Ausschreibungsdetails
Hinweis 2: Bei Bietergemeinschaften ist der Bewerbungsbogen für das sich bewerbende Team als Ganzes vorzulegen und auszufüllen. Die Anlagen und geforderten Nachweise sind im Falle einer Bietergemeinschaft durch jedes Mitglied vorzulegen.
Hinweis 3: Die vorgenannten Erklärungen und der Bewerbungsbogen stehen uneingeschränkt und kostenfrei als Formularvordruck im Internet unter der Adresse www.evergabe-online.de zur Verfügung Es ist ausschließlich der vorgesehene Formularvordruck zu verwenden.
Das Vergabeverfahren wird elektronisch über die E-Vergabeplattform des Bundes (unter www.evergabe-online.de) durchgeführt.
Der Bewerbungsbogen mit den Erklärungen ist zusammen mit den geforderten Nachweisen innerhalb der Bewerbungsfrist vollständig ausgefüllt elektronisch in Textform gem. § 126b BGB über die E-Vergabeplattform des Bundes (http://www.evergabe-online.de) einzureichen. In Papierform eingereichte Bewerbungen werden nicht berücksichtigt. Eine Unterschrift oder Signatur auf dem Bewerbungsbogen ist nicht notwendig. Der Name der bevollmächtigten Person ist im Unterschriftsfeld jedoch zwingend anzugeben.
Fragen der Bewerber sind über den Angebotsassistenten (ANA) der E-Vergabeplattform (als registrierter Nutzer der E-Vergabe) rechtzeitig vor Ablauf der Bewerbungsfrist (spätestens bis zum 18.02.2026) zu stellen. Es werden ausschließlich Fragen beantwortet, die für die Erstellung des Teilnahmeantrages erforderlich sind. Die Antworten werden zeitnah erarbeitet und über die E-Vergabeplattform an alle Bewerber versendet.
Hinweis 4 (Datenschutzrechtliche Einwilligungserklärung gem. Artikel 13 DSGVO:
Informationen zur Datenerhebung gemäß Artikel 13 Datenschutzgrundversorgung (DSGVO) sind dem den Vergabeunterlagen beiliegendem Informationsblatt zu entnehmen
Nachweis durch Eigenerklärung, vergabestellenseitige Abfrage Wettbewerbsregister, sowie siehe Vergabeunterlagen
Allgemeine Beschreibung:
Die Bundesrepublik Deutschland plant auf dem Grundstück 119 Empire Circuit, Yarralumla, ACT 2600, den Neubau der Deutschen Botschaft, bestehend aus Kanzlei, Residenz, Freianlagen und Sicherheitseinrichtungen.
Rahmendaten:
- Bruttogeschossfläche: 2.985 m²
- Projektkosten (netto) für KG 200-600 gem. DIN 276: 22.2 mio €
- Projektdauer: 2024-2032 (inclusive Vorbereitung)
Detaillierte Beschreibung siehe Anlage zum Bekanntmachungstext
Gegenstand des Auftrages
- Leistungsbereich:
Baumanagement:
Gegenstand des Auftrages sind nachstehend beschriebene Teile der Leistungen des Baumanage¬ments im eigenen Büro oder ergänzend durch Nachunternehmer. Für die Durchführung des Vertrags in Australien gilt vorrangig die englische Sprache, in der Abstimmung mit der Bauverwaltung (BBR) auch die deutsche Sprache.
Es gilt australisches Baurecht, Vorgaben und Bestimmungen. Verträge sind nach australischem Recht, in Abstimmung mit europäischem Vergaberecht und Vergabeverfahren zu erarbeiten.
Die Umsetzung des Wettbewerbsentwurfes erfolgt auf Basis australischer Normen und Standards mit zusätzlichen deutschen Einzelvorgaben.
Der Baumanagementleistungen werden voraussichtlich nach einem Vertragsmuster aus der Reihe des Australian Standard beauftragt.
- Leistungsbild:
1. Baumanagement:
Baumanagementleistungen nach australischem Leistungsbild, mit zusätzlichen spezifischen deutschen Teilleistungen.
- Organisation, Information und Koordination der Planungsbeteiligten, sowie Dokumentation
- Terminplanung und -kontrolle
- Ausschreibungen und Mitwirkung bei der Vergabe
- Objektüberwachung während der Bauphasen:
--- Teilabbruch Residenz
--- Neubau Kanzlei und Sanierung / Umbau Residenz
--- Umzug Alt-Kanzlei in Neubau
--- Abbruch Alt-Kanzlei
--- Neubau Außenwache und Fertigstellung Freianlagen
- Mitwirkung bei Bauabnahmen
- Schluss-Dokumentation
- Zertifizierung Green Star
2. Quantity Surveyor:
Leistungen zu Qualitäten, Quantitäten, Kostenplanung und -kontrolle durch einen Quantity Surveyor unter Gesamtsteuerung und Koordination durch das Baumanagement.
3. Building Certifier:
Leistungen zur Prüfung und Feststellung der baurechtlichen Genehmigungsfähigkeit im ACT durch einen öffentlich zertifizierten Building Certifier unter Gesamtsteuerung und Koordination durch das Baumanagement.
Es ist eine stufenweise Vergabe der Leistungen vorgesehen. Ein Rechtsanspruch auf die Übertragung aller Leistungen besteht jedoch nicht
Hinsichtlich des Vergabeverfahrens gilt vorrangig die deutsche Sprache.
1. Der Bewerbungsbogen ist innerhalb der Bewerbungsfrist vollständig ausgefüllt und von dem/den Geschäftsführer(n) und/oder dem/den bevollmächtigten Vertreter(n) elektronisch in Textform gem. § 126b BGB über die eVergabe-Plattform des Bundes (http://www.evergabe-online.info) einzureichen. In Papierform eingereichte Bewerbungen werden nicht berücksichtigt. Eine Unterschrift oder Signatur auf dem Bewerbungsbogen ist nicht notwendig. Der Name der bevollmächtigten Person ist im Unterschriftsfeld jedoch anzugeben. Im Falle einer Bietergemeinschaft ist der Bewerbungsbogen für das sich bewerbende Team als Ganzes vorzulegen - es ist nur ein Bewerbungsbogen zugelassen.
2. Der Nachweis der Unterschriftsbefugnis ist vom Bewerber, im Falle der Bietergemeinschaft von jedem Mitglied zu erbringen. Dies kann durch die Vorlage eines Registerauszuges erfolgen; soweit solch eine Eintragung nicht gegeben ist, ist dem Bewerbungsbogen eine Vollmacht beizufügen, in der alle Partner der Gesellschaft den Unterzeichnenden bevollmächtigen. Hierfür kann die Anlage 1 zum Bewerbungsbogen verwandt werden.
3. Unterzeichnete Eigenerklärung nach §§ 123, 124 GWB (Anlage 2). Diese Anlage ist im Falle einer Bietergemeinschaft von jedem Mitglied vorzulegen.
4. Im Falle einer Bietergemeinschaft sind die Angaben der Mitglieder zu den Auftragsanteilen zu benennen (Anlage 3 a) (Ferner ist eine Vollmacht für den bevollmächtigten Vertreter der Gemeinschaft vorzulegen (Anlage 4).
5. Im Falle der Einschaltung eines Nachunternehmers sind gem. § 36 VgV die Auftragsanteile, die als Unterauftrag vom Auftragnehmer vergeben werden sollen, zu benennen (Anlage 3 b).
6. Beruft sich der Bewerber oder Bieter, bei der Erfüllung des Auftrages auf die Kapazitäten anderer Unternehmen (Nachunternehmer), ist in der 2. Stufe des Verhandlungsverfahrens für den Nachunternehmer die Eigenerklärung nach §§ 123, 124 GWB (Anlage 2) und die Verpflichtungserklärung Nachunternehmer nach § 36 Abs. 1 VgV (Anlage 5) vorzulegen.
Wenn ein Bewerber oder Bieter die Vergabe eines Teils des Auftrags an einen Dritten im Wege der Unterauftragsvergabe beabsichtigt und sich zugleich im Hinblick auf seine Leistungsfähigkeit gemäß den §§ 45 und 46 VgV auf die Kapazitäten dieses Dritten beruft und nur mit Hilfe fremder Kapazitäten (Nachunternehmen) die gestellten Mindestanforderungen erfüllen kann (Eignungsleihe gem. § 47 VgV), muss bereits mit der Bewerbung für den Nachunternehmer eine Verpflichtungserklärung Nachunternehmer (Anlage 5), Nachweis der Unterschriftsbefugnis (Registerauszug und/oder Anlage 1) und die Eigenerklärung nach §§ 123, 124 GWB (Anlage 2) vorgelegt werden.
Darüber hinaus ist in dem Fall, dass dies die wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit des Bewerbers betrifft, eine Erklärung über eine gemeinsame Haftung des Bewerbers oder Bieters und des Nachunternehmers für die Auftragsausführung entsprechend dem Umfang der Eignungsleihe gemäß § 47 Abs. 3 VgV vorzulegen.
7. Unterzeichnete Eigenerklärung zur Verordnung EU 2022-576 (Anlage 6). Diese Anlage ist im Falle einer Bietergemeinschaft von jedem Mitglied vorzulegen.
8. Der Auftraggebende wird für den/die Bietende/n, der/die den Zuschlag erhalten soll, einen Auszug aus dem Wettbewerbsregister (§ 6 Abs. 1, Abs. 2 des Wettbewerbsregistergesetzes) beim Bundeskartellamt (Registerbehörde) anfordern. Auf gesondertes Verlangen der Vergabestelle haben ausländische Bietende gleichwertige Bescheinigungen ihres Herkunftslandes (soweit vorhanden) vorzulegen. Die Auftragsvergabe steht daher unter dem Vorbehalt, dass das Wettbewerbsregister keine Eintragungen enthält, die einer Beauftragung entgegenstehen.
Im Falle einer Bietergemeinschaft ist der Bewerbungsbogen für das sich bewerbende Team als Ganzes vorzulegen, d. h., die Umsatzzahlen sind zu addieren.
Im Falle der Einschaltung eines Nachunternehmers darf der Umsatz des Nachunternehmers nur entsprechend seines Anteils am Gesamtauftrag hinzugerechnet werden, wenn der Nachunternehmer diesen Umsatz mit vergleichbaren Leistungen erzielt hat.
Davon Anzahl der Mitarbeiter/-innen mit Studienabschluss der Fachrichtung Baumanagement/ Architektur/ Bauingenieurwesen/ Wirtschaftsingenieurwesen (oder vergleichbarer Studienabschluss einer Fachhochschule oder Hochschule) mit mind. 5 Jahren aktiver Berufserfahrung im Bereich Baumanagement mindestens >= 3.
Im Falle einer Bietergemeinschaft ist der Bewerbungsbogen für das sich bewerbende Team als Ganzes vorzulegen, d. h., die Mitarbeiterzahlen sind zu addieren.
Im Falle der Einschaltung eines Nachunternehmers können nur die Mitarbeiter des Nachunternehmers hinzugerechnet werden, die für den entsprechenden Leistungsanteil eingesetzt wurden.
Es sind zwei mit der Bauaufgabe und der ausgeschriebenen Leistung vergleichbare Referenzprojekte (P1, P2) vom Bewerber vorzustellen, welche die nachfolgenden Mindestanforderungen erfüllen.
Alle Referenzprojekte müssen im Zeitraum ab 01.01.2016 bis zum Tag der Veröffentlichung fertig gestellt worden sein (Abschluss der Bauphase/ Übergabe an den Nutzer)
Bei beiden Referenzprojekten müssen Leistungen gemäß australischem Leistungsbild des Baumanagements mindestens in der Ausschreibungsphase und Objektüberwachung vom Bewerber erbracht worden sein.
Davon:
- mindestens ein Projekt aus dem Bereich Hochbau mit Technischem Ausbau mit Projektkosten mit mindestens 18 Millionen AUD $ (10 Mio. €) netto der KG 300 (Baukosten Hochbau)
- mindestens ein Projekt aus dem Bereich Hochbau mit Technischem Ausbau mit Projektkosten mit mindestens 9 Millionen AUD $ (5 Mio. €) netto der KG 400 (Baukosten Technischer Ausbau)
- mindestens ein Projekt in Australien errichtet
insbesondere Angaben zu:
Name, Ausbildung/Studienabschluss, Berufserfahrung,
Beruflicher Werdegang, Studiennachweise, Nachweise oder Eigenerklärungen zu den Sprachkenntnissen der für das Projekt vorgesehenen Mitarbeiter/-innen sind in digitaler Form vorzulegen.
Mindestanforderungen an das Projektteam:
Projektleiter/in (PL) mit Studienabschluss der Fachrichtung Baumanagement/ Architektur/ Bauingenieur-/ Wirtschaftsingenieurwesen (oder vergleichbarer Studienabschluss einer Fachhochschule oder Hochschule oder australisches Äquivalent) mit mindestens 8 Jahren Berufserfahrung im Bereich Baumanagement¬leistungen
Projektmitarbeiter/in (PM) mit Studienabschluss der Fachrichtung Baumanagement/ Architektur/ Bauingenieur-/ Wirtschaftsingenieurwesen (oder vergleichbarer Studienabschluss einer Fachhochschule oder Hochschule oder australisches Äquivalent) mit mindestens 4 Jahren Berufserfahrung im Bereich Baumanagement¬leistungen.
Projektmitarbeiter/in (PM-TA) mit Studienabschluss der Fachrichtung Technische Ausrüstung Versorgungstechnik/ Elektrotechnik (oder vergleichbarer Studienabschluss einer Fachhochschule oder Hochschule oder australischem Äquivalent) mit mindestens 2 Jahren Berufserfahrung im Bereich Baumanagementleistungen und mindestens 5 Jahren Berufserfahrung im Bereich Fachplanung Technische Ausrüstung.
Projektmitarbeiter/in (PM-QS) der Fachrichtung Quantity Surveyor, mit mindestens 8 Jahren Berufserfahrung im Bereich Quantity Surveyor.
Projektmitarbeiter/in (PM-BC) der Fachrichtung Building Certifier, mit mindestens 8 Jahren Berufserfahrung im Bereich Building Certifier.
Mindestens ein Mitglied des Projektteams muss Deutschkenntnisse mindestens auf B1-Niveau besitzen.
Das Projektteam sollte sich aus mindestens 3-5 Personen zusammensetzen. Doppelbenennungen sind möglich. Die Position des Projektleiters (PL) und des Projektmitarbeiters (PM) ist durch zwei verschiedene Mitarbeiter zu besetzen
Mehrfachbeteiligungen, d. h. parallele Beteiligung als Einzelbieter und gleichzeitig als Gesellschafter einer Bietergemeinschaft, sind unzulässig und führen zum Ausschluss sämtlicher hiervon betroffenen Bewerbungen, sofern die betroffenen Bieter nicht nachweisen, dass die Angebote völlig unabhängig voneinander erstellt wurden.
Mehrfachbeteiligungen von Nachunternehmen sind zulässig, sofern diese keinen maßgeblichen Einfluss auf die Angebotsgestaltung haben.
Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, müssen spätestens bis Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Angebotsabgabe oder zur Bewerbung gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden.
Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, müssen spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Angebotsabgabe oder zur Bewerbung gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden. Rügen sind in elektronischer Form über die E-Vergabeplattform des Bundes einzureichen.
Hilft die Vergabestelle der Rüge nicht ab, kann ein Antrag auf Nachprüfung beim Bundeskartellamt unter der o.g. Anschrift innerhalb von 15 Kalendertagen nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, der Rüge nicht abhelfen zu wollen, gestellt werden. Der Nachprüfungsantrag ist unzulässig, soweit die Voraussetzungen von § 160 GWB vorliegen.
Ferner wird auf die Vorschriften der §§ 134, 135 GWB hingewiesen.
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