Ausschreibungsdetails
Diese Vergabe erfolgt in Hinblick auf die Weiterentwicklung des Modellinstrumentariums im Kontext der beiden BfG-Projekte „Kooperationsvorhaben zur Flussgebietsbewirtschaftung Obere Havel (KOOP OH)“ und „Aufbau eines Modellsystems Bereich Ost unter Berücksichtigung des Klimawandels (KAP Ost)“, in Hinblick auf die Anwendung des weiterentwickelten Modellinstrumentariums (also in der Durchführung der Szenarienrechnungen) ausschließlich im Kontext des erstgenannten BfG-Projektes KOOP OH. Beide Projekte sowie deren fachlicher Hintergrund werden in Anlage 1 vorgestellt.
Der Auftragnehmer muss folgende vier Aufgaben im Rahmen der Vergabe bearbeiten:
1. Konvertierung des Wasserhaushaltsmodells LARSIM Havel-MEW (Gesamtmodell, Modellgebiet Havel mit Spree, Abbildung 2 in Anlage 2) basierend auf der Modellsoftware LARSIM in das Modell HydPy Havel-MEW basierend auf der frei zugänglichen Software HydPy.
2. Weiterentwicklung des Teilmodells HydPy OH-MEW (d.h. räumlicher Zuschnitt auf das Untersuchungsgebiet). Dieses Teilmodell HydPy OH-MEW ist dabei jedoch nicht vom Gesamtmodell HydPy Havel-MEW zu separieren, sondern die Systemstrukturen des Gesamtmodells sind lauffähig zu erhalten. Die Weiterentwicklung von HydPy OH-MEW erfolgt hinsichtlich der Abbildung des Wasserhaushalts, der hydraulischen Abbildung der Fließprozesse in den größeren Gewässern (Hauptgewässer, Bundeswasserstraßen, Flussstauhaltungen), aber auch mit dem Ziel der besseren Integration der Wasserbewirtschaftung. Es muss hier u.a. die Möglichkeit schaffen, Wassernutzer verschieden zu priorisieren und Aktivierungen / Deaktivierungen von Nutzergruppen durchführen zu können.
Ein besonderer Schwerpunkt des Auftrags liegt auf der Integration einer 1D-Hydraulik im Wasserhaushaltsmodell unter Nutzung und Weiterentwicklung der entsprechenden HydPy-Modelle (siehe Anlage 3 zu den Modellansätzen und der HydPy-Modellfamilie HydPy-SW1D), darin das Anwendungsmodell sw1d_lias. Das Anwendungsmodell beinhaltet die Berechnung von Wasserspiegellagen entsprechend der festgelegten räumlichen Diskretisierung sowie die Abbildung der Bauwerke im Gewässer (v.a. steuerbare Wehre, aber auch Kleinkraftwerke und Fischaufstiegsanlagen, Einleitungs- sowie Entnahmebauwerke), so wie sie für die mit dem Modell zu bearbeitenden Fragestellungen relevant sind2.
Die hydraulisch abzubildenden Fließwege sind in der Abbildung 1 in Anlage 5 dargestellt. Sie umfassen insgesamt rd. 600 km; für eine Strecke von rd. 300 km liegt keine Information zur Gerinnegeometrie (Sohlpeilungen o.Ä.) zur Ableitung der Querprofile vor.
3. Kalibrierung und Validierung des weiterentwickelten Modells HydPy OH-MEW anhand von Beobachtungszeitreihen für Abflüsse und Wasserstände.
4. Modelltechnische Ermöglichung, Durchführung und Ergebnisdiskussion der Szenarienrechnungen (Kombination aus verschiedenen unterschiedlich priorisierten Wassernutzungen / Wasserbewirtschaftungsmaßnahmen) mit und ohne Klimawandel. Die Ergebnisdiskussion erfolgt für das Untersuchungs- und Handlungsgebiet. Anlage 6 gibt Informationen zu den Wassernutzungs- und Bewirtschaftungsszenarien.
Wasserhaushalts- und Bewirtschaftungsmodellierung, 1D-hydraulische Modellierung & Szenarienrechnungen
Diese Vergabe erfolgt in Hinblick auf die Weiterentwicklung des Modellinstrumentariums im Kontext der beiden BfG-Projekte „Kooperationsvorhaben zur Flussgebietsbewirtschaftung Obere Havel (KOOP OH)“ und „Aufbau eines Modellsystems Bereich Ost unter Berücksichtigung des Klimawandels (KAP Ost)“, in Hinblick auf die Anwendung des weiterentwickelten Modellinstrumentariums (also in der Durchführung der Szenarienrechnungen) ausschließlich im Kontext des erstgenannten BfG-Projektes KOOP OH. Beide Projekte sowie deren fachlicher Hintergrund werden in Anlage 1 vorgestellt.
Der Auftragnehmer muss folgende vier Aufgaben im Rahmen der Vergabe bearbeiten:
1. Konvertierung des Wasserhaushaltsmodells LARSIM Havel-MEW (Gesamtmodell, Modellgebiet Havel mit Spree, Abbildung 2 in Anlage 2) basierend auf der Modellsoftware LARSIM in das Modell HydPy Havel-MEW basierend auf der frei zugänglichen Software HydPy.
2. Weiterentwicklung des Teilmodells HydPy OH-MEW (d.h. räumlicher Zuschnitt auf das Untersuchungsgebiet). Dieses Teilmodell HydPy OH-MEW ist dabei jedoch nicht vom Gesamtmodell HydPy Havel-MEW zu separieren, sondern die Systemstrukturen des Gesamtmodells sind lauffähig zu erhalten. Die Weiterentwicklung von HydPy OH-MEW erfolgt hinsichtlich der Abbildung des Wasserhaushalts, der hydraulischen Abbildung der Fließprozesse in den größeren Gewässern (Hauptgewässer, Bundeswasserstraßen, Flussstauhaltungen), aber auch mit dem Ziel der besseren Integration der Wasserbewirtschaftung. Es muss hier u.a. die Möglichkeit schaffen, Wassernutzer verschieden zu priorisieren und Aktivierungen / Deaktivierungen von Nutzergruppen durchführen zu können.
Ein besonderer Schwerpunkt des Auftrags liegt auf der Integration einer 1D-Hydraulik im Wasserhaushaltsmodell unter Nutzung und Weiterentwicklung der entsprechenden HydPy-Modelle (siehe Anlage 3 zu den Modellansätzen und der HydPy-Modellfamilie HydPy-SW1D), darin das Anwendungsmodell sw1d_lias. Das Anwendungsmodell beinhaltet die Berechnung von Wasserspiegellagen entsprechend der festgelegten räumlichen Diskretisierung sowie die Abbildung der Bauwerke im Gewässer (v.a. steuerbare Wehre, aber auch Kleinkraftwerke und Fischaufstiegsanlagen, Einleitungs- sowie Entnahmebauwerke), so wie sie für die mit dem Modell zu bearbeitenden Fragestellungen relevant sind2.
Die hydraulisch abzubildenden Fließwege sind in der Abbildung 1 in Anlage 5 dargestellt. Sie umfassen insgesamt rd. 600 km; für eine Strecke von rd. 300 km liegt keine Information zur Gerinnegeometrie (Sohlpeilungen o.Ä.) zur Ableitung der Querprofile vor.
3. Kalibrierung und Validierung des weiterentwickelten Modells HydPy OH-MEW anhand von Beobachtungszeitreihen für Abflüsse und Wasserstände.
4. Modelltechnische Ermöglichung, Durchführung und Ergebnisdiskussion der Szenarienrechnungen (Kombination aus verschiedenen unterschiedlich priorisierten Wassernutzungen / Wasserbewirtschaftungsmaßnahmen) mit und ohne Klimawandel. Die Ergebnisdiskussion erfolgt für das Untersuchungs- und Handlungsgebiet. Anlage 6 gibt Informationen zu den Wassernutzungs- und Bewirtschaftungsszenarien.
Angabe der Projektleitung, Projektingenieurinnen und Projektingenieure sowie weiterer Projektmitarbeiter, die im Zusammenhang mit der Leistungserbringung eingesetzt werden, unabhängig davon, ob diese dem Unternehmen angehören oder nicht. Von der Projektleitung und den Projektingenieurinnen und Projektingenieure wird ein ingenieur- oder naturwissenschaftlicher (Fach-) Hochschulabschluss oder eine diesen nationalen Abschlüssen vergleichbare Berufsausbildung erwartet. Ein entsprechender Nachweis ist als digitale Kopie beizulegen.
− Erfahrung im Aufbau und in der Anwendung von großräumigen hydraulischen 1-dimensionalen Fließgewässermodellen
− Erfahrung in der Modellierung von Wasserbewirtschaftungsmaßnahmen in anthropogen überprägten Einzugsgebieten (u.a. Speichersteuerung, Fließverzweigungen, Entnahmen und Einleitungen)
Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts (Nr. 4 der Eigenerklärung zur Eignung), soweit das Finanzamt derartige Bescheinigungen ausstellt.
Qualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft (sofern diese nicht verfügbar ist, eine gleichwertige Bescheinigung des zuständigen Versicherungsträgers) mit Angabe der Lohnsummen (Nr. 14 der Eigenerklärung zur Eignung)
Weiterentwicklung von HydPy OH-MEW:
Pos 3-1. Abbildung der Seen. Konzept zur modelltechnischen Umsetzung der Seen (hyd-raulische /hydrologische Abbildung) und Benennung der HydPy-Modellfamilie für die Umsetzung.
• Pos 3-3. Drainage. Konzept für die Kalibrierung und Validierung des Drainageansatzes und Benennung der HydPy-Modellfamilie für die Umsetzung.
• Pos 3-4: Gesteuerte Überleitungen, Einleitungen und Entnahmen. Konzept für die Abbil-dung flexibler, saisonal variabler Über-, Einleitungen und Entnahmen und Benennung der HydPy-Modellfamilie für die Umsetzung
Pos 3-5-1: Erstellung des HydPy SW1D-Modells. Konzept für die Erweiterung von HydPy OH-MEW um eine 1D-Hydraulik. Dieses Konzept muss die Implementierung der im Nachgang benannten Bauwerksgruppen (Wehre, Schleuse, Kleinkraftanlagen, Fischauf-stiegsanlagen), Gewässerverzweigungen und Brückenbauwerke) berücksichtigen. Erfor-derlich ist zudem die Benennung der HydPy-Modellfamilie für die Umsetzung. Weitere Definition/Erläuterung, welche beachtet werden müssen im Konzept sind in der Posi-tion 3-5-1 der Leistungsbeschreibung unter Grundsätzlich enthalten.
Pos 5-1 Vorbereitung der Szenarienrechnungen. Konzept zur Steuerung der unter-schiedlich priorisierten Nutzer und Wasserbewirtschaftungsmaßnahmen.
• Kurze stichwortartige Beschreibung zur Qualitätssicherung für nachfolgend aufgelistete Leistungspositionen.
o Pos 6-3: Qualitätssicherung für Pos 6: Dokumentation. Inhalt: logischer, Ver-ständlichkeit des Textes, Aufbau widerspruchsfreie Argumentation, Darstellung von Abbildungen und Grafiken, die selbsterklärend sind (d.h. jeweils mit einer kurzen Beschreibung unter der Abbildung oder über der Tabelle, was zu erken-nen ist). Formal: Rechtschreibung und Grammatik, Formatierung,
Projektorganisation
• Darstellung der detaillierten Projektablaufplanung (Monatsbezug, Meilensteine, Schnitt-stellen zwischen den Teilprojekten).
• Vorstellung des für die Projektbearbeitung vorgesehenen Personals sowie deren Vertre-tung im Falle eines Ausscheidens bzw. zeitweisen Ausfalls.
Ökostrom ist elektrische Energie, die ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen wie Wind, Sonne, Wasser, Biomasse und Erdwärme gewonnen wird.
Für den jeweiligen Stromtarif des Bieters ist der anteilige Bezug von Ökostrom seines Stromtarifes anhand des Stromportfolios mit dem Angebot nachzuweisen.
Der % Wert des Bezuges wird kaufmännisch auf- bzw. abgerundet auf die nächste volle Zahl.
160 Abs. 3 GWB unzulässig, soweit der Antragsteller den geltend gemachten
Verstoß gegen Vergabevorschriften vor einreichen des Nachprüfungsantrags
erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von zehn
Kalendertagen gerügt hat; Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der
Bekanntmachung erkennbar sind, müssen spätestens bis zum Ablauf der in der
Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe
gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden; Verstöße gegen
Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, müssen
spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe
gerügt werden. Der Nachprüfungsantrag ist ebenfalls unzulässig, wenn mehr als
15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht
abhelfen zu wollen, vergangen sind.
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