Ausschreibungsdetails
für die Anlagengruppen 1, 2 und 3 für die Leistungsphasen 1 - 9 zu dem Projekt Erhalt und Entwicklung eines Verwaltungsstandortes
Die Landeshauptstadt Magdeburg beabsichtigt den Verwaltungsstandort Baudezernat - An der Steinkuhle 6 zukunftsorientiert zu gestalten. Das Bestandsgebäude soll um einen Anbau erweitert und im Innenbereich teilweise saniert werden. Die dazugehörigen Freianlagen sollen sowohl für den Publikumsverkehr, als auch für die Mitarbeiter eine optische und funktionale Aufwertung erfahren.
Aufgrund des vorhandenen Sanierungsbedarfs und der unzureichenden Platzverhältnisse im Bestandsgebäude soll dieses in Teilen saniert und um einen Erweiterungsneubau ergänzt werden. Konkret handelt es sich um Flächen an der nördlichen Giebelseite und Teilbereiche des derzeitigen Wirtschaftshofes, sowie die Fläche, welche durch den Abbruch des Men-sagebäudes zur Verfügung stehen wird. Die Abbruchmaßnahme soll ebenfalls Bestandteil des Bauvorhabens sein.
Bestand
Baukonstruktionen
Grundsätzlich soll das Bestandsgebäude so hergerichtet werden, dass die über die Jahre entstandenen Gebrauchs- und Abnutzungsspuren aufgearbeitet oder entfernt werden. Konkret betrifft das notwendige Malerarbeiten an Wänden und Decken einschließlich erforderlicher Ausbesserungsarbeiten, sowie den Austausch des bisherigen Bodenbelags aus Nadelfilz durch Linoleum oder vergleichbare Materialien.
Zudem sind die Bestandstüren aufzuarbeiten oder ggf. zu ersetzen, dabei sollen aktuelle normative Grenzwerte eingehalten und ein optisch ansprechendes Bild geschaffen werden.
Ein Großteil der Büroräume hat derzeit noch einen kleinen Vorraum, welcher früher als Nasszelle genutzt worden. Diese Vorräume sollen entfernt werden, um eine ausreichend große Fläche für Doppelbüros zu bieten.
Zusätzlich sollen im Bestandsgebäude Pausen- und Aufenthaltsbereiche geschaffen werden. Diese sind sinnvoll in die Bestandsarchitektur zu integrieren. Die räumliche Aufteilung der
einzelnen Fachbereiche muss bei der Anordnung zwingend berücksichtigt werden.
Erweiterungsneubau
Wie oben bereits aufgeführt soll das derzeitige Mensagebäude abgebrochen und in dem Bereich ein Erweiterungsneubau errichtet werden. Die Abbruchmaßnahmen werden Bestandteil der Baumaßnahme sein.
Im Neubau sollen unter anderem Mehrbedarfe an Büroarbeitsflächen, Besprechungsräume, ein Sonderraum für die Mitarbeiter, sowie die dazugehörigen Technik- und Nebenräume
untergebracht werden. Zusätzlich ist ein Front-Office herzustellen, um zukünftig den überwiegenden Anteil an Publikumsverkehr über den Erweiterungsneubau abzudecken.
Der gesamte Erweiterungsneubau ist barrierefrei herzustellen. Die Abstimmung mit den dazugehörigen Genehmigungsstellen hat bereits in den frühen Leistungsphasen zu erfolgen.
Für das Dach ist eine extensive Begrünung vorzusehen, um Rückspeicherpotential für anfallendes Regenwasser, speziell bei Starkregenereignissen zu bieten. Zusätzlich ist eine Photovoltaikanlage zu berücksichtigen. Die Dimensionierung dieser Anlage hat sich dabei an dem Eigenbedarf des Gebäudes zu orientieren.
Für jede Bewerbung ist zwingend der entsprechende Teilnahmeantrag vollständig ausgefüllt und unterschrieben einzureichen. Die im Einzelnen genannten Nachweise und Erklärungen sind der Eigenerklärung zur Eignung als Anlage beizufügen. Bewerbungen sind nur mit dieser planungsleistungsbezogenen Eigenerklärung zur Eignung möglich.
Es ist möglich, die mit der Richtlinie 2014/24/EU des Europäischen Parlaments und des Rates eingeführte Europäische Eigenerklärung (EEE) zu verwenden. Die EEE muss nicht verwendet werden, wenn die planungsleistungsbezogene Eigenerklärung zur Eignung einschließlich Anlagen vollständig ausgefüllt eingereicht wird. Formlose Bewerbungen werden nicht berücksichtigt.
Die geforderten Unterlagen sind bei Bewerbergemeinschaften für jedes einzelne Mitglied vorzulegen, wobei jedes Mitglied seine Eignung für den Leistungsbestandteil nachweisen muss, den es übernehmen soll. Die Aufteilung ist anzugeben. Sofern der Bewerber / die Bewerbergemeinschaft beabsichtigt, Nachunternehmer zur Auftragsdurchführung einzusetzen, hat der Bewerber / die Bewerbergemeinschaft die von dem jeweiligen Nachunternehmer zu erbrin-genden Leistungen gemäß § 36 VgV nach Art und Umfang zu benennen sowie die entspre-chenden Nachweise auch für den jeweiligen Nachunternehmer einzureichen. Darüber hinaus hat der Bewerber / die Bewerbergemeinschaft bis zum Ablauf der Bewerbungsfrist nachzuweisen, dass ihm / ihr die für die Auftragsdurchführung erforderlichen Mittel (personelle und technische Ressourcen) des jeweiligen Nachunternehmers zur Verfügung stehen.
Es wird sich vorbehalten, in den Rubriken nicht sachgerecht enthaltene Angaben nicht zu würdigen. Unvollständige Teilnahmeanträge können ausgeschlossen werden. Mehrfachbewerbungen einzelner Bewerber (einzeln und/oder in Bewerbergemeinschaften) sind unzulässig und führen zum Ausschluss des Bewerbers sowie der gesamten betroffenen Bewerbergemeinschaft(en). Teilnahmeanträge und deren Anlagen sind in deutscher Sprache zu verfassen und vorzulegen.
Die nachfolgendaufgezählten Nachweise sind bis zum Ablauf der Bewerbungsfrist über die benannte Vergabeplattform einzureichen und müssen aktuell und gültig sein (für Bescheinigungen gilt: nicht älter als 3 Monate). Die Nichtvorlage der folgenden Unterlagen führt zwin-gend zum Ausschluss!
1. Von einem berechtigten Vertreter unterschriebener Bewerbungsbogen,
2. Nachweis der Unterschriftsberechtigung § 43 VgV,
2.1 bei juristischen Personen durch Vorlage eines aktuellen Auszugs aus dem Berufs- oder Handelsregister,
2.2 im Falle einer Bietergemeinschaft durch die Vorlage einer von allen Bietern rechtsverbindlich unterschriebenen Bietergemeinschaftserklärung mit Benennung eines bevollmächtigten Vertreters,
3. bei Nachunternehmern: Verpflichtungserklärung Nachunternehmer gemäß § 47 VgV und Benennung der Leistungen, die durch den jeweiligen Nachunternehmer erbracht wird,
4. bei Mitgliedschaft in Bietergemeinschaften oder Bindung von Nachunternehmen: Vorlage eines Nachweises gemäß § 47 VgV, dass dem Bewerber die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen,
5. rechtsverbindlich unterschriebene Eigenerklärung, dass Ausschlussgründe gemäß § 48 VgV nicht vorliegen,
6. Angaben zur Berufshaftpflichtversicherung im Auftragsfall von mindestens 2.000.000,00 EUR für Personenschäden und mindestens 1.000.000,00 EUR für sonstige Schäden mit mindestens 2-facher Maximierung, Mindestanforderung ist die rechtskräftig unterschriebene Erklärung einer EU-Versicherungsgesellschaft, dass im Auftragsfall die Versicherung garantiert wird, die Erklärung der Versicherungsgesellschaft muss der Bewerbung beigelegt werden, eine Eigenerklärung des Bewerbers ist nicht ausreichend,
7. Erklärung zu den Russlandsanktionen.
§ 129b StGB (kriminelle und terroristische Vereinigungen im Ausland),
§ 264 StGB (Subventionsbetrug), soweit sich die Straftat gegen den Haushalt der EG oder gegen Haushalte richtet, die von der EG oder in ihrem Auftrag verwaltet werden,
des Vierten Strafrechtsänderungsgesetzes und § 2 des Gesetzes über das Ruhen der Verfolgungsverjährung und die Gleichstellung der Richter und Bediensteten des Internationalen Strafgerichtshofes,
Artikel 2 § 2 des Gesetzes zur Bekämpfung internationaler Bestechung (Bestechung ausländischer Abgeordneter im Zusammenhang mit internationalem Geschäftsverkehr),
§ 370 der Abgabenordnung, auch in Verbindung mit §12 des Gesetzes zur Durchführung der gemeinsamen Marktorganisationen und der Direktzahlungen (MOG), soweit sich die Straftat gegen den Haushalt der EG oder gegen Haushalte richtet, die von der EG oder in ihrem Auftrag verwaltet werden.
für die Anlagengruppen 1, 2 und 3 für die Leistungsphasen 1 - 9 zu dem Projekt Erhalt und Entwicklung eines Verwaltungsstandortes
2. Erklärung über den Gesamtumsatz für Planungsleistungen nach Leitungsbild Technische Ausrüstung Anlage 1, 2 und 3 gemäß § 53 bis 56 HOAI 2021 für die Leistungsphasen 1 - 8 des Bewerbers für die letzten drei Geschäftsjahre (jahresweise aufgeschlüsselt)
1. Vergleichbare Referenzobjekte der wesentlichen in den letzten sieben Jahren (Abschluss nicht vor 01/2019) erbrachten Leistungen (vergleichbarer Schwierigkeitsgrad / mind. Honorarzone II und mind. in der Anlagengruppe 1, 2 und 3, Erweiterungsneubau oder Neubau, Größenordnung / Honorarwert, öffentlicher Auftraggeber, Referenzbescheinigung / Eigenerklärung), mit Angabe des Auftraggebers (Ansprechpartner, Anschrift, Telefonnummer), Kurzbeschreibung, der Gesamtbaukosten des Vorhabens (Kostengruppen 200 bis 500), der Planungs- und Bauzeit und der erbrachten HOAI-Leistungsphasen (mind. Lph 3, 5, 6, 7 und 8). Diese Auflistung ist auf maximal drei vergleichbare Projekte zu beschränken bzw. es werden nur die ersten drei beigefügten Referenzen gewertet. Die Wertung der jeweiligen Referenz erfolgt anhand der vorstehenden Unterkriterien.
2. Angaben über die vorhandene personelle Bürostruktur mit der Qualifikation zur Bearbeitung der ausgeschriebenen Planungsleistung (Namen, Funktionen, Qualifikationen) sowie der Unterscheidung in Dipl.-Ing. / Master / Bachelor und Techniker und Angabe der Berufserfahrung in Jahren.
3. Angaben zur Qualitätssicherung (Qualitätsmanagement).
4. Angabe zur zertifizierten Qualifikation nach VDI/DVGW 6023, Kategorie A, für Planungsleistungen nach §§ 53 bis 56 HOAI, Anlagengruppe 1 (Zertifikat nicht älter als 5 Jahre).
Anhand der Kriterien werden die Bewerber ausgewählt, die zur zweiten Phase des Verfahrens eingeladen werden sollen.
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