung: Gemäß § 122 GWB in Verbindung mit § 6 Absatz 2 Satz 1 Nr. 3 VOB/A EU ist der öffentliche Auftraggeber berechtigt, von den Bewerbern Nachweise über deren technische und berufliche Leistungsfähigkeit zu verlangen, sofern diese zur ordnungsgemäßen Ausführung der ausgeschriebenen Leistungen erforderlich sind. Vor diesem Hintergrund hat der Bewerber im Rahmen seines Teilnahmeantrages zu erklären, dass ihm die zur Ausführung der ausgeschriebenen Leistungen erforderliche technische Ausstattung sowie eine geeignete Produktions- und Planungsinfrastruktur dauerhaft zur Verfügung stehen.

Der Bewerber erklärt, dass ihm gem. § 122 GWB in Verbindung mit § 6a Nr. 3 Buchst. c) und h) VOB/A EU die zur Ausführung der ausgeschriebenen Leistungen erforderliche technische Ausstattung sowie eine geeignete Produktions- und Planungsinfrastruktur dauerhaft zur Verfügung stehen.

Die Erklärung bezieht sich insbesondere auf die folgenden Bereiche:

- Eigene Fertigungskapazitäten oder gesicherte Kooperationen: Eigene Fertigungseinrichtungen für großformatige stahlwasserbauliche Bauteile oder alternativ eine vertraglich gesicherte Zusammenarbeit mit zertifizierten Fachwerkstätten (z. B. DIN EN 1090 zertifizierte Schweißbetriebe).
- Hochpräzise Bearbeitungseinrichtungen: Verfügbarer Fertigungstechnologien, insbesondere CNC-gesteuerte Bearbeitungszentren, automatische Schweißanlagen, Plasmaschneidtechnik oder vergleichbare Ausstattung.
- Korrosionsschutzanlagen gemäß DIN EN ISO 12944-5: Verfügbarkeit geeigneter Einrichtungen zur Durchführung von Korrosionsschutzmaßnahmen, z. B. Strahlhallen, Lackierkabinen sowie Trocknungs- und Aushärteeinrichtungen.
- Simulations- und Steuerungssysteme: Nutzung von Simulations-, Fertigungssteuerungs- oder Qualitätssicherungssystemen wie CAM (Computer Aided Manufacturing) oder MES (Manufacturing Execution System) zur Sicherstellung der Maßhaltigkeit, Effizienz und integrierten Ablaufplanung.
- Transportlogistik für Großbauteile: logistischen Leistungsfähigkeit zur Verladung und zum Transport überdimensionaler Bauteile unter Berücksichtigung spezieller Transportmittel, innerbetrieblicher Infrastruktur (z. B. Portalkräne, Tieflader) sowie möglicher Transportwege
- Softwaregestützte Planung, Projektierung und Dokumentation elektrotechnischer Anlagen: Der Bewerber verfügt über marktübliche, leistungsfähige Softwarelösungen zur Planung und Dokumentation von elektrotechnischen Systemen. Hierzu gehören beispielsweise: EPLAN Electric P8, DDS-CAD, Revit MEP, Simaris / Caneco BT
- Planung und Integration komplexer Steuerungs-, Automatisierungs- und Visualisierungssysteme: Der Bewerber ist in der Lage, komplexe Automatisierungssysteme zu planen und in den Betrieb zu integrieren. Dies umfasst u. a.: Siemens PCS7, WinCC, TwinCAT, CoDeSys, Engineering Tools für RTU-/SPS-Programmierung
- IT-Sicherheit und Netzwerktechnologie in OT-Systemen: Für die Einhaltung von Anforderungen an den Schutz kritischer Infrastrukturen ist die Kompetenz im Bereich der Netzwerksicherheit erforderlich. Der Bewerber hat Kenntnisse und Verfahren zur Sicherung, Segmentierung und Überwachung industrieller Netzwerke. Beispielhafte Tools: Nmap, Wireshark, Fortinet, Cisco Secure Tools, Netzwerkdokumentation / Managementsoftware
- Unterstützende Systeme für Planungskontrolle, Simulation und digitale Dokumentation: Zur Sicherstellung einer qualitätsgesicherten Projektabwicklung sind Systeme zur Energiebilanzierung, Inbetriebnahmeprüfung und digitalen Bestandsdokumentation erforderlich. Mögliche Softwarelösungen: PowerFactory / ETAP (Simulation), digitale Prüf- und Inbetriebnahmetools, Dokumentationsplattformen (z. B. PlanRadar, Thinkproject, eigene Systeme)

Hinweis für Bewerbergemeinschaften:
Im Falle einer Bewerbung durch eine Bewerbergemeinschaft gemäß § 6 Absatz 3 Nr. 2 VOB/A EU gilt die Erklärung dieses Kapitels für die Bewerbergemeinschaft.
Kriterium: Durchschnittliche jährliche Belegschaft
Beschreibung: Die Erklärung zur personellen Leistungsfähigkeit des Bewerbers/ der Bewerbergemeinschaft stellt ein zentrales Element der technischen Eignung im Sinne von § 122 Abs. 2 GWB i. V. m. § 6a Nr. 3 Buchst. b), e) und g) VOB/A EU dar.

Mindestanforderungen:
Die Erklärung zum Personalbestand ist zwingend in Vollzeitäquivalenten (VZÄ) abzugeben, um unterschiedliche Beschäftigungsmodelle (z. B. Teilzeit, freie Mitarbeit) vergleichbar zu machen. Die Mindestanforderungen umfassen:
- Erforderliche Gesamtmindestgröße des Bewerbers: 20 VZÄ im Bereich der Bauausführung, Projektsteuerung, Arbeitsvorbereitung, Kalkulation, Terminplanung, Abrechnung und Bau-/Projektleitung für Infrastrukturvorhaben mit dem Leistungsschwerpunkt des VP 2.
- Es sind ausschließlich dauerhaft beschäftigte, qualifizierte Fachkräfte zu berücksichtigen.
- Die Darstellung hat unternehmensweit und unter Berücksichtigung der jeweiligen VZÄ-Faktoren (bei Teilzeitmodellen, projektbezogenen Einsätzen oder Werkverträgen) zu erfolgen.

Fachlich differenzierter Mindestpersonalbestand:
Die personelle Leistungsfähigkeit umfasst folgende Kernbereiche, die mit entsprechender Fachkompetenz und personeller Tiefe abgedeckt werden müssen:
- Fachkräfte für Fertigungsbetriebe mit Qualifikation gemäß DIN EN 1090
- Montage- und Instandsetzungspersonal im Bereich Maschinentechnik
- Fachkräfte für hydraulische und elektrische Integration
- Spezialisten für Antriebs- und Steuerungstechnik
- Personal für BIM-Koordination und digitale Planungsmethoden
- Fachkräfte für Korrosionsschutz, Oberflächentechnik und Schweißtechnik
- sowie Planungs- und Bauleitungspersonal für den gesamten Leistungsbereich Maschinen- und Stahlwasserbau sowie der elektrotechnischen Bauausführung
- Elektrotechnik (Energieversorgung): Planung, Dimensionierung und Realisierung der elektrischen Energieverteilungen, inkl. NSHV, USV, Notstrom, Leitungsverlegung, Erdung, Blitzschutz
- Automatisierungs- und Steuerungstechnik (EMSR / Leittechnik): Konzeption und Programmierung der Prozessleit- und Steuerungssysteme (z. B. SPS, SCADA, Visualisierung, RTU-Systeme), Signalhandling
- Fernmelde- und Nachrichtentechnik: Auslegung und Integration von Kommunikationssystemen, Übertragungstechnik, IP-basierte Systeme, Alarmierung
- Netzwerktechnik & IT-Sicherheit (OT): Planung und Absicherung von Anlagen- und Betriebsnetzwerken, Firewall-/Routingarchitekturen, VLAN-Strukturen, Segmentierung nach IT-Grundschutz
- Qualitätsmanagement / Prüfwesen (EMSR): Erstellung und Prüfung technischer Unterlagen, ITP-Planung, Werks- und Abnahmeprüfung, Dokumentation

Zugrundeliegende Umrechnung von Teilzeitkräften (40h/Woche):
30 Stunden = 0,75 VZÄ
25 Stunden = 0,625 VZÄ
20 Stunden = 0,5 VZÄ
15 Stunden = 0,375 VZÄ
10 Stunden = 0,25 VZÄ

Hinweis für Bewerbergemeinschaften:
Im Falle einer Bewerbung durch eine Bewerbergemeinschaft gemäß § 6 Absatz 3 Nr. 2 VOB/A EU sind die personellen Kapazitäten der einzelnen Mitglieder additiv zu berücksichtigen.

Rechtlicher Hinweis:
Gemäß § 16 Nr. 1 bis 4 VOB/A EU können Angebote vom weiteren Verfahren ausgeschlossen, wenn die in der Bekanntmachung oder den Vergabeunterlagen geforderten Nachweise und Erklärungen – hier zur personellen Leistungsfähigkeit – nicht vollständig und formgerecht erbracht werden. Nachforderungen der Vergabestelle sind nur im Rahmen des § 16a VOB/A EU möglich und zulässig. Der Auftraggeber weist ausdrücklich darauf hin, dass ein Bewerber, der die vorstehend beschriebenen Mindestanforderungen jedenfalls auch nach einer ggf. zulässigen Nachforderung nicht nachweisen kann oder will, vom Vergabeverfahren ausgeschlossen wird.
Kriterium: Referenzen zu bestimmten Arbeiten
Beschreibung: Die Auswahlentscheidung basiert auf einer gewichteten Bewertung zusätzlicher Eignungskriterien, die über die bloße Erfüllung der Mindestvoraussetzungen hinausgehen (§ 3b Absatz 2 VOB/A EU). Ziel dieses Verfahrensschritts ist es, diejenigen Bewerber zu identifizieren, die im Hinblick auf die spezifischen Anforderungen des Projekts „Ersatz der Schleuse Herbrum“ die höchste Leistungsfähigkeit erwarten lassen.

Der Bewerber erklärt gemäß § 6b Absatz 1 Satz 1 Nr. 2 VOB/A EU anhand von drei geeigneten Projektreferenzen entsprechend § 6a Nr. 3 Buchst. a) VOB/A EU seine technische und berufliche Leistungsfähigkeit, die über die Mindestanforderungen hinausgeht. Um einen ausreichenden Wettbewerb sicherzustellen, wird darauf hingewiesen, dass auch Bauleistungen berücksichtigt werden, die mehr als fünf Jahre zurückliegen Diese Referenzen werden inhaltlich und qualitativ bewertet. Die Beurteilung erfolgt anhand einer einheitlichen Bewertungsmatrix.

Mindestanforderungen:
- Es sind mindestens und höchstens drei (3) technisch einschlägige und eigenständig erbrachte Referenzprojekte einzureichen.
- Jedes Referenzprojekt muss in den letzten zehn (10) Jahren (zwischen dem 01.03.2016 und 01.03.2026) abgeschlossen oder im Wesentlichen abgeschlossen worden sein (maßgeblich: Fertigstellung oder Inbetriebnahme).
- Die Referenz muss Stahlwasserbauleistungen betreffen, insbesondere Fertigung, Transport und Montage oder Instandsetzung von Schleusentoren (z. B. Hubtore, Stemmtore, Schütze, bewegliche Verschlusskörper im Wasserbau),
- Das Projekt muss in einem wasserbaulichen Kontext realisiert worden sein (z. B. Schleusen, Wehranlagen, Sperrwerke, Hafeninfrastruktur), idealerweise mit Integration in bestehende Bauwerke oder bei laufendem Betrieb.
- Die wesentlichen Leistungen (mindestens Fertigung, Montage und Inbetriebnahme) müssen vom Bieter selbst oder in einer führenden Rolle (z. B. als Generalunternehmer, ARGE-Führer) erbracht worden sein.
- Das an den Bewerber vergebene Auftragsvolumen (Bauleistung) muss je Referenzprojekt mindestens 0,5 Mio. € nettobetragen haben.

Für die Erklärung der Projektreferenzen sind den Vergabeunterlagen beiliegende Referenzformblätter zu nutzen. § 6b Absatz 1 Satz 2 VOB/A EU bleibt unberührt.

Bewertungssystematik:
Jede der drei eingereichten Referenzen wird separat bewertet. Der Gesamtwert ergibt sich aus der Summe der Einzelbewertungen; insgesamt können maximal 318 Punkte erreicht werden.
- Die Bewertung erfolgt projektbezogen. Jedes eingereichte Projekt wird anhand der u. g. Kriterien einzeln bewertet.
- Die Referenzen müssen in die Referenzformblätter eingetragen werden. § 6b Absatz 1 Satz 2 VOB/A EU bleibt unberührt.
- Für Unterkriterien ohne klare Beschreibung (z. B. nur Behauptung) wird kein Punkt vergeben.
- Bei widersprüchlichen oder nicht belegbaren Angaben erfolgt Abwertung auf 0 Punkte im Teilkriterium.
- Zur Angebotsabgabe werden die Bewerber mit den höchsten Gesamtpunktzahlen eingeladen jedoch maximal 5. Die Anzahl der Einzuladenden wird in den Vergabeunterlagen gemäß § 3b Absatz 2 Nr. 3 VOB/A EU bekanntgegeben. Bei Punktgleichheit entscheidet das Los (entsprechend § 75 Absatz 6 VgV).

Die folgenden Eignungskriterien gehen mit differenzierter Gewichtung in die Bewertung ein:

K1 – Technische Vergleichbarkeit (max. 20 Punkte)
Bewertet wird in welchem Umfang die Leistungen des Referenzprojekts dem Bauleistungsbild des Vergabepakets VP 2 entsprechen. Berücksichtigt werden dabei insbesondere die Art der ausgeführten Gewerke, eingesetzte Bauverfahren und die technische Vergleichbarkeit zu den geplanten Maßnahmen an der Schleuse Herbrum.
Punkte werden verteilt für:
K1.1 Herstellung beweglicher Verschlussorgane (z. B. Tore, Schützen) - 3 Punkte
K1.2 Hydraulisch angetriebene Systeme mit Sicherheitsfunktionen - 3 Punkte
K1.3 Bau im tidebeeinflussten Gewässer / Binnenwasserstraße - 3 Punkte
K1.4 Kombination mit Oberflächenschutz und Steuerungskomponenten - 3 Punkte
K1.5 Planung und/oder Ausführung von Steuerungs- und Leittechnik (SCADA, SPS) in wasserbaulicher Infrastruktur - 3 Punkte
K1.6 Integration von Energieverteilungen (NSHV, Unterverteilungen, Notstromsysteme, Erdung, Blitzschutz) - 3 Punkte
K1.7 Umsetzung von Kommunikations- und Nachrichtentechniksystemen (z. B. Alarmierung, Übertragungstechnik) - 3 Punkte

K2 – Komplexitätsgrad des Projekts (max. 15 Punkte)
Dieses Kriterium bewertet die Komplexität der ausgeführten Bauleistungen, insbesondere unter erschwerten Randbedingungen. Maßgeblich sind Arbeiten im Bestand, unter Betrieb, bei Tideeinfluss, unter Wasserhaltung oder besonderen Sicherheitsanforderungen.
Punkte werden verteilt für:
K2.1 Technisch komplexe Montage (geringe Toleranzen, bewegliche Massen) - 5 Punkte
K2.2 Montage unter Betriebsbedingungen oder in Bestandseinbindung: Eingliederung in bestehende wasserbauliche Infrastruktur - 5 Punkte
K2.3 Hohe Anforderungen an Verfügbarkeit, Redundanz oder Prüfkriterien; insbesondere mit Fokus auf Hochwasser-/Betriebsschutzanforderungen - 5 Punkte

K3 – Leistungsumfang (max. 10 Punkte)
Hier wird beurteilt, inwieweit der Bieter im Projekt die Fertigung der Maschinen und/oder Stahlwasserbauteile vollständig eigenverantwortlich erbracht bzw. ausgeführt hat, inkl. Koordination von Nachunternehmern, Qualitätssicherung, Umwelt- und Arbeitsschutz sowie Baustellen- und Fertigungsdokumentation.
Punkte werden verteilt für:
K3.1 Fertigung im eigenen Werk (mit Nachweis nach DIN EN 1090 o. ä.) - 6 Punkte
K3.2 Eigene mechanische, hydraulische und oberflächentechnische Montage - 3 Punkte
K3.3 Eigenverantwortliche Planung der EMSR-Systeme - 2 Punkte
K3.4 Ausführung (Lieferung, Montage, Anschluss) durch den Bieter mit eigener Bauleitung oder gleichwertiger Rolle - 2 Punkte
K3.5 Koordination und Verantwortung für Nachunternehmer - 2 Punkte
Anhand der Kriterien werden die Bewerber ausgewählt, die zur zweiten Phase des Verfahrens eingeladen werden sollen
Kriterium: Referenzen zu bestimmten Arbeiten
Beschreibung: K4 - Projektvolumen & Koordinationsrolle (max. 10 Punkte)
Bewertet wird die wirtschaftliche Relevanz des Referenzprojekts (Anteil des Bewerbers am Gesamtprojektvolumen) und die Position des Bewerbers innerhalb der Projektorganisation. Höher gewertet werden große Projekte mit Führungsrolle (z. B. als GU, ARGE-Führer, koordinierender Hauptunternehmer).
Punkte werden verteilt für:
K4.1
Anteil am Projektvolumen < 1 Mio. € netto - 0 Punkte
Anteil am Projektvolumen >= 1 Mio. € netto - 2 Punkte
Anteil am Projektvolumen >= 4 Mio. € netto - 3 Punkte
Anteil am Projektvolumen >= 7 Mio. € netto - 4 Punkte
Anteil am Projektvolumen >= 10 Mio. € netto - 5 Punkte
Anteil am Projektvolumen >= 13 Mio. € netto - 6 Punkte
K4.2 Rolle des Bieters im Projekt: Der Bieter war federführend (z. B. GU, ARGE-Leiter, technischer Koordinator) und trug Gesamtverantwortung bzw. war federführend in der Planung/Ausführung - 4 Punkte

K5 – Vertrags- und Organisationsform / IPA-Erfahrung (max. 20 Punkte)
Gegenstand der Bewertung ist die Form der Projektabwicklung, nach der das Referenzprojekt durchgeführt wurde, sowie die Rolle und Verantwortung des Bieters in dieser Struktur. Die Bewertung berücksichtigt sowohl klassische als auch kooperative/integrierte Modelle. Projekte mit IPA-Merkmalen werden vorrangig bewertet. Die Bewertung erfolgt projektbezogen, mehrere Unterkriterien können kumulativ erfüllt werden.
Punkte werden verteilt für:
K5.1
- Vertragsstruktur: IPA / Allianzmodell: Projekt wurde im Rahmen eines IPA- oder Allianzmodells mit Mehrparteienvertrag, gemeinsamer -
- Zielverfolgung und geteilter Verantwortung abgewickelt - 5 Punkte
- Kooperationsstruktur bei klassischen Modellen: Projekt wurde in einem GU-, TU- oder ARGE-Modell mit interner Koordination und Schnittstellensteuerung durch den Bieter durchgeführt - 2 Punkte
- Einzelvergabe / konventionelle Abwicklung: Projekt wurde in klassischer Einzelvergabe durchgeführt, der Bieter agierte als Einzelauftragnehmer mit Standard-VOB/B-Regelwerk - 1 Punkt
K5.2 Frühe Einbindung in Planung / ECI (Early Contractor Involvement): Der Bieter wurde vor Baubeginn oder bereits in Leistungsphasen 2, 3 oder 5 in die Projektentwicklung eingebunden (z. B. als ECI-Partner) - 4 Punkte
K5.3 Zielkostenmodell / anreizbasierte Vergütung: Beteiligung an Zielkostenmodell, Bonus-Malus-Regelungen, Deckungsbeitragsvereinbarungen oder Leistungsteilung - 4 Punkte
K5.4 Gemeinsames Projektcontrolling und Risiko-/Kostenmanagement: Nachweis projektintern abgestimmter Controllingstrukturen, gemeinsames Risikobudget, Open-Book-Kalkulation oder Lean-Methoden - 3 Punkte
K5.5 Best-for-Project-Prinzip / kollektive Entscheidungsfindung: Gemeinsame Entscheidungen (z. B. im PMT) statt Einzelentscheidungen, Projektziele im Mittelpunkt des Handelns - 2 Punkte
K5.6 Integration von Planungs- und Bauverantwortung (Design & Build / Engineering, Procurement and Construction): Bieter übernahm Verantwortung sowohl für Planung als auch für Ausführung (z. B. im Design-and-Build-Vertrag) - 1 Punkte
K5.7 Verantwortung für externe Schnittstellen / Behörden / AG-Kommunikation: Bieter war primärer Ansprechpartner für den AG und koordinierte externe Abstimmungen (z. B. BAW, WSV, Gutachter, Genehmigungsbehörden) - 1 Punkte

K6 – Integration mehrerer Fachdisziplinen (max. 5 Punkte)
Bewertet wird die Integration und Koordination mehrerer Planungs- und Ausführungsdisziplinen durch den Bieter innerhalb des Referenzprojekts. Maßgeblich sind sowohl die Anzahl der intern verantworteten Fachbereiche als auch die Erklärung funktionierender Schnittstellenkoordination.
Punkte werden vergeben für:
K6.1 Enge Koordination mit mindestens zwei angrenzenden Gewerken - 3 Punkte
K6.2 Erfahrung mit baubetrieblichen Schnittstellen in wasserbaulichen oder industriellen Großprojekten - 2 Punkte
Anhand der Kriterien werden die Bewerber ausgewählt, die zur zweiten Phase des Verfahrens eingeladen werden sollen
Kriterium: Referenzen zu bestimmten Arbeiten
Beschreibung: K7 – Digitale Methoden & BIM (max. 11 Punkte)
Im Rahmen des integrierten Projektabwicklungsmodells (IPA) für das Vorhaben Ersatz der Schleuse Herbrum misst der öffentliche Auftraggeber dem Einsatz digitaler Methoden zur Prozessoptimierung im Planungs- und Bauablauf eine besondere Bedeutung bei. Dies betrifft sowohl den planungsbegleitenden Einsatz modellbasierter Werkzeuge als auch die strukturierte Anwendung digitaler Systeme zur Bauausführung und -überwachung.
Im Rahmen der Angebotswertung dient dieses Zuschlagskriterium der qualitativen Beurteilung, inwieweit der Bieter über nachweisbare Kompetenz und praktische Erfahrung in der Anwendung digitaler Werkzeuge und Methoden verfügt. Bewertet wird insbesondere die Fähigkeit, digitale Technologien wie Bauablaufsimulationen (4D-Simulationen), digitale Baustellendokumentation, systemgestütztes Mängelmanagement sowie modellgestützte Koordinierungs- und Prüfprozesse (z. B. digitale Kollisionsprüfungen) effektiv, nachvollziehbar und in projektspezifischer Weise einzusetzen.
Zudem wird die Verfügbarkeit und Anwendung von digitalen Planungsmethoden wie Building Information Modeling (BIM) einschließlich der Nutzung von 3D-/4D-Modellen, simulationsgestützten Planungselementen und der Integration modellbasierter Daten in den Gesamtprozess der Planung und Ausführung (z. B. durch CDE – Common Data Environments) berücksichtigt. Voraussetzung für eine positive Bewertung ist, dass der Einsatz dieser Methoden im Angebotskonzept plausibel beschrieben, durch geeignete Referenzprojekte oder Systemnachweise belegt und im Sinne einer integrativen Projektabwicklung schlüssig auf das konkrete Projekt bezogen wird.
Punkte werden verteilt für:
K7.1 Einsatz modellbasierter Werkzeuge zur Fertigungs- und Montageplanung (CAD/BIM 3D-Modelle): Nutzung integrierter 3D-Modelle für Torflügel, Antriebseinheiten, Revisionsverschlüsse, Darstellung von Energieverteilungen, Steuerzentralen, Kabeltrassen, Automatisierungs- und Steuerkomponenten etc., Übergabe an CAM-Systeme, Kollisionsprüfung mit Bauwerksmodellen. - 4 Punkte
K7.2 Simulation von Fertigungs- oder Montageabläufen (z. B. mittels digitaler Fabrik, 4D-Planung, Kran-/Lastsimulationen, Netz- und Kurzschlussstromberechnung, Schutzkoordinationsanalyse): Darstellung und Optimierung von Hebeprozessen, Montageschritten, Sperrzeiten (z. B. in Sperrpausen), Logistikrouten. Für den Bereich Elektrotechnik: Einsatz spezialisierter Software wie Simaris, Caneco BT, ETAP oder PowerFactory. Darstellung der Ergebnisse als Entscheidungs- oder Bemessungsgrundlage. - 3 Punkte
K7.3 Verwendung digitaler Systeme zur Qualitätsdokumentation in der Fertigung und Montage (z. B. Schweißprotokolle, Fertigungsprotokolle, digitale Prüfberichte): Integration mit ERP-/PLM-Systemen oder eigenen Prüfplattformen. - 2 Punkte
K7.4 Einsatz digitaler Systeme zur elektrotechnischen Prüf- und Abnahmedokumentation: Verwendung mobiler Inbetriebnahme-Tools, strukturierter Prüfprotokolle, digitaler Nachweissysteme. Anbindung an digitale Bauakte (z. B. PlanRadar, Thinkproject, Sablono). - 1 Punkt
K7.5 Verwendung softwaregestützter Mängelmanagement- oder Nachweisplattformen für elektrotechnische Anlagen: Abbildung von Nachverfolgung, Erledigungsstatus, Foto-/Protokollanhang, ggf. Integration mit CDE-Systemen. - 1 Punkt

K8 - Projektkoordination und Steuerungskompetenz (max. 5 Punkte)
Bewertet wird die strukturierte Durchführung und Dokumentation qualitätssichernder Maßnahmen. Dazu zählen insbesondere die Anwendung von ITPs (Inspection and Test Plans), strukturierte Abnahmeprozesse und die digitale Übermittlung von Bau- und Prüfunterlagen.
Punkte werden verteilt für:
K8.1 Nachweis ITP-basierter Ausführungskontrolle (inkl. Prüfpläne, Checklisten) - 3 Punkte
K8.2 Digitale oder systemgestützte Übergabe der Dokumentation an den Auftraggeber - 2 Punkte

K9 – Aktualität der Referenz (max. 5 Punkte)
Bewertet die Referenz hinsichtlich ihrer Aktualität, um den Stand der Technik im umgesetzten Projekt zu berücksichtigen. Das Referenzprojekt muss abgeschlossen oder im Wesentlichen abgeschlossen worden sein (maßgeblich: Fertigstellung oder Inbetriebnahme).
Punkte werden verteilt für:
K9.1 Abschluss des Referenzprojektes vor 10 bis 6 Jahren
(zwischen 01.03.2016 und 29.02.2020) - 1 Punkt
K9.2 Abschluss des Referenzprojektes vor 3 bis 6 Jahren
(zwischen 01.03.2020 und 28.02.2023) - 3 Punkte
K9.3 Abschluss des Referenzprojektes in den letzten 3 Jahren
(zwischen 01.03.2023 und 01.03.2026) - 5 Punkte
Anhand der Kriterien werden die Bewerber ausgewählt, die zur zweiten Phase des Verfahrens eingeladen werden sollen
Informationen über die zweite Phase eines zweiphasigen Verfahrens:
Mindestzahl der zur zweiten Phase des Verfahrens einzuladenden Bewerber: 5
Höchstzahl der zur zweiten Phase des Verfahrens einzuladenden Bewerber: 5
Das Verfahren wird in mehreren aufeinanderfolgenden Phasen durchgeführt. In jeder Phase können einige Teilnehmer ausgeschlossen werden
Der Auftraggeber behält sich den Zuschlag auf das Erstangebot vor
5.1.10 Zuschlagskriterien
Beschreibung der anzuwendenden Methode, wenn die Gewichtung nicht durch Kriterien ausgedrückt werden kann: A.1 Personal- und Organisationkonzept - 8,75%
A.2 Planungs- und Managementkonzepte - 21,25%
B Kooperations- & Kollaborationskultur (Assessment Center) - 20%
C.1 Beteiligungsquote – 10,00%
C.2 Deckungsbeitrag (AGK + G) – 17,50%
C.3 Verhältnis BQ zu DB (BQ/DB) – 8,50%
C.4 Stundensatz – 4,00%
C.5 BGL Satz – 10,00%

Eine detaillierter Aufstellung der Zuschlagskriterien ist in den Vergabeunterlagen zu finden (siehe Dokument: 260310_HER_VG_VP2_Wertungsmatrix Zuschlagskriterien)
5.1.11 Auftragsunterlagen
Verbindliche Sprachfassung der Vergabeunterlagen: Deutsch
Internetadresse der Auftragsunterlagen: https://www.evergabe-online.de/tenderdocuments.html?id=845311
5.1.12 Bedingungen für die Auftragsvergabe
Verfahrensbedingungen:
Voraussichtliches Datum der Absendung der Aufforderungen zur Angebotseinreichung: 01/06/2026
Bedingungen für die Einreichung:
Elektronische Einreichung: Erforderlich
Adresse für die Einreichung: https://www.evergabe-online.de/tenderdetails.html?id=845311
Sprachen, in denen Angebote oder Teilnahmeanträge eingereicht werden können: Deutsch
Elektronischer Katalog: Nicht zulässig
Nebenangebote: Nicht zulässig
Die Bieter können mehrere Angebote einreichen: Nicht zulässig
Frist für den Eingang der Teilnahmeanträge: 27/04/202611:00
Informationen, die nach Ablauf der Einreichungsfrist ergänzt werden können:
Die Nachforderung von Erklärungen, Unterlagen und Nachweisen ist nicht ausgeschlossen.
Zusätzliche Informationen: Die Nachforderung richtet sich nach § 16 a VOB/A EU.
Auftragsbedingungen:
Die Auftragsausführung ist bestimmten Auftragnehmern vorbehalten: Nein
Elektronische Rechnungsstellung: Erforderlich
Aufträge werden elektronisch erteilt: ja
Zahlungen werden elektronisch geleistet: ja
5.1.15 Techniken
Rahmenvereinbarung:
Keine Rahmenvereinbarung
Informationen über das dynamische Beschaffungssystem:
Kein dynamisches Beschaffungssystem
5.1.16 Weitere Informationen, Schlichtung und Nachprüfung
Überprüfungsstelle: Bundeskartellamt - Vergabekammer des Bundes -
Organisation, die weitere Informationen für die Nachprüfungsverfahren bereitstellt: Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Ems-Nordsee
Organisationen
8.1 ORG-0000
Offizielle Bezeichnung: Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Ems-Nordsee
Identifikationsnummer: Leitweg-ID 991-00601-94
Postanschrift: Herzog-Arenberg-Straße 66
Ort: Meppen
Postleitzahl: 49716
NUTS-3-Code: Emsland(DE949)
Land: Deutschland
E-Mail: vergabestelle.wsa-ems-nordsee@wsv.bund.de
Telefon: +49 5931 848 111
Rollen dieser Organisation:
Beschaffer
Organisation, die weitere Informationen für die Nachprüfungsverfahren bereitstellt
8.1 ORG-0001
Offizielle Bezeichnung: Bundeskartellamt - Vergabekammer des Bundes -
Identifikationsnummer: t:022894990
Postanschrift: Kaiser-Friedrich-Straße 16
Ort: Bonn
Postleitzahl: 53113
NUTS-3-Code: Bonn, Kreisfreie Stadt(DEA22)
Land: Deutschland
E-Mail: vk@bundeskartellamt.bund.de
Telefon: +49 228-94990
Fax: +49 228-9499163
Internet-Adresse: https://www.bundeskartellamt.de/
Rollen dieser Organisation:
Überprüfungsstelle
Informationen zur Bekanntmachung
Kennung/Fassung der Bekanntmachung: 0678cd1e-a58e-4e3d-9d5e-4d3b2a4351ce- 02
Formulartyp: Wettbewerb
Art der Bekanntmachung: Auftrags- oder Konzessionsbekanntmachung – Standardregelung
Datum der Übermittlung der Bekanntmachung: 19/03/202617:21
Sprachen, in denen diese Bekanntmachung offiziell verfügbar ist: Deutsch


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