Ausschreibungsdetails
Fehlende Unterlagen, deren Vorlage mit dem Teilnahmeantrag gefordert war, werden teilweise nachgefordert und zwar folgende Unterlagen: alle, außer dem Teilnahmeantrag.
Fehlende Unterlagen sind auf gesondertes Verlangen der Vergabestelle innerhalb von 6 Kalendertagen bei der Vergabestelle einzureichen. Der Teilnahmeantrag wird ausgeschlossen, wenn die Unterlagen nicht vollständig innerhalb dieser Nachforderungsfrist vorgelegt werden.
Eine Versendung in Papierform oder per E-mail oder per Fax erfolgt nicht.
Es handelt sich bei diesem Verfahren um ein als Verteidigung und Sicherheit eingestuftes Verfahren (VS-Verfahren). Der Zugang zu den Vergabeunterlagen ist daher beschränkt. Die Bereitstellung der Unterlagen zu diesem Verfahren erfolgt ausschließlich über das Vergabeportal.
In der ersten Stufe des Verfahrens können nach vorheriger Registrierung auf dem Vergabeportal vorerst nur die Bewerbungsunterlagen (Teilnahmeanträge) uneingeschränkt, vollständig und gebührenfrei in einem Paket heruntergeladen bzw. über den Link aus der Bekanntmachung abgerufen werden.
Nach Feststellung und Bewertung der Eignung der Bewerbungen (Teilnahmeanträge) werden Sie über die Vergabeplattform zur Abgabe eines Angebots aufgefordert und für den uneingeschränkten, vollständigen und gebührenfreien elektronischen Erhalt der Vergabeunterlagen freigeschaltet. Erst in dieser zweiten Stufe des Vergabeverfahrens (Angebotsphase) werden die Vergabeunterlagen auf der Vergabeplattform eingestellt (nähere Informationen erhalten Sie mit der Aufforderung zur Abgabe eines Angebots).
Auf dem Vergabeportal, über das in der Bewerbungs- und Angebotsphase die Kommunikation erfolgt, sind auch alle Antworten und Informationen auf Bewerber-/ Bieteranfragen einsehbar.
b) § 261 StGB (Geldwäsche; Verschleierung unrechtmäßig erlangter Vermögenswerte): gemäß §6e VS Abs. 1 Nr. 3 VOB/A i.V.m. §6e VS Abs. 2, 3 und 5 VOB/A, Angabe Eigenerklärung;
b) § 264 StGB (Subventionsbetrug), soweit sich die Straftat gegen den Haushalt der Europäischen Union oder gegen Haushalte richtet, die von der Europäischen Union oder in ihrem Auftrag verwaltet werden: gemäß §6e VS Abs. 1 Nr. 5 VOB/A i.V.m. §6e VS Abs. 2, 3 und 5 VOB/A, Angabe Eigenerklärung;
b) § 108e StGB (Bestechlichkeit und Bestechung von Mandatsträgern): gemäß §6e VS Abs. 1 Nr. 7 VOB /A i.V.m. §6e VS Abs. 2, 3 und 5 VOB/A, Angabe Eigenerklärung;
c) den §§ 333 und 334 StGB (Vorteilsgewährung und Bestechung), jeweils auch in Verbindung mit § 335a StGB (Ausländische und internationale Bedienstete): gemäß §6e VS Abs. 1 Nr. 8 VOB/A i.V.m. §6e VS Abs. 2, 3 und 5 VOB/A, Angabe Eigenerklärung;
d) Artikel 2 § 2 des Gesetzes zur Bekämpfung internationaler Bestechung (Bestechung ausländischer Abgeordneter im Zusammenhang mit internationalem Geschäftsverkehr): gemäß §6e VS Abs. 1 Nr. 9 VOB/A i. V.m. §6e VS Abs. 2, 3 und 5 VOB/A, Angabe Eigenerklärung;
einschließlich Zinsen, Säumnis- und Strafzuschlägen verpflichtet hat. Gemäß §6e VS Abs. 4 VOB/A i.V.m. §6e VS Abs. 5 VOB/A, Angabe Eigenerklärung;
Satz 1 findet keine Anwendung, wenn das Unternehmen seinen Verpflichtungen dadurch nachgekommen ist, dass es die Zahlung vorgenommen oder sich zur Zahlung von Beiträge zur
Sozialversicherung einschließlich Zinsen, Säumnis- und Strafzuschlägen verpflichtet hat. Gemäß §6e VS Abs. 4 VOB/A i.V.m. §6e VS Abs. 5 VOB/A, Angabe Eigenerklärung;
Angaben zu den Unterkunftsgebäuden:
Es sollen zwei viergeschossige nicht unterkellerte Unterkunftsgebäude mit Dachzentrale (RLT) im Satteldachraum errichtet werden. Die über einen durchgehenden Mittelflur erschlossenen Unterkunftszimmer (Einzelzimmer mit Nasszelle) sind nach Süden zur Erschließungsstraße und Norden zum Grünbereich orientiert. Die Gebäude haben 4 oberirdische Vollgeschosse und schließen mit einem Satteldach ab. Die Geschosshöhe beträgt in allen Geschossen ca. 3,00 m. Die Unterkunftsgebäude 117 und 118 werden zeitlich gestaffelt hergestellt.
Angaben zum Gewerk:
Die Fertignasszellen werden auf die fertige Betondecke bzw. Bodenplatte gestellt. Die Aufstellung der Nasszellen erfolgt punktweise über Schallentkoppelungsauflager. Der Einbau erfolgt vor dem Betonieren der darüber liegenden Geschossdecke. Die Anlieferung muss daher an den Baufortschritt des Rohbaus angepasst werden.
Für die Unterkunftsgebäude 117 und 118 werden 276 Nasszellen benötigt. Sie werden als komplette Raumeinheit mit Innenausstattung und Installationen vorgefertigt und geliefert. Zwei Fertignasszellen werden jeweils Rücken an Rücken aneinander gestellt und über einen gemeinsamen Versorgungsschacht versorgt. Hieraus ergibt sich ein Typ L (links) und R (rechts) mit gespiegelter Ausführung.
Werkseitige Ausführung und anschließende Anlieferung von 276 Nasszellen als Fertigteil-Konstruktion jeweils bestehend aus:
- 1 Stk. Bodenplatte Beton mit integrierter Fußbodenheizung,
- 2 Stk. Seitenwände aus Stahlbeton,
- 2 Stk Seitenwände aus Trockenbau,
- 1 Stk. Decke Trockenbau,
- 1 Stk. Türzarge,
- 1 Stk. Bautür,
- inkl. Fliesen, Sanitärausstattung (Waschplatz, WC, Dusche) und technischer Ausstattung (Heizung, Sanitär, Lüftung und Elektro)
Außenmaße Badzelle ca. 1,65 x 2,80 m
Lichte Raumhöhe ca. 2.500 mm
Gesamthöhe Wand ca. 2.700 mm
Die Schnittstelle für die technische Installation und Ausstattung (Heizung, Sanitär, Lüftung, Elektro) zwischen dem AN Nasszelle und den AN der technischen Gewerke Heizung, Sanitär, Lüftung und Elektro ist die Wandschale der Nasszelle. Die vertikalen Leitungsstränge Kaltwasser und Anschlussverbindung an der Nasszellenrückwand im Bereich des Schachtbauwerkes werden bauseits hergestellt. Die technische Installation der vertikalen Stränge Warmwasser- und Heizungsleitung in der Wandschale der Nasszelle werden durch den AN Nasszelle vormontiert. Sie enden ober- und unterhalb der Nasszelle. Die vertikal vorinstallierten Leitungen müssen zwischen den Nasszellen im Bereich der Geschossdeckendurchbrüche über entsprechende Verbindungsstücke durch den AN Nasszelle vor Ort an der Baustelle überbrückt werden. Die Toleranzen der vertikal vorinstallierten Leitungsstränge zwischen den Geschossebenen sind mit diesen Verbindungsstücken auszugleichen.
Für die vorangehend beschriebenen Arbeiten ist von dem folgenden Arbeitsablauf auszugehen:
1. Arbeitsabschnitt, Vorbereitung:
- Arbeitsvorbereitung
- technische Bearbeitung, Vorbemusterung, Werkstattplanung
- Erstellung und Lieferung der Musternasszelle nach Vorgabe AG
2. Arbeitsabschnitt:
- Fertigung und Lieferung der Nasszellen, einschl. Lieferung aller Montagezubehörteile
- notwendige Abstimmungen zur Koordination und zeitlichen Montage mit dem AN Rohbau und
Einweisung des Personals des AN Rohbau
3. Arbeitsabschnitt:
- Restleistungen, Rückbau Bautür
- Rückbau Schutzmaßnahmen
4. Arbeitsabschnitt:
- Feinmontage TGA-Ausstattung vor Übergabe, Abnahme
Bezeichnung: Befähigung zur Berufsausübung einschließlich Auflagen hinsichtlich der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister
Auflistung und kurze Beschreibung der Bedingungen:
Für die Eignung werden folgende Angaben und Nachweise verlangt:
d) Nachweis zur Eintragung in das Berufsregister ihres Sitzes oder Wohnsitzes erfolgt durch Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug und Eintragung in der Handwerksrolle (Handwerkskarte) bzw. bei der Industrie- und Handelskammer
e) Nachweis zur Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft erfolgt durch eine qualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft
g) Angabe, dass nachweislich keine schwere Verfehlung begangen wurde, die die Zuverlässigkeit als Bewerber in Frage stellt (§ 6e VS VOB/A)
Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien:
Für die Eignung werden folgende Angaben und Nachweise verlangt:
a) Erklärung über den Umsatz des Unternehmens in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren, soweit er Bauleistungen und andere Leistungen betrifft, die mit der zu vergebenden Leistung vergleichbar sind unter Einschluss des Anteils bei gemeinsam mit anderen Unternehmen ausgeführten Leistungen.
f) Angabe zu Insolvenzverfahren und Liquidation
h) Nachweis zur Zahlung von Steuern, Abgaben und Beiträgen zur gesetzlichen Sozialversicherung erfolgt durch eine Unbedenklichkeitsbescheinigung der tariflichen Sozialkassen, eine Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamtes bzw. Bescheinigung in Steuersachen sowie eine Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG.
Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien:
Für die Eignung werden folgende Angaben und Nachweise verlangt:
b) Nachweis mit Angaben zu Leistungen (mindestens drei Referenznachweise), die mit der zu vergebenden Leistung vergleichbar sind und die in den letzten fünf Geschäftsjahren ausgeführt wurden. Folgende Mindestangaben sind in den Referenznachweise enthalten: Ansprechpartner; Art der ausgeführten Leistung; Auftragssumme; Ausführungszeitraum; stichwortartige Benennung des mit eigenem Personal ausgeführten maßgeblichen Leistungsumfanges einschl. Angabe der ausgeführten Mengen; Zahl der hierfür durchschnittlich eingesetzten Arbeitnehmer; stichwortartige Beschreibung der besonderen technischen und gerätespezifischen Anforderungen bzw. (bei Komplettleistung) Kurzbeschreibung der Baumaßnahme einschließlich eventueller Besonderheiten der Ausführung; Angabe zur Art der Baumaßnahme (Neubau, Umbau, Denkmal); Angabe zur vertraglichen Bindung (Hauptauftragnehmer, ARGE-Partner, Nachunternehmer); ggf. Angabe der Gewerke, die mit eigenem Leitungspersonal koordiniert wurden; Bestätigung des Auftraggebers über die vertragsgemäße Ausführung der Leistung.
Definition der Referenz:
Nasszelle als Fertigteil-Konstruktion in Hybridbauweise mit zwei Stahlbetonwänden und einer Stahlbeton-Fußbodenplatte mit integrierter Fußbodenheizung. Die anderen beiden Wände sowie die Decke in Trockenbauweise. Boden und Wände gefliest, mit eingebauter Sanitärausstattung (Waschplatz, WC, Dusche) und integrierter technischer Installation und Ausstattung (Heizung, Sanitär, Lüftung, Elektro). Außenmaße von mind. 1,65 m auf 2,80 m und einer lichten Raumhöhe von mind. 2,4 m. Gesamthöhe außen von mind. 2,70 m.
c) Angaben zu Arbeitskräften mit Zahl der in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren jahresdurchnittlich beschäftigten Arbeitskräfte gegliedert nach Lohngruppen mit extra ausgewiesenen Leitungspersonal.
i) Für den Erhalt der Vergabeunterlagen ist die Erklärung bezüglich der Herkunft der Beschäftigten (Anerkennung Staatenliste) erforderlich.Auf Grund der Einhaltung des Geheimschutzes und des vorbeugenden personellen Sabotageschutzes dürfen bei der Durchführung der Baumaßnahme keine Beschäftigten eingesetzt werden, die eine Staatsangehörigkeit der Staaten besitzen, die in der Staatenliste (anhängend) verzeichnet sind.
Staatenliste
im Sinne von § 13 Absatz 1 Nummer 17 SÜG:
1. Afghanistan (Islamische Republik Afghanistan)
2. Algerien (Demokratische Volksrepublik Algerien)
3. Armenien (Republik Armenien)
4. Aserbaidschan (Republik Aserbaidschan)
5. Belarus (Republik Belarus)
6. China (Volksrepublik China),
ab 01.07.1997 einschließlich Sonderverwaltungsregion (SVR) Hongkong,
ab 20.12.1999 einschließlich Sonderverwaltungsregion (SVR) Macau
7. Georgien
8. Irak (Republik Irak)
9. Iran (Islamische Republik Iran)
10. Kasachstan (Republik Kasachstan)
11. Kirgisistan (Kirgisische Republik)
12. Korea (Demokratische Volksrepublik Korea)
13. Kuba (Republik Kuba)
14. Laos (Demokratische Volksrepublik Laos)
15. Libanon (Libanesische Republik)
16. Libyen (Staat Libyen)
17. Moldau (Republik Moldau)
18. Pakistan (Islamische Republik Pakistan)
19. Russische Föderation
20. Sudan (Republik Sudan)
21. Syrien (Arabische Republik Syrien)
22. Tadschikistan (Republik Tadschikistan)
23. Turkmenistan
24. Ukraine
25. Usbekistan (Republik Usbekistan)
26. Vietnam (Sozialistische Republik Vietnam)
Soweit die Auftragssumme mindestens 250.000 Euro ohne Umsatzsteuer beträgt, ist Sicherheit für die Vertragserfüllung in Höhe von fünf Prozent der Auftragssumme (inkl. Umsatzsteuer, ohne Nachträge) zu leisten.
Sicherheitsleistung für Mängelansprüche:
Die Sicherheit für Mängelansprüche beträgt drei Prozent der Summe der Abschlagszahlungen zum Zeitpunkt der Abnahme (vorläufige Abrechnungssumme).
Fehlende Unterlagen sind auf gesondertes Verlangen der Vergabestelle innerhalb von 6 Kalendertagen bei der Vergabestelle einzureichen.
Der Teilnahmeantrag wird ausgeschlossen, wenn die Unterlagen nicht vollständig innerhalb dieser Nachforderungsfrist vorgelegt werden.
Für den Fall der Nichtabhilfe einer Rüge kann innerhalb von 15 Kalendertagen nach Eingang der entsprechenden Mitteilung beantragt werden, ein Nachprüfungsverfahren einzuleiten. Der Antrag ist zu richten an Bundeskartellamt - Vergabekammern des Bundes, Kaiser-Friedrich-Straße 16, 53113 Bonn.
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